Kategorie: Wissenswert

Wissenschaftler, Wissenschaft, Wissen ist Macht, Wissenswertes, geheimes Wissen, Geheimnisse, verborgenes, nützliches, praktisches, Innovation, Neues, interessantes, Tipps, Tricks, Anwendungen, Weltgeschehen, Wahrheit, Freiheit, Natur, Menschheit

  • Schritt für Schritt zu einem gesünderen Frühstück

    Schritt für Schritt zu einem gesünderen Frühstück


    Frühstück

    Vielleicht kennst du das: wenn man seine Ernährung umstellen will, ist man meist schon (oder insbesondere) mit dem Frühstück überfordert.

    Der Verzicht auf die üblichen Backwaren, Müsli, Marmelade & Co. scheint ein unüberwindbarer Berg zu sein. Wir sind “Gewohnheitstiere” und haben einen “gelernten” Geschmack, den wir mit Genuss verbinden.

    Aber ich kann dir Hoffnung geben: Wenn du dein Frühstück erst einmal umgestellt hast und dich daran gewöhnt hast, wirst du nichts mehr vermissen.

    Insbesondere dann, wenn du dich auch noch besser fühlst. Du wirst dich eher fragen, wieso so viele Menschen auf das klassische Frühstück schwören und wie man das nur gut und gesund finden kann.

    Doch damit die Umstellung gut klappt und du ein Gefühl dafür bekommst, was wirklich gesund ist, möchte ich dir mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung helfen (jeder Schritt eine Steigerung). Denn nichts ist wichtiger, als direkt mit einer gesunden Mahlzeit in den Tag zu starten (vorausgesetzt du lässt es z.B. durch das intermittierende Fasten nicht gleich weg – was durchaus auch ein guter und gesunder Weg wäre).

    Meine Schritt-für-Schritt-Anleitung soll dir erklären, wie du welche Lebensmittel eines typisch europäischen “continental” Frühstücks am besten ersetzt, was du optimieren kannst, welche für dich evtl. neuen und überraschenden Dinge du dazu wissen musst und was du vermeiden solltest.

    Brot, Brötchen, Toast, süße Backwaren, …

    Hierbei handelt es sich um stark verarbeitete Produkte, meist aus glutenhaltigem Getreide.

    Gluten wird mit der Entstehung zahlreicher Krankheiten in Verbindung gebracht. Aber nicht nur Gluten ist gesundheitsschädlich. Getreideprodukte haben einen sehr hohen glykämischen Index (er ist höher als bei purem Zucker und wirkt sich deshalb extrem auf den Blutzucker aus) und null Nährwert. Die starke Verarbeitung (Lagerung, Mahlung, Oxidation, Erhitzung, etc.) reduzieren den Nährstoffgehalt weiter.

    Alle Getreidearten enthalten Fraßhemmstoffe/pflanzeneigene Abwehrproteine, Phytinsäure und andere Antinährstoffe (Nährstoffräuber). Zudem sind viele Inhaltsstoffe und deren Auswirkung noch nicht ausreichend erforscht.

    Ein weiteres Problem ist, dass Backwaren zum Teil viele schädliche Zusatzstoffe enthalten (Zucker, Phosphat, gehärtete Fette, Aromen, jodiertes Speisesalz…) – na lecker!

    1. Schritt:
    Brot aus gekeimtem (Bio-) Getreide ist besser, denn durch die Keimung der Getreidekörner wird Phytinsäure abgebaut und der Nährstoffgehalt steigt (ein Korn entfaltet erst mit der Keimung sein Potenzial). Außerdem ist es basisch. (Brot aus Keimlingen gibt es z.B. hier)

    2. Schritt:
    Glutenfreie Produkte einbauen (am besten in Bio-Qualität, z.B. von Schnitzer). Sie unterscheiden sich von herkömmlichen Backwaren dadurch, dass sie kein Gluten enthalten. Man kann sie übergangsweise verwenden, sollte sie jedoch nicht dauerhaft in großen Mengen konsumieren (Gründe s.u.).

    3. Schritt:
    Besser als glutenfreie Brot-Imitate sind Bio-Reiswaffeln (z.B. von Byodo – können jedoch Acrylamidbelastet sein) oder besser: Bio-Kastanien-Blumenbrot (mit Reis) oder Rohkost-Bio-Gemüsebrot.

    4. Schritt:
    Brot / Brotersatz komplett weglassen. Wurst, Käse, Butter und andere Aufstriche schmecken auch super auf Gemüse (Gurkenscheiben, Paprika, Karotten, …).

    Das solltest du vermeiden:

    Vollkornprodukte essen. “Vollkorn” klingt gesünder, ist es aber nicht. Auch Vollkorngetreide enthält Gluten, viele Kohlenhydrate, hat einen hohen glykämischen Index und Phytinsäuregehalt, da dieser insbesondere in der Kleie der Körner enthalten ist. (Näheres dazu hier)

    Dauerhaft glutenfreie Produkte konsumieren. Pseudogetreide und Nüsse enthalten ebenso Fraßhemmstoffe, Antinährstoffe, viele Kohlenhydrate und leere Kalorien, wie “normales” Getreide. Glutenfreie Produkte sind ebenfalls stark verarbeitet und können mit etlichen Zusatzstoffen versehen sein um konventionelle Backwaren so gut wie möglich zu imitieren. Außerdem sind sie teuer.

    Margarine, Butter, …
    Die traditionelle Fettschicht auf dem Brot hat eigentlich den Grund, dass dies durch verwendete Aufstriche und Beläge nicht feucht wird. Außerdem ist Fett Geschmacksträger. Aber richtiges Fett kann noch viel mehr!

    1. Schritt:
    Verbanne Margarine und ersetze sie durch Butter oder natives Kokosöl.

    Du bist der Meinung, Margarine ist gesünder als Butter? Dann irrst du dich. (Hier findest du mehr Infos)

    Butter ist gut, viel besser als ihr Ruf. Sie ist natürlich, leicht verdaulich, enthält gesunde gesättigte Fette und Vitamine. Sie hilft, dass fettlösliche Vitamine in der Nahrung besser aufgenommen werden und ist einfach lecker.

    Auch natives Kokosöl kann man gut als Butterersatz verwenden und hat viele gesundheitliche Vorzüge. (Gute Infos zu Kokosöl findest du hier)

    2. Schritt:
    Biologisch/biodynamisch erzeugte oder optimalerweise Weide- oder Rohmilch-Butter (noch mehr gesunde Inhaltsstoffe als normale Bio-Butter) und/oder natives Bio-Kokosölverwenden.

    Das solltest du vermeiden:

    Fett komplett weglassen – denn gesättigte Fette sind gut für dich und helfen u.a. dabei, dass fettlösliche Vitamine der Mahlzeit vom Körper besser aufgenommen werden!

    Marmelade, Fruchtaufstriche, Nuss-Nougat-Creme, Honig, …
    Alle süßen Fruchtaufstriche (auch Zuckerrübensirup) sollten gemieden oder reduziert werden, da sie sehr viel Zucker enthalten.

    Möglichkeiten:
    Wer es unbedingt süß mag kann frische Früchte pürieren (hier findest du ein Rezept) oder Nuss-Nougat-Creme selber machen (vorzugsweise mit Honig – Rezept).

    Naturbelassener, kaltgeschleuderter Bio- oder demeter-Honig ist empfehlenswert.

    Das solltest du vermeiden:

    Zu viel Süßes! (Hier kannst du nachlesen, warum du auf Zucker weitestgehend verzichten solltest)

    Salzige Aufstriche
    Kräuterquark, Frischkäse & Co. sind nur i.O., wenn Milchprodukte vertragen werden. Auf hohen Fettgehalt achten (je mehr gute gesättigte Fette, desto weniger potenziell schädliche Inhaltsstoffe).

    Möglichkeiten:

    – Kräuterbutter

    – Kräuterquark (am besten mit frischen (Wild-) Kräutern)

    – Gemüsedips (Rezept)

    – Avocado-Dip (Guacamole, z.B. aus Avocado, Crème Fraîche, Zitronensaft, Salz, Pfeffer)

    – Schmalz aus Kokosöl (z.B. aus Kokosöl, etwas Olivenöl, gedünsteten Zwiebeln, Kurkuma, Ringelblumenblüten, Salz)

    – Schweineschmalz (auf Qualität achten!)

    (am besten alles Bio)

    Folgende Aufstriche solltest du besser meiden:

    – Aufstriche auf Basis von Sonnenblumenkernen (aufgrund der mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Antinährstoffe nicht unbedingt zu empfehlen). Samen sind für Vögel…

    – Aufstriche auf Basis von Hülsenfrüchten wie z.B. Linsen, Kichererbsen,… (zu viele Kohlenhydrate, Antinährstoffe und Lektine).

    – Aufstriche auf Basis von Hefeextrakt (enthält viel Histamin und ist alles andere als natürlich).

    Obst & Gemüse
    Bei Obst und Gemüse kann natürlich beherzt zugegriffen werden.

    Auch fermentiertes Gemüse ist eine gesunde Option.

    1. Schritt:
    Obst und Gemüse aus der Region kaufen und saisonal verfügbare Sorten wählen (kürzere Transportwege und Lagerungszeiten).

    2. Schritt:
    Obst und Gemüse aus biologischer/biodynamischer Erzeugung oder aus Wildwuchs verwenden (mehr Nährstoffe aufgrund weniger ausgelaugter Böden, nachhaltiger, weniger “Chemie-Einsatz”,…).

    Das solltest du vermeiden:

    Gespritztes Obst und Gemüse aus konventioneller Landwirtschaft.

    Obst und Gemüse, das lange gelagert wurde, unreif oder faulig ist.

    Joghurt, Quark, Milch, …
    Wer Milchprodukte verträgt, kann sie in Maßen genießen.

    1. Schritt:
    Keine low-fat-Produkte – lieber immer die fettreicheren Varianten nehmen! (Gute gesättigte Fette, größerer Genuss)

    2. Schritt:
    Produkte in biologischer oder biodynamischer Qualität bevorzugen.

    3. Schritt:
    Wenn verfügbar: Weide- oder Rohmilch verwenden.

    Kokos-, Mandel-, Macadamia-Milch oder selbstgemachte Eiermilch sind ein guter Milchersatz.

    Das solltest du vermeiden:

    – Produkte aus Soja (Sojamilch, -Käse, -Joghurt, Tofu,…). Warum Sojaprodukte ungesund sind, erklärt dieser Artikel.

    – Milchersatzprodukte aus Getreide (Hafer- oder Dinkelmilch,…)

    Kaffee mit Milch und Zucker
    Prinzipiell spricht nichts gegen 1-2 Tassen Kaffee am Tag und richtig zubereitet (ohne Kohlenhydrate), verschönert er einem die Essenspause beim intermittierenden Fasten.

    1. Schritt:
    Mit Honig statt Zucker süßen oder Süßungsmittel komplett weglassen.

    2. Schritt:
    Sahne statt Milch. Je mehr Fett, desto besser (je mehr gute gesättigte Fette, desto weniger potenziell schädliche Inhaltsstoffe). Milchprodukte nur verwenden, wenn du sie verträgst.

    Oder Zusatz komplett weglassen.

    3. Schritt:
    Keine Sahne, stattdessen nur gute Butter, natives Kokosöl oder MTC-Öl verwenden und einen Bulletproof-Kaffee zaubern. Auch Kaffee mit Eiermilch schmeckt wunderbar.

    4. Schritt:
    Kaffee aus biologischer/biodynamischer Erzeugung und Fairtrade-Qualität verwenden.

    5. Schritt
    Kaffee weglassen (Ersatzgetränke: Wasser, Tee, Brühe, frisch gespresste Säfte (s.u.),…) und gesättigte Fette über andere Wege aufnehmen (z.B. Shakes).

    Das solltest du vermeiden:

    – Billig-Kaffee verwenden (Geschmacksverstärker, Schimmelsporen, fragliche Arbeitsbedingungen beim Erzeuger, wenig Aroma,…)

    – Zu viel Kaffee trinken.

    Zucker, Sirup, Süßstoff, …
    Warum du Haushaltszucker weitestgehend aus deinem Leben verbannen solltest, kannst du hier nachlesen.

    Dasselbe gilt für Süßstoff (no go!), Reissirup, Agavendicksaft, Fruchtzucker, Traubenzucker, etc.

    1. Schritt:
    Zucker durch Bio-Ahornsirup ersetzen. Ahornsirup ist ok, jedoch nicht optimal, da nicht unbehandelt oder regional.

    2. Schritt:
    Kaltgeschleuderten Bio- oder demeter-Honig verwenden, da neben Zucker noch viele Nährstoffe enthalten sind.

    Am besten wäre natürlich Bio-Wabenhonig, da er sehr naturbelassen ist.

    3. Schritt:
    Süßes so gut wie möglich weglassen.

    Das solltest du vermeiden:

    – Zu viel Honig o.ä.

    Wurst, Fleisch, Fisch
    Prinzipiell spricht nichts gegen Wurstwaren, Fleisch und Fisch in Maßen in guter (!) Qualität. Das ist nur leider meist nicht gegeben. So haben konventionelle Wurstwaren kaum Nährwert, sind angereichert mit bedenklichen Zusatzstoffen (Geschmacksverstärker, jodiertes Speisesalz, Aromen, Nitritpökelsalz, Zucker,…) und bestehen aus Fleisch von Tieren aus Massentierhaltung.

    1. Schritt:
    Wurstwaren, Fleisch, Fisch aus biologisch/biodynamischer Erzeugung ohne oder mit wenigen Zusatzstoffe(n) kaufen.

    2. Schritt:
    Wurstwaren & Fleisch aus Weidehaltung oder z.B. wild geangelten Fisch (z.B. Lachs) verwenden.

    3. Schritt:
    Am besten ist es, wenn man z.B. wild geangelten Fisch (z.B. Lachs), Fleisch und Innereien von Tieren aus Weidehaltung frisch zubereitet (z.B. Eier mit Speck oder Lachs), denn Wurstwaren verlieren Nährstoffe durch den Verarbeitungsprozess.

    Das solltest du vermeiden:

    Konventionelle Wurstwaren aus Massentierhaltung (die hier verwendeten Futtermittel und anderen Bedingungen wirken sich negativ auf die Fleischqualität aus) und Produkte mit bedenklichen Zusatzstoffen.

    Käse
    Auch gegen Käse spricht nichts, wenn du Milchprodukte verträgst und wenn es sich um gute Qualität und maßvollen Konsum handelt. Käse sollte nicht mit bedenklichen Zusatzstoffen (Geschmacksverstärker, jodiertes Speisesalz, Aromen,…) versehen sein.

    Und auch hier gilt: je höher der Fettgehalt, desto besser!

    1. Schritt:
    Biologisch/biodynamisch erzeugten Käse ohne Zusatzstoffe wählen.

    2. Schritt:
    Käse aus Weidemilch, noch besser: Rohmilchkäse von grasfressenden Kühen.

    3. Schritt:
    Ziegen- oder Schafskäse aus Weide- oder Rohmilch (meist besser verträglich als Kuhmilch-Käse und bessere Nährstoffzusammensetzung).

    Das solltest du vermeiden:

    Konventionellen Käse von Tieren aus Massentierhaltung verwenden (die hier verwendeten Futtermittel und anderen Bedingungen wirken sich negativ auf die Milchqualität aus). Außerdem sind bedenkliche Zusatzstoffe enthalten.

    Eier
    Ob als Spiegelei, Rührei oder gekochtes Ei – Eier sind gut und gesund (einzigartige Nährstoffvielfalt und -dichte).

    Mach dir um Cholesterin keine Sorgen: Warum? Das steht z.B. hier.

    1. Schritt:
    Falls Fett für die Zubereitung erforderlich ist, bitte – außer Kokosöl und Olivenöl – keine Pflanzenöle verwenden!

    Super zu Braten sind auch Ghee, Butter oder das Fett von (gutem) Bacon/Speck.

    2. Schritt:
    Biologisch/biodynamisch erzeugte Eier verwenden.

    3. Schritt:
    Eier von Hühnern aus Weidehaltung, sie enthalten mehr Nährstoffe und haben eine bessere Fettsäurezusammensetzung.

    Zu beachten:

    Rohes Eiweiß kann der Körper schlecht verwerten, während rohes Eigelb kein Problem ist – Eier dürfen also gerne weichgekocht gegessen werden.

    Da ich täglich rohe Eier zu mir nehme (jedoch hauptsächlich Eigelb) kann ich dir aus Verfahrung sagen, dass Salmonellen kein Problem sind!

    Müsli
    Müsli besteht normalerweise hauptsächlich aus Getreideflocken. Die Nachteile von Getreideprodukten findest du unter Punkt 1.

    1. Schritt:
    Glutenfreies Müsli verwenden.

    2. Schritt:
    Müsli komplett ohne jegliche Körner, Samen und daraus erzeugte Produkte (Reispops, Cornflakes, Quinoapops, Sojaflocken,…) verwenden.

    Evtl. Obstsalat und ein paar andere gesunde Zutaten statt Müsli. Ich empfehle dir mein Müsli-Mix oder Ketose-Lubrikator-Shake.

    3. Schritt:
    Kuhmilch weglassen und durch Kokos-, Mandel-, Macadamia- oder Eiermilch ersetzen.

    4. Schritt:
    Am besten in Bio- und Rohkost-Qualität (mit dem Mixer frisch aus Nüssen zubereitet).

    Säfte
    Fertigsäfte sind meist verarbeitete Produkte mit hohem Zuckergehalt und deswegen eher ungeeignet für ein gesundes Frühstück.

    1. Schritt:
    Säfte frisch pressen oder im Mixer pürieren und zu Smoothies verarbeiten. (Ich verwende z.B. den Kuvings® Whole Slow Juicer und den Vitamix)

    2. Schritt:
    Mehr Gemüse als Obst verwenden & grünes Blattgemüse (Chlorophyll!) einbauen.

    3. Schritt:
    Regionales, saisonales biologisch/biodynamisch erzeugtes Obst und Gemüse verwenden.

    4. Schritt:
    (Gefiltertes) frisches Wasser oder Tee trinken und das Obst und Gemüse “normal” dazu essen.

    Das solltest du vermeiden:

    Zu viele frisch gepresste Säfte (Zucker, Fruchtsäure) trinken.

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Ich hoffe, ich konnte dir dabei helfen, dein Frühstück gesünder zu gestalten und dir einen guten Überblick darüber geben, was wirklich gesund und ungesund ist. Denn viel zu oft ist es leider so, dass uns Ungesundes als Gesundes verkauft wird.

    Deshalb immer ausgiebig informieren und hinterfragen. 😉

    Und: lieber weniger essen und dafür gute Lebensmittel verwenden!

    Und wenn dir das alles zu viel ist, gibt es auch noch eine andere gesunde und zeit- und geldsparende Option: das intermittierende Fasten. Mit dieser Fastenform habe nicht nur ich viele positive Erfahrungen gemacht.

    Viel Erfolg und alles Gute!

    Wie sieht dein Frühstück aus? Ich freue mich immer über Inspiration… 🙂

    Buchempfehlung:
    Weizenwampe: Warum Weizen dick und krank macht

    Artikel, die dich auch interessieren könnten (in Bearbeitung):

    Lebe wohl! 12 gute Gründe, warum du dich von Zucker verabschieden solltest

    Greenas Müsli-Mix (Rohkost / Paleo / LCHF / Glutenfrei / Laktosefrei)

    Intermittierendes Fasten – wie du gesundheitlich von täglichen Essenspausen profitieren kannst

    8 Gründe, warum unsere (Ur-)Großeltern keine Nahrungsmittelunverträglichkeiten & Allergien hatten

    Greenas Eiermilch (Rohkost / Paleo / Low Carb / LCHF / Laktose- / Milcheiweißfrei)

    1 Jahr ohne glutenhaltige Getreideprodukte – mein persönliches Fazit

    Greenas Ketose-Shake mit Beeren (Rohkost / Paleo / Glutenfrei / LCHF)

    viaSchritt für Schritt zu einem gesünderen Frühstück! › Greena Living.

