Chevy Chase (USA) – Seit fast 100 Jahren gingen Wissenschaftler davon aus, dass Menschen gerade einmal 10.000 unterschiedliche Gerüche voneinander unterscheiden können. Eine neue Studie widerspricht dieser Einschätzung nun jedoch drastisch und erklärt unsere Nase zum wahren Super-Sinnesorgan und beziffert die Anzahl der Gerüche, die wir unterscheiden können auf mindestens eine Billion.
Wie die Forscher um Leslie Vosshall vom Howard Hughes Medical Institute (HHMI) aktuell im Fachjournal „Science“ (DOI: 10.1126/science.1249168) berichten, wurde seit den 1920er Jahren sowohl in wissenschaftlicher Fachliteratur als auch in populärwissenschaftlichen Magazinen immer wieder die Anzahl von rund 10.000 Gerüchen wiederholt, die wir Menschen angeblich voneinander unterscheiden können. „Das war die allgemein akzeptierte Anzahl“, so Vosshall. „Unsere Analyse zeigt nun aber, dass die menschliche Fähigkeit, Gerüche voneinander zu unterscheiden, deutlich größer ist als man sich das bislang vorstellen konnte. (…) Wir hoffen, mit unserer Veröffentlichung das Vorurteil beseitigen zu können, dass wir Menschen keine guten Riecher wären.“
Interessanterweise, so stellen die Forscher weiter fest, scheint es für die jahrzehntelang kolportierte Angabe von 10.000 von uns Menschen unterscheidbaren Gerüchen, keinerlei stützende Datengrundlagen zu geben: „Eigentlich hätte jeder wissen müssen, dass die Zahl 10.000 falsch sein muss“, erläutert die Wissenschaftlerin. „Es macht einfach keinen Sinn, dass wir Menschen beispielsweise so viel weniger Gerüche als Farben wahrnehmen können.“ Die Forscherin führt weiter aus, dass alleine die drei bekannten Arten von Lichtrezeptoren im Auge zusammengenommen bis zu 10 Millionen Farben wahrnehmen. „Im Vergleich dazu hat eine Durchschnittsnase 400 geruchsempfindliche Rezeptoren.“
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Bislang habe einfach niemand die menschliche Geruchsfähigkeit untersucht. „Wir kennen ziemlich genau die Bandbreite der Frequenzen, die Menschen hören können. Das liegt aber nicht daran, dass sich irgendjemand mal diese Werte ausgedacht hat, sondern daran, dass man dies genau untersucht und getestet hat. Was aber unseren Geruchssinn anbetrifft, so hat sich noch nie jemand die Zeit genommen, diesen genau zu testen.“
Das Problem, vor dem die Forscher zunächst standen, war jedoch der Umstand, dass man natürlich nicht die Reaktionen von Menschen auf jeden einzelnen von 10.000 Gerüchen und mehr testen kann. Eine genaue Angabe ist also nicht wirklich möglich. Aber die Wissenschaftler waren sich sicher, eine wesentlich genauere Schätzung liefern zu können.
In ihren Tests nutzen die Forscher deshalb 128 Geruchsmoleküle, um verschiedene, komplexe Gerüche zu erzeugen und überprüften dann, ob die Probanden in der Lage waren, diese Gerüche voneinander zu unterscheiden.
Die Sammlung beinhaltete Moleküle, die alleine genommen zwar Assoziationen wie etwa zu Gras, Zitrus oder unterschiedlichen Chemikalien hervorrufen, die jedoch in zufälligen Kombinationen von 10, 20 oder 30 Molekülen, größtenteils gänzlich unbekannt sind. „Wir wollten, dass diese Gerüche nicht eindeutig erkennbar waren. Aus diesem Grund waren die meisten Gerüche auch ziemlich ekelig und sonderbar“, erläutert Vosshall. „Wir wollten, dass die Probanden sich darauf konzentrierten, einen wirklich komplexen Geruch von einem anderen komplexen Geruch zu unterscheiden.“
Aus dem Gesamtanzahl der durch die Kombination der 128 Duftmoleküle herstellbaren Gerüche und den Testergebnissen der Probanden extrapolierten die Wissenschaftler dann die geschätzte Gesamtanzahl jener Gerüche, die eine normale Person wohl voneinander unterscheiden könnte, wenn sie mit allen möglichen Geruchskombinationen konfrontiert werden würde.
„Das ist in etwa so wie eine Volkszählung“, erklärt die Forscherin. „Um die Anzahl der Menschen zu erfassen, die in den USA leben, klopft man nicht an jede Haustür und zählt einzeln nach. Man nimmt eine Stichprobe und extrapoliert. (…) Auch in unserer Studie haben wir sozusagen an einige wenige Türen geklopft.“
Auf diese Weise kommen die Forscher bei ihrer Schätzung anhand einer durchschnittlichen Person auf mindestens eine Billion unterschiedliche Düfte. „Ich denke, jeder ist überrascht, wie absurd hoch selbst diese noch sehr konservative Schätzung ist“, so Vosshall. „Tatsächlich gibt es aber natürlich noch sehr viel mehr Gerüche als die von uns getesteten 128. Die tatsächlich Zahl jener Gerüche, die ein normaler Mensch also riechen kann, ist noch wesentlich höher.“
Allerdings bezweifeln die Forscher um Vosshall abschließend, dass ein Mensch im normalen Alltag je mit einer Billion Gerüchen konfrontiert wird. „Ich denke aber, dass es unglaublich nützlich ist, diese Fähigkeit zu besitzen, da sich die Welt um uns herum ständig verändert. Pflanzen entwickeln beispielsweise fortwährend neuen Düfte – Parfümhersteller ebenso. Wenn wir in einen Teil der Welt reisen, in dem wir zuvor noch nie waren und dort etwa den einheimischen Früchten und Pflanzen begegnen, so ist zumindest unsere Nase mit ihrem derart komplexen sensorischen System gut darauf vorbereitet.“
grenzwissenschaft-aktuell.de Quelle: hhmi.org
Warum die Menschen hierzulande immer kränker werden – was Sie selbst für Ihre Gesundheit tun können
Wenn Afrika von schweren Krankheiten wie Ebola geplagt wird, sind wir zwar bestürzt, aber kaum erstaunt. Denn schließlich herrschen dort vielerorts Hunger, Mangelernährung, Armut, schlechte bis katastrophale hygienische Bedingungen und es fehlt an ärztlicher Versorgung. Die Menschen sind innerlich ausgehöhlt und haben Erkrankungen wenig entgegenzusetzen, ob diese nun von innen heraus oder von außen durch Infektion entstehen. Darüber sind wir doch weit hinaus, oder? Nun, stellen wir die entscheidende Frage: Wie gesund sind die Deutschen wirklich?
Ein kurzer Ausflug in die Statistik
Untersuchungen zum Gesundheitszustand der Europäer bzw. der Deutschen gibt es von unterschiedlichen Stellen. Neben der EU-Statistikbehörde Eurostatbefasst sich das Robert-Koch-Institut mit dieser Frage. Auch Krankenkassen erstellen Gesundheitsreports. Werfen wir einen Blick in die Gesundheitsstatik des Eurostat Jahrbuchs 2014. Sie beginnt folgendermaßen:
»Durchschnittlicher Aufenthalt im Krankenhaus wird immer kürzer. Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol sind zweithäufigster Grund für einen stationären Krankenhausaufenthalt. Mehr als zwei Drittel aller Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. Durchblutungsstörungen des Herzens häufigste Todesursache. Krankenhausentbindung per Kaiserschnitt heute doppelt so häufig wie vor 20 Jahren. Etwa jeder achte Beschäftigte ist im Gesundheitswesen tätig. Gesundheitsausgaben 2012: 3740 Euro pro Kopf.«
Wer diese Aussagen auf den ersten Blick für wenig bedenklich hält, wird auf den zweiten unschwer feststellen, dass sich hinter diesen kurzgefassten Worten schwerwiegende Probleme verbergen: Kranke werden immer schneller aus dem Krankenhaus ausquartiert, Herzerkrankungen sind eine Volkskrankheit und führen häufig zum Tod, eine Pflege außer Haus wird nicht nur oft nicht gewünscht, sondern kaum jemand kann sie sich noch leisten, psychische Probleme nehmen zu.
Der Gesundheitssektor ist die große Finanz- und Beschäftigungsmaschinerie – was wäre, wenn die Menschen plötzlich gesünder wären?
Lange gesund und vital leben und dabei glücklich sein, das ist der Wunschtraum der meisten Menschen. Die Realität sieht anders aus: Jeder Fünfte in Deutschland hat langanhaltende Gesundheitsprobleme. Ganze 59,7 Prozent der Deutschen sind übergewichtig − nur die Engländer schaffen es, mehr Pfunde auf die Waage zu bringen. 2011 hatten 20 Prozent der deutschen Bevölkerung im Alter zwischen 15 und 64 Jahren Gesundheitsprobleme, die länger als sechs Monate andauerten. Chronische Rücken- und Nackenprobleme sind in der EU weitverbreitet. 35 Prozent der Bevölkerung waren es in Deutschland.
Dabei kommen die Deutschen bei den langanhaltenden Gesundheitsproblemen mit 20 Prozent im Vergleich zur EU-Gesamtbevölkerung noch gut weg. EU-weit sind es nämlich 27 Prozent, die über Beschwerden klagen. An vorderster Stelle stehen Nacken- und Rückenprobleme, an zweiter Herz-, Blutdruck- oder Kreislaufbeschwerden. Chronische Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder chronische Atemwegserkrankungen stellen in der gesamten EU ein ernsthaftes Problem dar (OECD 2010), mit regionalen Unterschieden.
Rund 36 Prozent litten 2010 in Deutschland an einer dieser Krankheiten. Dennoch bewerten Europäerinnen und Europäer ihren Gesundheitszustand laut Robert-Koch-Institut selbst als gut (2012). Und noch eine gute Nachricht gibt es: Die Deutschen bewegen sich mehr. Vielleicht nehmen Herz-Kreislauf-Erkrankungen deshalb aktuell nicht zu.
