Kategorie: Gesundheit & Ernährung

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  • Back to the roots! Gesundheit durch natürliches Denken

    Back to the roots! Gesundheit durch natürliches Denken


    natürliches Denken

    Die Natur gibt uns alles, was wir zum Leben benötigen. Leider ist das den meisten Menschen nicht mehr bewusst. Sie haben vergessen, woher sie kommen, denn der Abstand zur Natur wird von Generation zu Generation größer. Es fehlt ihnen das Vertrauen in die Natur und der Bezug dazu.

    Naturvölker z.B. empfinden sich als Teil der Natur und achten deshalb darauf, diese zu bewahren. So auch unsere Vorfahren. Sie hatten eine mythische und enge Beziehung zur Natur und zu allem was sie umgab. So war ihre Umwelt automatisch voller magischer und geheimnisvoller Kräfte.

    Der jahrhundertelange Verfall dieser Spiritualität hat uns so weit gebracht, dass wir vergessen haben, wo unsere Wurzeln liegen. In der zivilisierten Welt ist Achtung und Respekt gegenüber der Natur und Umwelt – wenn überhaupt – nur noch schwach ausgeprägt. Die Gleichgültigkeit gegenüber Natur und Umwelt nimmt heute stetig zu. Jüngere Generationen wissen immer weniger über die Natur und die darin vorkommenden Zusammenhänge.

    Durch die Industrialisierung und die dadurch bedingte materialistische Sichtweise ist unser Leben heute geprägt von Wissenschaft, Technik und Sicherheit. Die Verantwortung für sich selbst, das eigene Handeln, wurde schon lange abgegeben. Vertraut wird nicht mehr sich selbst oder der Natur, sondern auf Statistiken und Meinungen anderer, insbesondere auf die der Medien oder von Autoritätspersonen wie Politiker, Ärzte oder Lehrer.

    Bei den meisten Krankheiten wäre vielen Menschen schon geholfen, sie würden wieder mehr Verantwortung für sich selbst übernehmen. Elementar und der einzig dauerhaft funktionierende Weg ist hier der Bezug zur Natur. Wir können nichts dafür, dass uns dieser Bezug fehlt, denn er wird uns in der zivilisierten Welt abtrainiert. Das zieht letztendlich eine weltweite Zerstörung des ökologischen Gleichgewichts nach sich. So lange der Mensch sich gedanklich außerhalb der Natur sieht, solange ist die Umwelt dem egoistischen Verhalten des Menschen ausgesetzt.

    Alle in der Natur vorkommenden Prozesse sind aufeinander abgestimmt und durch unseren heutigen Lebensstil geraten diese immer stärker durcheinander. Das Ökosystem wird krank und die Menschen werden es auch.

    Gesundung durch die Natur
    Doch dem können wir auch entgegenwirken, indem wir den Bezug zur Natur wieder herstellen.

    Helfen kann dabei z.B. der „Paleo-Gedanke”: was hätten die Steinzeitmenschen getan? Was haben unsere Vorfahren anders gemacht?

    Darüber nachzudenken, woher wir kommen und wie wir viele Jahrtausende gelebt haben, hilft uns dabei, den richtigen Weg zu erkennen, der Natur und unseren Wurzeln wieder näher zu kommen. Wir sind ein Teil der Natur, die Wahrheit liegt in uns!

    Diesen Weg dann letztendlich zu beschreiten bedeutet Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, sich eigene Gedanken zu machen und sich nicht auf die Meinungen und Ansichten anderer zu verlassen. Wir lernen dadurch, dass uns die Natur im Prinzip alles gibt, was wir zum Leben brauchen und dass das wiederum gar nicht viel ist. Dadurch können wir Ängste abbauen und die heute typischen und allgegenwärtigen Sicherheitsgedanken über Bord werfen.

    Mit einer naturnahen Verhaltensweise tun wir nicht nur unserem Körper etwas Gutes, sondern auch der Natur. Wer für sich selbst nur das Beste will, geht entsprechend auch mit seinen Mitmenschen, den Tieren, der Natur und Umwelt um. Wenn wir alles dafür tun, gesund zu bleiben, helfen wir automatisch auch der Natur, gesund zu bleiben.

    Die ganze Erde mit allen Lebewesen und Pflanzen verfügt über starke Selbstheilungskräfte. Die Natur ist perfekt und immer danach bestrebt, besser zu werden, Wunden zu heilen, Fehler zu korrigieren. Kaum einer hat noch Vertrauen in die Selbstheilungskräfte. Aber auch, weil durch den Lebensstil in der zivilisierten Welt die Selbstheilungskräfte schwinden.

    Doch wie können wir wieder einen besseren Bezug zur Natur aufbauen und gleichzeitig damit auch unsere Abwehrkräfte stärken?

    Naturnah ernähren
    Das was wir unserem Körper täglich zuführen wird leider immer noch viel zu oft unterschätzt. Doch genau das, mit dem wir unseren Körper nähren, hat eine enorme Bedeutung für unsere Gesundheit, für die lebenserhaltenden körperlichen Prozesse.

    Wichtig ist darüber nachzudenken, welche Nahrung Mutter Erde für uns als Lebewesen vorgesehen hat. So orientiert sich z.B. die Paleo-Ernährung an der Ernährungsweise, die seit Jahrmillionen von den Menschen praktiziert wird und auf die unser Körper programmiert ist. Sie ist naturnah, unverfälscht und gibt dem Körper, was er benötigt um einwandfrei funktionieren zu können.

    Körperliche und seelische (Zivilisations-)Krankheiten oder Allergien können vermieden oder geheilt werden.

    Außerdem lernen wir dadurch unseren Körper kennen und unsere körperlichen Bedürfnisse besser zu spüren.

    Naturnah bewegen
    Unser ganzer Körper funktioniert besser, wenn wir uns bewegen. Wir regen dadurch Prozesse bzw. den Stoffwechsel an und stärken dadurch – vor allem – das kardiovaskuläre System, Herz und Kreislauf.

    Die durch die Nahrung zugeführten Nährstoffe gelangen besser in unsere Zellen, damit unser Körper einwandfrei funktionieren kann. Dabei reicht schon leichte Bewegung aus.

    Auch hier können wir uns an unseren Vorfahren der Steinzeit orientieren. Sie waren sicher sehr aktiv, wenn es um Nahrungssuche ging. Hochleistungssport haben sie aber bestimmt nicht betrieben.

    Geerdet sein
    Sie hatten direkten Kontakt zur Erde. Durch das Tragen von Schuhen mit Plastik- oder Gummisohlen leidet nicht nur unsere Körperhaltung, wir werden auch von der Erde getrennt. Dabei ist die elektrische Energie der Erde wichtig für unser Wohlbefinden.

    Wenn wir Barfuß laufen (oder in Barfußschuhen), im Garten arbeiten, in einem See baden oder uns auf andere Art und Weise in der Natur aufhalten und mit ihr in Kontakt kommen, sind wir stets “geerdet” und somit entspannter und ausgeglichener – gesünder.

    Frische Luft
    Am besten ist Bewegung natürlich an der frischen Luft. Wir halten uns heute meist in geschlossenen Räumen auf in denen Luft oft Sauerstoffarm und möglicherweise schadstoffbelastet ist. Besonders für Menschen, die in Städten leben, in denen die Schadstoffbelastung noch höher ist, als auf dem Land, ist es wichtig, regelmäßig in die Natur zu gehen und darauf zu achten, wirklich frische, sauerstoffreiche Luft zu tanken.

    Waldbaden
    Forscher haben herausgefunden, dass sich der Aufenthalt im Wald am besten auf unsere Gesundheit auswirkt. Hier ist die Luft am besten und sauerstoffreichsten, die Geräusche wie Vogelgezwitscher, das Rascheln der Blätter, plätschernde Bäche wirken beruhigend, die vielfältigen Gerüche entspannend und aktivierend. Die Ruhe und Gelassenheit, die ein Wald ausstrahlt, bewirken dasselbe für unsere Stimmung.

    “Waldbaden” ist in Japan bereits eine anerkannte Therapieform. Forscher haben herausgefunden, dass von Pflanzen gebildete Abwehrstoffe, die sich in besonders hoher Konzentration in der Waldluft befinden und die wir somit einatmen, eine sehr positive Wirkung auf unsere Gesundheit haben.

    Ohne Sonne kein Leben
    Alle Lebewesen und Pflanzen würden ohne Sonne nicht existieren. Wir sind abhängig davon und sie hat mehr positiven Einfluss auf unsere Gesundheit als wir denken.

    Leider verwehren sich viele Menschen der Sonne, denn die Schreckensmeldungen der Medien von Hautkrebs über Augenkrankheiten, Sonnenbrand, Kreislaufbeschwerden, etc. verbreiten viel Angst – kaum einer geht mehr ohne Sonnenbrille und Sonnencreme aus dem Haus. Menschen haben Jahrmillionen ohne diese beiden Utensilien gelebt – und waren gesünder.

    Die Sonne gibt uns Energie und regt mehr Prozesse in unserem Körper an, als wir uns vorstellen können. Treffen Sonnenstrahlen auf unsere Haut, bilden wir das für unsere Gesundheit und unser Immunsystem elementar wichtige Schlüsselhormon Vitamin D (in unseren Breitengraden zumindest im Sommerhalbjahr, wenn die dafür relevante UVB-Strahlung dafür ausreichend Intensität hat).

    Sonnen wir uns, bilden wir außerdem das Glückshormon Serotonin, was uns zu guter Laune verhilft.

    Zudem ahnt kaum einer, welch große Rolle der Sonnenuntergang bzw. Sonnenaufgang für einen geregelten Hormonhaushalt spielt und wie wichtig die Schlafphase bei vollständiger Dunkelheit dafür ist.

    Einfach einfacher leben
    Ein naturnaher Lebensstil macht uns nicht nur gesünder und glücklicher, er macht unser Leben auch einfacher und unkomplizierter. Das zieht sich in alle Lebensbereiche hinein. Es lebt sich automatisch unbeschwerter, unbesorgter, stress- und angstfreier und sogar kostengünstiger.

    Man wird gelassener, die Intuition verbessert sich und wir finden leichter den Weg in die Entspannung und einen genussvollen Lebensstil voller Lebensfreude. Mit dieser positiven Energie können wir auch andere anstecken und sie wiederum davon überzeugen, ebenfalls ein – für Mensch und Umwelt – gesünderes Leben zu führen.

    Denn nach den Prinzipien des Paleo-Lifestyles zu leben bewirkt, dass wir mehr über uns und die Umwelt nachdenken. Wer danach lebt, spürt, zu was unser Körper fähig ist, was wir selbst für uns Gutes tun können, welche wunderbaren Hilfsmittel Mutter Erde uns bereit legt. Man bekommt Vertrauen in den eigenen Körper, Vertrauen in die Natur. Das tut gut, schafft Zuversicht und wirkt befreiend.

    Wichtig ist, ohne Scheuklappen durch das Leben zu gehen, sich auf Neues einzulassen, zu interessieren, zu hinterfragen und zu informieren, festgefahrene Gedankenstrukturen zu überdenken und herauszufinden, was einem persönlich gut tut.

    Auf geht’s! Es ist Zeit, die eigene Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen und dadurch gleichzeitig die Welt zu einer Besseren zu machen.

    Bei welchem Erlebnis wurde dir besonders bewusst, dass den Menschen heute der Bezug zur Natur fehlt?

    Wie hat dir mehr Bezug zur Natur geholfen?

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  • 7 Tipps um die Selbstheilungskräfte dauerhaft zu verbessern

    7 Tipps um die Selbstheilungskräfte dauerhaft zu verbessern


    Selbstheilungskräfte

    Die ganze Erde mit allen Lebewesen und allen Pflanzen verfügt über extrem starke Selbstheilungskräfte. Die Natur ist perfekt und immer danach bestrebt, besser zu werden, Wunden zu heilen, Fehler zu korrigieren. So sind z.B. Selektion und Auslese grundlegende Begriffe der Evolutionstheorie. Alle in der Natur vorkommenden Prozesse sind aufeinander abgestimmt. Gerät dieses Gleichgewicht durcheinander, versucht die Natur sofort, wieder den Normalzustand herzustellen.