  • Warum Butter gut und gesund ist: Fakten über Fett

    Warum Butter gut und gesund ist: Fakten über Fett


    Butter

    Schon immer mag ich es cremig, fettig, reichhaltig und spare daher nicht an Butter, Sahne & Co. Fettreduzierte Milchprodukte kommen mir nicht in die Tüte und vereinbaren sich auch nicht mit meinem Genussempfinden.

    Früher hatte ich deshalb oft ein schlechtes Gewissen. Viel tierisches Fett war definitiv verrufen und als ungesund bei mir abgespeichert.

    „Fett“ ist extrem negativ belegt. Zu tief sitzt in unseren Köpfen, dass Fett schlecht ist.

    Aber es schmeckt halt! Und heute weiß ich, dass mein hoher Fettkonsum nicht unbedingt etwas Schlechtes ist und dass mein Körper mir durch das Verlangen zeigt, was er braucht.

    Ich bin froh, dass sich so langsam etwas tut und dass z.B. die Butter von ihrem schlechten Image befreit wird. Denn dafür gibt es einige gute Gründe.

    Wie der schlechte Ruf entstand

    In den letzten Jahrzehnten wurde die Schuld für Übergewicht und Herzinfarkt vor allem auf gesättigte Fette (vorwiegend tierische Fette) geschoben. Der Grund dafür war eine fehlerhafte Studie von Ancel Keys gegen Ende der 1950er-Jahre. Laut dieser sollen Herzinfarkt und erhöhte Cholesterinspiegel mit einem hohen Konsum gesättigter Fette in Verbindung stehen.

    Doch in Wahrheit ist es so, dass es keinerlei Zusammenhang zwischen gesättigten Fetten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt. Denn hätte Keys für seine Studien die Zahlen anderer Länder genommen, wäre genau das Gegenteil heraus gekommen – nämlich dass dort ein hoher Konsum gesättigter Fette mit niedrigeren Herzinfarktraten einhergeht.

    Es wurde niemals richtig wissenschaftlich bestätigt, dass gesättigte Fette schädlich sind und inzwischen gibt es einige verlässliche Studien darüber, dass gesättigte Fette eben nicht zu Arterienverstopfung und Herzkrankheiten führen.

    Gute und schlechte Fette
    Zu den „guten“ und gesunden Fetten gehören gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren aus Butter (und Ghee), Sahne, Schmalz (Fleisch), Fisch, Talg, Kokosöl, Macadamianüssen, Oliven(öl), Avocados und Eigelb.

    Sie sind elementar wichtig für die chemischen Abläufe in unserem Körper.

    Produkte aus hauptsächlich gesättigten Fettsäuren sind sehr stabil und werden daher weniger schnell ranzig. So entstehen im Körper keine freien Radikale, die den Zellstoffwechsel erheblich stören würden.

    Vor einigen Jahrzehnten wurden speziell diese Fette konsumiert. Das sieht heute ganz anders aus.

    Es überwiegen kommerziell erzeugte Pflanzenöle, die aus großen Mengen mehrfach ungesättigter Fettsäuren bestehen.

    Das sind z.B. Sojaöl, Maisöl, Sonnenblumenöl, Distelöl, etc. Bei diesen Ölen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren handelt es sich um die „schlechten“ und gesundheitsschädlichen Fette.

    Das Problem ist, dass sie schnell oxidieren und ranzig werden. Das geschieht vor allem durch das Verarbeiten, durch Wärme, Oxidation (Sauerstoffeinfluss) und Feuchtigkeit. Dadurch entstehen Transfettsäuren und freie Radikale, die vielerlei Schäden in unserem Körper anrichten können, ihn somit früher altern und allerlei Krankheiten entstehen lassen.

    Außerdem enthalten Sie vorallem Omega-6-Fettsäuren, die entzündliche Prozesse im Körper fördern.

    Informationen über Butter
    Butter besteht zu 80-82 % aus Fett, 0,5-2 % Eiweiß, 14-16 % Wasser, Milchzucker (Laktose), Mineralstoffen, Cholesterin, Proteinen, fettlöslichen Vitaminen, Milchsäure und Aromen.

    Sie hat ca. 720 Kalorien pro 100g.

    Neben (jodiertem) Speisesalz darf Butter noch der Zusatzstoff Carotin zugesetzt werden. Konventionelle Sauerraumbutter darf außerdem Phosphate und Natriumcarbonat enthalten. Ansonsten sind in Deutschland keine Zusatzstoffe erlaubt.

    Butter besteht zu 2/3 aus gesättigten Fettsäuren (15 % davon kurz- und mittelkettig) und zu 1/3 aus einfach ungesättigte Fetten, 2 % mehrfach ungesättigten Fettsäuren und ca. 3-4 % Transfettsäuren. (Zum Vergleich: Kokosöl besteht zu 90 % aus gesättigten Fettsäuren)

    Buttersorten
    Süßrahmbutter: wird aus Milch oder Rahm ohne Zusatz von Milchsäurebakterien hergestellt. Frischer, sahniger, milder Geschmack.
    Sauerrahmbutter: wird aus mit Milchsäurebakterien gesäuerter Milch hergestellt (reift 7-10 Stunden), schmeckt aromatischer und ist auch direkt aus dem Kühlschrank streichfähig.
    Fassbutter: traditionelle, schonende Herstellung im Holzfass. Sehr weich, aromatisch und streichfähig.
    Mildgesäuerte Butter: wird aus Süßrahm hergestellt und danach mit Milchsäurebakterien versetzt.
    Schafmilchbutter
    Ziegenmilchbutter
    Gesalzene Butter
    Weidemilchbutter: von Kühen, die das ganze Jahr von Gras, Kräutern und Blumen leben. Dadurch bilden sich viel mehr wertvolle Inhaltsstoffe in der Milch (= Butter von besserer Qualität). Bessere Fettzusammensetzung, mehr Omega-3-Fettsäuren, mehr Beta Carotin (gelblichere Farbe) und mehr Vitamine (insbesondere K2).
    Bio-Butter: bessere Haltungsbedingungen der Kühe, mehr Auslauf, frisches Gras, frische Luft als in der konventionellen Landwirtschaft. Weniger Einsatz von Medikamenten/Antibiotika, weniger Chemie bei der Erzeugung der Lebensmittel, die auch als Futter eingesetzt werden müssen. Die Butter wird schonender hergestellt, weniger Zusatzstoffe sind erlaubt. In den Wintermonaten häufig kein frisches Grünfutter, deshalb Qualität im Sommer besser (das im Winter verfütterte Kraftfutter verändert die Fettsäuren und Vitamingehalt ungünstig).
    Demeter-Butter: biodynamische Landwirtschaft ist der höchste Bio-Standard – die Vorgaben sind hier noch strenger als “Bio” und Haltungsbedingungen der Kühe noch besser. Der anthroposophische Gedanke (alles hängt mit allem zusammen) steht im Vordergrund und Höfe werden als Kreislauf gesehen, in dem jede Pflanze und jedes Lebewesen seinen Sinn bzw. seine Aufgabe hat. Kühe werden mit hofeigenem Futter gefüttert und dürfen ihre Hörner behalten, was sich zusätzlich positiv auf die Qualität auswirkt.
    Rohmilchbutter: ist Butter aus Milch, die nicht pasteurisiert bzw. erhitzt wurde und somit roh ist und noch alle wichtigen Inhaltsstoffe enthält. Durch Erhitzung gehen immer Nährstoffe und Enzyme verloren, Fettsäuren verändern sich. Meist ist Rohmilchbutter aus Milch, die sowieso schon von sehr guter Qualität ist (Weidebutter) und hat ein tolles Aroma. Sie enthält den “X-Faktor”, ein Enzymkomplex, der besonders starke regenerative Wirkungen auf Gehirn und Nervenzellen haben soll.

    Butterersatz: Wer keine tierischen Produkte verwenden möchte, kann auf natives Kokosöl zurückgreifen, das ein guter Butterersatz mit vielen guten Inhaltsstoffen und gesättigten Fettsäuren ist.

    Lagerung von Butter
    Butter ist normalerweise 1 Monat lang haltbar. Man sollte sie kühl und dunkel (im Kühlschrank) lagern.

    Butter kann man auch super einfrieren. Man sollte sie aber dennoch innerhalb von 3 Monaten verbrauchen, da sonst Qualität, Geschmack und Fettqualität leiden.

    Warum du niemals Margarine verwenden solltest
    Margarine ist ein hoch verarbeitetes Produkt. Sie besteht aus pflanzlichen Ölen, denen meist noch viele andere Stoffe, wie Emulgatoren, Aromen, Säuerungsmittel, Salz, Betacarotin und Vitamine künstlich zugesetzt werden. Damit aus dieser Flüssigkeit ein streichfähiges Endprodukt wird, wird dies mittels eines chemischen Prozesses gehärtet. Es ist also alles andere als ein Naturprodukt. Bei der Härtung entstehen die sehr schädlichen Transfettsäuren, die das schlechte Cholesterin erhöhen und somit auch das Risiko an Herzkrankheiten, Schlaganfall, etc. zu erkranken.

    Alle (gesundheitlichen) Vorteile von Butter
    Naturprodukt
    Im Gegensatz zu Margarine ist Butter ein reines Naturprodukt, mit wenig Verarbeitungsschritten. Die natürlichsten Dinge sind immer die besten.

    Energie
    Fett ist eine Quelle konzentrierter Energie für den Körper.

    Verdauung
    Butter ist – aufgrund der überwiegend kurz- und mittelkettigen Fettsäuren – leicht verdaulich und kann direkt vom Körper verwendet werden. Deshalb ist Butter gut verträglich bei Problemen mit Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse sowie Magen-Darm-Problemen.

    Außerdem enthält sie nur wenig Milcheiweiß und Laktose (Milchzucker) und kann deshalb in der Regel auch von Menschen mit leichten Unverträglichkeiten verzehrt werden.

    Für die Verdauung von Fett benötigt unser Verdauungssystem den Gallensaft, der in der Leber erzeugt und über die Gallenwege und die Gallenblase (Zwischenlager) in den Dünndarm transportiert wird. Wenn wir viele gute Fette essen, spülen wir unsere Galle regelrecht durch. So kann Gallensteinen vorgebeugt werden.

    Gesättigte Fettsäuren schützen die Leber gegen die Wirkung von Alkohol und anderen toxischen Substanzen. Außerdem werden diese weniger schnell vom Darm aufgenommen. Das ist z.B. bei Zucker (Blutzuckerspiegel) oder Alkohol von Vorteil.

    Vitamine und Nährstoffe
    Butter enthält die fettlöslichen Vitamine A, E, D und K, die auch antioxidative Wirkung haben.

    Besonders Vitamin K ist wichtig, denn in der modernen Ernährung ist es relativ selten zu finden. Es ist stark in den Kalzium-Stoffwechsel involviert und ein Mangel mit ernsthaften Erkrankungen in Verbindung gebracht.

    Zudem bewirkt Fett in der Nahrung, dass andere Nährstoffe und Vitamine besser vom Darm bzw. Körper aufgenommen werden können. Fett ist Nährstoff- und Vitaminträger, wandelt Beta-Carotin in Vitamin A um, hilft bei der Absorption von Mineralien und ist bei vielen weiteren körperlichen Prozessen beteiligt.

    Je mehr Gras eine Kuh frisst, desto höher der Beta-Carotin-Gehalt der Butter.

    Gesättigte Fettsäure spielen eine lebenswichtige Rolle in der Gesundheit unserer Knochen. Damit Kalzium wirksam in die Bildung des Knochenskeletts integriert werden kann, müssen mindestens 50 % der Nahrungsfette gesättigte Fette sein.

    Entwicklung
    Gesättigte Fette sind wichtige Bau- und Wirkstoffe für unser Gehirn. Lernen, Sozialverhalten, Erinnern und gute Stimmung wären ohne Fette nicht möglich.

    Außerdem tragen sie allgemein zu einer guten Entwicklung unseres Körpers bei. Der Zahnarzt Weston A. Price fand heraus, dass z.B. die Gesichtformen / Gebisse von Urvölkern am besten entwickelt waren, wenn sie eine Ernährung praktizierten, die reich an gesättigten Fetten ist (näheres dazu in diesem Artikel).

    Muttermilch z.B. enthält mehr Cholesterin als fast alle anderen Nahrungsmittel. Sie enthält außerdem über 50 % ihrer Kalorien als Fett, wovon ein Großteil gesättigtes Fett ist. Sowohl bei Babys als auch bei heranwachsenden Kindern sind Cholesterin und gesättigte Fette unersetzlich für das Wachstum, vor allem für den Aufbau des Gehirns. Fettarm ernährte Kinder entwickeln sich körperlich und geistig nicht richtig.

    Enthaltene Fettsäuren
    Butter aus Milch von grasgefütterten Tieren und Kokosöl enthalten antimykotische, antibakterielle und antivirale Substanzen sowie Laurin-, konjugierte Linol-, Myristin- und Caprylsäure, die positive Effekte auf das Immun- und Verdauungssystem und den Stoffwechsel haben, einer Gewichtszunahme oder sogar Krebs vorbeugen sollen.

    Insbesondere Weidemilchbutter enthält gute Omega-3-Fettsäuren, die sehr wichtig für unsere Gesundheit sind und die der Körper sie nicht selbst bilden kann. Diese essentiellen Fettsäuren werden besser im Gewebe behalten, wenn ausreichend gesättigte Fettsäuren vorhanden sind.

    Das Fett um den Herzmuskel ist hoch gesättigt. Das Herz greift in Stress-Situationen auf diese Reserven zurück.

    Geschmack
    Fett ist Geschmacksträger und macht Speisen viel vollmundiger. Butter ist besonders toll, denn sie unterstreicht Aromen, pusht langweiliges Gemüse und macht daraus – zusammen mit nur etwas Salz und Pfeffer – einen Genuss, der jeden zu einem Gemüseliebhaber macht. 🙂

    Hunger / Appetit
    Oft hat man nach dem Essen das Gefühl, dass man noch nicht richtig befriedigt oder genährt ist. Das kann durchaus damit zusammen hängen, dass mit der Mahlzeit zu wenig Fett aufgenommen wurde.

    Fett sättigt. In der Nahrung enthaltenes Fett verlangsamt die Aufnahme der Nährstoffe und sorgt so dafür, dass wir für längere Zeit keinen Hunger verspüren.

    Ich selbst merke bei mir, dass mein Appetit auf Süßes nach dem Essen weg bleibt, wenn es ausreichend Fett, insbesondere gesättigte Fette enthielt.

    Cholesterin
    Butter enthält 230 mg/100g Cholesterin.

    Gesättige Fette und einfach ungesättigte Fettsäuren lassen das gute Cholesterin (HDL) ansteigen.

    Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es zwei verschiedene Arten des eigentlich “schlechten” Cholesterins LDL gibt. Es gibt kleine, dichte LDL-Partikel (die für die Verstopfung der Arterien und daraus evtl. resultierenden Verursachung von Herzinfarkten verantwortlich sind) und große, “fluffige” LDL-Partikel, die gutartig sind.

    Gesättigte Fette erhöhen die Anzahl der großen, “guten” LDL-Partikel, während Kohlenhydrate (Brot, Nudeln, Zucker, Softdrinks,…) die “schlechten” LDL-Partikel erhöhen.

    Der Grund ist, dass der Körper umso mehr des antioxidativ wirkenden Fettes Cholesterin produziert, je mehr schädliche Stoffe sich im Blut befinden. Er will sich so vor den Auswirkungen der zirkulierenden Toxine schützen. Ein erhöhter Cholesterinspiegel zeigt, dass sich viele Gifte und dadurch verursachte Entzündungen im Körper befinden. Es nützt hier also gar nichts, cholesterinreiche Lebensmittel zu meiden, geschweige denn Cholesterinsenkende Medikamente einzunehmen.

    Cholesterin ist außerdem wichtig für die Hormon-, Gewebe- und Gallensäurebildung.

    Isolierte Kohlenhydrate sorgen auch für hohe Triglyceridspiegel. Gesättigte Fette haben keinen Einfluss auf diesen sondern lassen den Triglyceridpegel sogar wieder sinken.

    Hormone
    Gesättigte Fette sind wichtig für die fein austarierte Hormonsystem in unserem Körper, denn sie sind wichtige Bausteine für die Hormonbildung, wie z.B. Sexualhormone oder Serotonin (Wohlfühlhormon). Testosteron z.B. ist für Muskelbildung, Gewebereparatur, ein gutes Immunsystem und eine gesunde Libido verantwortlich. Auch in Sachen Fruchtbarkeit ist das ein wichtiger Punkt.

    Hydration
    Trockene Haut kann viele Ursachen haben: Allergien, Darmprobleme, Chemikalien, Wassermangel, trockene Luft. Aber oft deutet es einfach darauf hin, dass gesunde Fette in der Ernährung fehlen. Talg ist das körpereigene Feuchtigkeitsmittel, welches unser Körper aus körpereigenen Fettvorräten und Fetten aus der Nahrung herstellt.

    Zelluläre Sättigung
    Unser Körper benötigt gesättigte Fette für die Wasserverwertung und damit unsere Zellen mit essentiellem Fett versorgt werden. So fühlen wir uns gesättigter, Heißhungerattacken und die Lust auf Junkfood verschwinden.

    Das Thema zelluläre Sättigung behandelt auch Christian Opitz in seinem Buch “Befreite Ernährung: Wie der Körper uns zeigt, welche Nahrung er wirklich für Gesundheit und Wohlbefinden braucht“.

    Zellbausteine
    Gesättigte Fettsäuren bilden mindestens 50% aller Zellmembranen des Körpers. Sie verleihen den Zellen ihre erforderliche Steifigkeit und Festigkeit.

    Entgiftung
    (Rohmilch-)Butter, Ghee und Kokosfett lösen, binden und leiten Toxine aus dem Körper und sollen so entgiftend wirken.

    Low-Carb Ernährung und Gewichtsabnahme
    Eine Low-Carb Ernährung hilft dabei, Gewicht zu verlieren. Wichtig ist, den Zucker durch gesättigte Fette zu ersetzen, dass der Körper genährt ist und Gelüste vermieden werden. Nur so macht eine Diät Freude.

    Durch weniger Zucker, befindet sich weniger Glukose im Blut, d.h. der Körper benötigt Fett für die Energiegewinnung. Außerdem kurbelt dass allgemein die Fettverbrennung an. Interessant sind hier mittelkettige Fettsäuren, die in MCT- und Kokosöl, sowie Butter zu finden sind.

    Fett macht nicht fett
    Oft wird uns empfohlen, Low-Fat-Produkte zu bevorzugen (Produkte mit reduziertem Fettgehalt), sodass wir zwar Calcium aufnehmen, uns aber das angeblich „schlechte“ Fett und die vielen Kalorien erspart bleiben.

    Doch trotz des hohen Kalorien- und Fettgehalts ist es nicht bewiesen, dass Milchprodukte mit normalem Fettgehalt zu Übergewicht führen. Ein 2012 veröffentlichte Studie soll sogar herausgefunden haben, dass Übergewicht eher gesenkt wird.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Fett alleine macht nicht fett macht. Kohlenhydrate, Zucker und stark verarbeitete Nahrungsmittel (und dadurch entstehende Transfette) führen zu Übergewicht (und natürlich vielerlei andere Faktoren) und den damit zusammenhängenden Krankheiten.

    Fazit
    Wie du siehst, haben gesättigte Fette wie z.B. Butter viele gesundheitliche Vorteile, sie sind wichtig für richtig funktionierende körperliche Prozesse und unsere Entwicklung. (Klar ist aber auch, dass ein ungesundes Gericht nicht alleine durch die Zugabe von viel gutem Fett gesünder wird…)

    Nicht die gesättigten, tierischen Fette führen zu Übergewicht, Diabetes oder anderen Krankheiten – sondern Kohlenhydrate, Zucker und stark verarbeitete Pflanzenöle und Nahrungsmittel (und dadurch entstehende Transfettsäuren). So ist es nicht verwunderlich, dass 30 Jahre „Low-Fat“-Ära viel dickere und kränkere Menschen hervorgebracht hat, als je zuvor. Ein Trend, dem dringend entgegengesteuert werden muss.