Nehmen Sie diese Zahlen als Orientierung, mehr sollen sie im Rahmen dieses Artikels nicht sein. Wenn Sie sich selbst einen Überblick über den Gesundheitszustand der Deutschen verschaffen wollen, fragen Sie Freunde und Bekannte, Menschen, die sie zufällig treffen, hören Sie den Menschen in Wartezimmern von Arzt- und Heilpraktikerpraxen zu. Wie gesund sind die Deutschen? Woran leiden Sie? Und nicht zuletzt: Wie gesund sind Sie selbst?
An wie vielen Fronten kann Ihr Immunsystem kämpfen?
Um es vorwegzunehmen: Das, was wir so schlicht als Immunsystem bezeichnen, ist ein hochkomplexes Gebilde aus unterschiedlichen Systemen, die mit erstaunlicher Präzision kooperieren – oder auch nicht, wie im Falle von Allergien und Autoimmunerkrankungen, die mittlerweile den Charakter einer Volksseuche angenommen haben, nur dass wir sie nicht so bezeichnen. Denn Seuchen, so funkt es noch in den meisten Köpfen, sind Pocken, Pest und Cholera, mit einem Ebola-Update. Aber das ist ja keine Seuche, sondern eine Epidemie …
Fakt ist: Die Zahl der Autoimmunerkrankungen nimmt drastisch zu. Das Immunsystem stuft dabei körpereigenes Gewebe irrtümlich als Fremdkörper ein und greift es an. Die Folge dieser Selbstzerstörung sind Entzündungsreaktionen, die zu schweren Schäden führen. Immer mehr
Menschen leiden in mehr oder weniger starkem Umfang unter Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Diabetes mellitus Typ 1, chronischen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, Zöliakie, Multipler Sklerose, Psoriasis und Hashimoto-Thyreoiditis.
Eine weitere Volksseuche ist das Leaky-Gut-Syndrom (der »lecke« Darm). Diese Störung der Darm-Barriere-Funktion ist ein häufiger Auslöser für Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Sie wird oft lange nicht erkannt und daher falsch behandelt. Die handelsübliche Ernährung, Stress und Erkrankungen führen zu einer Übersäuerung, oft bis hinein in die Zellen, mit drastischen Folgen für den Organismus – nicht umsonst boomt die Entsäuerungs- und Entgiftungsliteratur.
Summa summarum: Die Deutschen sind nicht nur nicht besonders gesund, viele leiden unter ernstzunehmenden Erkrankungen und Stoffwechselproblemen, die das Immunsystem überlasten. Die Immunabwehr befindet sich in einem Vielfrontenkrieg und das bedeutet: Ob es sich um eine schwere Grippe wie Anfang des Jahres handelt, um Masern, Ebola oder den Krankenhauskeim MRSA – wo schon gekämpft wird ist kein Spielraum, um weitere Kämpfe auszutragen.
Es braucht nicht viel Nachdenken, um einzusehen: Wir leben zwar unter ganz anderen Bedingungen als viele Menschen in den afrikanischen Ländern, aber das Immunsystem und der gesamte Organismus der meisten Menschen hier ist genauso belastet, der Körper auf seine Weise ebenso »ausgehöhlt«. Was es braucht, ist ein gesundes inneres Milieu
Immun durch ein gesundes, inneres Milieu
»Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles!«, erklärte der Chemiker, Mediziner und Pharmazeut Dr. Antoine Béchamp vor 150 Jahren. Zu dem gleichen Ergebnis kam der Mediziner Claude Bernard, dem unter anderem bahnbrechende Entdeckungen zur Verdauung von Fetten und der Rolle der Leber gelangen. Unter seinem Mikroskop entdeckte Béchamp höchst Erstaunliches: Mikroben kamen nicht einfach nur von außen, sie bildeten sich im Körper selbst, und sie veränderten ihre Gestalt. Manche Viren verwandelten sich in andere Viren, andere wurden zu Bakterien. Aus Bakterien bildeten sich Hefen und daraus entstanden Schimmelpilze.
Bereits Louis Pasteur hatte beobachtet, dass Bakterien ihre Form verändern, je nachdem, in welchem Milieu sie sich befinden. Aus stäbchenförmigen oder zylinderförmigen Bakterien wurden so z. B. kugelförmige. Diese Veränderung in der Gestalt wurde später Pleomorphie genannt. Diese und weitere Beobachtungen von Wissenschaftlern zeigen, dass aus Blutzellen, z. B. unter Stress, auch Krankheitserreger entstehen können. Krankheit fällt uns nicht einfach nur von außen an. Sie ist ein innerer Vorgang. Und auch wenn wir uns »anstecken« − ob von innen oder außen −, es braucht ein geeignetes Milieu, das eine Krankheitsentstehung begünstigt.
»Die Lebensweise schafft das falsche innere Milieu und löst damit Krankheit und vorzeitigen Tod aus. Mikroorganismen − egal, welchen Namen sie tragen − sind die Folge einer falschen Lebensweise«, erklärt der Mikrobiologe und Ernährungswissenschaftler Dr. Robert O. Young, einer der Hauptvertreter einer alkalisch ausgerichteten Lebensweise. Um zu beweisen, dass ein gesundes inneres Milieu nicht infiziert werden würde, soll Claude Bernard einmal ein Glas Wasser, in dem sich Cholerabakterien befanden, getrunken haben. Er blieb gesund (Dr. Robert Young in:Sick and Tired. Reclaim your Inner Terrain. Salt Lake City, Utah, USA 2001).
Wie wir uns ernähren, so sind wir
»Du bist, was du isst«, ist ein immer wieder gern zitierter Spruch. Dass diese Worte eine weitreichende Bedeutung haben, zeigen zahlreiche, bedeutsame Untersuchungen. Zu ihnen gehören zweifellos die Forschungsergebnisse des Biophysikers Fritz-Albert Popp, der die Biophotonen und damit die Lichtspeicherfähigkeit von Nahrung entdeckte, die Erkenntnisse des Alternativmediziners Masuru Emoto über die Botschaft des Wassers, und A. W. Dänzer, Gründer und Leiter eines kleinen Schweizer Lebensmittel-Familienunternehmens, der in vielen Jahren Forschung, mehr als 50 Lebensmittel in Bio- und Nichtbio-Qualität untersuchte und mit seinem Bildmaterial nachwies, dass »Bio-Lebensmittel eine wunderschöne Lebenskraft oder Ordnungskraft haben, während diese in Nichtbio-Lebensmitteln leider generell vermindert oder zerstört ist.«
Mit der Frage, wie gesund die Deutschen tatsächlich sind und welche Rolle die Ernährung dabei spielt, befasst sich aktuell das IPEV – Institut für Ernährung und Prävention in Ismaning bei München:
»Die Ernährung spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle«, erklärt Prof.Dr. Jürgen Vormann. »Ein weiterer Faktor ist aber unsere Lebensführung insgesamt. Die meisten von uns leben in einem ständigen Stresszustand. Zum Hauptübel Stress trägt nicht nur unser Arbeitsalltag bei, sondern z. B. auch Lärm oder selbst Freizeitsport, bei dem wir übertreiben, uns selbst gerne überfordern. Stress und schlechte Ernährung in Kombination vertragen sich nicht. In Deutschland sind Fernseh-Kochshows sehr beliebt. Aber gegessen werden zu über 90 Prozent Convenience-Produkte. Das bedeutet, unausgewogene Ernährung, Speisen aus der Massenproduktion, Standardisierung, fehlende Vielfalt, mit einem Wort Wohlstandsdefizite. Unseren Kindern sind Gemüsesorten fremd geworden, sie erkennen sie im Urzustand kaum noch.« Weiter bemängelt der Professor: »Wir Deutschen leben auch mit falschen Normen: Nehmen wir das Thema ›Kreislauf‹, da streben wir oft bei 60 bis 70-Jährigen mit Medikamentierung Werte an, die eigentlich für 20 bis 30-jährige Menschen gelten. Der Ausgleich von Defiziten mit langfristig wirksamen Nahrungsergänzungsmitteln wird oft kritisiert, während häufige Nebenwirkungen von Arzneimitteln toleriert werden.«
Wie Sie gesundes inneres Milieu schaffen
Ein gesundes inneres Milieu ist Leben an sich. Wenn Sie die bestmöglichen gesundheitlichen Bedingungen für sich anstreben, die auch Ihre Glücksfähigkeit beeinflussen, müssen Sie Ihre Lebensweise ehrlich überprüfen, von der Ernährung über Ihren Berufsalltag, Ihre soziale Umgebung und zwischenmenschlichen Beziehungen.
Machen Sie sich eine Liste Ihrer Stressfaktoren, gehen Sie in sich und beantworten Sie ehrlich die Frage, warum Sie bestimmte Dinge so tun, wie Sie sie tun und warum Sie sie nicht ändern bzw. wie sie zu ändern wären. Vor allem überprüfen Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten auf »Feinde des Immunsystems«.
In meinem Buch Die Rückkehr der Seuchen. Wie Sie sich schützen und zu den Überlebenden zählen habe ich die Feinde ausführlich beschrieben und Lösungen aufgezeigt. Meist ist es nur eine Frage der Menge – um ein gesundes inneres Milieu zu erreichen, müssen Sie nicht unbedingt auf die »perfekte« Ernährung umsteigen. Wie viel Sie tun müssen, hängt davon ab, wie Ihre gesundheitliche Ausgangssituation ist. Das gilt auch für alle anderen Bereiche.
Ein perfektes Leben gibt es immer nur in kurzen Augenblicken, aber ein Leben, das über alles gesehen, »perfekt« genug ist, kann jeder erreichen. Und denken Sie daran: Gesundheit ist tägliches Lebensprogramm, nicht etwas, das man mal macht, als Kur, und dann muss es genügen. Schließlich haben Sie doch auch Zeit, um zu arbeiten, auszugehen, fernzusehen, zu lesen …, oder?