    Leider haben die meisten Menschen inzwischen vergessen, woher sie kommen. Kaum einer hat noch Vertrauen in die Selbstheilungskräfte. Vertraut wird eher auf die Anderen, auf das Wissen und die Meinungen der Anderen, auf Ärzte oder Heilpraktiker oder anderen Autoritätspersonen. Ich vertraue nicht auf Ärzte. Mit dem nötigen Wissen oder den erforderlichen Quellen, aus denen ich mein Wissen ziehen kann, kann ich auf mich selbst vertrauen und werde unabhängig. Ich bin ich, ich bin ein Teil der Natur, die Wahrheit liegt in mir. Sicher gibt es in der heutigen Zeit viele tolle Möglichkeiten in der Schulmedizin, wenn es z.B. um chirurgische Eingriffe oder medizinische Technik geht. Aber bei den meisten Krankheiten, könnten viele selbst mehr Verantwortung für sich übernehmen und sich mehr auf die Selbstheilungskräfte des Körpers verlassen.

    Ich glaube nicht, dass bei einer Erkältung die Medikamente heilen, es ist vielmehr der Körper, der sich heilt. Laut des Arztes David Colemann sind deine Selbstheilungskräfte so wirksam, dass der Körper mehr als 90% aller Krankheiten selbst überwinden kann, körperlich und seelisch. Dein Körper kann ganz schön viel leisten. Damit er jedoch perfekt funktioniert und er z.B. die 30-40 körpereigenen „Medikamente“ problemlos bilden kann, musst du jedoch ein paar Dinge beachten.

    Lerne, auf deinen Körper und seine Signale zu hören. Ich verspreche dir, irgendwann verstehst du dich sehr gut mit ihm. Dazu ist natürlich auch ein bisschen Hintergrundwissen nötig. Ich möchte dir heute ein paar Tipps geben, wie du deine Selbstheilungskräfte verbessern kannst und auch dein Wohlbefinden steigern kannst.

    1. Tipp: die richtige Ernährung
    Die richtige Ernährung ist das A und O für deine Gesundheit! So wie ein Auto den richtigen Sprit benötigt, benötigt auch dein Körper den richtigen Treibstoff. Leider gehen die Meinungen, was nun der richtige Treibstoff für den Körper ist, weit auseinander.

    Ich kann dir hier nur raten: denke darüber nach woher du kommst. Denke darüber nach, welche Nahrung die Natur für dich als Lebewesen bestimmt hat. Vertraue auf deinen gesunden Menschenverstand.

    Denkst du dann immer noch, dass koffeinhaltige süße Softdrinks und stark verarbeitete Getreideprodukte (Salzstangen) bei einer Magen-Darm-Erkrankung die optimale Nahrung sind und die Natur dies für dich vorgesehen hat? Denkst du, dass es das ist, was dein Körper braucht und ihm die notwendigen Nährstoffe gibt?

    Das was wir unserem Körper täglich zuführen wird leider immer noch viel zu oft unterschätzt. Dabei ist es doch logisch, dass genau das, mit dem wir unsere Körper nähren eine enorme Bedeutung für unsere Gesundheit, für die lebenserhaltenden körperlichen Prozesse hat, oder?

    Mit richtiger Ernährung meine ich “artgerechte” Nahrung, so wie ein Auto auch seinen bestimmten “typengerechten” Treibstoff benötigt. Deshalb lauten meine Tipps:

    so viel Rohkost wie möglich (Bio-Früchte und –Gemüse), da diese noch voller Nähr- und Vitalstoffe und nicht verarbeitet sind (durch Erhitzen & Verarbeiten gehen die meisten Nährstoffe verloren)
    (glutenhaltige) Getreideprodukte (Teigwaren, Nudeln,…) weitestgehend meiden, wenn möglich sogar ganz. (Meines Erachtens ein ganz wichtiges Thema. Meinen persönlichen Erfahrungsbericht dazu findest du hier)
    kein Alkohol (zumindest in einer Krankheitsphase ;-), kein Nikotin, kein Kaffee
    so viel Wasser trinken (oder evtl. auch Tee), wie dir dein Gefühl sagt
    Zucker weitestgehend meiden (Früchte sind gut und wichtig!)
    wenig Salz, kein Kochsalz (lieber ursprüngliches & unverarbeitetes Ur-/Kristall-Salz)
    so wenig Milchprodukte wie möglich (außer Butter)
    gute (gesättigte) Fette (Butter, Kokosöl,…) verwenden
    wenig Essen! Überessen belastet den Körper, übersäuert ihn, ermüdet ihn, raubt ihm die Kraft, die er für die Selbstheilung benötigt
    täglich auf Hungerphasen achten, wirklichen Hunger erkennen lernen
    Fastentage einlegen, damit der Körper seine ganzen Kräfte zur Reparatur einsetzen kann und entgiften kann (siehe auch mein Artikel über Ketose)
    gut kauen – Speichel hat schon seinen Sinn 🙂

    2. Tipp: Bewegung
    Die durch die Nahrung zugeführten Nährstoffe müssen in deine Zellen, damit dein Immunsystem funktioniert. Natürlich hängt das stark mit deinem Stoffwechsel zusammen. Dein Körper funktioniert einfach besser, wenn du dich bewegst, weil du die Prozesse bzw. deinen Stoffwechsel anregst, das kardiovaskuläre System, Herz und Kreislauf stärkst. Durch Sport schüttet dein Körper zudem Glückshormone aus, die sich wiederum auch positiv auf dein Immunsystem auswirken. Dabei geht es nicht darum, Hochleistungssport zu betreiben. Schon ein Spaziergang oder z.B. Trampolinspringen (!) hilft. Am besten ist Bewegung natürlich an der frischen Luft – mit viel Sauerstoff und wenig Schadstoffen in der Luft (z.B. im Wald).

    3. Tipp: Ausreichend guter Schlaf
    Während du schläfst, kann sich dein Körper um die Reparaturarbeiten körperlicher und seelischer Art kümmern. Hier kommt es allerdings nicht nur auf die Quantität an, sondern auch die Qualität. Schläfst du gut und jede Nacht durch? Liegst du Bequem oder tut dir morgens alles weh? Denkst du, dass du an deiner Schlafqualität noch etwas verbessern könntest? Finde von Zeit zu Zeit heraus, was dir gut tut, wie du dich wohlfühlst, was du ändern musst. Das ist wichtig, denn wir schlafen immerhin den Großteil unseres Lebens. Vielleicht wirst du auch feststellen, dass dein Körper weniger Schlaf braucht, je mehr du auf ihn achtest und ihm das gibst, was er wirklich braucht.

    4. Tipp: Stress vermeiden: Tun, was dir Freude macht
    Stress ist äußerst schädlich für die Gesundheit. Aber Stress ist nicht gleich Stress. Es gibt positiven Stress, für du selber verantwortlich bist, der dich zwar körperlich fördert, bei dem aber eher positive Energie frei wird. Und es gibt negativen Stress, der meistens von außen kommt, wie beruflicher & gesellschaftlicher Druck, Mobbing, etc. Ich glaube hauptsächlich negativer Stress wirkt sich auch negativ auf die Gesundheit aus. Solltest du negativen Stress haben, dann befreie dich davon, überdenke deine Ansichten, die dir Stress machen, stelle dir vor, was dir schlimmstenfalls passieren kann – meist reden wir uns viel zu Negatives ein. Mit negativem Stress tust du dir nichts Gutes, d.h. aber auch, dass du nicht das Leben lebst, wie du es dir wünschst. Denke immer an DICH! Lass dir Zeit. Du bist gut so wie du bist, das Leben ist zu kurz für unnötigen Stress, es gibt für jeden eine passende Aufgabe/Tätigkeit, die Spaß macht und das Leben bereichert. Du lebst nur einmal und solltest vor allem niemals das Leben der anderen oder ein Leben für andere leben.

    5. Tipp: Sonne tanken!
    Alle Lebewesen würden ohne Sonne nicht leben. Wir sind abhängig davon, ohne sie würden wir nicht existieren und sie hat mehr Einfluss auf unsere Gesundheit, als die Meisten denken. Leider verwehren sich viele Menschen unbewusst der Sonne. Die Schreckensmeldungen der Medien über Hautkrebs, Augenkrankheiten, Sonnenbrand, Kreislaufbeschwerden, etc. bei zu viel Sonne verbreiten zu viel Angst – kaum einer geht mehr ohne Sonnenbrille und Sonnencreme aus dem Haus, manchen haben regelrecht Panik vor der Sonne… Verlasse dich auch hier auf den gesunden Menschenverstand. Menschen haben Jahrmillionen ohne diese beiden Utensilien überlebt – und waren gesünder! Sonne ist sehr wichtig für uns und unsere Gesundheit. Sie gibt uns Energie, wir bilden wichtiges Vitamin D (das Schlüsselhormon für das Immunsystem), Glückshormone, uvm. – unabdingbar für unsere Gesundheit. Wir sind Sonnenkinder – die Ausbreitung der Menschheit erfolgte vom tropischen Regenwald aus, da wo auch heute noch unsere nahen Verwandten, die Affen, leben ;-). Leider kommen wir in den nördlichen Breitengraden zu wenig in den Genuss, wirklich Sonne tanken zu können – im Winterhalbjahr ist die UVB-Strahlung hier zu gering um das wichtige Vitamin D bilden zu können. Deshalb müssen wir die Sommermonate von März bis Oktober richtig ausnutzen um Sonne zu tanken (mindestens eine halbe Stunde während der Mittagszeit) oder halt in die Nähe des Äquators reisen. Wenn möglich jedoch ohne Sonnencreme, damit die Sonnenstrahlung die richtige Wirkung hat. 😉

    6. Tipp: Entspannung & Meditation
    Unter Stress oder ständiger Anspannung stehen belastet dein Immunsystem sehr. Deshalb ist es wichtig, dass du immer für genügend Entspannung in deinem Leben sorgst. Das funktioniert ganz gut mit Sport als Stressabbau und zusätzlich noch durch z.B. Tiefenentspannungstechniken (Anleitungen bzw. geführte Tiefenentspannung findest du im Internet und z.B. bei Yoga Vidya). Ganz gut ist auch autogenes Training (z.B. als Kurs in deiner Stadt). Oder finde einfach heraus, was dich ablenkt und entspannt, das können oft ganz simple Sachen sein, wie spazieren gehen, ein heißes Bad nehmen, es sich daheim gemütlich machen, etc. Versuche loszulassen – auf deine Art.

    Insbesondere Meditation kann dir helfen. Diese geht oftmals sogar noch tiefer und wirkt nachhaltiger, als die reine Entspannung. Dass Meditation die Selbstheilungskräfte aktiviert, ist bewiesen. Durch Meditation nimmst du deinen Körper intensiver wahr, gehst nach innen, lernst auf deinen Körper zu hören und ihn zu beeinflussen. Viele Meditierende berichten außerdem von einer Art Glücksgefühl, das den ganzen Tag anhält.

    7. Tipp: positiv Denken
    Die Macht der Gedanken ist entscheidend für die Selbstheilung. Krebs-Patienten, die sich aufgeben, verlieren meist den Kampf gegen den Krebs. Positive und aufbauende Gedanken, stärken das Immunsystem, können den Körper zu Höchstleistungen anspornen. Die Überzeugung gesund zu werden, ist die wichtigste Voraussetzung, unsere Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Wenn du erst einmal spürst, was möglich ist, zu was dein Körper fähig ist, was du selbst für dich gutes tun kannst, welche guten Hilfsmittel die Natur dir bereitlegt, bekommst du Vertrauen in deinen Körper und wirst stetig zuversichtlicher. Das tut gut und befreit einen ein Stück weit auch.

    Du siehst, es gibt einige Möglichkeiten, wie du deine Selbstheilungskräfte aktivieren und dauerhaft gesund bleiben kannst. Wichtig ist jedoch, ohne Scheuklappen durch’s Leben zu gehen, sich zu interessieren und informieren, festgefahrene Gedankenstrukturen zu hinterfragen, herauszufinden, was DIR persönlich gut tut und welche Wahrheit DEINE Wahrheit ist.

    Nimm deine Gesundheit selbst in die Hand! Übernimm Verantwortung für dich selbst und habe Vertrauen! Überlasse sie nicht bedingungslos anderen. Keiner kennt deinen Körper so gut, wie du selbst!