    Wir sollten uns einfach wieder mehr auf den Lebensstil unserer (Ur-)Großeltern und Vorfahren besinnen. Sie haben der Butter immer den Vorzug gegeben.

    Diese Artikel könnten dich auch interessieren (in Arbeit):

    Wie sich Nährstoffmangel auf Kauapparat und Gesichtsform auswirkt und welche Ernährung empfohlen wird

    Lebe wohl! 12 gute Gründe, warum du dich von Zucker verabschieden solltest

    Greenas Eiermilch (Rohkost / Paleo / Low Carb / LCHF / Laktose- / Milcheiweißfrei)

    Die 5 gesündesten Öle & Fette für Küche und Körperpflege

    viaWarum Butter gut und gesund ist: Fakten über Fett › Greena Living.

  • Gesundes und Gutes in Maßen genießen und achtsam essen

    Gesundes und Gutes in Maßen genießen und achtsam essen


    Gesundes

    Hinsichtlich Ernährung kann man Menschen grob in zwei Gruppen einteilen.

    Die einen – ich nenne sie mal Gruppe A – legen Wert auf einen gesunden Lebensstil, hochwertige Lebensmittel, gute Ernährung und ihr “Äußeres”. Sie sehen in der Regel gesund und glücklich aus.

    Die anderen (Gruppe B) geben ihr Geld gerne für alles Andere aus und nur das Nötigste für Lebensmittel. Sie bestehen auf eine regelmäßige Nahrungszufuhr von “egal was – muss schmecken”. Die Folgen für die Gesundheit und den Bauchumfang sind dieser Gruppe erstmal egal. Sie wirken meist ungesund, unglücklich und schwerfällig und haben oft ein bisschen bis zu viel auf den Rippen.

    Ist dir schon aufgefallen, dass die Menschen der Gruppe A eher ausgewählte, gute und teure Restaurants besuchen, in denen man eher weniger zu essen bekommt, dafür qualitativ hochwertige Lebensmittel?

    Die Personen der Gruppe B dagegen gehen meist in günstigere oder Fast-Food-Restaurants, in denen eher die große Portion auf dem Teller zählt, als die Qualität. Sie überessen sich wahrscheinlich regelmäßig.

    Sicher liegt der Unterschied im Verhalten oft am Geld, der persönlichen Einstellung oder an der Bildung.

    Ich bin jemand der vieles auf die Ernährung schiebt. Und so denke ich, dass zwei weitere Aspekte in diesem Zusammenhang aber auch relevant sind:

    Die Leute der Gruppe A sind gesünder, weil sie weniger und besser essen.

    Aber: sie essen auch weniger, weil sie gesünder leben und gesünder sind.

    Weniger essen für einen gesünderen Körper

    Fest steht, wer weniger isst, lebt gesünder und länger.

    Hierauf basiert auch das Prinzip des Heilfastens, intermittierenden Fastens oder anderer Fastenarten.

    Die gesundheitlichen Vorteile des Fastens wurden oft belegt und wer einmal gefastet hat, weiß wovon ich spreche. Fasten entlastet. Fasten entgiftet. Fasten macht leistungsfähiger, leichter, kreativer, glücklicher und sensibler in Bezug auf Wahrnehmung. Es wirkt verjüngend und kann viele gesundheitliche Beschwerden heilen.

    In einer Studie mit rund 1.000 Fastenpatienten gaben fast 80 % an, dass sie sich noch Monate nach dem Fasten gesünder fühlten.

    Besonders in Russland und Deutschland ist das therapeutische Fasten als Heilmethode beliebt und es ist oft eine funktionierende Alternative zu Medikamenten. An dieser Stelle empfehle ich, den ARTE-Film “Fasten und Heilen” einmal anzuschauen. Es ist beeindruckend, welche Erfolge damit erzielt werden können!

    Auch ich habe schon gute Erfahrungen mit Saftfasten und intermittierendem Fasten gemacht. (Meine Erfahrungsberichte findest du hier und hier)

    Viel essen belastet

    Eine gewisse körperliche Belastung beim Essen ist – wie bei jeglicher anderer körperlicher Betätigung – immer vorhanden und nimmt mit schlechter Qualität und Größe einer Mahlzeit exponentiell zu.

    Wer eine große Portion knuspriger Pommes Frites isst, nimmt logischerweise mehr schädliches Acrylamid auf, wie einer, der wenige davon isst oder komplett darauf verzichtet.

    Wenn wir weniger essen, ist unser Körper durch die Menge der Nahrung an sich unter geringerer Belastung – gleichzeitig verringert sich dadurch aber auch die Menge schädlicher Substanzen, die darin enthalten sind. Zudem steigt der Blutzucker weniger stark an. Herz, Kreislauf, Leber, Nieren, Darm, etc. haben in beiden Fällen weniger zu arbeiten und dem Körper wird so weniger abverlangt.

    Wenn wir fasten oder weniger essen, kann sich der Körper auf Anderes konzentrieren, als auf das Verdauen. Zum Beispiel auf Reparaturmaßnahmen, zu denen er sonst vielleicht gar nicht kommt, wenn er die ganze Zeit mit “Nähr- und Schadstofflogistik” beschäftigt ist.

    Ein gesunder Körper hat weniger Hunger
    Fest steht aber auch, dass unser Körper weniger benötigt, wenn wir gesund sind, einen reinen und entgifteten Organismus haben und uns von bestimmten Süchten gelöst haben (z.B. Zucker, Getreideprodukte, Kaffee,…).

    Es ist beeindruckend, wie wenig ein gesunder (also in allen Bereichen – ob physisch oder psychisch – perfekt funktionierender) Körper im Prinzip benötigt.

    Hier spielt aber nicht nur der körperliche “Hunger” eine Rolle.

    In einem guten Restaurant z.B. stimmt meist alles. Die Atmosphäre, Qualität des Essens, Menge und Optik der Gerichte, der Wein dazu. Oft ist der Anlass und deshalb auch die Stimmung entsprechend gut. Alle unsere Sinne werden in positiver Weise angesprochen und geben uns so viel schneller das Signal der Zufriedenheit und des Glücks. Auch das macht satt, denn Hunger findet meist nicht nur auf körperlicher Ebene statt, sondern eben auch auf emotionaler.

    Deshalb ist ein glücklicher und zufriedener Mensch, der mit sich im Reinen ist (eher der Gruppe A angehörend) schneller satt, als ein unglücklicher Mensch, der mit Essen nicht nur seinen Hunger zu stillen versucht, sondern auch andere unbewusste Verlangen.

    Auf Qualität der Lebensmittel achten
    Auch benötigen wir weniger Nahrung, je besser die Qualität ist.

    Wildwuchs-, Bio- oder demeter-Produkte enthalten (u.a. aufgrund der weniger ausgelaugten Böden) mehr wichtige Nährstoffe als konventionelle Produkte und sättigen uns – bei einem gesunden Hungergefühl – schneller.

    Weidefleisch, -Eier, -Butter enthalten mehr bessere Fettsäuren.

    Rohkost enthält – im Gegensatz zu Gekochtem – Enzyme und mehr Vitamine, Vital- und Nährstoffe. Sie “lebt” und wirkt deshalb auch belebend auf unseren Körper. Deshalb sollte man mehrmals täglich auch viel Rohes in den Speiseplan einbauen.

    Wer Junk Food isst, braucht mehr, sehnt sich nach mehr. Ein Signal, dass dem Körper etwas fehlt. Nährstoffe sind hier rar und lassen sich aufgrund leerer Kohlenhydrate nur mit großen Mengen an Essen “reinholen”. Deshalb “überisst” sich einer der Gruppe B auch schnell.

    Achtsam essen
    Es gibt noch einen weiteren wichtigen Aspekt. Wir sind schneller satt, genährt und zufrieden, wenn wir mit Liebe, Genuss, Wertschätzung und Dankbarkeit Nahrung aufnehmen.

    Bei Genuss hat man diesen Effekt fast automatisch. Deshalb sollte man immer essen, was einem schmeckt.

    Dazu gehört auch achtsames Essen, d.h. bewusstes Essen – also bewusstes Riechen und Schmecken und im gegenwärtigen Augenblick ganz bei sich zu sein. Die Verbindung von Mensch und Natur kann so intensiv wahrgenommen werden. Oft lässt sich feststellen, dass Menschen, die auf Ernährung achten, meist spiritueller veranlagt sind als solche, die es nicht tun.

    Zudem beginnt der Verdauungsprozess bereits im Mund, deshalb ist langsames Essen und gutes Kauen wichtig. Dadurch wird die Speise zerkleinert, verflüssigt, mit körpereigenen Verdauungsenzymen versetzt und das Geschmackserlebnis kann sich voll entfalten.

    Achtsames Essen bedeutet aber auch, Körpersignale zu deuten und auf den Körper zu hören und auf eigene Bedürfnisse zu achten.

    Man sollte nur essen, wenn man wirklich hungrig ist. Zwischen Hunger und Appetit zu unterscheiden ist jedoch nicht immer leicht und verlangt ein gutes Körpergefühl.

    Fazit
    Bei der Ernährung geht es nicht darum, wie groß die Portion ist. Es geht darum was man isst, welche Qualität die Lebensmittel haben, wie sie auf einen wirken. Es hängt davon ab, wie man sie zubereitet, wie hoch die Wertschätzung der Lebensmittel ist, wie viel Liebe in ein Gericht gesteckt wird, mit wie viel positiver Energie es zu einem Gericht verwandelt wird und wie achtsam man dieses isst.

    Je reiner dein Körper und Leben ist, desto weniger Hunger wirst du haben und brauchst du allgemein in deinem Leben. Wer glücklich ist, benötigt weniger, konsumiert weniger, hat weniger ein Problem minimalistischer zu leben, hängt weniger an materiellen Dingen.

    Ich z.B. denke in glücklichen Momenten immer am wenigsten an Konsum, denn dann bin ich ganz bei mir. Und in glücklicher Stimmung bin ich sehr oft, seit ich die für mich beste und passendste Ernährung gefunden habe und: weil ich viel mäßiger esse, als früher.

    Seit dem gehöre ich auch zur Gruppe A. 🙂

    Zu welcher Gruppe gehörst du? Hast du schon Veränderungen an deinem Ess- oder Konsumverhalten spüren können?

    Diese Artikel könnten dich auch interessieren (in Arbeit):

    Intermittierendes Fasten – wie du gesundheitlich von täglichen Essenspausen profitieren kannst

    6 grundlegende Maßnahmen, die zu einer schönen Haut verhelfen

    1 Jahr ohne glutenhaltige Getreideprodukte – mein persönliches Fazit

    Meine Erfahrung zeigt: Wohlbefinden beginnt im Darm!

    Du willst gesünder, schöner und glücklicher sein? Versuch’s mal mit Ketose!

    7 wichtige Maßnahmen für die Aktivierung deiner Selbstheilungskräfte

    6 Gründe, warum du jetzt damit anfangen solltest zu Entrümpeln

    viaGesundes und Gutes in Maßen genießen und achtsam essen › Greena Living.

  • 8 Gründe, warum unsere Vorfahren keine Unverträglichkeiten hatten

    8 Gründe, warum unsere Vorfahren keine Unverträglichkeiten hatten


    Nahrungsmittelunverträglichkeiten

    Ob Laktose-, Gluten-, Histamin-Intoleranz oder Fructosemalabsorption, etc. – Nahrungsmittelunverträglichkeiten nehmen heute fast schon exponentiell zu. Aber auch über allerlei Allergien wird immer häufiger geklagt.

    Und das ist nur die Spitze des Eisberges, denn es gibt viele Menschen, die eine Unverträglichkeit haben, es aber noch nicht wissen oder spüren.

    Aber was ist der Grund, dass diese Probleme besonders in der heutigen Zeit so stark zunehmen? In wie weit haben sich die Bedingungen und unser Lebensstil verändert?

    Warum hatten unsere (Ur-)Großeltern keine Nahrungsmittelunverträglichkeiten?

    1. Saisonale & regionale Lebensmittel

    Lebensmittel kamen von Bauernhöfen oder wurden auf kleinen Märkten erstanden. Diese Lebensmittel waren frisch. Sie kamen aus der Umgebung, hatten keine langen Transportwege hinter sich und wurden nicht lange gelagert. Es handelte sich um saisonales Obst und Gemüse, das meist reif geerntet wurde – im Rhythmus der Natur. Deshalb – und auch aufgrund der geringeren Lagerzeiten – waren diese Lebensmittel nährstoffreicher.

    Oft enthielten (bzw. enthalten) alte Obst- und Gemüsesorten oder Wildformen viel mehr Nährstoffe als die heutigen auf Süße, harmonischen Geschmack und wenig Bitterstoffe gezüchteten Sorten.

    Zudem war es in dieser Zeit noch nicht üblich, Lebensmittel in irgendeiner Form zu konservieren. Sie waren weniger oder gar nicht verarbeitet und enthielten somit noch alle wertvollen Inhaltsstoffe.

    Da es zu jeder Saison andere Lebensmittel gab, war die Abwechslung in der Ernährung groß und Lücken in der Nährstoffversorgung wurden so automatisch geschlossen.

    Je länger das Mindesthaltbarkeitsdatum, desto kürzer dein Leben!

    2. Geringerer Einsatz von Chemie

    Biologischer Anbau war damals Standard. Bio war früher konventionell. Der Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln nahm erst Mitte des 20. Jahrhunderts stetig zu. Lebensmittel enthielten aufgrund der weniger ausgelaugten Böden mehr Nährstoffe – und natürlich weniger Chemikalien, die sich negativ auf den menschlichen Körper auswirken können.

    Gentechnisch veränderte Pflanzen waren unseren Vorfahren fremd und fanden daher auch noch keinen Einsatz in Tierfuttermitteln.

    Auch Zusatzstoffe wie Farbstoffe, Konservierungsstoffe, künstliche Aromen, Verdickungsmittel, Geschmacksverstärker wurden nicht verwendet.

    In der Tierhaltung wurden noch kein Antibiotika und keine Hormone eingesetzt, was bei den damaligen Haltungsbedingungen auch nicht erforderlich war. Fleisch war völlig unbelastet.

    Eigentlich war alles unbelasteter.

    3. Weniger Zucker
    Zucker gab es – wenn überhaupt – nur in geringen Mengen.

    Zu viel Zucker zerstört die Darmflora und schwächt somit das Immunsystem. Wenn falsche Darmbakterien überhand nehmen oder sich der Candida-Hefepilz (der Zucker liebt) ausbreitet, kommt das komplexe und fein austarierte System im Darm durcheinander. Dies kann maßgeblich verantwortlich für die Entstehung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten sein.

    4. Weniger Getreideverzehr
    Heute wird Getreide auf einen möglichst hohen Ertrag und auf Resistenz gegen verschiedene Umwelteinflüsse und Schädlinge gezüchtet. Außerdem soll es einen möglichst hohen Glutengehalt haben (bis zu 50% Gluten), um die Backeigenschaften zu verbessern. Es ist mit dem Getreide, das man vor 100-200 Jahren oder früher verwendete (nur rund 5% Gluten), nicht mehr zu vergleichen.

    Unser Körper – der sowieso nicht für den Verzehr von (glutenhaltigem) Getreide ausgelegt ist – konnte sich zudem in der kurzen Zeit nicht an die Veränderungen des Getreides gewöhnen. Kein Wunder also, dass es inzwischen mehr als 200 klinisch bestätigte Zusammenhänge zwischen Gluten und gesundheitlichen Beschwerden gibt. (Meinen persönlichen Erfahrungsbericht dazu findest du hier)

    Zudem aßen unsere Vorfahren viel weniger Getreide, wie heute allgemein konsumiert wird. Früher wurden viel mehr tierische Produkte, Gemüse und Obst gegessen. Viele Menschen essen heute locker 3 Mal am Tag Getreideprodukte in verschiedenen Formen.

    Der Darm macht das irgendwann nicht mehr mit, er kann nicht mehr so funktionieren, wie er soll.

    5. Mehr Bewegung in der Natur
    Unsere Vorfahren arbeiteten jeden Tag hart und hatten demnach viel körperliche Bewegung. Außerdem verbrachten Sie den Großteil ihrer Zeit draußen an der frischen Luft in Mutter Natur und nicht sitzend im Büro oder vor dem Fernseher.

    Das ist mit ein Grund, weshalb unsere (Ur-)Großeltern einen gesunden Stoffwechsel hatten.

    Weil sie einen gesunden und gut funktionierenden Körper und Stoffwechsel hatten, war ihr Körpergefühl besser. Sie aßen nach Gefühl. Niemand machte damals Diäten oder zählte Kalorien. Ihr Verlangen zeigte ihnen genau die Bedürfnisse ihres Körpers.

    6. Eigene & schonende Zubereitung der Nahrung
    Sie kochten ihr Essen selber und erhitzten ihre Nahrung – wenn überhaupt – nur mit Feuer. Mikrowellen, Induktionsherde, Fritteusen oder Teflon-Pfannen gab es nicht (und sind meines Erachtens auch heute eher schlecht als recht).

    Fertiges Essen zu kaufen, war keine Option und in Restaurants zu gehen war Luxus.

    Babys bekamen gesunde und wichtige Muttermilch, keine Ersatzprodukte. Dies ist die Basis für eine gut funktionierende Darmflora und ein gutes Immunsystem – auch im späteren Alter.

    7. Zum Verzehr gedachte Tiere wurden vollständig verwertet
    Während wir heute im Supermarkt fast nur Fleisch an sich oder zu Wurst verarbeitet bekommen, wurden damals alle Teile eines Tieres genutzt oder verwertet. Es wäre viel zu kostbar gewesen, hier etwas wegzuwerfen. Die Knochen samt Knochenmark wurden meist für Brühen und Suppen verwendet. Die meist zarten und aromatischen Innereien war beliebter und wichtiger Bestandteil des Abendessens.

    Fleisch hatte damals eine viel bessere Qualität wie heute (Weidehaltung, 100% natürliches Futter, kein Antibiotika-Einsatz, “Bio-Qualität”,…) und insbesondere Organfleisch und andere tierische Teile waren dadurch noch nährstoffreicher als heute und hatten sozusagen medizinische Wirkung.

    Wichtig ist auch, dass sie hauptsächlich gesunde gesättigte Fette aßen, die sich in Fleisch, Butter, Schmalz, etc. befinden. Billiges raffiniertes Pflanzenöl oder gehärtete Fette gab es damals nicht.

    8. Vertrauen in die Selbstheilungskräfte
    Unsere (Ur-)Großeltern gingen nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt, wie es heute oft der Fall ist.

    Zum Doktor ging man früher nur, wenn man verletzt war oder in Lebensgefahr schwebte.

    Erkältungen oder Fieber wurden auskuriert und mit Hausmitteln behandelt. Medikamente und deren Einnahme gab es noch nicht in dem Maße wie heute.

    Sie vertrauten den Selbstheilungskräften des Körpers. Leider geht dieses Vertrauen immer mehr verloren – aber auch deshalb, weil die Selbstheilungskräfte aufgrund vieler heutiger schlechter Lebens- und Ernährungsweisen abnehmen.

    Unsere Ernährungsweise beeinflusst jede Zelle unseres Körpers. Und die Gesundheit unserer Zellen hängt von unserer Ernährung und unserem Lebensstil ab. Aus Zellen wird Gewebe, aus Gewebe werden Organe und letztendlich sind wir ein wunder-volles System aus Organen. Wenn wir uns schlecht ernähren nimmt jede Zelle, jedes Gewebe und jedes Organ Schaden. Besonders im Darm kann eine kleine Veränderung sich auf die vielen dort ablaufenden Prozesse auswirken und das ganze System aus dem Gleichgewicht bringen. Das wiederum kann sich negativ auf die Verträglichkeit mancher Lebensmittel auswirken und deshalb Nahrungsmittelunverträglichkeiten hervorrufen.

    Ich kenne viele, die bei diesem Thema behaupten, dass es etwas mit Vererbung zu tun hat. Ich glaube jedoch nicht, dass man Nahrungsmittelunverträglichkeiten (und auch vieles Andere) auf Vererbung schieben kann, denn wieso sollen wir etwas vererbt bekommen, das heute so stark zunimmt und das unsere vorigen Generationen nicht kannten?