Ing. REFA-Ing. Herbert Renner im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Die Kriege in der Zukunft werden nicht wegen Territorien, Gebietsansprüchen oder wegen der Rohstoffe wie Öl und Gold geführt, sondern wegen des Wassers. Dessen sind sich zahlreiche Experten bereits heute sicher. Dies scheint bei einer Oberflächenbedeckung unserer Erde von 70% mit Wasser auf unserem Planeten auf den ersten Blick eine gewagte Aussage. Bedenkt man aber, daß nur 3% des Wassers auf unserem Planeten nutzbares Süßwasser ist, relativiert sich die scheinbar unendliche Ressource Wasser dramatisch.
Insbesondere die immer schneller wachsende Weltbevölkerung benötigt Unmengen an Wasser für die Nahrungsmittelproduktion. Parallel steigt durch einen rücksichtslose Wirtschaft und eine raubautreibende Industrialisierung die Verschmutzung der Gewässer immer stärker an, die nur sehr aufwendig und mit hohen Kosten wieder gereinigt werden können.
Aktuell erleben wir bereits auch klimatische Veränderungen wie beispielsweise in Kalifornien, das seit Jahren unter einer extremen Dürre leidet. Die Konsequenz daraus lautet, daß die Bürger nun bereits per Gesetz zum Wassersparen gezwungen werden sollen. Wasserknappheit ist in vielen Ländern bereits zu einem großen Problem geworden, das sich schnell zu einem weltweiten Phänomen ausbreitet. Selbst in wasser- und regenreichen Gebieten wie Mitteleuropa sind klimatische Veränderungen zum Beispiel durch das Abschmelzen von Gletschern sichtbar.
Der größte Teil des Wassers wird zur Bewässerung bei der Nahrungsmittelproduktion (aber auch der Pflege von Gärten, Wiesen etc) eingesetzt. Ein Zukunftsthema wird also die Wasserersparnis in diesem Bereich sein. Ing. REFA-Ing. Herbert Renner hat sich mit seinem Unternehmen New Generation Bio genau diesem Thema gewidmet. Das Unternehmen hat ein Produkt entwickelt, das bis zu 60% (teilweise sogar deutlich darüber) Einsparung bei der Bewässerung bringt.
Beim BIO-energetic-Erd-Aktivator handelt es sich um einen Metallstab, der in den Boden eingeschlagen wird und dabei durch einen bioenergetischen Effekt die Bindefähigkeit der Luftfeuchtigkeit im Boden verändert. Ein Stahlstab von etwa 20 cm Länge hat dabei einen Wirkbereich von etwa 4 m². In zahlreichen Projekten in sehr trockenen Gebieten wie Utah (USA), Irak oder Dubai wurden dabei hervorragende Ergebnisse erzielt mit immensen Wassereinsparungen.
Ein weiteres und ausgesprochen bemerkenswertes Produkt ist der BIO-energetic-Antiradioaktiv Stab, der durch einen bioenergetischen Effekt sogar den Zerfall der Radioaktivität im Boden beschleunigt. Der Effekt des BIO-energetic-Erd- AR-Stab basiert auf einer rein bioenergetischen Basis durch Harmonisierung von feinstofflichen natürlichen Energiekonstellationen.
Auch dieses wird neben der Einsparung von Wasser ein ganz extrem wichtiges Zukunftsthema sein. Neben den großen atomaren Katastrophen wie Tschernobyl oder Fukushima, die riesige Landstriche (die Spuren der Katastrophe von Tschernobyl sind trotz der großen Entfernung auch auf deutschen Böden heute immer noch deutlich meßbar) verseucht haben, gibt es auch zahlreiche Meßstudien, die eine deutlich erhöhte Strahlenbelastung rund um angeblich „sichere“ und strahlenmäßig „unbedenkliche“ Kernkraftwerke nachweisen. Insbesondere in diesen Gebieten kann mit dem BIO-energetic-Antiradioaktiv Stab eine deutliche Reduzierung der Radioaktivität erreicht werden, die ja bekanntlich bei der Aufnahme über die Nahrung zu den bekannten Problemen wie Krebs, Fehl- und Mißgeburten führt.
Website: http://www.n-g.at
Kontakt: New Generation Bio
Ing. REFA-Ing. Herbert Renner
Kaltenhausen 1
A-5274 BurgkirchenÖsterreich
in Deutschland unter:+49 – (0)89-20197761
in Österreich unter:
Telephon: +43-772450290-0
Fax: +43-772450290-20
mobil: +43-69912450290
Kokosöl für die Hautpflege, als Medizin und im Haushalt
Kali Sinclair
Man hat uns weisgemacht, gesättigte Fette seien ungesund, weil sie die Arterien verstopften. Das war ein Märchen, wie neue Studien belegen; Kokosöl ist sogar sehr gesund. Eigentlich hätte uns das der gesunde Menschenverstand schon längst sagen sollen, denn in Regionen, in denen viel Kokosnuss gegessen wird, leben einige der gesündesten Völker dieser Welt.
Jetzt, wo wir keine Angst mehr vor der Kokosnuss haben, essen wir ihr Fruchtfleisch, trinken ihr Wasser, machen Milch daraus oder pressen das Öl. Alle Teile sind unglaublich nahrhaft, aber damit ist ihr Wert noch lange nicht erschöpft.
Kokosöl wirkt antimykotisch, antibakteriell, antiviral und entzündungshemmend. Es kann praktisch überall verwendet werden, von der Körperpflege bis zum Haushalt. Ein paar Beispiele:
Kokosöl und Körperpflege
Ölziehen. Bewegen Sie morgens gleich nach dem Aufstehen einen Esslöffel Kokosöl 15 bis 20 Minuten lang im Mund hin und her. Es dient der Mundgesundheit und, wie viele sagen, auch der allgemeinen Gesundheit.
Zähneputzen. Nehmen Sie reines Kokosöl, geben Sie ein paar Tropfen ätherisches Öl (Pfefferminz, Zimt, Teebaum, Oregano) hinzu und machen Sie Ihre eigene Zahncreme.
Trägeröl. Die meisten ätherischen Öle sind zu stark, um sie allein anzuwenden. Sie sollten mit einem Trägeröl verdünnt werden, und dafür ist das Kokosöl hervorragend geeignet. Mischen Sie einfach ein paar Tropfen des gewählten ätherischen Öls mit einem Esslöffel Kokosöl und reiben Sie damit die Haut ein.
Feuchtigkeitscreme. Reines Kokosöl ist hervorragend für die Haut. Man sagt, dunkle Flecken würden aufgehellt, es helfe, Schwangerschaftsstreifen zu verhüten.
Makeup-Entferner. Es entfernt auch sogar das Augen-Makeup.
Windelcreme. Cremen Sie den Po Ihres Babys damit ein!
Haarkur. Reiben Sie es in das trockene Haar ein und lassen es einige Stunden einwirken.
Rasiercreme.
Deodorant.
Kokosöl und Gesundheit
Nagelpilz. Mischen Sie fünf Tropfen Teebaumöl mit einem Esslöffel Kokosöl und reiben Sie die Nägel damit ein.
Gleitmittel. Es stört die Balance der Scheidenschleimhaut nicht.
Rissige Fersen. Bedenken Sie aber, dass diese ein Anzeichen für Diabetes sein können. Lassen Sie den Blutzuckerwert überprüfen und stellen Sie die Ernährung um!
Sonnenbrand. Kühlt gereizte Stellen.
Insektenstiche. Lindert Brennen und Jucken.
Trockene Lippen. Spendet Feuchtigkeit und schmeckt gut!
Hautabschürfungen. Es beschleunigt die Heilung der Haut. Auch als Pflege für den Damm nach einer Geburt.
Hämorrhoiden. Stoppt Brennen und Jucken.
Verhütet Alzheimer und kann eventuell sogar beitragen, die Erkrankung rückgängig zu machen.
Bei äußerlichen Hefeinfektionen.
Bei Ekzemen und Schuppenflechte.
Unterstützt die Heilung bei Akne.
Kokosöl im Haushalt
Zur Reinigung angerosteter Eisentöpfe und -pfannen.
Zum Polieren von Metallgegenständen.
Als Möbelpolitur.
Zum Aufpeppen von abgewetztem Leder.
Kokosöl hat noch viel mehr gesundheitliche Vorzüge, achten Sie aber darauf, natives Bio-Kokosöl zu wählen. Es ist hervorragend geeignet zum Kochen und dazu sehr ergiebig, beispielsweise für pfannengerührte Gerichte. Sie können es aber auch in Smoothies geben, anstelle von Butter und Margarine oder anderen Ölen verwenden – oder einfach einen Löffel voll essen.
Kürzlich haben wir an dieser Stelle erstmals ein Buch von Tamara Lebedewa vorgestellt. Herzinfarkt vorbeugen und heilen lautete der Titel und erfreute sich großer Beliebtheit. Daher haben wir ein zweites prominentes Werk aus der Alternativmedizin aufgegriffen, das ein einfaches Heilungsprogramm aufgreift: Reinigung. Entschlacken und entgiften Sie Ihren Körper.
»Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Arthritis, multiple Sklerose, Schuppenflechte, Impotenz, Unfruchtbarkeit, Aids …« Zahlreiche Menschen konnten sich trotz ungünstiger Prognosen von diesen scheinbar unheilbaren Krankheiten der modernen Zeit befreien. Tamara Lebedewa hat ein eigenes, interessantes Heilungsprogramm entwickelt, das neben der Therapie schon eine effektive Vorbeugung gegen zahlreiche sogenannte Zivilisationskrankheiten ermöglicht. Auf kurzweiligen 188 Seiten legt sie dar, was die Reinigung vom Verdauungstrakt, der Nieren, des Blutes, der Leber sowie der Lymphe und der Gelenke bringen kann.
Grundlage ist die Identifikation von Parasiten als »Feinde unserer Gesundheit«. Genau: Trichomonaden, einzellige Geißeltierchen. Diese lösen nach den Forschungsergebnissen von Frau Lebedewa Krebs sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus. Mit dieser Maßgabe macht sich die Autorin ohne Umwege an die Einfallstore, die Mundhöhle, die Genitalien sowie den Darm. Parasitenbefall lässt sich reduzieren, erfahren Sie auf nur wenigen Seiten. Doch niemand ist vollkommen steril und wird es auch nicht werden.