    Was tust du für deine Gesundheit? Spürst du Veränderungen durch dein Handeln?

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  • Gesünder Süßen: Positive Effekte von Xylit

    Gesünder Süßen: Positive Effekte von Xylit


    Stell dir mal vor, du könntest Süßigkeiten naschen und deiner Gesundheit bzw. deinen Zähnen sogar etwas Gutes tun. Naschen für die Gesundheit – das wär’s, oder? Xylit ist der Geheimtipp. Diese Zuckerart schützt vor Karies und hat noch einige andere Vorteile für die Gesundheit. Warum das so ist, möchte ich dir heute berichten.

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    Was ist Xylit?

    Xylit ist ein Zuckeraustauschstoff und wird oft auch Birkenzucker oder Xylitol genannt. Es handelt sich um eine natürliche Zuckerart.

    Xylit wird aus Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in Finnland (hauptsächlich Birken, deshalb “Birkenzucker”) oder aus natürlich gezüchtetem Mais (meistens aus China) gewonnen. Außerdem ist es in Früchten zu finden und wird sogar – in geringen Mengen – vom menschlichen Körper gebildet.

    Es ist vegan und unterscheidet sich optisch nicht von Zucker. Es schmeckt so ziemlich wie herkömmlicher Zucker, nur nicht so „flach“ wie Süßstoff oder Stevia. Es ist nur wenig teurer als Haushaltszucker und – in Anbetracht der vielen Vorteile – definitiv die bessere Wahl (natürlich solltest du es nur in Maßen konsumieren). Welche Gründe für Xylit sprechen, erfährst du im Folgenden.

    Xylit gegen Karies

    Xylit hat, im Gegensatz zum klassischen Haushaltszucker den Vorteil, dass es kein Karies verursacht und Kariesbildung sogar verhindern kann. Deshalb handelt es sich hierbei um eine wunderbare Karies-Prophylaxe.

    Das funktioniert so: Xylit bietet, im Gegensatz zu Zucker, keinen Nährboden für kariesverursachende Bakterien (und Pilze). Denn normalerweise verstoffwechseln diese Bakterien Zucker und andere Kohlenhydrate zu zahnschädlicher Milchsäure. Bei Xylit funktioniert dies nicht – die Bakterien werden an ihrer Arbeit gehindert und es wird ihnen die Lebensgrundlage entzogen. Xylit tötet also keine Bakterien und ist kein Antibiotikum, es verhindert nur deren schädliches Werk.

    Xylit fördert, löst man es im Mund auf, die Speichelbildung. Unser Speichel enthält Calciumphosphat. Da die Zähne Mineralien aufnehmen können, wird durch die Aufnahme der Mineralien Zahnschmelz gebildet und bestehender Zahnschmelz gehärtet. Das ist auch ein Grund, warum du viel rohes Obst und Gemüse essen solltest. Unsere Zähne haben die Fähigkeit, Mineralien aus unserer Nahrung aufzunehmen. Zudem werden durch die speichelbedingte Remineralisierung die Zahnoberflächen geglättet und Bakterien und Proteine haben es schwerer, sich an die Zahnoberflächen zu heften.

    Säuren, die durch die Nahrungsaufnahme entstehen, werden durch den erhöhten Speichelfluss verdünnt. Das erhöht den pH-Wert, denn die kariesverursachenden Bakterien (Streptococcus mutans) lieben einen sauren pH-Wert. Nur so können sie sich an unsere Zähne heften. Dadurch entsteht Plaque. Beugst du der Plaquebildung vor, so kann sich auch kein Karies bilden.

    Xylit gegen Mundgeruch
    Da Xylit keinen Nährboden für Bakterien bietet, hilft es natürlich auch gegen Mundgeruch. Hier sind jedoch meist auch andere Ursachen schuld (Ernährung, Übersäuerung,…) – nicht nur die Mundpflege. Effektiver und natürlicher als die Anwendung geruchsüberdeckender aggressiver Mundspülungen ist Xylit aber allemal. Ein Versuch ist es Wert, oder? 🙂

    Xylit gegen Parodontose/Parodontitis
    Wenn sich Bakterien an Zahnhälsen ansammeln und Plaque bilden, kann Parodontitis entstehen. Dabei sondern die Bakterien Stoffe ab, die zu Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) führen. Im fortgeschrittenen Stadium führt Parodontitis zu Zahnverlust, zum Abbau von Zahnfleisch und Knochen.

    Sowohl Gingivitis als auch Parodontitis können durch die regelmäßige Anwendung von Xylit – bedingt durch die oben genannten Gründe – positiv beeinflusst werden.

    Auch die Bildung von Zahnstein kann deutlich reduziert werden, da auf Dauer gesehen weniger Plaque an den Zähnen haften bleibt.

    Xylit bei Diabetes
    Doch nicht nur den Zähnen hilft der Einsatz von Xylit, wenn wir es statt Zucker als Süßungsmittel einsetzen. Xylit wird im menschlichen Körper so gut wie insulinunabhängig abgebaut – Insulin wird nur ganz schwach ausgeschüttet. Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr xylithaltiger Nahrungsmittel nur sehr langsam ansteigt. Das ist insbesondere für Diabetiker interessant, denn Xylit z.B. hat einen glykämischen Index von 10, Zucker von 65, Traubenzucker von 100 und Bier von 110!

    Wie gut also, dass du Xylit ohne Probleme zum Süßen, Kochen oder Backen verwenden kannst.

    Xylit gegen Übergewicht
    Doch auch wenn man kein Diabetiker ist, birgt Xylit viele Vorteile. Die Bauchspeicheldrüse wird weniger belastet. Außerdem kann man dem Risiko, an Diabetes zu erkranken, entgegen wirken. Auch den typischen Heißhungerattacken nach dem Abfall des Blutzuckers kann man durch die Verwendung von Xylit entgehen. So ist die Gefahr, übergewichtig zu werden, geringer.

    Wer auf eine bewusste Ernährung achtet, profitiert auch kalorientechnisch von Xylit. Es enthält bis zu 40 % weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker.

    Xylit gegen Pilze im Körper
    Auch Pilze können Xylit nicht verstoffwechseln, es ist kein “Nährboden”, ihnen wird die Lebensgrundlage entzogen. Daher ist es auch bei Pilzerkrankungen wie z.B. Candida Albicans, etc. förderlich.

    Hierfür macht es Sinn, wenn du herkömmliche Süßigkeiten durch Süßigkeiten mit Xylit ersetzt (oder diese in dem Fall am besten ganz weglässt ;-)).

    Anwendung/Einnahme
    Nimm nach jeder Mahlzeit oder am Abend, bevor du in’s Bett gehst, einen halben Teelöffel Xylit in den Mund und lasse diesen auflösen. Bitte nicht zerbeißen, da die Zuckerkristalle ziemlich scharfkantig sind und dann wie ein Schmirgelpapier an den Zähnen wirken. Dann eine gewisse Zeit den Mund damit spülen und evtl. gurgeln. Xylit gibt es in verschiedenen Körnungen – als Puder ist er natürlich am löslichsten.

    Nach der Anwendung solltest du deinen Mund nicht mit Wasser ausspülen und auch etwa eine halbe Stunde nichts trinken, damit das Xylit ausreichend wirken kann.

    Zur Zahnpflege nach dem Essen kann du Xylit in Form von Kaugummis oder Bonbons aufnehmen (bitte ohne Süßstoffe wie Aspartam oder Acesulfam K).

    Xylit kann auch zum Kochen und Backen verwendet werden. Hierbei kann Haushaltszucker 1:1 durch Xylit ersetzt werden. Die Süßkraft von Xylit ist allerdings nicht so hoch, wie bei normalem Zucker. Oder du süßt fortan deinen Tee oder Kaffee mit Xylit und tust somit noch etwas Gutes für deine Zähne.

    Zahncreme mit Xylit ist nicht so sehr zu empfehlen wie Xylit pur, denn darin ist nur sehr wenig davon enthalten und die Wirkung ist deshalb nicht so gut. Besser als andere Zahncremes ist es aber aufjedenfall, das haben auch Studien bewiesen.

    Die Einnahme von Xylit ist für Kinder und Erwachsene unbedenklich. Zu Beginn sollten jedoch nicht mehr als 3 bis 4 Teelöffel Xylit pro Tag konsumiert werden, da es sonst abführend wirken kann. Die Menge kann dann, bei Bedarf, langsam gesteigert werden, bis sich der Körper nach und nach an größere Mengen gewöhnt hat und die benötigten Enzyme produziert. Es sollten jedoch nicht mehr als 100 g Xylit pro Tag eingenommen werden (für Kinder höchstens 50 g pro Tag). Für Säuglinge und Kinder ist Xylit weniger geeignet, da sie Xylit noch nicht optimal verstoffwechseln und es noch nicht genug Daten über die Langzeitwirkung gibt.

    Menschen mit Fructose-Intoleranz sollten Xylit anfangs nur in sehr geringen Mengen konsumieren, da es sonst zu gleichen Symptomen wie bei FI kommen kann.

    Achtung: Für manche Tiere ist Xylit gefährlich, da ihnen ein wichtiges Enzym fehlt, mit dem es in der Leber abgebaut werden kann.

    Ergiebigkeit
    Xylit ist sehr ergiebig. Es ist nur wenig teurer als Zucker, die Ergiebigkeit und die Vielfalt der Einsatzfelder relativieren den Preis jedoch.

    Wo bekommst du Xylit?
    Xylit bekommst du z.B. bei Xucker (gute Qualität, u.a. in praktischen Dosen erhältlich) oder hier. Hier erhältst du auch Süßigkeiten mit Xylit und viele Rezepte.

    Weitere gute Infos findest du auch bei Zentrum der Gesundheit.

    Was du sonst noch wissen solltest
    So positiv die Sache mit Xylit auch klingt: bitte beachte, dass ein Nahrungsmittel nicht zwangsläufig gesund wird, nur weil es Xylit statt Zucker enthält. Allgemein ist es immer noch besser, komplett auf Zucker zu verzichten, es sei denn natürlich, du verwendest es zur Zahnpflege.

    Xylit wird sehr aufwendig hergestellt und ist somit ein stark verarbeitetes Produkt. Natürlich und ressourcenschonend ist das nicht. Aber dies ist auch nicht bei Zucker oder anderen Süßmitteln der Fall, es sei denn es handelt sich um Honig oder Ahornsirup.

    Zudem ist Xylit noch nicht in Bio-Qualität verfügbar. Folglich wird es auch nur gering in Bio-Lebensmitteln eingesetzt. 🙂

    Xylit ist umweltfreundlich, wenn es aus Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Europa stammt. Das Holz kann zu 100% verwertet werden. Um den weltweiten Bedarf jedoch zu decken, muss Xylit auch aus Mais gewonnen werden, was Monokulturen fördert.

    Es gibt einige Studien, die die positiven Auswirkungen auf die Zähne bestätigen, auch wenn insgesamt wenig über Xylit geforscht wird. Studien sind allgemein sehr teuer und Xylit kann als natürliche Substanz nicht patentiert und kommerziell gewinnbringend genutzt werden. Deshalb wurde die Forschung seitens der Pharmaindustrie eingestellt. Das führt auch dazu, dass man für Xylit nie Werbung sehen wird und man (sicher nicht sehr viele) detaillierte Infos darüber nur im Internet oder in Fachliteratur findet – es wird mehr oder weniger ein “Geheimtipp” bleiben. Gut, dass wir davon wissen, oder? 🙂

    Nun hoffe ich, dass ich dein Interesse für Xylit wecken konnte.

    Verwendest du schon Xylit? Wenn ja, welche Erfahrungen hast du gemacht?

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    Müsli

    Ab und zu habe ich einfach Lust auf Müsli. So wie früher, als ich noch “Körnerfresser” war. Da war Müsli eines meiner Leibspeisen. Ich war sozusagen Müslisüchtig.

    Duch das intermittierende Fasten lasse ich das Frühstück meist weg und daher gibt es bei mir nicht mehr so oft Müsli.

    Doch welche Möglichkeiten hat man, um ein Müsli Paleo-tauglich zuzubereiten? Geht es womöglich sogar in Rohkost-Qualität – “Paleroh” sozusagen?