    Welche Erfahrungen hast du gemacht? Konntest du dir mit einer Ernährungsumstellung helfen?

    Wenn ja, dann kannst du stolz auf dich sein, dass du die Wichtigkeit der Ernährung und deines Lebensstils für deine Gesundheit erkannt hast. 🙂

    Diese Artikel könnten dich auch interessieren (in Arbeit):

    Lebe wohl! 12 gute Gründe, warum du dich von Zucker verabschieden solltest

    Gesundes und Gutes in Maßen genießen – in der Ernährung ist weniger oft mehr

    1 Jahr ohne glutenhaltige Getreideprodukte – mein persönliches Fazit

    Meine Erfahrung zeigt: Wohlbefinden beginnt im Darm!

    Du willst gesünder, schöner und glücklicher sein? Versuch’s mal mit Ketose!

    7 wichtige Maßnahmen für die Aktivierung deiner Selbstheilungskräfte

    Neue alte Wege gehen – 12 Dinge, die gesunde Menschen anders machen

    via8 Gründe, warum unsere Vorfahren keine Unverträglichkeiten hatten › Greena Living.

  • Neue & eigene Wege gehen! 12 Dinge, die gesunde Menschen anders machen

    Neue & eigene Wege gehen! 12 Dinge, die gesunde Menschen anders machen


    gesunde Menschen

    Fast täglich erfahre ich von Menschen im Bekanntenkreis, die gesundheitlich angeschlagen sind. Die Beschwerden scheinen immer stärker zuzunehmen. In meinem Umfeld kenne ich kaum jemanden, der nicht irgendein – wenn auch nur kleines – gesundheitliches Problem hat.

    Oft denke ich darüber nach, wo die Ursachen dafür liegen. Was machen diese Menschen anders, was machen sie falsch?

    Gründe gibt es einige. Vieles ist natürlich nicht auf den ersten Blick erkennbar.

    Leichter zu beantworten ist da eher die Frage: Was machen gesunde Menschen bzw. Menschen, die sehr auf ihre Gesundheit achten, anders?

    Was unterscheidet gesunde Menschen von Kränklichen und dauernd Geplagten, die ständig von Arzt zu Arzt rennen?

    Und woran kannst du erkennen, dass du auf dem richtigen Weg bist?

    1. Naturnahe Ernährung

    Gesunde Menschen orientieren sich an der Natur und der evolutionären Entwicklung des Menschen. Sie denken logisch nach und agieren nach ihrem gesunden Menschenverstand. Sie wissen, dass eine naturnahe und für sie vorgesehene Ernährung elementar für die Gesundheit ist, sie ihre Medizin ist.

    So bekommen z.B. auch Tiere in freier Wildbahn selten Krankheiten. Diese entwickeln sie erst, wenn sie sich in der “Obhut” von Menschen befinden und nicht mehr so leben, wie es die Natur für sie vorsieht.

    2. Eigenverantwortliches Handeln

    Gesunde Menschen vertrauen keiner anderen Person mehr, als sich selbst und treffen damit die besten Entscheidungen für ihre Gesundheit. Sie übernehmen Verantwortung für sich selbst und überlassen diese nicht anderen.

    Nur durch eigenes Interesse, selbstverantwortliches, eigenes Handeln und Wertschätzung des eigenen Körpers, kann wahre Gesundheit entstehen. Es ist die eigene Hülle, die man sein ganzes Leben lang mit sich herumträgt. Wieso sollte jemand anders deinen Körper kennen? Wieso sollte er so viel Interesse daran haben, dass es ihm gut geht?

    Der Gang zum nächsten Arzt ist für viele der einfachste Weg. Doch heute kann es gefährlich sein, sich in die Hände von Ärzten zu begeben – ein Sackgasse, vielleicht sogar ein Abgrund. Denn auch hier geht es oft nur um’s Geschäft oder große Geld.

    Für viele ist bzw. wäre es ein großer Schritt, hier auszubrechen und einen anderen, neuen Weg zu gehen. Es braucht Wissen, Mut und Überzeugung, sich von anderen unabhängig zu machen (und sicherlich ist es nicht in jedem Fall ratsam!).

    Doch viele Menschen spüren, dass es noch andere, natürliche Wege und Möglichkeiten gibt und versuchen, diese Wege wo nur möglich zu beschreiten. Dafür holen sie sich evtl. andere Meinungen oder Rat ein, informieren sich selbst, vertrauen auf ihre Instinkte, hinterfragen kritisch. Und dann krempeln sie ihr Leben entsprechend um. Die entsprechende Motivation muss da sein, denn dafür braucht man Willen, Flexibilität, Disziplin.

    3. Auf den Körper hören
    Gesunde Menschen hören auf ihren Körper mehr als auf einen Arzt. Sie haben gelernt ihm zu vertrauen und nur danach zu handeln, was ihrem Körper und ihrer Seele gut tut.

    Sie vermeiden Stress, kümmern sich um einen Ausgleich zum Beruf, suchen bewusst Entspannung.

    Und auch in Sachen Ernährung hören sie auf ihren Körper. Denn er ist klüger als wir denken. So sind z.B. Gelüste Anzeichen eines bestimmten Mangels an Makro- oder Mikro-Nährstoffen (Kohlenhydrate, Proteine, Fett, Vitamine, Mineralien,…), die der Körper benötigt, um gesund zu sein und gesund zu bleiben. Überhaupt sehe ich fast alle Krankheiten als ein Zeichen falscher Ernährung an, ein Zuviel an für den Körper Schädlichem oder ein Mangel bestimmter Nährstoffe aufgrund einseitiger Ernährung, sodass bestimmte Prozesse im Körper nicht richtig funktionieren können.

    Entscheidend ist hier, den richtigen Weg zu gehen und das Wohlbefinden des Körpers und der Seele in den Mittelpunkt zu stellen.

    4. In die Gesundheit investieren
    Menschen, die auf ihre Gesundheit achten, sehen die Ausgaben für gute Lebensmittel oder die Zeit für das regelmäßige Sportprogramm als Investition in ihre Gesundheit.

    Sie wissen, dass es sich bei Medikamenten nur um Stoffe/Substanzen handelt, die bestimmte Stoffe aus der Natur imitieren. Wer sich naturnah ernährt, nimmt täglich viele für den Körper wichtige “Medikamente” auf. Richtiges Essen ist Medizin!

    Außerdem steckt hinter dem Handel mit Medikamenten ein Milliardengeschäft. Menschen, die auf ihre Gesundheit achten, durchschauen dieses System, vertrauen ihm nicht und würden daher so gut wie möglich vermeiden, für Medikamente Geld auszugeben.

    5. Nur gute Lebensmittel
    Gesunde Menschen essen bewusst. Sie bestimmen, was sie zu sich nehmen und lassen sich nichts aufzwingen.

    Sie gehen ihren Weg und keinen anderen.

    Sie entscheiden sich weitestgehend für lokale, regionale, gentechnikfreie Lebensmittel in Bio-Qualität und lehnen Massentierhaltung ab.

    6. Bauern unterstützen
    Wer für sich nur das Beste will, geht so entsprechend auch mit seinen Mitmenschen, den Tieren und der Umwelt um.

    Wer viel Wert auf gute Lebensmittel legt, freut sich, wenn er den Bauern oder Hofladen des Vertrauens bei jeder Gelegenheit unterstützen kann. Wer auf gute Lebensmittel angewiesen ist, achtet darauf, dass es sie auch weiterhin gibt und dass es den Menschen, die dafür verantwortlich sind, gut geht.

    Menschen, die auf Ihre Gesundheit achten, meiden Ware von Konzernen, von Industriehöfen mit Massentierhaltung oder aus Monokulturen.

    7. Nährstoffreiche Lebensmittel
    Wer sich saisonal ernährt, Fleisch und Eier aus Weidehaltung bezieht, Bio-Lebensmittel kauft, erhält nährstoffreichere Lebensmittel wie jemand, der konventionelle Lebensmittel einkauft (Bodenqualität, Sorten, geringere Belastung mit Chemikalien,…).

    Da sich gesunde Menschen naturnah ernähren, werden Lebensmittel weggelassen, die dem Körper Nährstoffe entziehen (Zucker, Getreide, Hülsenfrüchte,…) und dafür andere nährstoffreiche Lebensmittel eingebaut (Butter statt Margarine, viel Gemüse, Innereien, …). So geben sie ihrem Körper automatisch viele wichtige Nährstoffe, sodass er einwandfrei funktionieren kann.

    8. Inhaltsstoffe
    Menschen, die auf ihre Gesundheit achten, schauen bei den Inhaltsstoffen genau hin und achten darauf, dass die Liste dieser kurz ist.

    Sie wissen, was für den Körper schlecht ist und gemieden werden sollte. Was sich komisch anhört, abgekürzt wurde oder nicht auszusprechen ist, sollte misstrauisch machen.

    Sie wissen außerdem, was ihr Körper braucht und womit sie sich gut fühlen. Sie haben sich beobachtet, wissen wie ihr Körper auf entsprechende Dinge reagiert und agieren danach.

    Das gilt insbesondere auch für Körperpflege- oder Haushaltsprodukte.

    Zudem vermeiden sie hoch verarbeitete Lebensmittel, denen dadurch viele oder sogar alle Nährstoffe abhanden gekommen sind.

    9. Selbst kochen
    Gesunde Menschen kochen selbst. Sie wissen, dass Gesundheit in der Küche anfängt und sie dadurch alles selbst in der Hand haben. Hier wird nur verwendet, was gut ist und den persönlichen Anforderungen entspricht. Somit ist selbst kochen essentiell, um gesund zu bleiben.

    Außerdem wirkt es entspannend und man lässt den Lebensmitteln Wertschätzung zukommen.

    Wer sich beim Essen gut fühlt, tut Körper und Seele was Gutes!

    10. Keine Diät-Trends
    Menschen, die nach Gesundheit streben, folgen keinen Diät-Trends. Sie wissen, dass es sich bei Diät-Trends nur um Marketing und Geldmacherei handelt. Obst und Gemüse hat keine Lobby – an richtiger, ursprünglicher, gesunder Nahrung verdienen unsere Bauern!

    Sie denken nachhaltig und gehen so auch mit ihrem Körper um. Sie hören auf ihren Körper und überlegen mit einem gesunden Menschenverstand, welche Nahrung wirklich dauerhaft sinnvoll für sie ist.

    Daraus entwickelt sich ein Lebensstil, der sich auf viele andere Bereiche überträgt.

    11. Ausreichend Essen
    Auch wenn gesunde Menschen ab und zu Fastenzeiten einlegen – viel Gutes essen ist wichtig, damit der Körper ausreichend Nährstoffe bekommt. Das richtige Maß zu finden ist extrem wichtig. Denn immer wenn Kalorien reduziert werden, werden auch Nährstoffe reduziert.

    Wer nährstoffreicher isst, ist schneller satt und zufrieden und gibt dem Körper, was er benötigt. Wichtig ist auch, nährstoffarme Lebensmittel oder Nährstoffräuber (z.B. Zucker) wegzulassen.

    Andererseits ist Überessen nachteilig, weil es den Körper bzw. die Verdauung sehr belastet.

    12. Gesunder Lebensstil
    Gesunde Menschen legen allgemein Wert auf einen gesunden Lebensstil. Sie verbringen mehr Zeit in der Natur bzw. an der frischen Luft, bewegen sich mehr, treiben Sport, verwenden nur natürliche Hautpflegeprodukte, Reinigungs- oder Haushaltsprodukte. Sie versuchen somit so gut es geht zu vermeiden, was ihnen möglicherweise schaden könnte.

    Wer nachhaltig mit seinem Körper umgeht, überträgt das automatisch auch auf die Natur.

    Außerdem versuchen sie Stress zu vermeiden und achten auf eine ausgewogene Work-Life-Balance.

    Sie tun Dinge, die ihnen Freude bereiten und ihr Leben erfüllter machen.

    Man kann sehr viel selber für seine Gesundheit tun – viel mehr als viele denken. Deshalb ist es wichtig, andere zu inspirieren und zu helfen. Richtige Inspiration und Motivation erreichen wir aber meist nur durch positives Vorleben des eigenen Lebensstils.

    Es ist aber natürlich auch immer eine Sache der Interessen und Prioritäten und nicht jeden kann man von solch einem Lebensstil überzeugen bzw. viele brauchen erst den nötigen Anstoß um entsprechend zu denken und zu handeln. Jeder Mensch hat andere Gefühle, Ansichten, Emotionen oder Erfahrungen gemacht oder einfach nicht das “Feeling” dafür. Für sich selbst Verantwortung zu übernehmen braucht Überzeugung und Willen.

    Vielen Menschen fehlt auch der Bezug zur Natur. Sie vertrauen nur Ärzten oder anderen Autoritätspersonen, aber nicht sich selbst oder alternativen Möglichkeiten. Sie geben gerne die Verantwortung ab, anstatt Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

    Deswegen ist es toll, wenn du auf dem richtigen Weg bist und somit ein bisschen Inspiration weitergibst. 🙂

    Was hat dich gesundheitlich voran gebracht? Warum hast du deinen Lebensstil geändert?

    Artikel, die dich auch interessieren könnten (in Arbeit):

    Back to the roots! Wie uns der Bezug zur Natur gesundheitlich helfen kann

    8 Gründe, warum unsere (Ur-)Großeltern keine Nahrungsmittelunverträglichkeiten & Allergien hatten

    7 wichtige Maßnahmen für die Aktivierung deiner Selbstheilungskräfte

    via12 Dinge, die gesunde Menschen anders machen › Greena Living.

  • 6 Gründe, warum du jetzt Entrümpeln solltest

    6 Gründe, warum du jetzt Entrümpeln solltest


    Entrümpeln

    In den letzten Monaten / Jahren habe ich mich definitiv verändert.

    Veränderung ist immer gut, denn es gibt nichts Schlimmeres als Stillstand in der persönlichen Entwicklung. Ich finde es schön, wenn man flexibel ist, offen für neues ist, sich entwickelt und verändern kann, sein oft eingefahrenes Verhalten überdenkt.

    Meine Ansichten haben sich besonders geändert, wenn es um materiellen Besitz geht. Früher habe ich alles aufgehoben, weil ich es schön fand, es mich an etwas erinnerte oder ich es von einer wichtigen Person geschenkt bekommen habe. Lebensmittel sind vergammelt, weil ich es zu schade fand, sie aufzubrauchen – ziemlich verschwenderisch, denke ich jetzt. Bücher und Unterlagen aus der Schule oder dem Studium blieben im Regal, denn man könnte sie ja vielleicht noch einmal irgendwann gebrauchen. Sticker, Gesammeltes, kleine Schätze: alles schöne Kindheitserinnerungen – die kann ich doch nicht einfach so aus meinem Leben verbannen!? Spielzeug, Kinderbücher: vielleicht kann ich das mal für meine Kinder verwenden? Und bei den restlichen Sachen war ich einfach zu faul, sie wegzuwerfen.

    Oder, ja im Ernst, ich wusste als Kind nicht, in welchen Müll ich die Sachen werfen kann und aufgrund des schlechten Gewissens, die Umwelt möglicherweise durch falsche Mülltrennung zu belasten, sind sie dann wieder in den Schrank zurückgewandert! Aufräumen war nicht so mein Ding, aber das kennst du vielleicht. 🙂

    Heute entrümpele ich sehr gerne. Ich finde es extrem befreiend, mich von Altlasten und unnötigem Kram zu befreien. Ja, es macht mich definitiv glücklich! Deshalb finde ich, du solltest es auch einmal probieren, denn es gibt ein paar gute Gründe, nicht länger damit zu warten, sich von unnötigen Dingen zu lösen!

    Bitte verstehe mich nicht falsch, ich möchte auf keinen Fall, dass du ein Teil unserer Wegwerfgesellschaft wirst. Es geht nicht darum, Dinge wegzuwerfen und sich diese neu zu beschaffen, weil sie vielleicht Macken oder optische Mängel haben, aber eigentlich noch in einem guten Zustand sind, reparabel, verwendbar sind. Mir geht es nicht um Wiederbeschaffung und Konsum – sondern vielmehr darum, zu entscheiden, was brauche ich wirklich in meinem Leben? Was brauche ich gar nicht mehr?

    1. Durch Entrümpeln sehe ich, was ich überhaupt habe
    Immer wenn ich ausgemistet habe, war ich erstaunt, was ich eigentlich besitze und wie viel davon in Vergessenheit geraten ist. Manches hat man sich vielleicht sogar mehrmals angeschafft, weil man vergessen hat, dass man es noch hat. Unnötiger Konsum und Geldverschwendung.

    Verschaffe dir einen Überblick über das, was du hast und schaue, ob du es eventuell irgendwie irgendwo einsetzen kannst, damit es einen Sinn bekommt. Werfe so viel wie möglich weg oder suche Abnehmer, denn ich finde, wir benötigen keinen materiellen Überfluss, er macht uns nicht glücklich!

    Hast du erst einmal ausgemistet, lebst du mit Dingen, von denen du weißt, dass du sie hast. Für mich bedeutet das ein Stück weit “bewusstes Leben”.

    2. Entrümpeln ist befreiend
    Es tut wahnsinnig gut, wenn man sich unwichtiger Sachen entledigt hat. Es gibt mir das Gefühl von Freiheit. Es ist ein Gefühl von “jederzeit losziehen können”. Ich kann mit wenig Besitz jederzeit flexibel und offen für Neues sein.

    Ich muss mir weniger Sorgen machen um das alles, was ich mit mir an Balast rumschleppe, denn Besitz vermittelt einem das Gefühl von “Verantwortung haben”. Man hat es ständig irgendwo im Hinterkopf. Entrümpele ich, wird auch mein Kopf leerer. Es gibt einem das Gefühl, Übersicht über alles zu haben, zu wissen was man besitzt, Kontrolle zu haben und den Bereich, den ich kontrollieren muss, somit zu verkleinern. Ich muss an weniger denken, habe weniger Verantwortung. Ballast fällt von mir, ich fühle mich leichter.

    Vor einiger Zeit habe ich einen Bericht einer Psychologin gelesen, die berichtet hat, dass sie einigen Patienten empfohlen hat, Haushalt, Keller, Garage, etc. auszumisten. Sie stellte fest, dass es den Personen danach psychisch viel besser ging…

    3. Entrümpeln macht deutlich, wie wenig wir zum Leben brauchen
    Was ist dir wirklich wichtig im Leben? Sind es materielle Dinge, Erinnerungen, Beziehungen, Lebensmittel? Oder ist es Geld, Konsum, Sport? Ich bin inzwischen der Meinung, dass nur die Dinge, die unmittelbar mit uns als Menschen zu tun haben, wirklich wichtig sind. Damit meine ich: Liebe, Freunde, gutes Essen, Bewegung und schöne Erlebnisse, das was du in deinem Herzen und in deinem Gedächtnis hast.

    Materielle Dinge oder zumindest 95% davon, sind im Leben einfach unwichtig. Sicher hat hier jeder seine eigenen Ansichten. Aber überlege dir einmal, was dir wichtig wird, wenn es dir mal schlecht geht. Dein Auto, Fernseher, Geld, deine Bücher, deine Souvenirs im Schrank, dein Job und vieles mehr wird plötzlich dermaßen unwichtig. Hier zählen alleine deine Familie, deine Erinnerungen, deine Ernährung, deine Freunde. Materielle Dinge sind meist nur Mittel zum Zweck.

    4. Entrümpeln schafft Ordnung und Platz
    Klar, wenn du ausmistest, schafft das Ordnung in deiner Umgebung und Ordnung in dir. Du könntest den Platz anderweitig nutzen. Oder du genießt einfach den vielen freien Raum, der dir Luft zum atmen gibt. Möglicherweise kannst du sogar in eine kleinere Wohnung ziehen, denn was bringt dir der viele Platz, wenn du ihn gar nicht benötigst?