Tamara Lebedewa legt genau mit Bezug darauf den Grundstein für dieses Buch und ihren großen Heilplan: »Den Körper reinigen − das Immunsystem stärken.« »Erstens wird der Darm − und später auch andere Organe − gründlich gereinigt. Zweitens müssen wir den in den Körper eingedrungenen Würmern, Bakterien und Viren das Leben möglichst schwer machen, indem wir das eigene Immunsystem stärken, uns ausgewogen ernähren und viel bewegen. All dies macht allerdings nur dann Sinn, wenn gesichert ist, dass wir uns nicht erneut anstecken.« Damit beschreibt die Autorin auf Seite 25 das folgende Programm und schließt daraus nachvollziehbar: »Selbst Krebs ist heilbar.«
Wer das erstgenannte Buch von Tamara Lebedewa noch nicht kennt, erfährt im ersten Kapitel alles zur bemerkenswerten Theorie der Russin. Heimtückische Geißeltierchen haben unseren Darm befallen und gelten ihr als Auslöser schwerer Erkrankungen. Trichomonaden und Lamblien waren demnach schon lange erkannt − und (fast) ebenso lange unterschätzte Erreger. Wurmerkrankungen, die in einem beeindruckend verständlichen Unterabschnitt beschrieben werden, leisten ihr Übriges. Unspezifische Krankheitsanzeichen wie Kopfschmerzen oder Störungen des Nervensystems lassen sich nicht eindeutig zuordnen.
Zahlreiche Fälle zeigen, wie eine Wurmkur Linderung schafft. Ganz konkret empfiehlt die Autorin eine einfache Kur mit Rizinusöl und Weinbrand − sehr empfehlenswert. Und selbst wenn Sie als Patient keine positive Diagnose auf Wurmbefall erhalten haben, empfiehlt sich eine einfache weitere Reinigungskur mit Cognac, die Tamara Lebedewa ab Seite 55 beschrieben hat. Die Kur kann Leben retten …
Nach diesen Grundlagen jedoch wird die Autorin noch deutlich ausführlicher. Der zweite Abschnitt behandelt die »ersten Schritte auf dem Weg zur Gesundheit«. Eine Erstreinigung des Organismus mit zwei lediglich kleineren Prozeduren gehört dazu. Eine Ölkur, die die Autorin auf den Seiten 62 und 63 direkt nachvollziehbar bis zur richtigen Sitzhaltung beschreibt und deren Wirkung phantastisch sein muss: »Haben Sie alles richtig gemacht, werden Ihre Glieder nach zehn bis 15 Minuten leichter und es wird heller in Ihren Schläfen …«.
Dies ist kein leeres Versprechen, sondern wird durch die Beschreibung der Wirkweise nachvollziehbar belegt. Weitere Mittel zur Selbstreinigung des Organismus runden den Abschnitt ab. Bekannt dürfte vor allem der Kampf gegen »Candida-Pilze« sein, denen sie mit unterschiedlichen Mitteln zu Leibe rückt. Jod, Teebaumöl oder auch »Wolfsmilchkraut« dürften Sie ebenso wie die nachfolgend beschriebenen Getreide-Extrakte wie Hafer relativ einfach selbst besorgen können.
Der dritte Abschnitt widmet sich der intensiveren Darmreinigung, die Sie selbst vornehmen können. Die einfache Vorbeugung reicht vom richtigen Händewaschen über den Umgang mit Fleisch bis zur richtigen Ernährung mit ganz konkreten Rezepten, die Tamara Lebedewa beschreibt. Nicht für jeden von uns sind alle Mittel geeignet. Sanftmütig beschreibt sie: »Hören Sie in sich hinein und überlegen Sie, welche Reinigungsmöglichkeit für Sie die Richtige sein könnte. In manchen Fällen … ist es sinnvoll …« und wird direkt sehr konkret. Erfahren Sie dazu alles zu den wichtigsten Volks- und Naturheilmitteln für die verschiedenen Probleme.
Lebedewa nennt und beschreibt die richtige Anwendung solcher Mittel wie Eichenrinde, Süßkirsche, Sauerampfer oder Brennnesseln, also den reichen Gaben der Natur. Die Rezepturen sind abwechslungsreich, einfach zuzubereiten und offensichtlich hilfreich. Der »persönliche Reinigungsplan«, den Sie anhand dieser Beschreibung entwickeln können, sieht zudem verschiedene Übungen oder Schlafgewohnheiten vor. Schließlich erfahren Sie in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie die Darmreinigung (der verschiedenen Abschnitte bis hin zum Enddarm) selbst einfach vornehmen können.
Der vierte Abschnitt widmet sich der einfachen Leberreinigung. Sie ist nicht für jeden geeignet, aber ebenso sinnvoll. Auch hier greift das bewährte Lebedewa-Konzept: Schritt-für-Schritt-Anleitungen helfen Ihnen, alles einfach und exakt durchführen zu können. Verschiedene Pflanzen helfen (so etwa Rüben, die Eberesche oder die bekannte Rote Bete), wenn Sie die konkret beschriebenen Anwendungen von Tamara Lebedewa umsetzen. Auch hier gliedert sich alles in kleine, einfach nachvollziehbare Schritte. Die Vorbereitung der Reinigung inklusive einer Saftdiät sowie eine Schritt-für-Schritt-Reinigung mit konkreten Vorgehensweisen bis hin zu Mengenangaben helfen Ihnen, selbst diese Reinigung durchzuführen. Eine offenbar begeisterte Anwenderin lässt uns wissen: »Im Laufe von acht Jahren hatte ich das Gefühl, dass irgendein wichtiges Glied für meine Genesung fehlt. Jetzt ist es gefunden. Ich finde Ihre Entdeckung genial und eines Nobelpreises würdig …«. Sie litt an Krebs.
Schließlich widmet sich die Autorin den Nieren. Wer seinen Darm und seine Leber gereinigt habe, so Lebedewa, könne auch die Nieren reinigen. Und wieder greift sie zum bewährten Mittel der Schritt-für-Schritt-Anleitungen zurück. Bis in die letzten Details, so bietet sich etwa eine Gemüsesaftmischung aus Möhren-, Rote-Bete- und Gurken-Saft in einem fest bestimmten Volumenverhältnis an − gegen Harnsäure- oder Phosphatsteine.
Harn- und Nierensteine lassen sich sanft und einfach ausscheiden, lautet das Versprechen für verschiedene Pflanzen und deren Zubereitung. Abschließend können Sie dann nach den Rezepturen der Autorin auch Ihr Blut und Ihre Lymphe sowie die Gelenke reinigen. Bakterien, Parasiten und Schadstoffe hemmen unsere Lebensströme. Auch hier beschreibt sie wieder ausführlich und im Detail mit allen Rezepturen, welche Heilmittel aus der Natur Sie wie einsetzen können.
Dieses Werk beschreibt die Theorie des Parasitenbefalls als Ursache schwerer und schwerster Krankheiten sehr eindrucksvoll. Die Autorin gibt zahlreiche Hinweise auf die verschiedensten Heilmittel und zeigt Punkt für Punkt deren Anwendung zur wichtigen Vorbeugung und Bekämpfung schwerer Krankheiten. Wer seinen Körper entschlacken und entgiften will, wird einen äußerst wertvollen Ratgeber finden.
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Wenn Sie gern Tomaten essen, egal, ob kleingeschnitten als Salat, als ganze Frucht oder zu einer Sauce verarbeitet, können Sie sicher sein, dass Sie damit nicht nur Ihren Geschmacksnerven, sondern auch Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun. Studien zeigen, dass Tomaten die Bildung freier Radikale hemmen (die bekanntermaßen Krebs verursachen) und die Wahrscheinlichkeit von Prostata- und Darmkrebs mindern, ja sogar den Blutdruck senken.(1)
Sehen wir also genauer hin, wie uns Tomaten gesünder machen können. Tomaten sind bepackt mit Antioxidantien – eine gute Nachricht für alle, die gesund bleiben wollen! Antioxidantien sind Stoffe, die eine Oxidation hemmen, und das kann verschiedene Formen der Zellschädigung verhindern oder hinauszögern.(2) Und wie gesagt, Tomaten enthalten jede Menge davon.
Eine Studie, die in der Zeitschrift Molecular Nutrition & Food Research erschien, ergab, dass der »regelmäßige Verzehr von Tomaten mit vermindertem Risiko chronisch degenerativer Erkrankungen in Verbindung gebracht wird. Wie epidemiologische Studien bestätigen, ist die beobachtete gesunde Wirkung auf die verschiedenen antioxidativ wirksamen Substanzen wie Carotinoide, insbesondere das Lycopen, Ascorbinsäure, Vitamin E und Phenolverbindungen, besonders die Flavonoide, zurückzuführen.«(3)
Lycopene in Tomaten helfen der Gesundheit auf die Sprünge
Tomaten enthalten besonders viel Lycopen, den Carotinoid-Farbstoff, der ihnen ihre schöne rote Farbe verleiht. Lycopen ist gesund für die Knochen, kann aber auch wichtig sein zur Prävention von Prostata-, Lungen- und Magenkrebs.(4)
Sie möchten den Blutdruck senken? Essen Sie ein paar leckere Tomaten
Bei einer Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie, die im American Heart Journal veröffentlicht wurde, demonstrierten Wissenschaftler, dass eine Kurzzeitbehandlung mit Antioxidantien-reichem Tomatenextrakt bei Bluthochdruck-Patienten blutdrucksenkend wirken kann.(5)
Die Teilnehmer an der Studie erhielten zunächst vier Wochen lang ein Placebo, gefolgt von einer achtwöchigen Behandlung mit Tomatenextrakt – 250 mg Lyc-O-Mato – und einer erneuten vierwöchigen Kontrollphase mit einem Placebo.