    Glutenfreie Müslis sind inzwischen schon recht gut erhältlich, wenn auch natürlich lange nicht so in der Vielfalt wie klassische Müslis. Allerdings befinden sich darin oft Cornflakes (Mais) und Flocken oder Crisps aus Pseudogetreide. Dinge, die man aufgrund der enthaltenen Antinährstoffe und Fraßhemmstoffe besser auch weglassen sollte.

    Prinzipiell steht an erster Stelle: die besten Zutaten sind immer die, die ich meinem Müsli auch in Rohkost-Qualität beigeben kann. Was Rohkost-Qualität hat, enthält noch alle Enzyme, ist naturbelassen, nährstoffreich, meist bio, ohne Zuckerzusatz und – vor allem – nicht so stark verarbeitet (wie es z.B. bei Crisps, Pops, Flakes, Gepufftem, etc. der Fall ist).

    Es gibt richtig viele tolle Dinge, mit denen du ein leckeres, nährstoffreiches und gesundes Müsli zaubern kannst – ohne Getreide- und Milchprodukte.

    Ich habe dir alle tollen Müsli-Zutaten zusammen getragen, die ich auch verwende bzw. verwenden würde und darauf geachtet, dass sie folgende Bedingungen erfüllen

    Paleo

    Low Carb, LCHF (Low Carb High Fat)

    Rohkost-Qualität (zumindest prinzipiell möglich)

    laktosefrei

    glutenfrei

    Produkte aus Wildwuchs, Bio- / demeter-Landwirtschaft oder Weidehaltung sind immer zu bevorzugen.

    Milch-Ersatz
    Milch lässt sich inzwischen wunderbar ersetzen – es gibt richtig leckere Alternativen:

    Eiermilch (hier findest du mein Eiermilch-Rezept)
    Kokosmilch: ohne Zusätze außer Wasser (mit einem hohen Kokosnussanteil z.B. von Dr. Goerg) oder im Mixer mit getrockneter oder frischer Kokosnuss selbst gemacht (getrocknete Kokosnuss in Rohkost-Qualität z.B. von Flores Farm).
    Mandelmilch: am besten im Mixer selbst gemacht aus Mandeln und Wasser. Weitere Möglichkeit: Mandelmus (in Rohkost-Qualität z.B. von Soyana) im Shaker mit Wasser mischen. Inzwischen gibt es aber auch eine leckere ungesüßte Mandel Drink-Variante.
    Macadamiamilch: am besten im Mixer selbst gemacht (Macadamias in Rohkost-Qualität z.B. von Flores Farm). Provamel hat jetzt einen leckeren Macadamia-Drink im Sortiment, allerdings mit Agavensirup gesüßt. Geschmacklich bisher – von allen Milchersatzprodukten aus dem Supermarkt – mein Favorit.

    Nicht zu empfehlen:

    Getreide-Drinks (Dinkel, Hafer, …); Reis-Drinks gelegentlich ok (Stichwort “Safe Starches”).
    Soja-Drinks (Hülsenfrucht)
    Stark gesüßte Drinks: prinzipiell sind ungesüßte Varianten natürlich immer besser, da man selbst süßen kann.

    Früchte
    Kernobst / Steinobst / Südfrüchte: alles, was dein Herz (und Darm) begehrt und (roh) verzehrtauglich ist!
    Beerenobst: sind vorzuziehen, da wenig Kohlenhydrate. Sie lassen den Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigen wie z.B. Bananen.
    Trockenfrüchte: allseits beliebt sind Feigen, Datteln, Pflaumen, Rosinen, Sultaninen, etc. Trockenfrüchte sollten jedoch sparsam verwendet werden, da die Zuckerkonzentration sehr hoch ist.
    Süßkartoffeln (roh): klein gewürfelt oder geraspelt – schmeckt und passt wunderbar!

    Alle Früchte sollten am besten Bio- oder demeter-Qualität haben oder aus Wildwuchs sein.

    Zur Not gehen auch gefrorene, gefriergetrocknete oder auch als Rohkost-Frucht-Pulver verarbeitete Früchte – sofern verfügbar.

    Nicht zu empfehlen:

    zu viele, süße (Trocken-)Früchte
    unreifes Obst
    konventionell angebautes Obst (nicht nachhaltig, mineralisch gedüngt, evtl. gespritzt, weniger nährstoffreich,…)

    Nüsse, Samen, Kerne, Getreide
    Kokosraspel / Kokoschips: viele Ballaststoffe und gesunde gesättigte Fette. (In Rohkost-Qualität z.B. von Dr. Goerg)
    Macadamia-Nüsse: geeignet, da wenig Phytinsäure & hoher Gehalt einfach ungesättigter Fettsäuren. (In Rohkost-Qualität z.B. von Flores Farm)
    Kakaonibs: viele Antioxidantien und andere Nährstoffe, Magnesium, glücklich machendes Tryptophan. (In Rohkost-Qualität z.B. von Govinda)
    Edelkastanien-Pulver: leichte natürliche Süße, stark basisch, leicht verdaulich, viele tolle Nährstoffe. (In Rohkost-Qualität z.B. von Naturgaben)
    Erdmandeln: dezente natürliche Süße, viele verdauungsfördernde Ballaststoffe. Zu verwenden: ganz (z.B. von Govinda, am besten über Nacht in Wasser eingeweicht), als Erdmandel-Blättchen (in Rohkost-Qualität von Govinda) oder -Mehl (z.B. von Werz)

    In moderaten Mengen bzw. nur begrenzt Paleo-geeignet:

    Mandeln: gemahlen, gehackt oder als Stifte
    Cashewkerne: gehackt oder als Mus (Cashews in Rohkost-Qualität z.B. von Flores Farm)
    Chia-Samen: kleine Nährstoffbomben (z.B. von Davert)
    Hanfsamen: hohe Nährstoffdichte, Proteine, Omega-3-Fettsäuren. (Z.B. von hanf&natur)
    Flohsamenschalen: verdauungsanregend, quellend und verdickend (z.B. von Golden Peanut)
    Reisflakes: wenn du es mit Kohlenhydraten nicht so genau nimmst und was knuspriges in deinem Müsli möchtest (z.B. von Bauckhof). Keine Rohkost-Qualität.

    Nicht zu empfehlen:

    (Glutenhaltiges) Getreide (alle Körner wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, … & Mais)
    Pseudogetreide (Buchweizen, Amarant, Quinoa,…)
    Hülsenfrüchte (Soja, Erdnüsse,…)
    Leinsamen (Phytoöstrogene)
    Zu viele Nüsse (viele ungesättigte Fettsäuren & Phytinsäure)

    Nährstoffreiches / Superfoods
    Mit Superfoods kann man sein Müsli noch ordentlich aufpimpen (oft reichen hier 1-2 TL) und geschmacklich verbessern:

    Gerstengraspulver: außergewöhnliche Nähr- und Vitalstoffdichte, viel Chlorophyll, stark basisch (z.B. von Lebepur).
    Weizengraspulver: ebenfalls sehr hoher Nähr-, Chlorophyll- und Vitalstoffgehalt, stark basisch (z.B. von Lebepur).
    Aroniapulver: viele Antioxidantien, Mineralstoffe, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe (z.B. von Taste Nature).
    Acerolapulver: Vitamin-C-Bombe! (Z.B. von Dr. Groß)
    Johannisbeerpulver: Vitamin C und viele andere Nährstoffe (z.B. von Spice for Life).
    Acaipulver: viele Antioxidantien und andere Nährstoffe (z.B. von Açaí).
    Kakaopulver: höchste Konzentration von Antioxidantien, Tryptophan & viele Nährstoffe (in Rohkost-Qualität z.B. von Regenbogenkreis).
    Matcha: viele Antioxidantien & Chlorophyll, belebt und aktiviert durch das enthaltene Teein (Koffein) (z.B. von Regenbogenkreis).
    Algenpulver: Spirulina oder Chlorella – nährstoffreiche, jod-, chlorophyllhaltige Superfoods mit entgiftender Wirkung.
    Edelkastanien-/Maronimehl: weitere Infos und Bezugsquelle hier.
    Blütenpollen: enthalten fast alle für den Menschen erforderlichen Nährstoffe. (Z.B. von Allos)
    Eigelb: sehr nährstoffreich, gesunde Fette.
    Kokosöl: gesättigte Fette, mehr Infos hier (z.B. von Bio Planète).
    Butter: für die tägliche Portion guter gesättigter Fette. (Mein Favorit: Rohmilchbutter)

    Gewürze
    Vanille
    Zimt
    Kurkuma: gut für die Verdauung & viele andere Vorzüge.
    Himalayasalz: eine Prise naturbelassenes, unverarbeitetes Salz (z.B. von Erntesegen) macht jedes süße Gericht interessanter.
    Weihnachtsgewürzmischung / “Kaffeegewürz”: für alle, die Chai-Gewürze mögen (z. B. von Sonnentor).

    Süße
    Allgemein sollten Süßungsmittel nur verwendet werden, wenn man durch die Obst-Beigabe noch nicht die Süße erreicht, die man haben will.

    Honig: am besten in Rohkost-(!) und Bio-Qualität, wegen der wichtigen Enzyme, die ab 40° zerstört werden. Enthält zudem Mineralstoffe, Aminosäuren, Vitamine.
    Ahornsirup (nicht roh erhältlich)
    (Trocken-) Früchte: klein geschnitten oder als Pulver.
    Frisch gespresste Säfte

    Nicht zu empfehlen:

    Süßstoff
    Haushaltszucker / Weißzucker / Rohrzucker
    andere stark verarbeitete Süßungsmittel: sie enthalten zudem kaum bzw. keine Nährstoffe.

    Ich hoffe, ich konnte dich für dein nächstes Müsli etwas inspirieren. Die Zutaten habe ich gewissenhaft ausgewählt und irgendwann schon selbst verwendet.

    Es ist allerdings so, dass jeder, der sich mit Ernährung beschäftigt, eigene Vorstellungen hat, was gut ist und was nicht, was in’s Schema passt und was nicht. Ich bin mir darüber bewusst, dass ich es nicht jedem recht machen kann. Wichtig ist einfach, dass du dich mit den Lebensmitteln beschäftigst, dich informierst und du isst, was dir gut tut…

    …und das mit gaaanz viel Genuss!

    Viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂

    Was sind deine Lieblings-Müsli-Zutaten? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen und Tipps!

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  • Wie sich Ernährung auf Gebiss und Gesichtsform auswirkt

    Wie sich Ernährung auf Gebiss und Gesichtsform auswirkt


    Zahnprobleme

    Zahnprobleme nehmen seit Beginn des Industriezeitalters stetig zu.

    Dazu gehört vorwiegend Karies und (der dadurch bedingte) Zahnverlust, sowie Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Parodontose und Wurzelentzündungen oder -beschädigungen (einhergehend mit einem allgemeinen Ansteigen körperlicher entzündlicher Prozesse).

    Aber auch die Zahnstellung verändert sich.

    Kiefermissbildungen und ungleichmäßige Kieferbögen (und Gesichtsformen) treten immer häufiger auf. Fast jeder hat schon – aufgrund von „Platzmangel“ im Gebiss – einen Zahn gezogen bekommen und bei wenigen sind noch alle Weisheitszähne vorhanden.

    Normal und von der Natur gewollt ist das nicht. Wildtiere und Urvölker, die sich naturnah ernähren, haben diese Beschwerden nahezu gar nicht.

    Wie so oft gilt auch hier: die falsche Ernährung ist Schuld – nicht zwangsläufig unsere Gene oder die Zahnpflege.

    We are all designed to be beautiful! (Christine Cronau)

    Der Kauapparat – Werkzeug und Kommunikationsmittel

    Der Kauapparat des Menschen besteht – neben den Zähnen – aus dem Ober- und Unterkiefer und dazugehörigem Kiefergelenk, dem Gaumen samt der Zunge, der Speicheldrüse sowie der Kaumuskulatur.

    Leider wird diesem komplexen Konstrukt im Alltag des modernen Menschen immer weniger Aufmerksamkeit zuteil. Um gesundheitliche Probleme bereits im Vorfeld abwenden zu können, ist es wichtig zu wissen, wie sich die tägliche Ernährung auf den Kauapparat auswirkt.