    Gerümpel ist ein Staubfänger. Ich bin überzeugt, dass dieser deinem Leben – im wahrsten Sinne des Wortes – die Luft zum Atmen nimmt. Entrümpeln gibt Grund, mal wieder so richtig durchzuwischen, sauber zu machen und die dicke Staubschicht zu entfernen, neue Luft rein zu lassen, Raum zu schaffen. Ausmisten hat also durchaus auch hygienische Gründe. 😉

    5. Gutes tun mit Entrümpeln
    Mit Ausmisten kannst du auch sehr viel Gutes tun, ich dem du die Sachen verschenkst. Bevor du etwas wegschmeißt, solltest du aufjedenfall darüber nachdenken, die Sachen zu verschenken. Auch wenn es etwas mehr Aufwand ist – ressourcenschonender ist es allemal und du machst anderen, die es besser gebrauchen können, eine Freude. Schenken macht so viel Spaß!

    Momentan lässt sich ein starker Trend zum “Teilen” erkennen, der maßgeblich durch die Möglichkeiten des Internets beeinflusst wird. Ich bin der Überzeugung, dass sich hier in den nächsten Jahren noch viel tun wird. Die gerade ausgebrochene “Share-Mentalität” steht noch am Anfang. Die Generation unserer Großeltern, die im Krieg und oft in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist und typisch dafür ist, sehr viel zu hamstern und zu horten und sich schwer von alten Dingen lösen zu können, wird irgendwann wegbrechen.

    Zugleich wird unserer Generation immer bewusster, dass wir nicht endlos konsumieren können und dass es wichtigeres im Leben gibt, als Konsum. Immer mehr Menschen wollen Teilen statt Besitzen, entziehen sich dem Konsum, denken an ihre Mitmenschen, an die Umwelt und nächsten Generationen. Ich finde das eine tolle Bewegung.

    Vor kurzem habe ich meine Speisekammer aufgeräumt. Ich tue mich sehr schwer damit, Lebensmittel wegzuwerfen. Dank “Foodsharing” habe ich für alle Lebensmittel ganz schnell Abnehmer gefunden – und das sogar in meinem kleinen Wohnort. Viel davon war abgelaufen. Jemandem einen Gefallen zu tun und dabei noch “Lebensmittel-Retter” zu sein, macht mich glücklich, auch wenn es sicher erstmal mit etwas Aufwand verbunden ist. Kleider kannst du z.B. an Packmee.org geben, ein Art Altkleidersammlung. Das Konzept finde ich auch sehr gut.

    6. Geld verdienen mit Entrümpeln
    Ja, mit Ausmisten kann man heute Geld verdienen! Was denkst du, wie viele Menschen es gibt, die finanziell nicht so gut aufgestellt sind und gerne günstig gebrauchte Artikel kaufen? Heute hat man, insbesondere dank dem Internet, wahnsinnig viele und tolle Möglichkeiten, (Gebrauchs)Artikel an den Mann zu bringen.

    Ich finde Bücher im Regal inzwischen ziemlich überflüssig (es sei denn, es handelt sich um gute Sachbücher als Nachschlagewerk). Bücher, CD’s, DVD’s, alte Handys kann man wunderbar über http://www.rebuy.de oder http://www.momox.de weiter verkaufen. Melde dich einfach dort an und prüfe, wie viel der Anbieter dir für deine Artikel geben würde. Da bekommt man schnell etwas zusammen und: man ist das Zeug los und es fährt nicht mehr unnötig im Regal rum! 🙂 Das System ist super, du gibst deine Sachen ein und ab einem Mindestverkaufswert bekommst du einen Retourenschein zum Ausdrucken. So kannst du dein Päckchen, mit den Sachen, die du verkaufen willst, kostenlos an den Anbieter schicken, der die Sachen dann weiter verkauft. Das Geld wird dir dann überwiesen. Klasse, oder?

    Ebay Kleinanzeigen eignen sich gut für größere Dinge, die du verkaufen oder verschenken möchtest. Kleiderkreisel z.B. ist total gut, um Klamotten, die du nicht mehr benötigst, zu verkaufen. Wie du siehst, gibt es viele tolle Möglichkeiten mit denen du sogar noch etwas Geld bekommen kannst.

    A propos Bücher: kaufe dir doch einen E-Book-Reader, dann hast du im Bücherregal Platz für Anderes! (Oder du brauchst vielleicht bald gar kein Regal mehr. :-)) Zeitungen, Zeitschriften, Fernseher, Stereo-Anlage, DVD’s und CD’s macht das Internet ja schon lange überflüssig.

    Fazit
    Entrümpeln macht Spaß, entlastet dich, macht dich flexibel. Wann immer du also ein bisschen Zeit hast, befreie einen kleinen Bereich von Unrat und du wirst sehen, dass du dich jedes Mal ein Stückchen mehr befreist und dich besser fühlst. Lasse los. Fühl’ dich aufgeräumt. Und bitte bleibe es auch.

    Überlege dir genau, was du anschaffst und beachte auch, was dein Konsum für die Umwelt bedeutet. Ein guter Tipp hierfür: kaufe dir wenigstens nichts Materielles, für das in irgendeiner Weise Werbung gemacht wird (am besten auch bei Lebensmitteln).

    Ich finde es schade, dass der Großteil der Menschheit im Überfluss lebt und es gar nicht zu schätzen weiß. Das ist doch traurig, oder? Dabei finde ich den Gedanken daran, wie Menschen darüber denken würden, die NICHTS in ihrem Leben haben, weniger tragisch, denn diese Menschen müssen nicht zwangsweise weniger glücklich sein. Schlimm finde ich, dass die heutige Gesellschaft immer mehr besitzen und konsumieren will, weil es als Statussymbol gilt oder Wohlstand suggeriert. Jeder denkt an sich oder daran, was andere über ihn denken. Niemand denkt über die Folgen für die Umwelt nach und darüber, dass irgendwann einmal die Grenze erreicht ist, und wir den Raubbau an der Erde nicht fortsetzen können. Die wenigsten begreifen, dass materieller Besitz nicht dauerhaft glücklich macht und konsumieren weiter, immer auf der Jagd nach einem neuen kurzen Endorphin-Schub. Hier muss ich zwangsläufig immer an Tchibo denken: zu viele überflüssige Artikel, die jeder meint haben zu müssen und im Nachhinein keiner wirklich braucht. Was brauchen wir WIRKLICH zum Leben?

    Also: Halte dein Bündel auf dem Rücken klein, damit es dich nicht belastet, dir nicht zu schwer auf den Schultern liegt!

    Hast du schon ausgemistet? Hast du schon geteilt?

    Diese Artikel könnten dich auch interessieren (wird gerade bearbeitet):

    Nachhaltiger und glücklicher leben: wie dich Minimalismus zu einem besseren Menschen macht

    via6 Gründe, warum du jetzt Entrümpeln solltest › Greena Living.

  • Schlechte Tage gibt es nicht! 14 Taten für mehr Wohlbefinden

    Schlechte Tage gibt es nicht! 14 Taten für mehr Wohlbefinden


    Wohlbefinden

    “Heute ist echt nicht mein Tag!” – jeder kennt diese Tage, an denen es einem nicht so gut geht oder man geradezu magisch anzieht, dass alles schief läuft.

    Und auch wenn ich mich mit gesunder Ernährung besser und ausgeglichener fühle denn je, auch bei mir gibt es (glücklicherweise viel weniger oft als früher) diese Tage, an denen es mir nicht gut geht, ich einfach nicht in meiner “Mitte” bin.

    Sie werden sich wohl nie dauerhaft vermeiden lassen – leider. Denn manchmal kommen zwangsläufig einige Dinge zusammen, die sich negativ auf unser Wohlbefinden auswirken.

    Und Negatives zieht Negatives an.

    Da hilft uns nur eines: das Beste daraus zu machen und Maßnahmen zu ergreifen, die unser Wohlbefinden positiv beeinflussen und unsere Stimmung aufhellen, denn die trägt auch einen wichtigen Teil dazu bei, wie wir uns körperlich fühlen.

    Im Folgenden habe ich dir ein paar Tipps zusammen geschrieben, die dir dabei helfen sollen, dass du dich schnell wieder besser fühlst.

    1. Viel trinken wirkt belebend

    Viel Trinken ist immer meine Erste-Hilfe-Maßnahme.

    Trinken macht unser Blut dünnflüssiger, was sich entspannend, blutdrucksenkend und angstlösend auf uns auswirkt. Es belebt den Körper indem der Stoffwechsel angeregt wird.

    Aber bitte nicht übertreiben… 😉

    2. Frische Luft für einen klaren Kopf

    Es ist immer hilfreich, raus an die frische Luft, in die Natur zu gehen.

    Dabei ist es gut, wenn man ein paar Mal tief ein- und ausatmet und den Blick in die Ferne schweifen lässt. Man kann spüren, wie die frische Luft einen durchströmt und der Sauerstoff neue Energie gibt. Die Augen entspannen sich – alles entspannt sich.

    Gut ist, wenn man das Ganze mit einem Spaziergang kombinieren kann. Geräusche und Gerüche der Natur harmonisieren und wirken beruhigend auf uns. Die Bewegung fordert und entspannt unseren Körper und die frische Luft durchflutet uns bei Bewegung noch besser mit Sauerstoff.

    Oft lassen sich nach einem Spaziergang auch klarere Gedanken fassen und besser Entscheidungen fällen.

    3. Schlafen für die Regeneration
    Oft reichen auch ein paar Minuten Power-Napping, damit man sich wieder besser und frischer fühlt. Schlafen gibt Energie, der Körper hat kurz Zeit sich zu regenerieren.

    Wichtig ist, dass man die Ruhepause entspannt angehen kann, keinen Druck hat, sich Zeit nimmt und in einer bequemen Position – am besten im Liegen – schläft. Sonst ist die Verspannung danach größer als die Entspannung. 😉

    In besonders schwerwiegenden Fällen: einfach gleich in’s Bett gehen – denn am nächsten Tag sieht die Welt schon wieder ganz anders aus!

    4. Zeit für sich selbst nehmen
    Nimm dir Zeit für dich – du gehst vor! Sage Termine ab, auf die du keine Lust hast. Versuche dich von Dingen zu befreien, die dich belasten. Nur so kannst du zur Ruhe kommen. Man ist psychisch entspannter, wenn man weiß, dass man nichts mehr vor hat.

    Es ist deine Gesundheit und deine Zeit!

    5. Wohlfühlatmosphäre schaffen
    Wenn man es sich daheim gemütlich macht, geht es einem gleich viel besser. Aber damit man richtig entspannen kann, muss man sich eine Wohlfühlatmosphäre schaffen.

    Dabei hilft es Ordnung um sich herum zu schaffen, da man durch äußere Ordnung auch die innere Ruhe wieder herstellen kann.

    Zu Wohlfühlatmosphäre kann aber auch gehören, sich etwas leckeres zu essen oder zu trinken bereit zu stellen, leise die Lieblingsmusik zu hören, sich in Decken einzukuscheln, ein Buch zu lesen, Kerzen anzuzünden, etc.

    Wichtig ist, dass unsere Sinne positiv angesprochen werden, was unser Wohlbefinden gleich steigert.

    Sehr angenehm finde ich es, einen Räucherofen zu verwenden. Räucherstäbchen riechen oft zu intensiv und aufdringlich. Den Duftofen kann man für Kräutermischungen, Weihrauch- oder Weihrauchmischungen, Tannennadeln, Duftöl / Aromaöl verwenden. Hier gibt es viele Möglichkeiten und wirklich sehr tolle Düfte, die äußerst entspannend wirken.

    6. Anspannung für Entspannung
    Die Aktivität unserer Muskeln ist hilfreich, damit wir wieder mit uns ins Reine kommen.

    Das Prinzip des Yoga oder der progressiven Muskelentspannung z.B. ist es, dass eine vollkommene Entspannung der Muskeln erst durch eine vorherige mehr oder weniger intensive Anspannung dieser erreicht werden kann.

    Vor entsprechenden Entspannungsübungen (gute geführte Tiefenentspannungsübungen findest du hier) macht es also Sinn, sich zu bewegen, zu dehnen, strecken, räkeln und ein paar Mal kräftig alle Muskeln des Körpers anzuspannen.

    7. Dank Wasser im Flow bleiben
    Nach einer Dusche ist man oft ein neuer Mensch – wer kennt das nicht? Wasser wirkt auf uns ungemein entspannend, es belebt den Körper, harmonisiert, tut gut.

    Und noch besser wird die Dusche mit einem gut duftenden Duschgel, denn Düfte tragen stark zum Wohlbefinden bei.

    Ein warmes (basisches) Bad mit Aromaöl – Entspannung pur und ein paar Minuten, die dir selbst gehören, in dem du dir was Gutes tust. Probiere Düfte wie Lavendel, Zitronengras, Orange, Rosmarin, Fichte – alle haben eine besondere positive Wirkung auf unser Gemüt.

    8. Massagen berühren
    Wenn du die Möglichkeit hast, von jemandem massiert zu werden – do it! Ich muss dir wahrscheinlich nicht sagen, wie entspannend das wirkt.

    Bloß der reine Körperkontakt bzw. die Berührung durch eine andere Person wirkt beruhigend und harmonisierend. In dem Moment ist ein anderer für uns da, wir können loslassen und fühlen uns geborgen.

    Von den positiven Effekten auf die Haut, Muskulatur und Durchblutung ganz zu schweigen.

    9. Positiv Denken dank Meditation
    Mittlerweile belegen Studien, dass Meditation, Achtsamkeit und Stille positive Auswirkungen auf unsere körperliche und psychische Gesundheit haben. Wir lernen uns wahrzunehmen und positiv zu denken. Es hilft besser mit Stress und Angst umzugehen. Man gewinnt an Stärke und Wachheit während man gleichzeitig entspannt.

    Gedanken soll man beim meditieren fließen lassen und nicht unterdrücken. Das hilft, besser zu verarbeiten und loszulassen.

    Eine Anleitung für’s Meditieren findest du hier.

    Ich liebe es, bei Naturgeräuschen zu entspannen. Ein gutes Webradio für Nature-Sounds findest du hier.

    10. Einläufe & Fasten für die innere Reinigung
    Bei diesem Punkt fragen sich jetzt sicher einige, ob sie richtig gelesen haben, denn beim Thema Wohlbefinden sehen wohl die wenigsten die Verbindung zu einer Darmreinigung.

    Weg mit dem Ekel-Gedanken! 🙂 Denn es ist nun einfach mal so, dass unser Wohlbefinden maßgeblich davon abhängt, wie es in unserem Darm aussieht. Wenn wir etwas schlechtes gegessen haben, kann sich das sehr auf unseren seelischen und körperlichen Zustand auswirken. Hier schaffst du dir mit einem Einlauf am schnellsten Abhilfe. Er wirkt reinigend, entspannend und befreiend. Probiere es einfach einmal aus.

    Alternativ empfehle ich einen Fastentag (mit Wasser, Brühe, Säften oder grünen Säften), damit dein Körper sich ausruhen und von den Essenssünden erholen kann.

    11. Gute Gespräche als Seelenbalsam
    Tiefgehende Gespräche sorgen für Abwechslung, man beschäftigt sich nicht mehr so sehr mit sich selbst, denkt über etwas Anderes nach.

    Andererseits kann man aber auch Sorgen loswerden, wenn man mit jemandem darüber spricht.

    Soziale Kontakte und Austausch – natürlich nur mit den richtigen Personen – tuen uns einfach gut.

    Wenn man sich dann noch in einem netten Café trifft, es sich daheim zusammen gemütlich macht oder auf einer Parkbank, um ein paar Sonnenstrahlen einzufangen, kann man weiter davon profitieren.

    12. Sonne tanken – Freude tanken
    Sonnenlicht ist lebensnotwendig, denn es beeinflusst unseren Organismus in starkem Maße.

    Dass gerade in den Wintermonaten Menschen besonders oft Depressionen bekommen, ist bekannt.

    Aber die Sonne hat nicht nur auf unsere Psyche einen positiven Einfluss. Sonnenlicht ist elementär bei der Bildung von Botenstoffen, Hormonen (Glückshormonen) und Vitamin D, welches für zahlreiche Funktionen in unserem Körper wichtig ist.

    Außerdem wirkt die Wärme, die die Sonne uns gibt, einfach wohltuend & entspannend.

    13. Musik hören und tanzen
    Heimkommen und laut die Lieblingsmusik zu hören und dazu zu tanzen, das hat mir schon sehr oft wieder zu guter Laune verholfen. Musik macht einfach glücklich und wenn man sich dabei bewegt, entspannt man und lässt los.

    Singen hebt die Stimmung, wirkt angstlösend und macht, dass wir uns emotional besser fühlen.

    14. Lächeln für die eigene Stimmung
    Sich selbst immer mal wieder, auch ohne Anlass, ein Lächeln zu schenken – das allein hat bereits eine immense Auswirkung auf die eigene Stimmung.

    Wer lacht, baut Angst und Spannungen ab und sagt sich selbst und seinem Körper: alles ist gut! 🙂

    Ich hoffe, ich konnte dir ein paar gute Tipps für mehr Wohlbefinden auf den Weg geben.

    Wichtig ist, dass du weißt, dass man oft Gegenpole braucht, um einen Ausgleich, ein Gleichgewicht, zu schaffen. Um unser Wohlbefinden wiederzuerlangen, kann es daher wichtig sein, erst einmal genau hinzuschauen, warum wir es im Augenblick verloren haben.

    Jeder Tag ist ein guter Tag. Ob er “schlecht” ist oder nicht, hängt einzig und alleine von dir ab und von dem, was du daraus machst.

    Alles Gute!

    Was machst du an Tagen, an denen es dir mal nicht so gut geht?

    Diese Artikel könnten dich auch interessieren (in Bearbeitung):

    Meine Erfahrung zeigt: Wohlbefinden beginnt im Darm!

    7 wichtige Maßnahmen für die Aktivierung deiner Selbstheilungskräfte

    6 Gründe, warum du jetzt damit anfangen solltest zu Entrümpeln

    via14 Taten für mehr Wohlbefinden, wenn es dir mal nicht so gut geht › Greena Living.

  • Back to the roots! Gesundheit durch natürliches Denken

    Back to the roots! Gesundheit durch natürliches Denken


    natürliches Denken

    Die Natur gibt uns alles, was wir zum Leben benötigen. Leider ist das den meisten Menschen nicht mehr bewusst. Sie haben vergessen, woher sie kommen, denn der Abstand zur Natur wird von Generation zu Generation größer. Es fehlt ihnen das Vertrauen in die Natur und der Bezug dazu.

    Naturvölker z.B. empfinden sich als Teil der Natur und achten deshalb darauf, diese zu bewahren. So auch unsere Vorfahren. Sie hatten eine mythische und enge Beziehung zur Natur und zu allem was sie umgab. So war ihre Umwelt automatisch voller magischer und geheimnisvoller Kräfte.

    Der jahrhundertelange Verfall dieser Spiritualität hat uns so weit gebracht, dass wir vergessen haben, wo unsere Wurzeln liegen. In der zivilisierten Welt ist Achtung und Respekt gegenüber der Natur und Umwelt – wenn überhaupt – nur noch schwach ausgeprägt. Die Gleichgültigkeit gegenüber Natur und Umwelt nimmt heute stetig zu. Jüngere Generationen wissen immer weniger über die Natur und die darin vorkommenden Zusammenhänge.

    Durch die Industrialisierung und die dadurch bedingte materialistische Sichtweise ist unser Leben heute geprägt von Wissenschaft, Technik und Sicherheit. Die Verantwortung für sich selbst, das eigene Handeln, wurde schon lange abgegeben. Vertraut wird nicht mehr sich selbst oder der Natur, sondern auf Statistiken und Meinungen anderer, insbesondere auf die der Medien oder von Autoritätspersonen wie Politiker, Ärzte oder Lehrer.

    Bei den meisten Krankheiten wäre vielen Menschen schon geholfen, sie würden wieder mehr Verantwortung für sich selbst übernehmen. Elementar und der einzig dauerhaft funktionierende Weg ist hier der Bezug zur Natur. Wir können nichts dafür, dass uns dieser Bezug fehlt, denn er wird uns in der zivilisierten Welt abtrainiert. Das zieht letztendlich eine weltweite Zerstörung des ökologischen Gleichgewichts nach sich. So lange der Mensch sich gedanklich außerhalb der Natur sieht, solange ist die Umwelt dem egoistischen Verhalten des Menschen ausgesetzt.