Und was geschah? Systolischer und diastolischer Blutdruck sanken während der Behandlungsphase, während in den Placebo-Phasen keine Blutdruckveränderung beobachtet wurde. Holen Sie sich also ein paar saftige Tomaten und lassen es sich schmecken – es ist ja schließlich für die Gesundheit!
ein einzigartiges Thermalquellwasser, das da wirkt, wo es nötig ist
Renate Brandl im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt
Der menschliche Körper besteht zu etwa 70% aus Wasser und ist daher unser zentrales Lebenselixier. Aus diesem Grund müssen wir zur Gesunderhaltung unseres Körpers auf eine hohe Qualität, die Herkunft und die Art des Wassers sowie seine Entstehung und Herstellung achten.
Renate Brandl ist seit über 20 Jahren als Heilerin und Bewußtseinstrainerin aktiv und konnte in dieser Zeit unzähligen Menschen zu erhöhter Lebensqualität und Bewußtheit verhelfen.
Durch ihre Tätigkeit kam sie in Kontakt mit dem Besitzer einer Quelle in ihrer tunesischen Wahlheimat, einer Quelle, deren Wasser besondere Merkmale aufweist. So ist es einerseits reich an Spurenelementen wie Lithium, Selen, Jod, Zink, Mangan und Magnesium und den Vitaminen D, B9, B12, andererseits verfügt es über einen hohen Informationsgehalt und ein eigenes Bewußtsein. Dieses befähigt das Wasser bei Anwendung durch den Patienten/Klienten, gezielt die Stellen des Körpers zu finden (z.B. verschiedene Formen von Hautkrankheiten), an denen das Wasser seine positive Wirkung entfalten kann und zur Verbesserung, Linderung oder Heilung beiträgt.
Doch nicht nur dieses Thermalwasser kann zu einem besseren Lebensgefühl und Bewußtsein führen, sondern auch andere von Renate Brandl entwickelte Produkte verhelfen zur Verbesserung z. B. des Hautbildes oder schaffen mehr Energie und (Selbst)Bewußtsein. Die Herstellung dieser Produkte erfolgt auf schonende Weise: komplett vegan, unbelastend für die Umwelt und basiert ausschließlich auf natürlichen Inhaltsstoffen ohne künstliche Zusätze, sowie in Handverarbeitung und zusätzlicher dreifach Energetisierung der Produkte.
Hierzu zählt zum Beispiel ein Goldserum, welches alles bisher Dagewesene übertrifft und die Haut genau an den Stellen repariert, wo es gebraucht wird. Eine weitere zusätzliche Möglichkeit zur Behandlung bei Hauterkrankungen wie Warzen, Pigmentflecken, Schuppenflechte, Ekzem, Akne aber auch z.B. bei Gicht, Arthrose, Arthritis, Rheuma, Verbrennungen etc. ist eine Heilmaske mit dem Hauptbestandteil Kaolin und dem bereits angesprochenen Thermalwasser. Weitere Produkte wie das 4-Elemente Pulver (hochenergetisiert) oder die Telomerase Creme für Anti Aging runden die Palette veganer Naturprodukte für ein bewußtes Lebensgefühl und jüngeres Aussehen ab.
Im Gespräch mit Michael Vogt erläutert Renate Brandl die besonderen Merkmale und die Herkunft ihres tunesischen Heil- und Thermalwassers. Dabei erfolgt die Informierung des Wassers sowie die Zusetzung der Spurenelemente und Vitamine auf eine besondere Weise, die bisher noch unbekannt war. Dies war auch ein Anlaß für Renate Brandl, dieses Wasser mit seinen erstaunlichen Fähigkeiten von mehreren Forschungsinstituten (erfolgreich) analysieren zu lassen.
Kontakt:
Renate Brandl
Elitäre Bewußtseins Societas
Or de la Vie Gold-Serum
Tel.: 0021697642744
Sousse/Tunesien
Skype: ranouta3
„Renate Brandl“ RBrandl1@gmx.de
Veröffentlicht am 24.10.2013Die EU-Kommission will Naturheilmittel generell verbieten. Nicht nur das: Das Wissen um solche Naturheilmittel soll ebenfalls illegal werden einschließlich aller Art von Informationen über gesundheitsfördernde Wirkung natürlicher Heilmittel.
Seit Jahrtausenden wissen Menschen sich mit natürlichen Heilmitteln zu helfen. „Gottes Apotheke“ hält für fast alles ein Mittelchen bereit. Ganz nebenbei: Sehr viele hochwirksame, schulmedizinische Medikamente sind aus diesem Wissen entstanden. Das Herzmittel Digitalis ist keine Laborerfindung, sondern ein Wirkstoff aus dem Fingerhut. Ein englische Arzt lernte dies von einem alten Kräuterwebel. Das heute als „wirkungslos“ bagatellisierte Strophantin ist ein fast nebenwirkungsfreies, sehr effektives Herzmittel. Der Hersteller, der bis letztes Jahr noch das beliebte Strodival mit diesem Wirkstoff vertreiben konnte, bekam bereits seine Zulassung dafür nicht mehr verlängert. Nur noch wenige Apotheken stellen das Mittel weiterhin her — und verhelfen so vielen Herz- und Kreislaufkranken und Menschen mit zu hohem Blutdruck zu einem unbeschwerten Leben. Ähnlich funktioniert Weißdornextrakt.
sicher kennt ihr Bärlauch. In unserer Küche wird er immer beliebter und ist mit seinem leicht knoblauchartigen Geschmack vielseitig einsetzbar. Heute möchte ich euch den Bärlauch jedoch als Heilpflanze vorstellen und habe dafür die einfame, aber guten Rezepte für Hausmittel aus Bärlauch zusammengestellt.
So gesund ist Bärlauch
Zu medizinischen Zwecken werden die vor der Blüte geernteten Blätter des Bärlauchs verwendet. Sie sollten frisch verarbeitet werden, da sie beim Trocknen einen Großteil der schwefelhaltigen Verbindungen und damit auch ihre Wirksamkeit einbüßen. Das sind die wichtigsten Inhaltsstoffe im Bärlauch:
– Alliine
– Flavonoide
– Adenosin
– Mangan
– Magnesium
– Eisen
Beim Zerkleinern der Blätter wird eine chemische Reaktion in Gang gesetzt, bei der unter dem Einfluss von Enzymen wie der Alliinase aus den Alliinen Lauchöle entstehen. Diese Lauchöle haben eine keimtötende Wirkung auf Bakterien und Pilze. Die Schwefelverbindungen in den Bärlauch-Blättern können Quecksilber binden und es über die Leber und den Darm aus dem Körper leiten. Ganzheitliche arbeitende Zahnmediziner setzen Bärlauch daher zur Ausleitung nach Amalgam-Sanierungen ein. Bärlauch wirkt:
– blutreinigend
– entgiftend
– antibiotisch
– cholesterinsenkend
– blutdrucksenkend
– immunstärkend
Wie auch der Knoblauch verbessert der Bärlauch die Fließeigenschaften des Bluts und verhindert Ablagerungen an den Gefäßwänden. Bärlauch hat einen erheblich höheren Gehalt an Adenosin und kann dadurch die Herzfunktion günstig beeinflussen. Die besten Hausmittel mit Bärlauch findet ihr hier:
Bärlauch gegen Alltagsbeschwerden
So wendet ihr den Bärlauch an: Bärlauch-Blätter sammelt ihr am besten im Frühjahr vor der Blüte. Lasst dabei aber jeweils mindestens die Hälfte der Blattrosette stehen, damit die Pflanze bis zum nächsten Frühjahr überleben kann. Frische Bärlauch-Blätter können Sie auch im Supermarkt oder Bioladen kaufen.
Entgiftende Bärlauch-Tinktur: Schneidet 2 Handvoll Bärlauch-Blätter in feine Streifen, und übergießt die Pflanzenteile in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn sodass sie gut bedeckt sind. Lasst den Ansatz 3 Wochen an einem Warmen Ort ziehen, und schüttelt das Glas gelegentlich um. Seiht danach die Tinktur in eine dunkle Tropfflasche ab. Nehmt von der Tinktur zur allgemeinen Entschlackung und Entgiftung täglich 10 bis 20 Tropfen ein.
Verdauungsfördernder Bärlauch-Essig: Lasst eine Handvoll Bärlauch-Blätter in 1 l Apfelessig ziehen. Trinkt von diesem Gemisch morgens vor dem Frühstück 1 EL in einem kleinen Glas warmem Wasser gelöst.
Stoffwechselanregendes Bärlauch-Pesto: Schneidet 100 g Bärlauch-Blätter in feine Streifen, und röstet 2 EL Pinienkerne hellbraun an. Fügt 30 g Parmesankäse hinzu, und füllt alles in einem Glasgefäß mit 125 ml Olivenöl auf. Püriert die Mischung mit einem Stabmixer, und würzt nach Belieben mit Salz und Pfeffer. Im Kühlschrank aufbewahrt ist das Pesto etwa 1 Woche haltbar.
Abschließend hier noch der Link zu Bärlauch auf Wikipedia.
Ich hoffe die Tipps sind nützlich und gefallen euch?
Bleibt schön fit und gesund. Liebe Grüße euer Harley
Die Flaschenwasser-Industrie täuscht mit ihrer Werbung wie einst die Tabakindustrie in den 1950er Jahren. Ähnlich wie die Tabakindustrie, die Millionen für „falsche“ Werbung ausgab, zahlt die Flaschenwasser-Industrie Milliarden pro Jahr, nur damit Sie denken, dass Sie das „reine“ Wasser brauchen. Doch so „rein“ wie es scheint ist es nicht – eben genauso – wie einst die Tabakindustrie uns die weite Welt mit der Werbefigur Marlboro Man vorgaugelte. Der Marlboro Mann rauchte eineinhalb Schachteln pro Tag, bevor er 1990 an Lungenkrebs verstarb.
Die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, nunmehr Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, sagte einst anlässlich der Unternehmertage des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen, dass Mineralwasser einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsprävention leiste.
Neueste Forschungsergebnisse zeigen leider, dass diese einstmals allgemeingültige Volksweisheit nicht länger uneingeschränkt zutrifft.
Leitungswasser kostet so gut wie nichts und kommt bequem aus der Leitung – trotzdem kaufen die meisten Menschen Wasser in Flaschen.
In den USA sind sogar fast die Hälfte aller Wasser in Flaschen einfaches kommunales Leitungswasser!