    Der Kauapparat aus Evolutionssicht

    Das menschliche Gebiss ist das Ergebnis eines langen evolutionären Prozesses, der sich anhand der unterschiedlichen Zahntypen, die sich bis heute identifizieren lassen, erkennen lässt.

    Im Laufe der Entwicklung zum Allesfresser passten sich die Zähne des Menschen der zur Verfügung stehenden Nahrung an, sodass sich heute neben den großen und kleinen Mahlzähnen (Molaren), auch Schneidezähne und Eckzähne im Gebiss finden. Während die Schneidezähne für das Abtrennen von Nahrungsstücken verantwortlich sind, die mithilfe der Molaren sowie der kräftigen Kaumuskulatur zerkleinert werden, stellen die Eckzähne evolutionstechnische Rudimente dar, denn genau genommen handelt es sich um die Überbleibsel von Reißzähnen. Diese erfüllen heute nicht mehr ihren ursprünglichen Zweck, sondern fungieren ebenfalls als Schneidezähne.

    Der Kauapparat dient hauptsächlich dem Zerkleinern von Nahrung aller Art, sodass die darin enthaltenen Nährstoffe im Magen-Darm-Trakt leichter extrahiert werden können, weshalb die Gesunderhaltung unbedingt erforderlich ist.

    Auch hinsichtlich Aussprache bestimmter Laute haben die Zähne bzw. ein vollständiges Gebiss einen hohen Stellenwert. Es ist Kommunikationsmittel. Außerdem sind intakte Zähne ein gesellschaftlicher Indikator für Gesundheit und spielen in Sachen Schönheit eine große Rolle.

    Forschung in Zahngesundheit und Ernährung
    Anfang der 1930er begann der Zahnarzt Weston A. Price aus Cleveland eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen.

    Er reiste zu isolierten Völkern, um die Gesundheit dieser von der westlichen Zivilisation unberührten Kulturen zu studieren und wollte herausfinden, welche Faktoren für die Gesundheit der Zähne verantwortlich sind.

    Dazu besuchte er einsame Dörfer in der Schweiz, Inselbewohner in Schottland, Völker in Nord- und Südamerika, Südseeinsulaner, Eskimos, kanadische Indianer, afrikanische Stämme, Aboriginies und Maori.

    Alle genannten „Gruppen“, die er besuchte, hatten schöne, gerade und gesunde Zähne.

    Außerdem fand er heraus, dass sie auch sonst körperlich und psychisch gesund waren, zufrieden und glücklich wirkten und eine positive Einstellung zum Leben hatten.

    Letztendlich kam er zu dem Ergebnis, dass Zahnfäule und verformte Zahnbögen (der Grund für schiefe Zähne) aber auch Merkmale wie zusammengedrängte Augen, Unter- und Überbiss, abstehende Ohren, stark herausstehende Backen und zu schmale Gesichter das Ergebnis von Nährstoffmangel sind.

    Er fand heraus, dass die Gruppen im Vergleich zur amerikanischen Ernährungsweise damals etwa viermal mehr wasserlösliche Vitamine, Kalzium und andere Mineralien, und mindestens zehnmal mehr fettlösliche Vitamine aufnahmen. Die fettlöslichen Vitamine kamen aus tierischen Produkten, wie Butter, (Fisch-)Eiern, Schalentieren, Organen und tierischen Fetten – alles cholesterinreiche Lebensmittel, die als ungesund gelten.

    Dr. Price entdeckte, dass die fettlöslichen Vitamine A und D (Sonne!) elementar wichtig für die Mineralabsorption und Proteinverwertung sind. Außerdem fand er das fettlösliche Vitamin K2, das in Fisch, Schalentieren, Organen und Weidebutter vorkommt. Alle traditionell lebenden Gruppen hatten eine Vitamin K2-Quelle in ihrer Nahrung.

    Er fand heraus, dass die Gruppen wussten, wie wichtig die richtige Nährstoffversorgung vor (und während) der Schwangerschaft für beide Elternteile war. So hatten tierische Produkte (viele Mineralien, Fett und fettlösliche Vitamine) in dieser Phase einen besonders hohen Stellenwert.

    Dr. Price schrieb ein Buch über seine Forschungen, das bemerkenswerte Photographien von attraktiven, gesunden, “primitiven” Menschen zeigt und den physikalischen Verfall aufzeigt, den Kulturen erleben, die ihre traditionelle Ernährung zu Gunsten von modernen Fertigprodukten aufgaben.

    So zeigt er z.B. den Unterschied in der Gesichtsstruktur zwischen sich traditionell ernährenden Menschen (breite, attraktive Gesichter mit genügend Platz für die Kieferbögen, schöne Zähne und Zahnstellung, …) und solchen, deren Eltern eine “zivilisierte” Ernährungsweise von denaturierten und verarbeiteten Nahrungsmitteln übernommen haben (schmale Gesichter, zusammengedrängte, schiefe Zähne, schlechte Abwehrkräfte, …).

    Wie die Ernährung den Kauapparat beeinflusst
    Um die Funktionalität des Kauapparats langfristig aufrechtzuerhalten, ist es wichtig, dass

    all seine Bestandteile in ausreichendem Maße belastet, jedoch nicht überlastet werden. Damit die Kaumuskulatur ihrer Zweckbestimmung entsprechend gefordert wird, ist es unabdingbar rohe Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Im Umkehrschluss verursacht stark verarbeitete und möglicherweise ausschließlich gekochte Nahrung, dass sich die Kaumuskulatur partiell zurückbildet (fehlender Kaudruck). Dadurch kann es zur Lockerung einzelner Zähne aus dem Zahnbett kommen. Dies wiederum führt im schlimmsten Fall zu Fehlstellungen des Kiefers, die Knorpelschäden im Gelenk oder Verspannungen der Kiefermuskulatur auslösen können.
    Fehlbelastungen vermieden werden oder diesen entgegengewirkt wird. Hierzu gehören z.B. Daumenlutschen, falsche Körperhaltung, Knirschen, etc.
    auf eine ursprüngliche, natürliche und nährstoffreiche Ernährung geachtet wird, da sie entzündliche Prozesse reduziert, genügend Nähr- und Mineralstoffe (Basis für gutes Wachstum, Zahnremineralisierung und gute Abwehrkräfte) enthält, keinen Nährboden für zuckerliebende Kariesbakterien bietet und somit für ein basisches Milieu im Körper bzw. Mundraum sorgt.
    Alles hängt mit allem zusammen! 🙂

    Ernährungsempfehlungen von Weston A. Price
    Weston A. Price empfiehlt, sich an der Ernährung der isolierten Völker, die er kennen lernen durfte, zu orientieren (die der Paleo-Ernährung sehr ähnlich ist). Seine Empfehlungen lauten:

    Unverarbeitete Lebensmittel verwenden
    Obst und Gemüse frisch und roh oder leicht in Butter gedünstet, vorzugsweise biologisch oder biodynamisch erzeugt
    Fleisch und Organe von grasfressenden Tieren aus Freilandhaltung oder aus Wildfang
    Milchprodukte mit hohem Fettgehalt, vorzugsweise in Rohmilch-Qualität
    Viele tierische Fette verwenden (Rinderfett, Schmalz, Butter, …)
    Nur kaltgespresste Pflanzenöle verwenden (Kokosöl, Olivenöl, …)
    Lebertran
    Körner, Hülsenfrüchte oder Nüsse nur eingeweicht oder angekeimt essen (hemmt die „Antinährstoffe“)
    Fermentiertes: Obst, Gemüse, Getränke, Würzmittel
    (Fisch-)Eier
    Insekten
    Fleischbrühen aus Knochen
    Gefiltertes Wasser
    Unraffiniertes Salz
    Kräuter und Gewürze, am besten frisch und roh
    Natürliche Süßmittel verwenden: Honig (naturbelassen), Ahornsirup, Dattelzucker.
    Unerhitzter Wein und Bier in Maßen sind ok

    Weitere Empfehlungen
    Hauptsächlich rohe Lebensmittel
    Nur wenig Salz
    Kochen nur in Edelstahl, Gusseisen, Glas, Emaille
    Keine Mikrowellen verwenden
    Aluminium vermeiden
    Flouridfreie Zahncreme
    keine Amalgamfüllungen
    Genügend Schlaf in der Nacht
    Bewegung
    Natürliches Licht, Sonne tanken
    Postiv Denken
    Vergeben

    Diese Lebensmittel sollten vermieden werden:
    Industriell verarbeitete Pflanzenöle (z.B. Soja-, Mais-, Distel-, Rapsöl, etc.)
    Stark erhitzte Öle/Fette
    Gehärtete Fette
    Lebensmittel aus Konserven/Dosen
    Gespritzte Lebensmittel
    Genmanipulierte Lebensmittel
    Raffinierte Süßmittel (weisser Zucker, Maissirup, Fruchtzucker, …) in jeglicher Form
    Getreideprodukte
    Pasteurisierte, homogenisierte, entrahmte oder fettreduzierte Milch(produkte)
    Eiweisspulver
    Künstliche Vitamine
    Zusatzstoffe
    Farbstoffe
    Medikamente
    Hoch verarbeitete Fertigmahlzeiten
    Zu viele Nüsse und Samen (keinesfalls ranzig)
    Koffeinhaltige Getränke
    Zigaretten
    Spirituosen

    Zähne und Kiefer sind unser ganzes Leben lang vielen unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt und sicher können wir nicht alles kontrollieren oder beherrschen. Wichtig ist zu wissen, welche Auswirkungen die richtige Ernährung auch hier hat und wie wichtig es aber auch ist, dass der richtige Grundstein schon in der Schwangerschaft oder im Kindesalter gelegt wird. Mich haben die Forschungen von Weston A. Price total fasziniert – vor allem, wenn es um Kiefergröße, Zahnstellung und Gesichtsform geht. Dass eine ungesunde Ernährung Karies verursacht, wissen wir ja eigentlich alle. 🙂

    Meine persönlichen Tipps/Empfehlungen:

    Ich verwende zur Zahnpflege abwechselnd entweder Dr. Bronner Magic Soap Pfefferminze, Birkenzucker (Xylit), diese Zahncreme (mit effektiven Mikroorganismen; Favorit!), natives Kokosöl oder manchmal auch die Aleppo-Seife.

    Weiterführende Links zum Thema:

    Informationen um den Kauapparat und Schädigung
    Informationen um zahngesundheitliche Probleme (insbesondere Parodontose)
    Einfluss von Schädigung des Kauapparats auf weitere körperliche Beschwerden
    Weston A. Price Foundation

    Buchempfehlung:

    Nutrition and Physical Degeneration: A Comparison of Primitive and Modern Diets and Their Effects

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  • Was ist Vitamin D3 und warum Ihr es braucht

    Was ist Vitamin D3 und warum Ihr es braucht


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    Unter dem Begriff „Vitamin D“ wird eine Gruppe fettlöslicher Vitamine zusammengefasst.

    Für den Menschen ist dabei bedeutend, das in pflanzlichen Zellen und Pilzen vorkommende Vitamin D2 (Ergocalciferol) sowie das Vitamin D3 (Cholicalciferol) aus tierischer Nahrung.

    Beide sind streng genommen Hormone, denn sie regulieren den Stoffwechsel von Kalzium und Phosphat und sind hauptverantwortlich für die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm. Dadurch sorgt eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung für stabile Knochen und gesunde Zähne.

    Sie können Vitamin D mit der Nahrung aufnehmen, ihr Körper ist aber auch in der Lage, Vorstufen von Vitamin D3 selbst zu produzieren. Dazu benötigt er unbedingt die UV-Strahlen des natürlichen Sonnenlichts (nicht Solarium), damit in der Haut aus Cholesterin eine Vorstufe von Vitamin D3 gebildet werden kann.

    Dieses Provitamin wird dann in der Leber und den Nieren zum aktiven Hormon umgewandelt. Der normale Vitamin-D-Spiegel liegt bei 40 bis 80 ng/ml, der bei den meisten Menschen unterschritten ist.