    Alle in der Natur vorkommenden Prozesse sind aufeinander abgestimmt und durch unseren heutigen Lebensstil geraten diese immer stärker durcheinander. Das Ökosystem wird krank und die Menschen werden es auch.

    Gesundung durch die Natur
    Doch dem können wir auch entgegenwirken, indem wir den Bezug zur Natur wieder herstellen.

    Helfen kann dabei z.B. der „Paleo-Gedanke”: was hätten die Steinzeitmenschen getan? Was haben unsere Vorfahren anders gemacht?

    Darüber nachzudenken, woher wir kommen und wie wir viele Jahrtausende gelebt haben, hilft uns dabei, den richtigen Weg zu erkennen, der Natur und unseren Wurzeln wieder näher zu kommen. Wir sind ein Teil der Natur, die Wahrheit liegt in uns!

    Diesen Weg dann letztendlich zu beschreiten bedeutet Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, sich eigene Gedanken zu machen und sich nicht auf die Meinungen und Ansichten anderer zu verlassen. Wir lernen dadurch, dass uns die Natur im Prinzip alles gibt, was wir zum Leben brauchen und dass das wiederum gar nicht viel ist. Dadurch können wir Ängste abbauen und die heute typischen und allgegenwärtigen Sicherheitsgedanken über Bord werfen.

    Mit einer naturnahen Verhaltensweise tun wir nicht nur unserem Körper etwas Gutes, sondern auch der Natur. Wer für sich selbst nur das Beste will, geht entsprechend auch mit seinen Mitmenschen, den Tieren, der Natur und Umwelt um. Wenn wir alles dafür tun, gesund zu bleiben, helfen wir automatisch auch der Natur, gesund zu bleiben.

    Die ganze Erde mit allen Lebewesen und Pflanzen verfügt über starke Selbstheilungskräfte. Die Natur ist perfekt und immer danach bestrebt, besser zu werden, Wunden zu heilen, Fehler zu korrigieren. Kaum einer hat noch Vertrauen in die Selbstheilungskräfte. Aber auch, weil durch den Lebensstil in der zivilisierten Welt die Selbstheilungskräfte schwinden.

    Doch wie können wir wieder einen besseren Bezug zur Natur aufbauen und gleichzeitig damit auch unsere Abwehrkräfte stärken?

    Naturnah ernähren
    Das was wir unserem Körper täglich zuführen wird leider immer noch viel zu oft unterschätzt. Doch genau das, mit dem wir unseren Körper nähren, hat eine enorme Bedeutung für unsere Gesundheit, für die lebenserhaltenden körperlichen Prozesse.

    Wichtig ist darüber nachzudenken, welche Nahrung Mutter Erde für uns als Lebewesen vorgesehen hat. So orientiert sich z.B. die Paleo-Ernährung an der Ernährungsweise, die seit Jahrmillionen von den Menschen praktiziert wird und auf die unser Körper programmiert ist. Sie ist naturnah, unverfälscht und gibt dem Körper, was er benötigt um einwandfrei funktionieren zu können.

    Körperliche und seelische (Zivilisations-)Krankheiten oder Allergien können vermieden oder geheilt werden.

    Außerdem lernen wir dadurch unseren Körper kennen und unsere körperlichen Bedürfnisse besser zu spüren.

    Naturnah bewegen
    Unser ganzer Körper funktioniert besser, wenn wir uns bewegen. Wir regen dadurch Prozesse bzw. den Stoffwechsel an und stärken dadurch – vor allem – das kardiovaskuläre System, Herz und Kreislauf.

    Die durch die Nahrung zugeführten Nährstoffe gelangen besser in unsere Zellen, damit unser Körper einwandfrei funktionieren kann. Dabei reicht schon leichte Bewegung aus.

    Auch hier können wir uns an unseren Vorfahren der Steinzeit orientieren. Sie waren sicher sehr aktiv, wenn es um Nahrungssuche ging. Hochleistungssport haben sie aber bestimmt nicht betrieben.

    Geerdet sein
    Sie hatten direkten Kontakt zur Erde. Durch das Tragen von Schuhen mit Plastik- oder Gummisohlen leidet nicht nur unsere Körperhaltung, wir werden auch von der Erde getrennt. Dabei ist die elektrische Energie der Erde wichtig für unser Wohlbefinden.

    Wenn wir Barfuß laufen (oder in Barfußschuhen), im Garten arbeiten, in einem See baden oder uns auf andere Art und Weise in der Natur aufhalten und mit ihr in Kontakt kommen, sind wir stets “geerdet” und somit entspannter und ausgeglichener – gesünder.

    Frische Luft
    Am besten ist Bewegung natürlich an der frischen Luft. Wir halten uns heute meist in geschlossenen Räumen auf in denen Luft oft Sauerstoffarm und möglicherweise schadstoffbelastet ist. Besonders für Menschen, die in Städten leben, in denen die Schadstoffbelastung noch höher ist, als auf dem Land, ist es wichtig, regelmäßig in die Natur zu gehen und darauf zu achten, wirklich frische, sauerstoffreiche Luft zu tanken.

    Waldbaden
    Forscher haben herausgefunden, dass sich der Aufenthalt im Wald am besten auf unsere Gesundheit auswirkt. Hier ist die Luft am besten und sauerstoffreichsten, die Geräusche wie Vogelgezwitscher, das Rascheln der Blätter, plätschernde Bäche wirken beruhigend, die vielfältigen Gerüche entspannend und aktivierend. Die Ruhe und Gelassenheit, die ein Wald ausstrahlt, bewirken dasselbe für unsere Stimmung.

    “Waldbaden” ist in Japan bereits eine anerkannte Therapieform. Forscher haben herausgefunden, dass von Pflanzen gebildete Abwehrstoffe, die sich in besonders hoher Konzentration in der Waldluft befinden und die wir somit einatmen, eine sehr positive Wirkung auf unsere Gesundheit haben.

    Ohne Sonne kein Leben
    Alle Lebewesen und Pflanzen würden ohne Sonne nicht existieren. Wir sind abhängig davon und sie hat mehr positiven Einfluss auf unsere Gesundheit als wir denken.

    Leider verwehren sich viele Menschen der Sonne, denn die Schreckensmeldungen der Medien von Hautkrebs über Augenkrankheiten, Sonnenbrand, Kreislaufbeschwerden, etc. verbreiten viel Angst – kaum einer geht mehr ohne Sonnenbrille und Sonnencreme aus dem Haus. Menschen haben Jahrmillionen ohne diese beiden Utensilien gelebt – und waren gesünder.

    Die Sonne gibt uns Energie und regt mehr Prozesse in unserem Körper an, als wir uns vorstellen können. Treffen Sonnenstrahlen auf unsere Haut, bilden wir das für unsere Gesundheit und unser Immunsystem elementar wichtige Schlüsselhormon Vitamin D (in unseren Breitengraden zumindest im Sommerhalbjahr, wenn die dafür relevante UVB-Strahlung dafür ausreichend Intensität hat).

    Sonnen wir uns, bilden wir außerdem das Glückshormon Serotonin, was uns zu guter Laune verhilft.

    Zudem ahnt kaum einer, welch große Rolle der Sonnenuntergang bzw. Sonnenaufgang für einen geregelten Hormonhaushalt spielt und wie wichtig die Schlafphase bei vollständiger Dunkelheit dafür ist.

    Einfach einfacher leben
    Ein naturnaher Lebensstil macht uns nicht nur gesünder und glücklicher, er macht unser Leben auch einfacher und unkomplizierter. Das zieht sich in alle Lebensbereiche hinein. Es lebt sich automatisch unbeschwerter, unbesorgter, stress- und angstfreier und sogar kostengünstiger.

    Man wird gelassener, die Intuition verbessert sich und wir finden leichter den Weg in die Entspannung und einen genussvollen Lebensstil voller Lebensfreude. Mit dieser positiven Energie können wir auch andere anstecken und sie wiederum davon überzeugen, ebenfalls ein – für Mensch und Umwelt – gesünderes Leben zu führen.

    Denn nach den Prinzipien des Paleo-Lifestyles zu leben bewirkt, dass wir mehr über uns und die Umwelt nachdenken. Wer danach lebt, spürt, zu was unser Körper fähig ist, was wir selbst für uns Gutes tun können, welche wunderbaren Hilfsmittel Mutter Erde uns bereit legt. Man bekommt Vertrauen in den eigenen Körper, Vertrauen in die Natur. Das tut gut, schafft Zuversicht und wirkt befreiend.

    Wichtig ist, ohne Scheuklappen durch das Leben zu gehen, sich auf Neues einzulassen, zu interessieren, zu hinterfragen und zu informieren, festgefahrene Gedankenstrukturen zu überdenken und herauszufinden, was einem persönlich gut tut.

    Auf geht’s! Es ist Zeit, die eigene Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen und dadurch gleichzeitig die Welt zu einer Besseren zu machen.

    Bei welchem Erlebnis wurde dir besonders bewusst, dass den Menschen heute der Bezug zur Natur fehlt?

    Wie hat dir mehr Bezug zur Natur geholfen?

    Diese Artikel könnten dich auch interessieren (in Arbeit):

    7 wichtige Maßnahmen für die Aktivierung deiner Selbstheilungskräfte

    5 Gründe für Barfußschuhe – gesund Gehen und ein neues Laufgefühl erleben

    Intermittierendes Fasten – wie du gesundheitlich von täglichen Essenspausen profitieren kannst

    Schlechte Tage gibt es nicht! 14 Taten für mehr Wohlbefinden, wenn’s dir mal nicht so gut geht

    Neue alte Wege gehen – 12 Dinge, die gesunde Menschen anders machen

    viaGesundheit durch natürliches Denken › Greena Living.

  • 7 Tipps um die Selbstheilungskräfte dauerhaft zu verbessern

    7 Tipps um die Selbstheilungskräfte dauerhaft zu verbessern


    Selbstheilungskräfte

    Die ganze Erde mit allen Lebewesen und allen Pflanzen verfügt über extrem starke Selbstheilungskräfte. Die Natur ist perfekt und immer danach bestrebt, besser zu werden, Wunden zu heilen, Fehler zu korrigieren. So sind z.B. Selektion und Auslese grundlegende Begriffe der Evolutionstheorie. Alle in der Natur vorkommenden Prozesse sind aufeinander abgestimmt. Gerät dieses Gleichgewicht durcheinander, versucht die Natur sofort, wieder den Normalzustand herzustellen.

    Leider haben die meisten Menschen inzwischen vergessen, woher sie kommen. Kaum einer hat noch Vertrauen in die Selbstheilungskräfte. Vertraut wird eher auf die Anderen, auf das Wissen und die Meinungen der Anderen, auf Ärzte oder Heilpraktiker oder anderen Autoritätspersonen. Ich vertraue nicht auf Ärzte. Mit dem nötigen Wissen oder den erforderlichen Quellen, aus denen ich mein Wissen ziehen kann, kann ich auf mich selbst vertrauen und werde unabhängig. Ich bin ich, ich bin ein Teil der Natur, die Wahrheit liegt in mir. Sicher gibt es in der heutigen Zeit viele tolle Möglichkeiten in der Schulmedizin, wenn es z.B. um chirurgische Eingriffe oder medizinische Technik geht. Aber bei den meisten Krankheiten, könnten viele selbst mehr Verantwortung für sich übernehmen und sich mehr auf die Selbstheilungskräfte des Körpers verlassen.

    Ich glaube nicht, dass bei einer Erkältung die Medikamente heilen, es ist vielmehr der Körper, der sich heilt. Laut des Arztes David Colemann sind deine Selbstheilungskräfte so wirksam, dass der Körper mehr als 90% aller Krankheiten selbst überwinden kann, körperlich und seelisch. Dein Körper kann ganz schön viel leisten. Damit er jedoch perfekt funktioniert und er z.B. die 30-40 körpereigenen „Medikamente“ problemlos bilden kann, musst du jedoch ein paar Dinge beachten.

    Lerne, auf deinen Körper und seine Signale zu hören. Ich verspreche dir, irgendwann verstehst du dich sehr gut mit ihm. Dazu ist natürlich auch ein bisschen Hintergrundwissen nötig. Ich möchte dir heute ein paar Tipps geben, wie du deine Selbstheilungskräfte verbessern kannst und auch dein Wohlbefinden steigern kannst.

    1. Tipp: die richtige Ernährung
    Die richtige Ernährung ist das A und O für deine Gesundheit! So wie ein Auto den richtigen Sprit benötigt, benötigt auch dein Körper den richtigen Treibstoff. Leider gehen die Meinungen, was nun der richtige Treibstoff für den Körper ist, weit auseinander.

    Ich kann dir hier nur raten: denke darüber nach woher du kommst. Denke darüber nach, welche Nahrung die Natur für dich als Lebewesen bestimmt hat. Vertraue auf deinen gesunden Menschenverstand.

    Denkst du dann immer noch, dass koffeinhaltige süße Softdrinks und stark verarbeitete Getreideprodukte (Salzstangen) bei einer Magen-Darm-Erkrankung die optimale Nahrung sind und die Natur dies für dich vorgesehen hat? Denkst du, dass es das ist, was dein Körper braucht und ihm die notwendigen Nährstoffe gibt?

    Das was wir unserem Körper täglich zuführen wird leider immer noch viel zu oft unterschätzt. Dabei ist es doch logisch, dass genau das, mit dem wir unsere Körper nähren eine enorme Bedeutung für unsere Gesundheit, für die lebenserhaltenden körperlichen Prozesse hat, oder?

    Mit richtiger Ernährung meine ich “artgerechte” Nahrung, so wie ein Auto auch seinen bestimmten “typengerechten” Treibstoff benötigt. Deshalb lauten meine Tipps:

    so viel Rohkost wie möglich (Bio-Früchte und –Gemüse), da diese noch voller Nähr- und Vitalstoffe und nicht verarbeitet sind (durch Erhitzen & Verarbeiten gehen die meisten Nährstoffe verloren)
    (glutenhaltige) Getreideprodukte (Teigwaren, Nudeln,…) weitestgehend meiden, wenn möglich sogar ganz. (Meines Erachtens ein ganz wichtiges Thema. Meinen persönlichen Erfahrungsbericht dazu findest du hier)
    kein Alkohol (zumindest in einer Krankheitsphase ;-), kein Nikotin, kein Kaffee
    so viel Wasser trinken (oder evtl. auch Tee), wie dir dein Gefühl sagt
    Zucker weitestgehend meiden (Früchte sind gut und wichtig!)
    wenig Salz, kein Kochsalz (lieber ursprüngliches & unverarbeitetes Ur-/Kristall-Salz)
    so wenig Milchprodukte wie möglich (außer Butter)
    gute (gesättigte) Fette (Butter, Kokosöl,…) verwenden
    wenig Essen! Überessen belastet den Körper, übersäuert ihn, ermüdet ihn, raubt ihm die Kraft, die er für die Selbstheilung benötigt
    täglich auf Hungerphasen achten, wirklichen Hunger erkennen lernen
    Fastentage einlegen, damit der Körper seine ganzen Kräfte zur Reparatur einsetzen kann und entgiften kann (siehe auch mein Artikel über Ketose)
    gut kauen – Speichel hat schon seinen Sinn 🙂

    2. Tipp: Bewegung
    Die durch die Nahrung zugeführten Nährstoffe müssen in deine Zellen, damit dein Immunsystem funktioniert. Natürlich hängt das stark mit deinem Stoffwechsel zusammen. Dein Körper funktioniert einfach besser, wenn du dich bewegst, weil du die Prozesse bzw. deinen Stoffwechsel anregst, das kardiovaskuläre System, Herz und Kreislauf stärkst. Durch Sport schüttet dein Körper zudem Glückshormone aus, die sich wiederum auch positiv auf dein Immunsystem auswirken. Dabei geht es nicht darum, Hochleistungssport zu betreiben. Schon ein Spaziergang oder z.B. Trampolinspringen (!) hilft. Am besten ist Bewegung natürlich an der frischen Luft – mit viel Sauerstoff und wenig Schadstoffen in der Luft (z.B. im Wald).

    3. Tipp: Ausreichend guter Schlaf
    Während du schläfst, kann sich dein Körper um die Reparaturarbeiten körperlicher und seelischer Art kümmern. Hier kommt es allerdings nicht nur auf die Quantität an, sondern auch die Qualität. Schläfst du gut und jede Nacht durch? Liegst du Bequem oder tut dir morgens alles weh? Denkst du, dass du an deiner Schlafqualität noch etwas verbessern könntest? Finde von Zeit zu Zeit heraus, was dir gut tut, wie du dich wohlfühlst, was du ändern musst. Das ist wichtig, denn wir schlafen immerhin den Großteil unseres Lebens. Vielleicht wirst du auch feststellen, dass dein Körper weniger Schlaf braucht, je mehr du auf ihn achtest und ihm das gibst, was er wirklich braucht.

    4. Tipp: Stress vermeiden: Tun, was dir Freude macht
    Stress ist äußerst schädlich für die Gesundheit. Aber Stress ist nicht gleich Stress. Es gibt positiven Stress, für du selber verantwortlich bist, der dich zwar körperlich fördert, bei dem aber eher positive Energie frei wird. Und es gibt negativen Stress, der meistens von außen kommt, wie beruflicher & gesellschaftlicher Druck, Mobbing, etc. Ich glaube hauptsächlich negativer Stress wirkt sich auch negativ auf die Gesundheit aus. Solltest du negativen Stress haben, dann befreie dich davon, überdenke deine Ansichten, die dir Stress machen, stelle dir vor, was dir schlimmstenfalls passieren kann – meist reden wir uns viel zu Negatives ein. Mit negativem Stress tust du dir nichts Gutes, d.h. aber auch, dass du nicht das Leben lebst, wie du es dir wünschst. Denke immer an DICH! Lass dir Zeit. Du bist gut so wie du bist, das Leben ist zu kurz für unnötigen Stress, es gibt für jeden eine passende Aufgabe/Tätigkeit, die Spaß macht und das Leben bereichert. Du lebst nur einmal und solltest vor allem niemals das Leben der anderen oder ein Leben für andere leben.

    5. Tipp: Sonne tanken!
    Alle Lebewesen würden ohne Sonne nicht leben. Wir sind abhängig davon, ohne sie würden wir nicht existieren und sie hat mehr Einfluss auf unsere Gesundheit, als die Meisten denken. Leider verwehren sich viele Menschen unbewusst der Sonne. Die Schreckensmeldungen der Medien über Hautkrebs, Augenkrankheiten, Sonnenbrand, Kreislaufbeschwerden, etc. bei zu viel Sonne verbreiten zu viel Angst – kaum einer geht mehr ohne Sonnenbrille und Sonnencreme aus dem Haus, manchen haben regelrecht Panik vor der Sonne… Verlasse dich auch hier auf den gesunden Menschenverstand. Menschen haben Jahrmillionen ohne diese beiden Utensilien überlebt – und waren gesünder! Sonne ist sehr wichtig für uns und unsere Gesundheit. Sie gibt uns Energie, wir bilden wichtiges Vitamin D (das Schlüsselhormon für das Immunsystem), Glückshormone, uvm. – unabdingbar für unsere Gesundheit. Wir sind Sonnenkinder – die Ausbreitung der Menschheit erfolgte vom tropischen Regenwald aus, da wo auch heute noch unsere nahen Verwandten, die Affen, leben ;-). Leider kommen wir in den nördlichen Breitengraden zu wenig in den Genuss, wirklich Sonne tanken zu können – im Winterhalbjahr ist die UVB-Strahlung hier zu gering um das wichtige Vitamin D bilden zu können. Deshalb müssen wir die Sommermonate von März bis Oktober richtig ausnutzen um Sonne zu tanken (mindestens eine halbe Stunde während der Mittagszeit) oder halt in die Nähe des Äquators reisen. Wenn möglich jedoch ohne Sonnencreme, damit die Sonnenstrahlung die richtige Wirkung hat. 😉

    6. Tipp: Entspannung & Meditation
    Unter Stress oder ständiger Anspannung stehen belastet dein Immunsystem sehr. Deshalb ist es wichtig, dass du immer für genügend Entspannung in deinem Leben sorgst. Das funktioniert ganz gut mit Sport als Stressabbau und zusätzlich noch durch z.B. Tiefenentspannungstechniken (Anleitungen bzw. geführte Tiefenentspannung findest du im Internet und z.B. bei Yoga Vidya). Ganz gut ist auch autogenes Training (z.B. als Kurs in deiner Stadt). Oder finde einfach heraus, was dich ablenkt und entspannt, das können oft ganz simple Sachen sein, wie spazieren gehen, ein heißes Bad nehmen, es sich daheim gemütlich machen, etc. Versuche loszulassen – auf deine Art.