Das meiste Mineralwasser fließt heute aus preiswerten 1,5-Liter Flaschen von Discountern. Früher machten regionale Brunnenbetriebe mit ihren Marken das große Geschäft.
So klar das Wasser im Glas aussieht, so undurchsichtig ist oft seine Qualität. Die Stiftung Warentest fand im Juli 2014 in 10 von 30 getesteten Mineralwässern Verunreinigungen: Rückstände von einem synthetischen Süßstoff, von Pestiziden und einem Korrosionsschutzmittel und auch 2015 fanden sie erneut Rückstände im Mineralwasser – Pestizide, Pilze, Süßstoffe!
In einer Dissertation des von Prof. Dr. Jörg Oehlmann geleiteten Institutes für Ökologie, Evolution und Diversität an der Goethe Universität in Frankfurt am Main haben deutsche Forscher sogenannte „Endokrine Disruptoren“ (EDCs), die das Wachstum und die Fortpflanzung negativ beeinflussen können, in 18 getesteten Mineralwasser-Marken gefunden.
Hormonstörende Chemikalie
Dazu Autor der Studie Dr. Martin Wagner: „Ich hab gedacht, Mineralwasser ist H2O plus Mineralien, wie man das als Unvorbelasteter denkt. Als wir dann östrogene Aktivität gefunden haben, sagten wir: Mensch, da müssen wir natürlich weiter forschen!“
Von den 24.520 suspekten Chemikalien, die bereits in Flaschenwasser gefunden wurden, zeigte eine besonders konsistente antagonistische Wirkungen auf Androgen- und Östrogen-Hormonsysteme, nämlich Di(2-ethyhexyl)Furumat (DEHF).
Endokrine Disruptoren sind Chemikalien, die auf vielfache Weise mit dem Hormonsystem wechselwirken; sie können bösartige Tumore erzeugen, Geburtsdefekte, Herzkranzgefäßerkrankungen, Stoffwechselstörungen und wie zuvor erwähnt noch andere Entwicklungsstörungen, des Weiteren Diabetes Typ I und II.
INFOBOX
Endokrin aktive Substanzen
Letzte Aktualisierung: 20. Mai 2015 – Die Konsultation bezieht sich auf frühere Arbeiten der EFSA zu endokrin aktiven Substanzen, insbesondere das im März 2013 veröffentlichte Wissenschaftliche Gutachten des Wissenschaftlichen Ausschusses der EFSA über die Gefahrenbewertung von endokrinen Disruptoren!
Die Sachverständigen der EFSA kamen zu dem Schluss, dass mit den derzeit bzw. in Kürze verfügbaren international vereinbarten Prüfverfahren der Einfluss von chemischen Stoffen auf die wichtigsten endokrinen Pfade bei Säugern und Fischen, die bekanntlich auf endokrine Störungen empfindlich reagieren, identifiziert werden kann. Die hormonellen Pfade, für die die Prüfmethoden am besten geeignet sind, betreffen Östrogene, Androgene und Schilddrüsenhormone sowie die Steroidogenese (den biologischen Prozess zur Produktion von Steroiden).
Die EFSA gelangte ferner zu dem Schluss, dass ein Risikobewertungsansatz, der sowohl potenzielle Beeinträchtigungen durch endokrin aktive Substanzen als auch die jeweilige Expositionswahrscheinlichkeit berücksichtigt, die bestmögliche Nutzung der vorliegenden Informationen zur Regulierung des Einsatzes der betreffenden Stoffe darstellt.
Gefahren- vs. Risikobewertung endokrin wirksamer Substanzen
Ob eine endokrin wirksame Substanz eine Gefahr darstellt (d.h. ob sie als potenzieller endokriner Disruptor betrachtet werden kann) hängt mit ihrer inhärenten Fähigkeit zusammen, das endokrine System zu stören und infolgedessen eine Beeinträchtigung hervorzurufen.
Eine Gefahr ist eine mögliche Bedrohung in Zusammenhang mit den intrinsischen Eigenschaften eines Stoffs (wenn etwa seine Toxizität nachweislich Krebs verursacht). Das Risiko, dass der endokrine Disruptor eine schädliche Wirkung auf Mensch und Tier haben könnte, hängt von dem Grad (der Dosis), der Dauer und dem Zeitpunkt der Exposition von Menschen bzw. Tieren gegenüber dieser Gefahr ab.
Gefahren können unbedenklich sein, wenn man ihnen gar nicht ausgesetzt oder die Exposition zu gering ist, um Schaden zu verursachen. Amygdalin beispielsweise ist ein Stoff, der in Aprikosenkernen enthalten ist. Als chemischer Stoff ist er recht toxisch und stellt daher eine Gefahr dar. Da wir den Stein in der Regel aber nicht mitessen, ist der Verbraucher dem Stoff auch nicht ausgesetzt und das vom Aprikosenverzehr ausgehende Verbraucherrisiko entsprechend gering einzuschätzen. Dies gilt analog für endokrine Disruptoren.
Das Ziel der Risikobewertung besteht darin zu bewerten, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Substanz – in diesem Fall eine endokrin wirksame Substanz – bei einer gegebenen oder zu erwartenden Exposition Schaden verursacht und was eine unbedenkliche Exposition darstellen würde.
Die Wissenschaftler zeigten in ihrem Modell auch, dass die in den Proben vorhandenen Östrogene tatsächlich funktionell wie aktive Hormone wirken.
Aufgespürt werden die Hormone mit einer Schneckenart, die acht Wochen in der Plastikflasche leben „dürfen“, und deren hochsensibler Organismus bereits auf geringe Belastungen reagiert.
Die Anzahl der Embryos, die von den Schnecken produziert werden, werden mit einer Kontrollgruppe verglichen, die in Glasflaschen leben darf. Anhand des Unterschiedes in der Anzahl der Embryonen lässt sich die östrogene Aktivität feststellen.
Mithilfe seiner Forschung stellte Martin Wagner fest, dass pro Mineralwasser-Marke ganz unterschiedliche Embryo-Anzahlen feststellbar waren und dass dies mit der Art der Verpackung zusammenhängt.
„Während die Schnecken in Glasflaschen ganz normale Mengen Embryonen produzieren, stellen wir bei denen in den Plastikflaschen erhöhte Zahlen fest, was uns natürlich den Hinweis gibt, dass etwas aus dem Material herausgelaugt ist. Wir haben überall das gleiche Wasser eingefüllt, das heißt die einzige Variable war die Verpackung“, so der junge Wissenschaftler.
Nun, so eine PET-Flasche ist gar nicht so dicht, wie man meinen sollte. Das Plastik ist eigentlich porös und zwar sogar so sehr, dass die in der Flasche enthaltene Kohlensäure sogar bis zu einem gewissen Grad durch den Kunststoff entweicht.
Dabei werden eben auch Chemikalien aus dem Plastik ausgewaschen und landen im Wasser.
Wie gefährlich können nun solche Stoffe sein?
Forscher haben in Tierversuchen verheerende Effekte beobachtet.
Kaulquappen werden zum Beispiel anstatt zu Fröschen zu Riesenkaulquappen.
Professor Schönfelder von der Uni Würzburg erklärt zu Bisphenol-A, dass zu den sehr zahlreichen Wirkungen der Chemikalie unter anderem folgende gehören: Veränderung der Spermien-Qualität und -Menge, die Größe der Prostata ändert sich, vergrößertes Brustwachstum sowie ebenfalls Auswirkungen auf Diabetes Typ I und II, des Weiteren ebenfalls Fett- oder andere Stoffwechselstörungen.
Deutschlands größter Mineralwasser-Hersteller, Gerolsteiner, sowie der Verband Deutscher Mineralbrunnen verweigerten dazu gemäß unseren Recherchen jede Stellungnahme.
Eine Zusammenarbeit mit Dr. Wagner wird ebenfalls verweigert, dabei wäre die besonders wichtig, um herauszufinden, welche Chemikalien überhaupt im eingesetzten Kunststoff enthalten und gefährlich sind. Laut Wagner handelt es sich dabei um Industriegeheimnisse.
„Insofern tappen wir ein bisschen im Dunkeln und suchen nach der Nadel im Heuhaufen“, so Wagner.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt dazu folgendes Statement ab:
„Auf Grundlage der Daten aus dem Schneckenmodell können keine wissenschaftlich fundierten Schlussfolgerungen zum gesundheitlichen Risiko des Verbrauchers gezogen werden“.
Aus Sicht des Bundesinstitutes für Risikobewertung „…müssen Verbraucher […] daher nicht auf Mineralwasser aus PET-Flaschen verzichten.
Oder anders gesagt: Solange ihr den Krebs nicht in harten Zahlen nachweisen könnt, nehmen wir zwar zur Kenntnis, was Ihr geforscht habt, es juckt uns aber nicht weiter.
Die besondere Hinterhältigkeit in diesem Standpunkt liegt darin, dass es bei der Vielzahl an Umweltgiften, mit denen wir belastet werden, schwer bis unmöglich ist, festzustellen, welches nun welche Symptome hervorruft.
Auf diese Tatsache zählt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Würde man nämlich nach der Devise vorgehen, „wenn die Gefahr einer gesundheitlichen Gefährdung besteht, wird der Stoff solange aus dem Verkehr gezogen, bis der Hersteller jenseits aller begründeten Zweifel bewiesen hat, dass der Stoff tatsächlich unbedenklich ist“, sondern wir haben es hier mit einer Beweislastumkehr zu tun.
Wir als Geschädigte müssen nachweisen, dass wir vergiftet werden, nicht der Hersteller muss die Unbedenklichkeit nachweisen.
Sowohl Professor Schönfelder als auch Dr. Wagner können die lachse Haltung der Behörde ebenfalls nicht nachvollziehen.
Prof. Schönfelder hält das Thema für evident wichtig, weil es unser aller Zukunft betrifft und erklärt, dass es dabei nicht nur drum gehe, welche Auswirkungen diese Stoffe morgen oder übermorgen, sondern in den nächsten 10, 20, 150 Jahren haben. Eine Langzeitwirkung sei dringend zu erforschen, zumal diese Stoffe noch in sehr sehr langer Zeit ihre Wirkung entfalten werden.