    Für diese Aufgaben wird Vitamin D im Körper benötigt:

    – Aufnahme von Kalzium und Phosphor aus dem Darm und Einbau in die Knochen

    – Aktivierung der Abwehrzellen (starkes Imunsystem)

    – Ankoppelung der Nervenbotenstoffe (Serotonin, Dopamin) im Gehirn

    – Verhinderung von unkontrolliertem Wachstum abnormaler Zellen (z.B. Schutz vor Krebs und Schuppenflechte)

    – Stabilisierung der Muskelzellen

    – Kontrolle des Blutdrucks und Elektrolythaushalts

    Laut einer aktuellen Studie der Universitätsklinik Heidelberg aus dem Jahr 2010, leiden in den sonnenarmen Wintermonaten die meisten Menschen unter einem Vitamin-D-Mangel.

    Die Forscher (Gynäkologen) hatten 209 im Durchschnitt 54 Jahre alte Frauen von Oktober bis März untersucht und mussten feststellten, dass 75 % von ihnen einen Vitamin-D-Mangel hatten. Die Vitaminkonzentration lag bei ihnen unter 20 ng/ml. Diese Studie wurde von und daher nur mit Frauen durchgeführt. Selbstverständlich leiden aber auch Männer in der zweiten Lebenshälfte ebenso an einer Vitamin D Unterversorgung.

    Etwa ab dem 40. Lebensjahr lässt die Fähigkeit nach, Vitamin D selbst zu bilden. Zusätzlich ist bei älteren Menschen auch die Leistungsfähigkeit der Nieren, Vitamin D in seine aktive Form umzuwandeln, reduziert.

    Ab der zweiten Lebenshälfte benötigt daher fast jeder Mensch eine „Extraportion“ Vitamin D! Leider wissen das aber zu wenige Menschen, was zu schweren Krankheiten führen kann.

    Der Vitalstoffexperte Dr. Bodo Kuklinski von der Universität Rostock empfiehlt grundsätzlich jedem Erwachsenen in den Wintermonaten die tägliche Zufuhr von 800 bis 2.000 I.E. des Vitamins. (Diese Dosierung liegt deutlich über der bisher von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen.)

    Rund 8.000 IE täglich sind notwendig!

    »Wir haben herausgefunden, dass bei Erwachsenen die Einnahme von 4.000 bis 8.000 IE (das sind 100 bis 200 µg) erforderlich ist, um den Blutspiegel von Vitamin-D-Stoffwechselprodukten auf dem Niveau zu halten, das notwendig ist, um das Risiko für verschiedene Erkrankungen – Brustkrebs, Dickdarmkrebs, Multiple Sklerose und Diabetes Typ-1 – um die Hälfte zu verringern«, erklärte Dr. Cedric Garland.

    Ich selber nehme seit geraumer Zeit täglich 10.000 I.E. zu mir in Verbindung mit Vitamin K2, da der Körper dadurch das Vitmin D3 noch besser aufnehmen kann. Die Entscheidung der Menge muss jeder für sich selber entscheiden. Bitte hierzu die u.a. Beiträge beachten.

    Das sind die Anwendungsgebiete für eine Vitamin D Ergänzung:

    – Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose

    – Herzschwäche

    – Bluthochdruck

    – Krebsprävention

    – Infektanfälligkeit

    – Muskelschwäche

    – Schuppenflechte

    – Demenz

    – Depressionen

    Darüberhinaus wirkt der Vitalstoff entzündungshemmend, weil er die typischen Entzündungsreaktionen im Blut zurückdrängt.

    Ich möchte dazu noch folgende interessante Beiträge empfehlen:

    http://dirkbieder.me/2015/03/07/d3-der-lebensfunke-im-menschlichen-korper/

    http://dirkbieder.me/2015/04/03/neue-bahnbrechende-forschungsergebnisse-8-000-ie-des-wunder-vitamins-d-taglich-sind-notwendig-um-krebspravention-zu-erreichen-kopp-online/

    Bleibt alle schön gesund. Liebe Grüße euer Harley

  • 4 ultimative natürliche Körperpflegeprodukte

    4 ultimative natürliche Körperpflegeprodukte


    Natürliche Körperpflege

    Wenn du für deinen Körper nicht nur in Sachen Ernährung das Natürlichste und Beste willst, du Minimalist bist oder einfach nur dein Urlaubsgepäck klein halten möchtest, es dir am Herzen liegt, Umweltbelastungen gering zu halten, nachhaltig zu leben oder einfach nur ergiebige Produkte für wenig Geld ohne viel Schnickschnack möchtest, dann weiß ich ein paar tolle und simple Produkte für dich, mit denen du so gut wie alle Bereiche der Körperpflege abdecken kannst.

    Mit diesen 4 Produkten hast du alles was du für die Körperpflege brauchst:

    Wascherde (Lavaerde / Heilerde / Rhassoul)

    Natives Kokosöl (Kokosfett)

    Aleppo-Seife

    Natron (Natriumhydrogencarbonat)

    Welche Vorzüge und Verwendungsmöglichkeiten diese Produkte mit sich bringen, möchte ich dir im Folgenden aufzeigen. Sie sind nicht nur richtige Alleskönner, sie bieten auch noch viele andere Vorteile.

    Sie sind:

    extrem hautfreundlich und optimal für Menschen mit Allergien oder sensibler, krankhafter Haut geeignet

    meist sparsam in der Anwendung und dadurch günstig im Preis

    minimalistisch, simpel & natürlich mit nur 1-2 Inhaltsstoffen

    vielseitig für so gut wie alle Bereiche der Körperpflege einsetzbar (Synergieeffekte)

    vegan, ohne Tierversuche

    100% biologisch abbaubar und optimal umweltverträglich

    nachhaltig

    geruchsarm bzw. -neutral (natürlicher Duft)

    ohne Emulgatoren, Duft-, Farb-, Konservierungsstoffe

    auch für Babys und Kleinkinder bestens geeignet

    1. Wascherde (Lavaerde / Tonerde / Ghassoul / Rhassoul)
    Wascherde gibt es in verschiedenen Varianten. Sie besteht aus natürlichen gemahlenen Tonmineralien und kommt – je nach Sorte – meist aus dem marokkanischen Atlasgebirge. Es handelt sich um reinen Ton und enthält keine Tenside, Emulgatoren, Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe. Sie ist 100% natürlich und deshalb höchst umwelt- und hautverträglich.

    Einsatzgebiete:

    Haare
    Wascherde eignet sich hervorragend als Shampoo-Ersatz und wirkt sehr mild auf Haar und Kopfhaut. Es ist ein Monoprodukt und daher noch viel natürlicher als ein Naturkosmetikprodukt. Wascherde reinigt sehr schonend und ohne Tenside, d.h. es bindet Schmutzpartikel und Fett an sich, die dann mitsamt der Wascherde abgespült werden. Es erfolgt keine komplette Entfettung und wirkt daher nicht austrocknend auf die Haare und Kopfhaut. Die Haare werden weich und glänzend. Eine Umstellungsphase für die Haare muss jedoch eingeplant werden (besonders wenn man zuvor silikonhaltige Produkte verwendet hat).

    Wascherde kann auch spontan als Trockenshampoo umfunktioniert werden. Einfach etwas Pulver in die Hände geben und durch die Haare “wuscheln” (insbesondere am Haaransatz). So kommt man gut nochmal einen Tag um’s Haare waschen herum. 😉

    Anwendung: 2 EL Wascherde mit 5 EL Wasser vermischen. Etwas quellen lassen und dann wie Shampoo in die Haare geben. Nur kurz einwirken lassen, damit es nicht fest wird und mit lauwarmem Wasser ausspülen. Zubereitung und Anwendung kann unterschiedlich sein, bitte der Verpackung des jeweiligen Produktes entnehmen.

    Körper
    Wascherde eignet sich auch super als Duschgel-Ersatz und entfernt Schmutzpartikel und Fett nach dem o.g. Prinzip. Die Haut wird weich und glatt, da Wascherde auch eine leichte Peeling-Wirkung hat. Es ist das Natürlichste und Verträglichste, was man seiner Haut antun kann (viele Tiere nehmen z.B. Schlammbäder). Wascherde ist basisch und entfernt so optimal die von der Haut ausgeschiedenen Säuren (Näheres zu basischer Hautpflege findest du in diesem Artikel). Dadurch, dass keine aggressiven Tenside oder anderen Inhaltsstoffe enthalten sind, die die Schleimhäute irritieren könnten, ist Wascherde auch bestens für den Intimbereich geeignet.

    Anwendung: wie oben. Menge muss individuell angepasst werden.

    Gesicht
    Wenn man Wascherde als Körperreinigung anwenden kann, dann natürlich auch im Gesicht. Man profitiert von den o.g. Vorzügen. Es ist natürlich und mild reinigend ohne die Haut aus dem Gleichgewicht zu bringen. Perfekt für Menschen mit sensibler Gesichtshaut und Akne. (A propos: meine Tipps für eine schöne Haut findest du hier)

    Anwendung: wie oben. Menge muss individuell angepasst werden.

    Zähne / Mund
    Ich habe schon des Öfteren gelesen, dass es einige Leute gibt, die Wascherde (meist die sehr feine, weiße Lavaerde) auch statt Zahncreme zu verwenden. In Sachen Zähneputzen habe mit reiner Wascherde noch keine Erfahrung. Wenn ich jedoch nichts anderes zur Hand hätte, wäre es aufjedenfall eine naheliegende Option, da es natürlich und basisch reinigt. In meiner EM-X-Gold Zahncreme von Emiko® ist auch Rhassoul enthalten und ich liebe den Reinigungseffekt und das Mundgefühl danach (aber auch Konsistenz, Geschmack und Inhaltsstoffe).

    Anwendung: eine erbsengroße Menge angerührter Tonerde auf die Zahnbürste geben (oder einfach nur das Pulver).

    Weitere Einsatzgebiete:
    Tonerde ist auch als Wundpflaster bei einigen inneren Verletzungen wie Blutergüssen, Quetschungen, Verstauchungen oder Gelenkentzündungen geeignet.

    Anbieter:
    Logona Lavaerde (300 gr oder 1 kg) und Weiße Mineralerde (150 g)
    Alva Rhassoul (2,5 kg)

    2. Natives Kokosöl (Kokosfett)
    Kokosöl wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen. Es besteht hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren und ist daher in der Haltbarkeit stabiler als andere Pflanzenöle. Kokosöl ist 100% natürlich, ohne Zusatzstoffe und daher bestens für die Hautpflege geeignet. Bei einer Temperatur von unter 25° Grad hat es eine harte bis cremige Konsistenz und lässt sich gut auftragen. Es pflegt die Haut, spendet Feuchtigkeit und schafft zugleich ein Milieu, in dem sich Bakterien, Viren und Pilze nicht wohl fühlen. Du solltest am besten auf kaltgepresste (native) Bio-Qualität achten! (Nähere Infos zu Kokosöl findest du auch hier)

    Einsatzgebiete:

    Haare
    Kokosöl kann man als Haarkur verwenden. Nach dem Waschen der Haare kann es als Haarspitzenfluid oder für’s Styling verwendet werden.

    Anwendung: Für eine Haarkur eine Walnussgroße Menge in die Haare und Kopfhaut einmassieren. Als Haarspitzenpflege oder für’s Styling eine kleine Menge zwischen den Fingern zerreiben und in’s feuchte oder trockene Haar kneten.

    Gesicht
    Kokosöl ist ein optimaler Ersatz für Hautcreme. Aber es bietet noch mehr:

    Bei Schnupfen wirkt es feuchtigkeitsspendend, kühlend und beruhigend auf die gerötete Haut.
    Pollenallergiker können ständigem Nießen und Naseputzen etwas entgegenwirken, wenn sie sich gleich morgens etwas Kokosöl auf die Schleimhäute in der Nase reiben. So können die Pollen nicht gleich in die Haut eindringen. (Habe ich oft gemacht, als ich noch Probleme hatte)
    Lippenpflege
    Make-Up-Entferner

    Körper
    Kokosöl kann als Creme für den ganzen Körper verwendet werden. Auch hier bietet es noch mehr:

    Ideales Massageöl
    Aus Kokosöl und Zucker (oder Salz) kann ganz easy ein Körperpeeling hergestellt werden.
    wirkt gegen Mücken (+ Sandmücken) und Zecken (auch bei Tieren). Diese mögen die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure nicht.
    Kann sogar als Wundsalbe verwendet werden (Schnitt- oder Schürfwunden) und soll sich positiv auf den Heilungsprozess auswirken und Narbenbildung entgegenwirken.
    Probleme mit Candida-Pilzinfektionen? Einfach nach dem Duschen mit Kokosöl eincremen. Kokosöl wirkt antifugal (gegen Pilze) und es pflegt die Schleimhäute was zusätzlich gegen das Eindringen von Pilzen schützt.
    Handcreme
    Fußcreme & Schrundenbalsam

    Zähne / Mund / Lippen
    Mit Kokosöl kann man wunderbar Zähne putzen. Durch die enthaltene Laurinsäure wirkt es antibakteriell. Wer es noch effektiver möchte, kann etwas Natron beifügen.