    Insbesondere Meditation kann dir helfen. Diese geht oftmals sogar noch tiefer und wirkt nachhaltiger, als die reine Entspannung. Dass Meditation die Selbstheilungskräfte aktiviert, ist bewiesen. Durch Meditation nimmst du deinen Körper intensiver wahr, gehst nach innen, lernst auf deinen Körper zu hören und ihn zu beeinflussen. Viele Meditierende berichten außerdem von einer Art Glücksgefühl, das den ganzen Tag anhält.

    7. Tipp: positiv Denken
    Die Macht der Gedanken ist entscheidend für die Selbstheilung. Krebs-Patienten, die sich aufgeben, verlieren meist den Kampf gegen den Krebs. Positive und aufbauende Gedanken, stärken das Immunsystem, können den Körper zu Höchstleistungen anspornen. Die Überzeugung gesund zu werden, ist die wichtigste Voraussetzung, unsere Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Wenn du erst einmal spürst, was möglich ist, zu was dein Körper fähig ist, was du selbst für dich gutes tun kannst, welche guten Hilfsmittel die Natur dir bereitlegt, bekommst du Vertrauen in deinen Körper und wirst stetig zuversichtlicher. Das tut gut und befreit einen ein Stück weit auch.

    Du siehst, es gibt einige Möglichkeiten, wie du deine Selbstheilungskräfte aktivieren und dauerhaft gesund bleiben kannst. Wichtig ist jedoch, ohne Scheuklappen durch’s Leben zu gehen, sich zu interessieren und informieren, festgefahrene Gedankenstrukturen zu hinterfragen, herauszufinden, was DIR persönlich gut tut und welche Wahrheit DEINE Wahrheit ist.

    Nimm deine Gesundheit selbst in die Hand! Übernimm Verantwortung für dich selbst und habe Vertrauen! Überlasse sie nicht bedingungslos anderen. Keiner kennt deinen Körper so gut, wie du selbst!

    Was tust du für deine Gesundheit? Spürst du Veränderungen durch dein Handeln?

    Diese Artikel könnten dich auch interessieren (in Bearbeitung):

    Lebe wohl! 12 gute Gründe, warum du dich von Zucker verabschieden solltest

    Back to the roots! Wie uns der Bezug zur Natur gesundheitlich helfen kann

    Schlechte Tage gibt es nicht! 14 Taten für mehr Wohlbefinden, wenn’s dir mal nicht so gut geht

    1 Jahr ohne glutenhaltige Getreideprodukte – mein persönliches Fazit

    Du willst gesünder, schöner und glücklicher sein? Versuch’s mal mit Ketose!

    Meine Erfahrung zeigt: Wohlbefinden beginnt im Darm!

    Gesundes und Gutes in Maßen genießen – in der Ernährung ist weniger oft mehr

    Intermittierendes Fasten – wie du gesundheitlich von täglichen Essenspausen profitieren kannst

    Neue alte Wege gehen – 12 Dinge, die gesunde Menschen anders machen

    via7 Tipps um die Selbstheilungskräfte dauerhaft zu verbessern › Greena Living.

  • Gesünder Süßen: Positive Effekte von Xylit

    Gesünder Süßen: Positive Effekte von Xylit


    Stell dir mal vor, du könntest Süßigkeiten naschen und deiner Gesundheit bzw. deinen Zähnen sogar etwas Gutes tun. Naschen für die Gesundheit – das wär’s, oder? Xylit ist der Geheimtipp. Diese Zuckerart schützt vor Karies und hat noch einige andere Vorteile für die Gesundheit. Warum das so ist, möchte ich dir heute berichten.

    image

    Was ist Xylit?

    Xylit ist ein Zuckeraustauschstoff und wird oft auch Birkenzucker oder Xylitol genannt. Es handelt sich um eine natürliche Zuckerart.

    Xylit wird aus Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in Finnland (hauptsächlich Birken, deshalb “Birkenzucker”) oder aus natürlich gezüchtetem Mais (meistens aus China) gewonnen. Außerdem ist es in Früchten zu finden und wird sogar – in geringen Mengen – vom menschlichen Körper gebildet.

    Es ist vegan und unterscheidet sich optisch nicht von Zucker. Es schmeckt so ziemlich wie herkömmlicher Zucker, nur nicht so „flach“ wie Süßstoff oder Stevia. Es ist nur wenig teurer als Haushaltszucker und – in Anbetracht der vielen Vorteile – definitiv die bessere Wahl (natürlich solltest du es nur in Maßen konsumieren). Welche Gründe für Xylit sprechen, erfährst du im Folgenden.

    Xylit gegen Karies

    Xylit hat, im Gegensatz zum klassischen Haushaltszucker den Vorteil, dass es kein Karies verursacht und Kariesbildung sogar verhindern kann. Deshalb handelt es sich hierbei um eine wunderbare Karies-Prophylaxe.

    Das funktioniert so: Xylit bietet, im Gegensatz zu Zucker, keinen Nährboden für kariesverursachende Bakterien (und Pilze). Denn normalerweise verstoffwechseln diese Bakterien Zucker und andere Kohlenhydrate zu zahnschädlicher Milchsäure. Bei Xylit funktioniert dies nicht – die Bakterien werden an ihrer Arbeit gehindert und es wird ihnen die Lebensgrundlage entzogen. Xylit tötet also keine Bakterien und ist kein Antibiotikum, es verhindert nur deren schädliches Werk.

    Xylit fördert, löst man es im Mund auf, die Speichelbildung. Unser Speichel enthält Calciumphosphat. Da die Zähne Mineralien aufnehmen können, wird durch die Aufnahme der Mineralien Zahnschmelz gebildet und bestehender Zahnschmelz gehärtet. Das ist auch ein Grund, warum du viel rohes Obst und Gemüse essen solltest. Unsere Zähne haben die Fähigkeit, Mineralien aus unserer Nahrung aufzunehmen. Zudem werden durch die speichelbedingte Remineralisierung die Zahnoberflächen geglättet und Bakterien und Proteine haben es schwerer, sich an die Zahnoberflächen zu heften.

    Säuren, die durch die Nahrungsaufnahme entstehen, werden durch den erhöhten Speichelfluss verdünnt. Das erhöht den pH-Wert, denn die kariesverursachenden Bakterien (Streptococcus mutans) lieben einen sauren pH-Wert. Nur so können sie sich an unsere Zähne heften. Dadurch entsteht Plaque. Beugst du der Plaquebildung vor, so kann sich auch kein Karies bilden.

    Xylit gegen Mundgeruch
    Da Xylit keinen Nährboden für Bakterien bietet, hilft es natürlich auch gegen Mundgeruch. Hier sind jedoch meist auch andere Ursachen schuld (Ernährung, Übersäuerung,…) – nicht nur die Mundpflege. Effektiver und natürlicher als die Anwendung geruchsüberdeckender aggressiver Mundspülungen ist Xylit aber allemal. Ein Versuch ist es Wert, oder? 🙂

    Xylit gegen Parodontose/Parodontitis
    Wenn sich Bakterien an Zahnhälsen ansammeln und Plaque bilden, kann Parodontitis entstehen. Dabei sondern die Bakterien Stoffe ab, die zu Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) führen. Im fortgeschrittenen Stadium führt Parodontitis zu Zahnverlust, zum Abbau von Zahnfleisch und Knochen.

    Sowohl Gingivitis als auch Parodontitis können durch die regelmäßige Anwendung von Xylit – bedingt durch die oben genannten Gründe – positiv beeinflusst werden.

    Auch die Bildung von Zahnstein kann deutlich reduziert werden, da auf Dauer gesehen weniger Plaque an den Zähnen haften bleibt.

    Xylit bei Diabetes
    Doch nicht nur den Zähnen hilft der Einsatz von Xylit, wenn wir es statt Zucker als Süßungsmittel einsetzen. Xylit wird im menschlichen Körper so gut wie insulinunabhängig abgebaut – Insulin wird nur ganz schwach ausgeschüttet. Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr xylithaltiger Nahrungsmittel nur sehr langsam ansteigt. Das ist insbesondere für Diabetiker interessant, denn Xylit z.B. hat einen glykämischen Index von 10, Zucker von 65, Traubenzucker von 100 und Bier von 110!

    Wie gut also, dass du Xylit ohne Probleme zum Süßen, Kochen oder Backen verwenden kannst.

    Xylit gegen Übergewicht
    Doch auch wenn man kein Diabetiker ist, birgt Xylit viele Vorteile. Die Bauchspeicheldrüse wird weniger belastet. Außerdem kann man dem Risiko, an Diabetes zu erkranken, entgegen wirken. Auch den typischen Heißhungerattacken nach dem Abfall des Blutzuckers kann man durch die Verwendung von Xylit entgehen. So ist die Gefahr, übergewichtig zu werden, geringer.

    Wer auf eine bewusste Ernährung achtet, profitiert auch kalorientechnisch von Xylit. Es enthält bis zu 40 % weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker.

    Xylit gegen Pilze im Körper
    Auch Pilze können Xylit nicht verstoffwechseln, es ist kein “Nährboden”, ihnen wird die Lebensgrundlage entzogen. Daher ist es auch bei Pilzerkrankungen wie z.B. Candida Albicans, etc. förderlich.

    Hierfür macht es Sinn, wenn du herkömmliche Süßigkeiten durch Süßigkeiten mit Xylit ersetzt (oder diese in dem Fall am besten ganz weglässt ;-)).

    Anwendung/Einnahme
    Nimm nach jeder Mahlzeit oder am Abend, bevor du in’s Bett gehst, einen halben Teelöffel Xylit in den Mund und lasse diesen auflösen. Bitte nicht zerbeißen, da die Zuckerkristalle ziemlich scharfkantig sind und dann wie ein Schmirgelpapier an den Zähnen wirken. Dann eine gewisse Zeit den Mund damit spülen und evtl. gurgeln. Xylit gibt es in verschiedenen Körnungen – als Puder ist er natürlich am löslichsten.

    Nach der Anwendung solltest du deinen Mund nicht mit Wasser ausspülen und auch etwa eine halbe Stunde nichts trinken, damit das Xylit ausreichend wirken kann.

    Zur Zahnpflege nach dem Essen kann du Xylit in Form von Kaugummis oder Bonbons aufnehmen (bitte ohne Süßstoffe wie Aspartam oder Acesulfam K).

    Xylit kann auch zum Kochen und Backen verwendet werden. Hierbei kann Haushaltszucker 1:1 durch Xylit ersetzt werden. Die Süßkraft von Xylit ist allerdings nicht so hoch, wie bei normalem Zucker. Oder du süßt fortan deinen Tee oder Kaffee mit Xylit und tust somit noch etwas Gutes für deine Zähne.

    Zahncreme mit Xylit ist nicht so sehr zu empfehlen wie Xylit pur, denn darin ist nur sehr wenig davon enthalten und die Wirkung ist deshalb nicht so gut. Besser als andere Zahncremes ist es aber aufjedenfall, das haben auch Studien bewiesen.

    Die Einnahme von Xylit ist für Kinder und Erwachsene unbedenklich. Zu Beginn sollten jedoch nicht mehr als 3 bis 4 Teelöffel Xylit pro Tag konsumiert werden, da es sonst abführend wirken kann. Die Menge kann dann, bei Bedarf, langsam gesteigert werden, bis sich der Körper nach und nach an größere Mengen gewöhnt hat und die benötigten Enzyme produziert. Es sollten jedoch nicht mehr als 100 g Xylit pro Tag eingenommen werden (für Kinder höchstens 50 g pro Tag). Für Säuglinge und Kinder ist Xylit weniger geeignet, da sie Xylit noch nicht optimal verstoffwechseln und es noch nicht genug Daten über die Langzeitwirkung gibt.

    Menschen mit Fructose-Intoleranz sollten Xylit anfangs nur in sehr geringen Mengen konsumieren, da es sonst zu gleichen Symptomen wie bei FI kommen kann.

    Achtung: Für manche Tiere ist Xylit gefährlich, da ihnen ein wichtiges Enzym fehlt, mit dem es in der Leber abgebaut werden kann.

    Ergiebigkeit
    Xylit ist sehr ergiebig. Es ist nur wenig teurer als Zucker, die Ergiebigkeit und die Vielfalt der Einsatzfelder relativieren den Preis jedoch.

    Wo bekommst du Xylit?
    Xylit bekommst du z.B. bei Xucker (gute Qualität, u.a. in praktischen Dosen erhältlich) oder hier. Hier erhältst du auch Süßigkeiten mit Xylit und viele Rezepte.

    Weitere gute Infos findest du auch bei Zentrum der Gesundheit.

    Was du sonst noch wissen solltest
    So positiv die Sache mit Xylit auch klingt: bitte beachte, dass ein Nahrungsmittel nicht zwangsläufig gesund wird, nur weil es Xylit statt Zucker enthält. Allgemein ist es immer noch besser, komplett auf Zucker zu verzichten, es sei denn natürlich, du verwendest es zur Zahnpflege.

    Xylit wird sehr aufwendig hergestellt und ist somit ein stark verarbeitetes Produkt. Natürlich und ressourcenschonend ist das nicht. Aber dies ist auch nicht bei Zucker oder anderen Süßmitteln der Fall, es sei denn es handelt sich um Honig oder Ahornsirup.

    Zudem ist Xylit noch nicht in Bio-Qualität verfügbar. Folglich wird es auch nur gering in Bio-Lebensmitteln eingesetzt. 🙂

    Xylit ist umweltfreundlich, wenn es aus Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Europa stammt. Das Holz kann zu 100% verwertet werden. Um den weltweiten Bedarf jedoch zu decken, muss Xylit auch aus Mais gewonnen werden, was Monokulturen fördert.

    Es gibt einige Studien, die die positiven Auswirkungen auf die Zähne bestätigen, auch wenn insgesamt wenig über Xylit geforscht wird. Studien sind allgemein sehr teuer und Xylit kann als natürliche Substanz nicht patentiert und kommerziell gewinnbringend genutzt werden. Deshalb wurde die Forschung seitens der Pharmaindustrie eingestellt. Das führt auch dazu, dass man für Xylit nie Werbung sehen wird und man (sicher nicht sehr viele) detaillierte Infos darüber nur im Internet oder in Fachliteratur findet – es wird mehr oder weniger ein “Geheimtipp” bleiben. Gut, dass wir davon wissen, oder? 🙂

    Nun hoffe ich, dass ich dein Interesse für Xylit wecken konnte.

    Verwendest du schon Xylit? Wenn ja, welche Erfahrungen hast du gemacht?

    Folgende Artikel könnten dich auch interessieren (in Bearbeitung):

    Lebe wohl! 12 gute Gründe, warum du dich von Zucker verabschieden solltest

    viaGesünder Süßen: Positive Effekte von Xylit › Greena Living.

  • Greenas, Müsli-Mix (Rohkost, Paleo, LCHF, glutenfrei, laktosefrei)

    Greenas, Müsli-Mix (Rohkost, Paleo, LCHF, glutenfrei, laktosefrei)


    Müsli

    Ab und zu habe ich einfach Lust auf Müsli. So wie früher, als ich noch “Körnerfresser” war. Da war Müsli eines meiner Leibspeisen. Ich war sozusagen Müslisüchtig.

    Duch das intermittierende Fasten lasse ich das Frühstück meist weg und daher gibt es bei mir nicht mehr so oft Müsli.

    Doch welche Möglichkeiten hat man, um ein Müsli Paleo-tauglich zuzubereiten? Geht es womöglich sogar in Rohkost-Qualität – “Paleroh” sozusagen?

    Glutenfreie Müslis sind inzwischen schon recht gut erhältlich, wenn auch natürlich lange nicht so in der Vielfalt wie klassische Müslis. Allerdings befinden sich darin oft Cornflakes (Mais) und Flocken oder Crisps aus Pseudogetreide. Dinge, die man aufgrund der enthaltenen Antinährstoffe und Fraßhemmstoffe besser auch weglassen sollte.

    Prinzipiell steht an erster Stelle: die besten Zutaten sind immer die, die ich meinem Müsli auch in Rohkost-Qualität beigeben kann. Was Rohkost-Qualität hat, enthält noch alle Enzyme, ist naturbelassen, nährstoffreich, meist bio, ohne Zuckerzusatz und – vor allem – nicht so stark verarbeitet (wie es z.B. bei Crisps, Pops, Flakes, Gepufftem, etc. der Fall ist).

    Es gibt richtig viele tolle Dinge, mit denen du ein leckeres, nährstoffreiches und gesundes Müsli zaubern kannst – ohne Getreide- und Milchprodukte.

    Ich habe dir alle tollen Müsli-Zutaten zusammen getragen, die ich auch verwende bzw. verwenden würde und darauf geachtet, dass sie folgende Bedingungen erfüllen

    Paleo

    Low Carb, LCHF (Low Carb High Fat)

    Rohkost-Qualität (zumindest prinzipiell möglich)

    laktosefrei

    glutenfrei

    Produkte aus Wildwuchs, Bio- / demeter-Landwirtschaft oder Weidehaltung sind immer zu bevorzugen.

    Milch-Ersatz
    Milch lässt sich inzwischen wunderbar ersetzen – es gibt richtig leckere Alternativen:

    Eiermilch (hier findest du mein Eiermilch-Rezept)
    Kokosmilch: ohne Zusätze außer Wasser (mit einem hohen Kokosnussanteil z.B. von Dr. Goerg) oder im Mixer mit getrockneter oder frischer Kokosnuss selbst gemacht (getrocknete Kokosnuss in Rohkost-Qualität z.B. von Flores Farm).
    Mandelmilch: am besten im Mixer selbst gemacht aus Mandeln und Wasser. Weitere Möglichkeit: Mandelmus (in Rohkost-Qualität z.B. von Soyana) im Shaker mit Wasser mischen. Inzwischen gibt es aber auch eine leckere ungesüßte Mandel Drink-Variante.
    Macadamiamilch: am besten im Mixer selbst gemacht (Macadamias in Rohkost-Qualität z.B. von Flores Farm). Provamel hat jetzt einen leckeren Macadamia-Drink im Sortiment, allerdings mit Agavensirup gesüßt. Geschmacklich bisher – von allen Milchersatzprodukten aus dem Supermarkt – mein Favorit.

    Nicht zu empfehlen:

    Getreide-Drinks (Dinkel, Hafer, …); Reis-Drinks gelegentlich ok (Stichwort “Safe Starches”).
    Soja-Drinks (Hülsenfrucht)
    Stark gesüßte Drinks: prinzipiell sind ungesüßte Varianten natürlich immer besser, da man selbst süßen kann.

    Früchte
    Kernobst / Steinobst / Südfrüchte: alles, was dein Herz (und Darm) begehrt und (roh) verzehrtauglich ist!
    Beerenobst: sind vorzuziehen, da wenig Kohlenhydrate. Sie lassen den Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigen wie z.B. Bananen.
    Trockenfrüchte: allseits beliebt sind Feigen, Datteln, Pflaumen, Rosinen, Sultaninen, etc. Trockenfrüchte sollten jedoch sparsam verwendet werden, da die Zuckerkonzentration sehr hoch ist.
    Süßkartoffeln (roh): klein gewürfelt oder geraspelt – schmeckt und passt wunderbar!