So tauchen Chemikalien im Abwasser, bis sie durch den Schlick am Grund der Flüsse gesickert sind, etc., zum Teil überhaupt nach 12 Jahren erst wieder in den Trinkwasserbrunnen auf. 60 % des deutschen Trinkwassers entstammt übrigens genau diesem Grundwasser.
Mehr als 130 Einzelwirkstoffe wurden bislang in deutschen Binnengewässern nachgewiesen.
Aber nicht nur das: Am Abwasser von Städten lässt sich sogar u.a. der Cannabis- und Cocain-Konsum ableiten.
Ein Großteil der Stoffe gelangt nämlich über menschliche Ausscheidungen in die Gewässer. Der Rest findet den Weg dorthin, weil er einfach über die Toilette entsorgt wird.
Zahlreiche Studien haben mittlerweile ergeben: Fische wurden bereits durch Hormone aus Antibabypillen geschädigt. Auch Pilzbekämpfungsmittel (Fungizide) aus importierter Kleidung gelangten beim Waschen ins Wasser.
Neben Spuren von Medikamenten kommen auch neue Stoffe hinzu. Rückstände aus Nanotechnologie oder Pflegeprodukten etwa. Selbst Süßstoffe aus der Nahrung verarbeitet der menschliche Körper nicht. Die Risiken sind bislang – aufgrund der fehlenden Zukunftsforschung – noch nicht absehbar.
Gemäß dem Lüneburger Umweltwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Kümmerer, der an der Leuphana Universität das Institut für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie leitet, haben wir auch deswegen kaum Erkenntnisse über mögliche Auswirkungen auf Mensch und Tier, weil sich die Stoffe in Wasser und Boden chemisch verändern. Lesen Sie dazu auch: Unser Trinkwasser
Martin Wagner im Beitrag: Oestrogene in Mineralwasser
„Wir müssen vermehrt dafür sorgen, dass derartige Stoffe nicht in den Wasserkreislauf kommen“, forderte er.
Dazu auch ein Video: The Story of BottledWater (deutsche Übersetzung)
Wie kommt das Wasser in die Flasche?
Der Film zeigt uns, wie unser „normales Trinkverhalten“ die Industrie bestimmt. Oder bestimmt die Industrie unser Trinkverhalten?
GANZ AKTUELL: WORAN SIE SEHEN KÖNNEN – WIE DIE ECHA ENTSCHEIDET
ECHA will Bisphenol A in Thermopapier verbieten
Mittwoch, 24. Juni 2015
Der Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) hat den Vorschlag Frankreichs unterstützt, Thermopapier vom Markt zu nehmen, das Bisphenol A enthält. Dadurch sollen vor allem KassiererInnen gesundheitlich entlastet werden, die viel mit Thermopapier in Form von Rechnungen oder Rezepten in Kontakt kommen.
Während der RAC das Risiko für ArbeiterInnen als unzureichend kontrolliert ansieht, stellt er aber keine Gefahr für KonsumentInnen fest. Der Ausschuss für sozioökonomische Analyse wird sich im September mit dem Verbotsvorschlag beschäftigen und Ende des Jahres einen Bericht veröffentlichen.
Bisphenol A (BPA) gilt als hormonell wirksam und wird als Weichmacher in zahlreichen Plastikprodukten eingesetzt, auch in Verpackungen für Lebensmittel. Frankreich hatte deshalb im Januar 2015 BPA in allen Verpackungen, Containern und Gebrauchsgegenständen verboten. Dieses Verbot wird allerdings gerade von der französischen Industrie angefochten. QUELLE
Und zu den 18 Marken, dieses bedeutet, dass die Testergebnisse aufgrund von 18 Mineralwassermarken entstanden sind. Dieses muss immer in Studien angeben werden. Um welche Marken es sich direkt handelt, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Bitte bedenken Sie, Mineralwasser- Nestlé, Danone, Coca-Cola und Pepsi beherrschen Weltmarkt. Nur weil 18 Marken geprüft wurden, bedeutet dies nicht, dass die anderen in Ordnung sind.
Interessierte Leserinnen finden die Studie/Dissertation hier und schauen Sie sich bitte die Fotos in den Studien an.
Die besten Marketingtricks unserer Zeit – der Verbraucher zahlt sogar für Luft!
Marketing ist der Lebensnerv jedes Unternehmens – ohne ihn wird das Unternehmen wie ein marodes altes Holz-Segelschiff irgendwann kentern, sofern dieser nicht richtig gepflegt wird. Aber über einen solchen Erfolg dürften sich selbst die Erfinder spezieller Marktingstrategien gewundert haben. Weiterlesen →
Claus Ferdinand Ascher für die Netzfrauen und Netzfrau Doro Schreier
Für die englischen Leser der Netzfrauen ein Beitrag den wir auf englischer Sprache gefunden haben, die sich ebenfalls mit dem Thema befassen:
Study Finds Over 24,000 Chemicals In Bottled Water: Which Ones Are Harming You?
German researchers have discovered endocrine disrupting chemicals (EDCs), that could adversely affect development and reproduction, to be contained in 18 different bottled water products(1). Of the 24,520 suspect chemicals found to be present in bottled water, the one that showed consistent results and illustrated anti-androgenic and anti-estrogenic activity is di(2-ethylhexyl) fumarate (DEHF). Endocrine disruptors are chemicals that can interfere with the hormone system, they can cause cancerous tumors, birth defects, cardiovascular disorders, metabolic disorders and as mentioned earlier, other developmental disorders (1).
This study comes from Martin Wagner and Jorg Oehlmann of the Goethe University Frankfurt, Frankfurt am Main, and Michael Schlusener and Thomas Ternes of the German Federal Institute of Hydrology. They determined that bottled water could contain serious amounts of EDCs that should be a cause from concern.
Researchers used spectrometric simulation to narrow down their findings to DEHF as the only possible EDC giving rise to harmful activity. DEHF is also known as an anti-estrogenic compound, which means that another unidentified EDC must be present in the samples that showed anti-androgenic activity.
The authors employed a sensitive in vitro bioassay to characterize the total estrogenic burden leaching from plastics, including potential mixture effects and unidentified EDCs. Using a similar approach, a series of studies reported a widespread estrogenic contamination of commercially available bottled water. Here, we combine biological and chemical analysis to identify putative steroid receptor antagonists in bottled water. Most of the products were potently antiestrogenic and antiandrogenic in the bioassays. Nontarget high-resolution mass spectrometry pointed towards maleate and fumarate isomers as promising candidates and subsequently enabled the identification of di(2-ethylhexyl) fumarate. Because its concentration is too low to explain the observed activity, other compounds must contribute. However, further maleate/fumarate isomers are not only biologically active but structurally highly similar to phthalates. Hence, we speculate these compounds might represent a novel, so far overlooked group of EDCs.
An increasing number of in vitro studies reports the presence of EDCs in bottled water. With previous studies focusing on estrogenicity, the present work provides evidence for an additional contamination with steroid receptor antagonists. We detected antiestrogens and antiandrogens in the majority of analyzed bottled water products. Moreover, the antagonist activity was very potent. An equivalent of 3.75 ml bottled water inhibited estrogen and androgen receptor by up to 60 and 90 percent. Bottled water from six different countries has been found to contain estrogenic, antiestrogenic, as well as androgenic, progestagenic, and glucocorticoid-like chemicals. This demonstrates that a popular beverage is contaminated with diverse-acting EDCs(1).
What Can You Do?
The answer is simple, don’t drink bottled water! Apart from that, you can purchase water filters that take out the chlorine and fluoride from your water if you choose, they aren’t that hard to find and if you do your research you can find some fairly inexpensive ones. If you’re interested, shoot us an email and we can help you out in your search. 24,000 chemicals is a lot of chemicals to be putting into your body. I’m not saying all of them are harmful, but who would want to take that chance? It’s not uncommon for us to taste some of these chemicals within the water that come from the plastic, especially if you leave the bottle in the sun for a short period of time.
Here is a very informative video that shares a lot more of what needs to be known about bottled water:
In den Augen von unzähligen Experten zählt Dr. Leonard Coldwell als weltgrößte Autorität für natürliche Krebs-Heilung, stress-bezogene Krankheiten und Burnout-Syndrom. Er gilt als der erfolgreichste Trainer im motivations- und selbstlehrendem System der heutigen Zeit. Er ist der Autor von 19 Bestsellerbüchern, u. a. seinen größten Bestsellern: “Die einzige Antwort auf Krebs”, “Die einzige Antwort um deine Krankheit zu überleben” und “Dein Arzt”. Über 57 Millionen Leser erfreuen sich an seinen Lehrwerken. Seine CD-Kollektion “IBMS Stress-Minimierung” ist die meist gepriesene und meist verkaufte aller Zeiten. Nachdem er seine Fähigkeiten schon in jungen Jahren entdeckte, heilte er eigenständig seine an Hepatitis C, Leber-Zirrhose und Leber-Krebs erkrankte Mutter. Sie hatte die Diagnose Krebs im Endstadium erhalten, und eine Überlebensprognose von 6 Monaten. Heute, 43 Jahre später, ist sie am Leben und gesund. Im Laufe seiner erfolgreichen Karriere heilte er bisher über 35.000 Krebspatienten mit einer Erfolgsrate von 92,3 Prozent.
Irgendwo im Pfaffenwinkel ganz in der Nähe des beschaulichen Ortes Paterzell finden wir ein einzigartiges Stück Natur: einen Wald aus Eiben. Zwischen Buchen, Fichten und Tannen, die ihre Kronen in schwindelerregende Höhen strecken, wachsen über 2000 alte Eiben – so viele wie nirgendwo sonst in Deutschland.
Die Eibe ist ein seltsamer Baum und die älteste heimische Baumart. In Europa gibt es sie schon seit 600.000 Jahren und steht heute unter Naturschutz. Sie ist der einzige heimische Giftbaum und liebt es, im Schatten der anderen Bäume zu gedeihen. Sie braucht kaum Licht und wächst sehr langsam und nicht sehr hoch (15, manchmal auch bis 18 Meter), doch kann sie dafür älter werden als alle übrigen heimischen Bäume.