    Mit Kokosöl kann man auch sehr gut ölziehen. Ölziehen trägt wesentlich zur Mundgesundheit bei. Es pflegt das Zahnfleisch, wirkt entgiftend und Mundgeruch entgegen.

    Anwendung: Zum Ölziehen 1 EL natives Kokosöl in den Mund geben und 10-15 min. gurgeln und kräftig im Mund hin- und her bewegen. Irgendwann emulgiert das Öl. Öl ausspucken (nicht schlucken!) und danach den Mund mehrmals mit lauwarmem Wasser ausspülen.

    Deodorant
    Kokosöl kann man wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften auch sehr gut als Deodorant verwenden. Noch wirksamer ist es, wenn man Natron untermischt. Denn Natron neutralisiert Schweißgeruch und hemmt die Bakterienbildung.

    Anwendung: 1 Erbsengroße Menge unter die Achseln geben. Für die Deomischung 50 % Kokosöl verflüssigen (im Wasserbad auf > 25° Grad erwärmen) und 50 % Natron beigeben. Das Ganze vermischen und am besten in ein Glasgefäß füllen, fest werden lassen und schon hat man sein eigenes wirklich sehr wirksames Deo ohne Aluminiumsalze und anderen “Scheiß”.

    Anbieter
    Dr. Goerg: Natives Kokosöl (200 ml, 500 ml, 1000 ml)
    Ölmühle Solling: Natives Kokosöl (500 ml, 1000 ml)
    Rapunzel (auch im Bioladen erhältlich), (216 ml)

    3. Aleppo-Seife
    Die Aleppo-Seife kommt aus Syrien, wird dort handwerklich hergestellt und besteht hauptsächlich aus Olivenöl und Lorbeeröl, ist also Natur pur. Ich bin sehr großer Fan der Aleppo-Seife und habe auch einen ganzen Artikel über diese Seife verfasst. Auch sie ist ein wahres Allroundtalent. Die Seife ist sehr ergiebig und hält gut ein halbes Jahr. Damit sie jedoch nicht kaputt geht, sollte man die Seife nach der Verwendung immer trocknen lassen.

    Einsatzgebiete:

    Haare
    Sie eignet sich gut als Shampoo, man muss aber mit einer Umstellungszeit von ein paar Wochen rechnen. Für die Hautpflege ist ein höherer Lorbeeröl-Anteil gut, für die Haarpflege ist sie dann eher zu reichhaltig – die Haare können strähnig werden. Da reagiert aber jedes Haar anders darauf. Für diesen Fall kann man eine Aleppo-Seife mit 12-15% Lorbeeröl verwenden oder eine spezielle Aleppo Haarseife.

    Körper
    Perfekt als Körperreinigung – zum Duschen oder Baden. Auch hier liegt der Ph-Wert im basischen Bereich. In einem Fußbad wirkt die Aleppo-Seife gegen Gerüche, reinigt, erfrischt und pflegt.

    Anwendung: als Badezusatz einfach im Badewasser etwas “abrubbeln” oder per Käsehobel ein paar Späne ins Badewasser geben. Das ergibt ein basisches Bad und die ätherischen Öle sollen sich positiv auf die Bronchien auswirken.

    Gesicht
    Optimal auch für die Gesichtsreinigung (siehe oben). Sie entfernt bestens Make-Up und hinterlässt ein nicht allzu trockenes Hautgefühl wegen des feuchtigkeitsspendenden Lorbeeröls.

    Zahnpflege
    Ich habe mir im Urlaub schon oft die Zähne nur mit Aleppo-Seife geputzt. Das klappt gut, der Geschmack ist in Ordnung – man gewöhnt daran. 🙂 Den seifigen Geschmack war ich aber auch schon durch die Verwendung von Zahnseife gewöhnt.

    Anwendung: einfach mit der feuchten Zahnbürste ein paar Mal über die Seife reiben.

    Rasiercreme
    Die Seife bildet einen sehr feinen Schaum, der gut als Rasierschaum verwendet werden kann. Die beiden in der Aleppo-Seife enthaltenen Öle wirken beruhigend und entzündungshemmend.

    Anwendung: mit einem nassen Rasierpinsel auf der Seife einen festen Schaum erzeugen oder die zu rasierenden Körperstellen kräftig mit der Aleppo-Seife einreiben.

    Weitere Einsatzgebiete:
    Mit der Aleppo-Seife kann man unterwegs auch gut mal seine dreckige Wäsche waschen. 😉

    Anbieter / Preis
    Zhenobya (15 % Lorbeeröl, 25 % Lorbeeröl, 40 % Lorbeeröl, Haarwaschseife)
    Najel

    4. Natron
    Natron kann man schon ein bisschen als kleines Wundermittel bezeichnen. Es gehört zu den beliebtesten Hausmitteln und die Fähigkeiten von Natron beschränken sich nicht nur auf den Einsatz im Haushalt. Natron ist alkalisch und bindet alle Säuren und wandelt diese in neutrale Salz und Kohlensäure um (Quelle: Wundermittel-Natron.info).

    Einsatzgebiete:

    Haare
    Auch mit Natron kann man gut die Haare waschen. Als basischer Shampoo-Ersatz ist es auch bestens für die Kopfhaut geeignet und wirkt Haarausfall und Schuppenbildung entgegen.

    Anwendung: 1 EL mit 250 ml Wasser vermischen, in eine Sprühflasche geben und die Haare einsprühen oder 1 EL mit 1-2 Liter Wasser in einer Flasche mischen und über die Haare geben. Muss nicht ausgespült werden. Natron kann auch direkt einem (am besten silikonfreien) Shampoo beigefügt werden.

    Gesicht
    Natron ist auch eine milde, basische Gesichtsreinigung. Es hat eine gute aber schonende Reinigungswirkung, der Rückfettungsmechanismus der Haut wird angeregt. Da sich Natron nicht gleich auflöst, kann man es auch gut als Peeling verwenden.

    Anwendung: 1/2-1 TL mit etwas Wasser anrühren und das Gesicht damit waschen oder peelen.

    Körper
    Natron ist ein idealer Zusatz für ein Bad oder Fußbad.

    Ein Vollbad mit Natron wirkt entschlackend, mild reinigend, wohltuend, durchblutungsfördernd und macht eine weiche Haut, die schnell nachfettet. Anwendung: 100 g Natron in ein Vollbad geben.
    Ein Fußbad mit Natron wirkt geruchshemmend und somit optimal gegen Schweißfüße. Anwendung: Ca. 1 TL Natron pro 5 Liter Wasser. Kann auch gut als Peeling verwendet werden, da sich Natron nicht gleich auflöst.
    Natron kann auch direkt in Schuhe gegeben werden, um Gerüchen entgegenzuwirken.

    Zähne / Mund
    Natron als Zahncreme-Ersatz oder Mundspülung sorgt für einen basischen ph-Wert im Mund, Säuren werden neutralisiert, Mundgeruch entgegengewirkt. Somit wirkt Natron gegen Bakterien, insbesondere Karies verursachende Bakterien. Außerdem hat Natron zahnaufhellende Wirkung. Eine tägliche orale Anwendung mit Natron sollte jedoch vermieden werden, da es durchaus den Zahnschmelz angreifen kann.

    Anwendung: 1 Prise Natron auf die Zahnbürste geben. Für eine Mundspülung 1/2-1 TL Natron in ein Glas Wasser geben.

    Deodorant
    Vermischt mit Wasser (im Pumpspender) oder Kokosöl (noch besser) ist Natron ein super Deodorant. Ich verwende schon ganz lange eine Deocreme auf Natron-Basis (z.B. Deodorant Creme von Wolkenseifen) – es gibt nichts Milderes und zugleich Effektiveres. Ich finde es wirkt besser als jedes herkömmliche Deo! Unbedingt zu empfehlen.

    Anwendung: siehe unter Punkt 2, Kokosöl.

    Weitere Einsatzgebiete:
    Reinigung von Verkalktem und Angebranntem (Töpfe, Pfannen, Armaturen,…)
    Geruchsneutralisator (Teppich, Kühlschrank, Haustiere, Abfluss, Schuhe,…)
    Waschmittel-Ersatz

    Anbieter / Preis
    Kaiser Natron (250 g)
    Biovegan (20 g)

    Wie du siehst, handelt es sich wirklich um Allroundtalente. Und sie machen nicht nur ihre Arbeit, nein sie machen sie auch noch richtig gut – besser als manch anderes teures Kosmetik-Produkt. Ich liebe das Gefühl, zu wissen, dass ich damit – z.B. im Urlaub – für fast alles gewappnet bin. Hast du schon Erfahrung mit dem einen oder anderen Produkt? Wenn nein, versuch’ es doch mal aus und lass dich überzeugen. Ich freue mich auf dein Feedback.

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    die 5 gesündesten Öle & Fette für Küche und Körperpflege


    Gesunde Öle

    Fett ist für unseren Körper sehr wichtig, es ist ein essenzieller Baustein in unserem Körper und überhaupt nichts schlechtes, wie einem oft eingeredet wird. Wichtig ist nur, dass man die richtigen bzw. die wirklich wichtigen Fette verwendet.

    Heute möchte ich dir meine fünf Favourites der Öle & Fette vorstellen, die ich in meinem Haushalt für die Küche und Körperpflege verwende. Da es sich um eine gute Mischung aus Eigenschaften handelt, kann man mit diesen Ölen bzw. Fetten alle Bereiche abdecken – mehr brauchst du eigentlich nicht. 🙂 Im folgenden möchte ich dir die Einsatzgebiete und positiven Eigenschaften aufführen.

    1. Kokosöl

    Kokonussöl sollte am besten folgende Voraussetzungen erfüllen:

    Rohkostqualität (Virgin Coconut Oil), nicht gebleicht, nicht raffiniert, nicht desodoriert, nicht gehärtet, Bio-Qualität, Fairtrade, schonende Pressung aus vollreifen Früchten.

    Ideale Einsatzgebiete:

    Braten/Frittieren –> das Öl ist hoch erhitzbar, brennt nicht an, spritzt nicht und gibt ein feines Aroma für die exotische Küche

    Backen –> einfach statt Butter oder Margarine verwenden

    Smoothies –> z.B. einen Teelöffel mit in den Mixer geben

    Nahrungsergänzung –> Kokosöl ist ein Superfood und kann auch einfach so genascht werden 🙂

    Brotaufstrich –> z.B. statt Butter oder Margarine

    Hautpflege –> ganz ohne Chemie! Spendet Feuchtigkeit und wirkt entzündungshemmend

    Haarpflege –> für glänzende & seidige Haare, gegen Schuppen, gegen Haarbruch

    Zahnreinigung –> die antibakterielle Wirkung beugt Karies vor

    Ölziehen –> Reiniung der Mundhöhle, gut für Zähne, Zahnfleisch und Schleimhäute, wirkt entgiftend

    Massageöl –> super pflegend, feiner Kokosduft

    Ich verwende Kokosöl hauptsächlich zum Dünsten & Braten, zum Naschen und manchmal für die Körperpflege.

    Positive Eigenschaften:

    Kokosöl wird aus dem weißen Fruchtfleisch der Kokosnuss gepresst und ist in der Regel von Natur aus allergenfrei, frei von trans-Fettsäuren & vegan. Es enthält wenig Cholesterin. Sensorisch punktet es zuallererst mit seinem cremig-weißen Aussehen und mit dem feinen Kokos-Duft. Doch auch im Mund schmeichelt es uns mit seinem verführerischen Kokos-Geschmack, seinem Schmelz und leicht kühlenden Effekt. Es schmilzt bei 20-25° C und sollte deshalb bei Zimmertemperatur (nicht im Kühlschrank) aufbewahrt werden, da es sonst zu hart wird.