    Alle Früchte sollten am besten Bio- oder demeter-Qualität haben oder aus Wildwuchs sein.

    Zur Not gehen auch gefrorene, gefriergetrocknete oder auch als Rohkost-Frucht-Pulver verarbeitete Früchte – sofern verfügbar.

    Nicht zu empfehlen:

    zu viele, süße (Trocken-)Früchte
    unreifes Obst
    konventionell angebautes Obst (nicht nachhaltig, mineralisch gedüngt, evtl. gespritzt, weniger nährstoffreich,…)

    Nüsse, Samen, Kerne, Getreide
    Kokosraspel / Kokoschips: viele Ballaststoffe und gesunde gesättigte Fette. (In Rohkost-Qualität z.B. von Dr. Goerg)
    Macadamia-Nüsse: geeignet, da wenig Phytinsäure & hoher Gehalt einfach ungesättigter Fettsäuren. (In Rohkost-Qualität z.B. von Flores Farm)
    Kakaonibs: viele Antioxidantien und andere Nährstoffe, Magnesium, glücklich machendes Tryptophan. (In Rohkost-Qualität z.B. von Govinda)
    Edelkastanien-Pulver: leichte natürliche Süße, stark basisch, leicht verdaulich, viele tolle Nährstoffe. (In Rohkost-Qualität z.B. von Naturgaben)
    Erdmandeln: dezente natürliche Süße, viele verdauungsfördernde Ballaststoffe. Zu verwenden: ganz (z.B. von Govinda, am besten über Nacht in Wasser eingeweicht), als Erdmandel-Blättchen (in Rohkost-Qualität von Govinda) oder -Mehl (z.B. von Werz)

    In moderaten Mengen bzw. nur begrenzt Paleo-geeignet:

    Mandeln: gemahlen, gehackt oder als Stifte
    Cashewkerne: gehackt oder als Mus (Cashews in Rohkost-Qualität z.B. von Flores Farm)
    Chia-Samen: kleine Nährstoffbomben (z.B. von Davert)
    Hanfsamen: hohe Nährstoffdichte, Proteine, Omega-3-Fettsäuren. (Z.B. von hanf&natur)
    Flohsamenschalen: verdauungsanregend, quellend und verdickend (z.B. von Golden Peanut)
    Reisflakes: wenn du es mit Kohlenhydraten nicht so genau nimmst und was knuspriges in deinem Müsli möchtest (z.B. von Bauckhof). Keine Rohkost-Qualität.

    Nicht zu empfehlen:

    (Glutenhaltiges) Getreide (alle Körner wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, … & Mais)
    Pseudogetreide (Buchweizen, Amarant, Quinoa,…)
    Hülsenfrüchte (Soja, Erdnüsse,…)
    Leinsamen (Phytoöstrogene)
    Zu viele Nüsse (viele ungesättigte Fettsäuren & Phytinsäure)

    Nährstoffreiches / Superfoods
    Mit Superfoods kann man sein Müsli noch ordentlich aufpimpen (oft reichen hier 1-2 TL) und geschmacklich verbessern:

    Gerstengraspulver: außergewöhnliche Nähr- und Vitalstoffdichte, viel Chlorophyll, stark basisch (z.B. von Lebepur).
    Weizengraspulver: ebenfalls sehr hoher Nähr-, Chlorophyll- und Vitalstoffgehalt, stark basisch (z.B. von Lebepur).
    Aroniapulver: viele Antioxidantien, Mineralstoffe, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe (z.B. von Taste Nature).
    Acerolapulver: Vitamin-C-Bombe! (Z.B. von Dr. Groß)
    Johannisbeerpulver: Vitamin C und viele andere Nährstoffe (z.B. von Spice for Life).
    Acaipulver: viele Antioxidantien und andere Nährstoffe (z.B. von Açaí).
    Kakaopulver: höchste Konzentration von Antioxidantien, Tryptophan & viele Nährstoffe (in Rohkost-Qualität z.B. von Regenbogenkreis).
    Matcha: viele Antioxidantien & Chlorophyll, belebt und aktiviert durch das enthaltene Teein (Koffein) (z.B. von Regenbogenkreis).
    Algenpulver: Spirulina oder Chlorella – nährstoffreiche, jod-, chlorophyllhaltige Superfoods mit entgiftender Wirkung.
    Edelkastanien-/Maronimehl: weitere Infos und Bezugsquelle hier.
    Blütenpollen: enthalten fast alle für den Menschen erforderlichen Nährstoffe. (Z.B. von Allos)
    Eigelb: sehr nährstoffreich, gesunde Fette.
    Kokosöl: gesättigte Fette, mehr Infos hier (z.B. von Bio Planète).
    Butter: für die tägliche Portion guter gesättigter Fette. (Mein Favorit: Rohmilchbutter)

    Gewürze
    Vanille
    Zimt
    Kurkuma: gut für die Verdauung & viele andere Vorzüge.
    Himalayasalz: eine Prise naturbelassenes, unverarbeitetes Salz (z.B. von Erntesegen) macht jedes süße Gericht interessanter.
    Weihnachtsgewürzmischung / “Kaffeegewürz”: für alle, die Chai-Gewürze mögen (z. B. von Sonnentor).

    Süße
    Allgemein sollten Süßungsmittel nur verwendet werden, wenn man durch die Obst-Beigabe noch nicht die Süße erreicht, die man haben will.

    Honig: am besten in Rohkost-(!) und Bio-Qualität, wegen der wichtigen Enzyme, die ab 40° zerstört werden. Enthält zudem Mineralstoffe, Aminosäuren, Vitamine.
    Ahornsirup (nicht roh erhältlich)
    (Trocken-) Früchte: klein geschnitten oder als Pulver.
    Frisch gespresste Säfte

    Nicht zu empfehlen:

    Süßstoff
    Haushaltszucker / Weißzucker / Rohrzucker
    andere stark verarbeitete Süßungsmittel: sie enthalten zudem kaum bzw. keine Nährstoffe.

    Ich hoffe, ich konnte dich für dein nächstes Müsli etwas inspirieren. Die Zutaten habe ich gewissenhaft ausgewählt und irgendwann schon selbst verwendet.

    Es ist allerdings so, dass jeder, der sich mit Ernährung beschäftigt, eigene Vorstellungen hat, was gut ist und was nicht, was in’s Schema passt und was nicht. Ich bin mir darüber bewusst, dass ich es nicht jedem recht machen kann. Wichtig ist einfach, dass du dich mit den Lebensmitteln beschäftigst, dich informierst und du isst, was dir gut tut…

    …und das mit gaaanz viel Genuss!

    Viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂

    Was sind deine Lieblings-Müsli-Zutaten? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen und Tipps!

    Diese Artikel könnten dich auch interessieren (gerade in Arbeit):

    Greenas Eiermilch (Rohkost / Paleo / Low Carb / LCHF / Laktose- / Milcheiweißfrei)

    Greenas Ketose-Shake mit Beeren (Rohkost / Paleo / Glutenfrei / Low Carb High Fat)

    1 Jahr ohne glutenhaltige Getreideprodukte – mein persönliches Fazit

    viaGreenas Müsli-Mix (Rohkost, Paleo, LCHF, glutenfrei, laktosefrei) › Greena Living.

  • Wie sich Ernährung auf Gebiss und Gesichtsform auswirkt

    Wie sich Ernährung auf Gebiss und Gesichtsform auswirkt


    Zahnprobleme

    Zahnprobleme nehmen seit Beginn des Industriezeitalters stetig zu.

    Dazu gehört vorwiegend Karies und (der dadurch bedingte) Zahnverlust, sowie Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Parodontose und Wurzelentzündungen oder -beschädigungen (einhergehend mit einem allgemeinen Ansteigen körperlicher entzündlicher Prozesse).

    Aber auch die Zahnstellung verändert sich.

    Kiefermissbildungen und ungleichmäßige Kieferbögen (und Gesichtsformen) treten immer häufiger auf. Fast jeder hat schon – aufgrund von „Platzmangel“ im Gebiss – einen Zahn gezogen bekommen und bei wenigen sind noch alle Weisheitszähne vorhanden.

    Normal und von der Natur gewollt ist das nicht. Wildtiere und Urvölker, die sich naturnah ernähren, haben diese Beschwerden nahezu gar nicht.

    Wie so oft gilt auch hier: die falsche Ernährung ist Schuld – nicht zwangsläufig unsere Gene oder die Zahnpflege.

    We are all designed to be beautiful! (Christine Cronau)

    Der Kauapparat – Werkzeug und Kommunikationsmittel

    Der Kauapparat des Menschen besteht – neben den Zähnen – aus dem Ober- und Unterkiefer und dazugehörigem Kiefergelenk, dem Gaumen samt der Zunge, der Speicheldrüse sowie der Kaumuskulatur.

    Leider wird diesem komplexen Konstrukt im Alltag des modernen Menschen immer weniger Aufmerksamkeit zuteil. Um gesundheitliche Probleme bereits im Vorfeld abwenden zu können, ist es wichtig zu wissen, wie sich die tägliche Ernährung auf den Kauapparat auswirkt.

    Der Kauapparat aus Evolutionssicht

    Das menschliche Gebiss ist das Ergebnis eines langen evolutionären Prozesses, der sich anhand der unterschiedlichen Zahntypen, die sich bis heute identifizieren lassen, erkennen lässt.

    Im Laufe der Entwicklung zum Allesfresser passten sich die Zähne des Menschen der zur Verfügung stehenden Nahrung an, sodass sich heute neben den großen und kleinen Mahlzähnen (Molaren), auch Schneidezähne und Eckzähne im Gebiss finden. Während die Schneidezähne für das Abtrennen von Nahrungsstücken verantwortlich sind, die mithilfe der Molaren sowie der kräftigen Kaumuskulatur zerkleinert werden, stellen die Eckzähne evolutionstechnische Rudimente dar, denn genau genommen handelt es sich um die Überbleibsel von Reißzähnen. Diese erfüllen heute nicht mehr ihren ursprünglichen Zweck, sondern fungieren ebenfalls als Schneidezähne.

    Der Kauapparat dient hauptsächlich dem Zerkleinern von Nahrung aller Art, sodass die darin enthaltenen Nährstoffe im Magen-Darm-Trakt leichter extrahiert werden können, weshalb die Gesunderhaltung unbedingt erforderlich ist.

    Auch hinsichtlich Aussprache bestimmter Laute haben die Zähne bzw. ein vollständiges Gebiss einen hohen Stellenwert. Es ist Kommunikationsmittel. Außerdem sind intakte Zähne ein gesellschaftlicher Indikator für Gesundheit und spielen in Sachen Schönheit eine große Rolle.

    Forschung in Zahngesundheit und Ernährung
    Anfang der 1930er begann der Zahnarzt Weston A. Price aus Cleveland eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen.

    Er reiste zu isolierten Völkern, um die Gesundheit dieser von der westlichen Zivilisation unberührten Kulturen zu studieren und wollte herausfinden, welche Faktoren für die Gesundheit der Zähne verantwortlich sind.

    Dazu besuchte er einsame Dörfer in der Schweiz, Inselbewohner in Schottland, Völker in Nord- und Südamerika, Südseeinsulaner, Eskimos, kanadische Indianer, afrikanische Stämme, Aboriginies und Maori.

    Alle genannten „Gruppen“, die er besuchte, hatten schöne, gerade und gesunde Zähne.

    Außerdem fand er heraus, dass sie auch sonst körperlich und psychisch gesund waren, zufrieden und glücklich wirkten und eine positive Einstellung zum Leben hatten.

    Letztendlich kam er zu dem Ergebnis, dass Zahnfäule und verformte Zahnbögen (der Grund für schiefe Zähne) aber auch Merkmale wie zusammengedrängte Augen, Unter- und Überbiss, abstehende Ohren, stark herausstehende Backen und zu schmale Gesichter das Ergebnis von Nährstoffmangel sind.

    Er fand heraus, dass die Gruppen im Vergleich zur amerikanischen Ernährungsweise damals etwa viermal mehr wasserlösliche Vitamine, Kalzium und andere Mineralien, und mindestens zehnmal mehr fettlösliche Vitamine aufnahmen. Die fettlöslichen Vitamine kamen aus tierischen Produkten, wie Butter, (Fisch-)Eiern, Schalentieren, Organen und tierischen Fetten – alles cholesterinreiche Lebensmittel, die als ungesund gelten.

    Dr. Price entdeckte, dass die fettlöslichen Vitamine A und D (Sonne!) elementar wichtig für die Mineralabsorption und Proteinverwertung sind. Außerdem fand er das fettlösliche Vitamin K2, das in Fisch, Schalentieren, Organen und Weidebutter vorkommt. Alle traditionell lebenden Gruppen hatten eine Vitamin K2-Quelle in ihrer Nahrung.

    Er fand heraus, dass die Gruppen wussten, wie wichtig die richtige Nährstoffversorgung vor (und während) der Schwangerschaft für beide Elternteile war. So hatten tierische Produkte (viele Mineralien, Fett und fettlösliche Vitamine) in dieser Phase einen besonders hohen Stellenwert.

    Dr. Price schrieb ein Buch über seine Forschungen, das bemerkenswerte Photographien von attraktiven, gesunden, “primitiven” Menschen zeigt und den physikalischen Verfall aufzeigt, den Kulturen erleben, die ihre traditionelle Ernährung zu Gunsten von modernen Fertigprodukten aufgaben.

    So zeigt er z.B. den Unterschied in der Gesichtsstruktur zwischen sich traditionell ernährenden Menschen (breite, attraktive Gesichter mit genügend Platz für die Kieferbögen, schöne Zähne und Zahnstellung, …) und solchen, deren Eltern eine “zivilisierte” Ernährungsweise von denaturierten und verarbeiteten Nahrungsmitteln übernommen haben (schmale Gesichter, zusammengedrängte, schiefe Zähne, schlechte Abwehrkräfte, …).

    Wie die Ernährung den Kauapparat beeinflusst
    Um die Funktionalität des Kauapparats langfristig aufrechtzuerhalten, ist es wichtig, dass

    all seine Bestandteile in ausreichendem Maße belastet, jedoch nicht überlastet werden. Damit die Kaumuskulatur ihrer Zweckbestimmung entsprechend gefordert wird, ist es unabdingbar rohe Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Im Umkehrschluss verursacht stark verarbeitete und möglicherweise ausschließlich gekochte Nahrung, dass sich die Kaumuskulatur partiell zurückbildet (fehlender Kaudruck). Dadurch kann es zur Lockerung einzelner Zähne aus dem Zahnbett kommen. Dies wiederum führt im schlimmsten Fall zu Fehlstellungen des Kiefers, die Knorpelschäden im Gelenk oder Verspannungen der Kiefermuskulatur auslösen können.
    Fehlbelastungen vermieden werden oder diesen entgegengewirkt wird. Hierzu gehören z.B. Daumenlutschen, falsche Körperhaltung, Knirschen, etc.
    auf eine ursprüngliche, natürliche und nährstoffreiche Ernährung geachtet wird, da sie entzündliche Prozesse reduziert, genügend Nähr- und Mineralstoffe (Basis für gutes Wachstum, Zahnremineralisierung und gute Abwehrkräfte) enthält, keinen Nährboden für zuckerliebende Kariesbakterien bietet und somit für ein basisches Milieu im Körper bzw. Mundraum sorgt.
    Alles hängt mit allem zusammen! 🙂

    Ernährungsempfehlungen von Weston A. Price
    Weston A. Price empfiehlt, sich an der Ernährung der isolierten Völker, die er kennen lernen durfte, zu orientieren (die der Paleo-Ernährung sehr ähnlich ist). Seine Empfehlungen lauten:

    Unverarbeitete Lebensmittel verwenden
    Obst und Gemüse frisch und roh oder leicht in Butter gedünstet, vorzugsweise biologisch oder biodynamisch erzeugt
    Fleisch und Organe von grasfressenden Tieren aus Freilandhaltung oder aus Wildfang
    Milchprodukte mit hohem Fettgehalt, vorzugsweise in Rohmilch-Qualität
    Viele tierische Fette verwenden (Rinderfett, Schmalz, Butter, …)
    Nur kaltgespresste Pflanzenöle verwenden (Kokosöl, Olivenöl, …)
    Lebertran
    Körner, Hülsenfrüchte oder Nüsse nur eingeweicht oder angekeimt essen (hemmt die „Antinährstoffe“)
    Fermentiertes: Obst, Gemüse, Getränke, Würzmittel
    (Fisch-)Eier
    Insekten
    Fleischbrühen aus Knochen
    Gefiltertes Wasser
    Unraffiniertes Salz
    Kräuter und Gewürze, am besten frisch und roh
    Natürliche Süßmittel verwenden: Honig (naturbelassen), Ahornsirup, Dattelzucker.
    Unerhitzter Wein und Bier in Maßen sind ok

    Weitere Empfehlungen
    Hauptsächlich rohe Lebensmittel
    Nur wenig Salz
    Kochen nur in Edelstahl, Gusseisen, Glas, Emaille
    Keine Mikrowellen verwenden
    Aluminium vermeiden
    Flouridfreie Zahncreme
    keine Amalgamfüllungen
    Genügend Schlaf in der Nacht
    Bewegung
    Natürliches Licht, Sonne tanken
    Postiv Denken
    Vergeben

    Diese Lebensmittel sollten vermieden werden:
    Industriell verarbeitete Pflanzenöle (z.B. Soja-, Mais-, Distel-, Rapsöl, etc.)
    Stark erhitzte Öle/Fette
    Gehärtete Fette
    Lebensmittel aus Konserven/Dosen
    Gespritzte Lebensmittel
    Genmanipulierte Lebensmittel
    Raffinierte Süßmittel (weisser Zucker, Maissirup, Fruchtzucker, …) in jeglicher Form
    Getreideprodukte
    Pasteurisierte, homogenisierte, entrahmte oder fettreduzierte Milch(produkte)
    Eiweisspulver
    Künstliche Vitamine
    Zusatzstoffe
    Farbstoffe
    Medikamente
    Hoch verarbeitete Fertigmahlzeiten
    Zu viele Nüsse und Samen (keinesfalls ranzig)
    Koffeinhaltige Getränke
    Zigaretten
    Spirituosen

    Zähne und Kiefer sind unser ganzes Leben lang vielen unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt und sicher können wir nicht alles kontrollieren oder beherrschen. Wichtig ist zu wissen, welche Auswirkungen die richtige Ernährung auch hier hat und wie wichtig es aber auch ist, dass der richtige Grundstein schon in der Schwangerschaft oder im Kindesalter gelegt wird. Mich haben die Forschungen von Weston A. Price total fasziniert – vor allem, wenn es um Kiefergröße, Zahnstellung und Gesichtsform geht. Dass eine ungesunde Ernährung Karies verursacht, wissen wir ja eigentlich alle. 🙂

    Meine persönlichen Tipps/Empfehlungen:

    Ich verwende zur Zahnpflege abwechselnd entweder Dr. Bronner Magic Soap Pfefferminze, Birkenzucker (Xylit), diese Zahncreme (mit effektiven Mikroorganismen; Favorit!), natives Kokosöl oder manchmal auch die Aleppo-Seife.

    Weiterführende Links zum Thema:

    Informationen um den Kauapparat und Schädigung
    Informationen um zahngesundheitliche Probleme (insbesondere Parodontose)
    Einfluss von Schädigung des Kauapparats auf weitere körperliche Beschwerden
    Weston A. Price Foundation

    Buchempfehlung:

    Nutrition and Physical Degeneration: A Comparison of Primitive and Modern Diets and Their Effects

    Diese Artikel könnten dich auch interessieren (gerade in Arbeit):

    Lebe wohl! 12 gute Gründe, warum du dich von Zucker verabschieden solltest

    Neue alte Wege gehen – 12 Dinge, die gesunde Menschen anders machen

    Back to the roots! Wie uns der Bezug zur Natur gesundheitlich helfen kann

    5 Gründe für Barfußschuhe – gesund Gehen und ein neues Laufgefühl erleben

    7 wichtige Maßnahmen für die Aktivierung deiner Selbstheilungskräfte

    viaWie sich Ernährung auf Gebiss und Gesichtsform auswirkt › Greena Living.