Sie ist ein in vieler Hinsicht besonderer und merkwürdiger Baum, denn sie ist auf der einen Seite ein Nadelgehölz, auf der anderen Seite bildet sie keine Samenzapfen wie die Fichte oder die Tanne, sondern als einzige Art rote Beeren, die in Wirklichkeit “Scheinbeeren” (Arillus) sind, bei denen das korallrote Fleisch des Fruchtbechers einen Samenkern umhüllt. Während die weiblichen Eiben im Spätsommer und Herbst diese Früchte tragen, verbreiten die männlichen Eiben aus ihren Blüten im Frühling einen nebelartigen Staub.
Auffällig auch die oft gewundene, wulstige, tief gefurchte Gestalt des Stammes, in dessen Formen wir nicht selten eigenartige Wesen und Gesichter zu erkennen glauben. Die Eibe scheint keine Symmetrie zu verfolgen in ihrem Wuchs, sondern immer wieder vereinen sich Äste mit dem Stamm, umwinden diesen, verbinden sich zu einer geschlungenen Ganzen. Ältere Bäume sind hohl und verjüngen sich, indem sich aus der Krone Äste in den Boden senken und so einen neuen Stamm bilden oder werden von jungem Holz umwallt. Die Eibe scheint sich einem ununterbrochenen Transformationsprozess zu unterwerfen, der es schwer macht ihr wahres Alter zu bestimmen. Ihr Holz hat keine Harzkanäle und eine gelbliche bis tiefrote Färbung. Besonders an feuchten, regenreichen Tagen leuchtet es unter der abgeschuppten Rinde oft blutrot hervor.
Ihr sehr haltbares und elastisches Holz wurde der Eibe schon früh zum Verhängnis. Ihr Name leitet sich von “iwa” ab, gleichzeitig das Wort für Bogen und Armbrust. Aus diesem Holz schuf man schon seit der Steinzeit besonders langlebige Waffen. Schon das Bogenholz von “Özti”, der in den Ötztaler Alpen gefundene mumifizierte Leichnam eines Menschen der frühen Steinzeit, war aus diesem begehrten Holz gefertigt. Nicht umsonst findet man sie als langsam wachsende Waffenkammern oft gehäuft rings um Burgen. So kam es, dass Eiben in Oberbayern und anderswo aufgrund der großen Nachfrage an Kriegs- und Jagdwaffen um 1600 schon weitgehend ausgerottet waren. Überlebt hat sie zumeist in Gärten, auf Friedhöfen und in Parks. Doch selten sind solche Anblicke wie hier bei Paterzell: ein ganzer Wald voller Eiben. Einige dieser Baumahnen sind wohl bis zu 1000 Jahre alt.
Andere wiederum sagen, das althochdeutsche “iwa” hänge mit dem Wort “ewa” für Ewigkeit zusammen – die Eibe, der immergrüne Baum, der den Tod überwindet – und bringt.
Die Eibe
schlägt an die Scheibe.
Ein Funkeln
Im Dunkeln
Wie Götzenzeit, wie Heidentraum
Blickt ins Fenster der Eibenbaum.
(Theodor Fontane)
Von der Giftigkeit der Eibe spricht bereits Julius Cäsar. Er berichtet, dass der Eburonenkönig Catuvolcus sich mit einem Eibentrunk das Leben nahm. Sehr wahrscheinlich hatte der Selbstmord des Keltenfürsten einen kultischen Hintergrund. Das Gift der Eibe führt zu einem schnellen Herzstillstand, heißt Taxin und ist stärker als das des Fingerhuts. Schon eine geringe Dosis der Nadeln kann auf Pferde tödlich wirken. Auch für Menschen ist die Eibe giftig, allerdings müsste er wenigstens 50 Gramm davon verspeisen. Einzig das rote Fruchtfleisch, welches den ebenfalls giftigen Samenkern umschließt, ist ungiftig und schmackhaft. Für Rehe allerdings ist die Eibe ein wahrer Leckerbissen: Taxin scheint stimulierend auf die Tiere zu wirken, ähnlich wie Tabak auf den Menschen – ein Problem vor allen Dingen für den Nachwuchs der Eiben, der in den überhegten Rehbeständen unserer Wälder durch entsprechende Maßnahmen wie Umzäunungen geschützt werden muss.
Der griechische Arzt Dioskurides (1.Jhdt. n.Chr.) behauptete, wer unter den Eiben Spaniens schliefe, müsse sterben. Es reiche manchmal schon aus, vom Schatten der Eibe getroffen zu werden um. Hieronymus Bock (1198 – 1554) warnt in seinem Kräuterbuch: „Jeder der unter einer Eibe einschläft ist des Todes.” Wegen seiner Giftigkeit galt die Eibe auch als der “verbotene Baum”.
Du starrtest damals schon
So düster treu wie heut,
Du, unsrer Liebe Thron
Und Wächter manche Zeit;
Man sagt, dass Schlaf, ein schlimmer,
Dir aus den Nadeln raucht, –
Ach, wacher war ich nimmer,
Als rings von dir umhaucht!
(Annette von Droste-Hülshoff)
Es nimmt kaum Wunder, dass dieser geheimnisvolle Baum mit seiner sonderbaren Gestalt auch ein heiliger Baum ist. Die Germanen und Kelten sahen in ihm einen Baum des Todes und der Ewigkeit, ein Begleiter in die Anderswelt. Sie tränkten ihre Pfeilspitzen im giftigen Eibensud. Die Druiden, so heißt es, bevorzugten für ihre Zauberstäbe das Holz der Eibe. Wahrscheinlich wurde es unter aufwendigen Ritalen geschnitten, vielleicht bei Mondfinsternissen, wie die Hexen in Shakespearses Macbeth dies tun. Der Zauber der Eibe hatte zudem eine bannende Wirkung gegen alles Böse, gegen Hexen und Dämonen: “Vor Eiben kann kein Zauber bleiben”. Bösartigen Gnomen konnte man beikommen, indem man Eibenzweige vor deren Höhlen streute. Der Eibe hatte im angelsächsischen Raum eine eigene Rune: “Ihwaz”. Diese Zauberrune sollte Krankheit und Unheil abwenden.
Die Eiben säumen den Scheideweg zwischen Leben und Tod:
Est via declivis funesta nubila taxo
ducit ad infernas per muta silentia sedes.
Abwärts senkt sich der Weg,
von trauernden Eiben umdüstert,
Führt er durch Schweigen stumm
zu den unterirdischen Sitzen.
(Ovid, Metamorphosen IV, 432)
Eine gewaltige Eibe soll auch an den Ufern des Unterweltflusses Kokytus, dem Fluss der Klagen, wachsen. Als Baum der Unterwelt finden wir sie auf vielen Friedhöfen. In der Bretagne heißt es, dass es auf einem Friedhof jeweils nur einen einzigen Eibenbaum geben dürfe, weil dieser seine Wurzeln in die Münder der Toten senke. Andererseits stehen Eiben nicht nur für den Tod, sondern auch für dessen Überwindung, nicht zuletzt weil sie immergrün sind. In der irischen Sage von Naoise und Deirdre wachsen aus den Pflöcken, die in die Leichen der beiden Liebenden geschlagen wurden, zwei Eiben, deren Zweige sich miteinander verbinden und so den Sieg der Liebe über den Tod symbolisieren.
An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass manche glauben, Yggdrasil, der Weltenbaum der Germanen, sei gar keine Esche, sondern eine Eibe, da diese als immergrüner Baum viel besser geeignet sei, die neun Welten zu verbinden. Bemerkenswert ist, dass Yggdrasil so viel wie “das Pferd des Schrecklichen” bedeutet, wobei der Schreckliche niemand geringerer sein wird als Odin selbst, der höchste aller Götter. Wenn damit der Baum selbst gemeint ist, dann könnte er auch als ein “Reisebaum” betrachtet werden – ein Baum, auf dessen “Rücken” wir in andere Welten reisen können. Dies könnte ein Hinweis auf die psychoaktiven Wirkstoffe der Eibe sein: Besonders an warmem Tagen dünsten Eiben Pseudoalkaloide aus, so dass viele Menschen schon nach wenigen Minuten eine Mundtrockenheit, Entspannung und Wärme empfinden, eine typische Alkaloidwirkung. Andere berichten über Beklommenheit, Kopfschmerzen und Kreislaufstörungen, die sich nach einem mehrstündigen Aufenthalt unter der Eibe einstellen. Auch rauschartige, euphorische Zustände bis hin zu Trance können eintreten.Hielten deshalb die Druiden unter Eiben Rat, weil sie die bewusstseinserweiternde Wirkung dieses Baumes nutzten?
Wie dem auch sei. Alles Wissen um die Mythologie der Eibe reicht nicht aus, um zu beschreiben, was wir erleben, wenn wir uns auf die Kraft des Eibenwaldes einlassen. Bei einem Besuch im Paterzeller Eibenwald, am besten früh am Morgen oder in den Abenstunden, mag jeder sich seinen eigenen Eindruck verschaffen. Die Begegnung mit diesen Baumgeistern ist in jeden Fall etwas ganz Besonderes. In ihrem Schatten herrscht eine düstere Atmosphäre, die Ehrfurcht einflößt – kein Baum, unter dessen schützenden Dach ich ein Picknick machen würde. Jeder Baum ist ein Individuum, keine Begegnung gleicht der anderen. Wie Gespenster oder Wesen aus einer anderen Welt strecken sie uns ihre Äste entgegen, manchmal einladend, öfters aber warnend. Wer sich von der Eibe berühren lässt, der muss bereit sein, ihre starke Kraft der Wandlung zuzulassen. Dann aber ist die Eibe wie ein Kanal, der uns vo Altlasten befreien kann – wenn wir bereit sind, sie wirklich loszulassen, um einen Neubeginn zu wagen. Eiben verändern uns, mehr noch, sie verwandeln uns. Wer dies nicht ertragen will, der sollte sich nicht zu lange ihrem Einfluss aussetzen …
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