    Kokosöl ist ein Superfood mit vielen wichtigen sekundären Pflanzenstoffen, Mineralien und Vitaminen (Vitamin E). Es ist lange haltbar, da es gegen Pilze (antifungal), gegen Viren (antiviral) und gegen Bakterien (antibakteriell) wirkt. Der Grund dafür liegt in den enthaltenen Fettsäuren Laurinsäure, Caprylsäure und Caprinsäure. Die gesättigten Fettsäuren des Kokosöls bestehen vorwiegend aus mittelkettigen Fettsäuren, die vom Körper sofort aufgenommen werden können. D.h. das Öl gibt dem Körper umgehend Energie.

    Kokosöl lagert sich nicht im Fettgewebe an, sondern heizt die Fettverbrennung sogar zusätzlich an ohne dass der Blutzuckerspiegel steigt. Das liegt an der etwa zur Hälfte enthaltenen Laurinsäure, die zudem sehr gut verdaulich ist und sogar in der Muttermilch vorkommt. Des Weiteren ist Kokosöl entzündungshemmend, normalisiert die Körperfettwerte, ist gut für die Schilddrüsenfunktion (Hormonbildung) und nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen wirkt es sogar Alzheimer entgegen!

    Ich liiieeebe Kokosöl. Es handelt sich hier echt um ein Allround-Talent. Es eignet sich super als Körperlotion oder Gesichtscreme und ist ideal geeignet zur Babypflege. Es beugt Faltenbildung vor, wirkt gegen Hautinfektionen, gegen Ekzeme & Schuppenflechte und spendet Feuchtigkeit. Wenn du eine Intimpflege benötigst, würde ich dir nur Kokosöl empfehlen – es gibt nichts besseres für empfindliche pilzanfällige (Schleim)Hautpartien.

    Es gibt so tolle Alternativen als Ersatz für Erdöl enthaltende konventionelle Pflegeprodukte. Wieso wird so oft zu parfümierten, hoch verarbeiteten Supermarkt-Artikeln, die Paraffin uvm. enthalten, gegriffen, wenn die Natur uns solch tolle Pflegeprodukte schenkt, die viel besser für uns geeignet sind?

    Es soll sogar gegen Zecken und Kriebelmücken helfen, was besonders auch für die Tierpflege interessant ist. Ich selber habe es schon oft als Mücken- und Zeckenschutz eingesetzt und gute Erfahrungen damit gemacht. Reisende berichten über gute Effekte gegen Sandmücken am Strand in den Tropen.

    Kokosöl enthält zwar alle vom Körper benötigten Fettbestandteile, bitte verwende aber trotzdem auch andere Öle beim Kochen um dir andere positive Eigenschaften zunutze zu machen. Und denke immer daran, dass durch Erhitzung bei jedem Produkt wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen.

    Bezugsquellen:
    Kokosöl gibt es mittlerweile im Bioladen. Ich bestelle immer das Kokosöl von Dr. Goerg (beste Qualität, hoher Laurinsäureanteil von bis zu 59,42%, Rohkost, da gepresst unter 40° C & weitere tolle Kokosprodukte), ein weiterer guter Anbieter ist die Ölmühle Solling.

    Hier kannst du noch mehr über Kokosöl lesen:
    Zentrum der Gesundheit (eine wirklich gute Seite über Naturheilkunde und Ernährung), Blog Paleosophie.

    2. Olivenöl

    Olivenöl sollte folgende Voraussetzungen erfüllen:
    Natives Olivenöl Extra (Extra Virgin), also kaltgepresst unter 33° C, nicht desodoriert, hergestellt mit dem mechanischen Verfahren, rasches Pressen nach der Ernte, Bio- oder demeter-Qualität, weichmacherfrei, ohne künstliche Zusätze, ohne Konservierungsmittel, schöne Farbe, deinem Geschmack entsprechend.

    Ideale Einsatzgebiete:
    Dünsten/Kochen –> Olivenöl darf nicht stark erhitzt werden, bzw. den Rauchpunkt nicht überschreiten. Dünsten ist aber i.O.
    Salate –> hier passt Olivenöl optimal
    Hautpflege –> ohne Chemie! Basis vieler Cremes, gute Gesichtspflege bzw. Körperpflege, heilende Wirkung
    Olziehen –> Reiniung der Mundhöhle, gut für Zähne, Zahnfleisch und Schleimhäute, wirkt entgiftend
    Massageöl –> super geeignet, hierfür können auch noch ätherische Öle beigefügt werden

    Ich empfehle Olivenöl hauptsächlich für Salate, manchmal verwende ich es auch zum Dünsten von Gemüse.

    Positive Eigenschaften:
    Olivenöl ist von Natur allergenfrei, cholesterinfrei und vegan. Olivenöl hat durch den Chlorophyll-Gehalt (grüner Pflanzenfarbstoff) eine meist hellgrüne Farbe. Geschmacklich bringt es meist eine gewisse Schärfe mit – am besten suchst du dir ein Öl, dass dir richtig gut schmeckt.

    Olivenöl enthält einfach ungesättigte Fettsäuren, die das “schlechte” LDL-Cholesterin senken, welches dafür bekannt ist, sich an den Aterienwänden abzulagern. Außerdem enthält es viele sekundäre Pflanzenstoffe. Darunter auch Polyphenole, die gegen Entzündungen wirken und Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und den damit verbunden Herzerkrankungen und Ateriosklerose entgegen wirken. Auch zur Heilung der Haut tragen diese bei. Damit die Polyphenole nicht zerstört werden, ist es immer besser, Olivenöl kalt zu verwenden. Vitamin E und wichtige Antioxidantien verzögern den Alterungsprozess der menschlichen Zellen, insbesondere der Hautzellen.

    Olivenöl sollte dunkel gelagert werden, damit es unter Lichteinfluss nicht seine gesunden Eigenschaften verliert. Es kann bei Zimmertemperatur gelagert werden. Nur wenn es länger nicht verwendet wird, sollte man es in den Kühlschrank stellen, denn dort wird es leicht fest.

    Bezugsquellen:
    Hochwertiges Olivenöl nativ extra bekommst du im Bioladen und z.B. bei Keimling oder bei arteFakt. Meine aktuelle Favoriten: Blume des Öls und ein Olivenöl aus Griechenland, demeter, unfiltriert.

    Hier kannst du noch mehr über Olivenöl lesen:
    arteFakt

    3. Sheabutter / Karitébutter

    Sheabutter sollte folgende Voraussetzungen erfüllen:
    Rohkostqualität, Bio- oder Wildwuchs-Qualität, Paraffinfrei, ohne Konservierungsmittel, ohne zugesetzte Duftstoffe, unraffiniert, nicht desodoriert, nicht gefärbt oder gebleicht, typischer natürlicher schokoladiger Geruch.

    Ideale Einsatzgebiete:
    Körperpflege von Kopf bis Fuß! —> Pflege ohne Chemie! Wertvollstes kosmetisches Fett, macht super glatte, weiche Haut
    Massageöl –> Sheabutter wird weicher, wenn sie durch Reibung warm wird
    Haarpflege –> z.B. als Kur verwenden
    Küche –> kann durchaus sogar in der Küche verwendet werden, hiermit habe ich jedoch noch keine Erfahrung

    Ich verwende Sheabutter hauptsächlich zur Körper-/Gesichtspflege.

    Positive Eigenschaften:
    Sheabutter wird aus den Nüssen des Karitébaumes, welcher in Afrika wächst, gewonnen. Der meines Wissen einzige Anbieter einer naturbelassenen Sheabutter ist Frau Kamper von Ité Karitébutter. Ich liebe diese Sheabutter! Die Gründerin hat das Projekt in Afrika selber initiiert und ein kleines feines Unternehmen gegründet, das die Sheabutter hier vertreibt. Sie hat super viele Infos aus ihrer Website, auf der man auch bestellen kann – unbedingt lesen!

    Da diese Sheabutter naturbelassen ist, duftet sie sehr angenehm natürlich, ich würde sagen, etwas schokoladig. Sie ist eines der wertvollsten kosmetischen Fette und enthält nur in Rohkostqualität noch ihre tollen entzündungshemmenden Inhaltsstoffe. Ich kann mir für mein Gesicht und meine äußerst sensible Haut nichts besseres mehr vorstellen. Sheabutter wirkt entzündungshemmend und spendet Feuchtigkeit, ohne dass es sich irgendwie maskenhaft oder “schwitzig” anfühlt. Sie zieht schnell ein und hinterlässt wenn überhaupt nur einen sehr angenehmen pudrigen Fettfilm – eine ideale Make-Up Grundlage. Sie wirkt ideal Hornhaut entgegen. Angeblich lassen sich mit ihr sehr gut Schwangerschaftsstreifen behandeln und es handelt sich um eine wunderbare natürliche Babypflege. (Meine 6 Tipps für schöne Haut findest du hier)

    Bezugsquellen:
    Ité Karitébutter in Berlin ist meines Wissens die einzige Bezugsquelle für naturbelassene Sheabutter. Sie kommt aus einem afrikanischen Projekt. Ich verwende nur diese.

    Nachtrag: leider wurde das Projekt im Oktober 2014 eingestellt, da keine gute Qualität mehr erzeugt werden konnte! 😦 Mir ist keine andere Bezugsquelle für unraffinierte Sheabutter bekannt.

    Hier kannst du noch mehr über Sheabutter lesen:
    Ité Karitebutter

    4. Butter

    Butter sollte folgende Voraussetzungen erfüllen:
    Bio- oder demeter-Qualität, am besten aus Weidehaltung. Für die kalte Verwendung eignet sich Rohmilchbutter, die nicht erhitzt wurde.

    Ideale Einsatzgebiete:
    Dünsten/Backen/Kochen –> Butter sollte jedoch nicht zu stark erhitzt werden. Butter macht alles lecker, gibt einen “deftigen” Geschmack
    Lubrikator oder Eiermilch –> Butter oder Rohmilchbutter in Shakes (oder in warmen Getränken) sorgen bei mir täglich für die ausreichende Aufnahme gesunder gesättigter Fette

    Positive Eigenschaften:
    Ich liebe es mit Butter zu kochen, denn sie gibt Gerichten einfach das gewisse Etwas und man kann sie gut einsetzen, wenn die Gerichte nicht allzu stark erhitzt werden müssen.

    Eine weitere, weitaus gesündere Version wäre Rohmilchbutter (völlig unbehandelt oder erhitzt), die aber eher schwer zu bekommen ist (über das Internet z.B. hier: Feiner Käse Hemmen). Rohmilchbutter ist aus unerhitztem Rahm und somit noch gesünder, als die handelsübliche Variante. Sie soll entgiftend wirken und regenerative Wirkungen auf das Gehirn und die Nervenzellen haben. Sie schmeckt sehr gut, ursprünglich und natürlich. Es lohnt sich, größere Mengen zu bestellen und sie dann einzugefrieren und je nach Bedarf im Kühlschrank aufzutauen. Im Kühlschrank ist sie ca. 7-10 Tage lang haltbar, in der Gefriertruhe ca. 3 Monate, da sich nach dieser Zeit die Eiweißstruktur verändert.

    Besonders wertvoll sind die Inhaltstoffe (besseres Verhältnis der Omega 3 und 6 Fettsäuren), wenn es sich um Butter von Kühen aus Weidehaltung handelt.

    Hier kannst du noch mehr erfahren:
    Rohmilchbutter

    5. Ghee

    Ghee sollte folgende Voraussetzungen erfüllen:
    Bio- oder demeter-Qualität, schonende Herstellung, kein ranziger Geruch.

    Ideale Einsatzgebiete:
    Braten/Backen/Kochen –> Ghee stark erhitzbar und gibt – wie Butter – Gerichten einen guten “deftigen” Geschmack
    Hautpflege –> eignet sich für eine Hautpflege ohne Chemie! Natürlicher Feuchtigkeitsspender. (Mein Tipp für’s Gesicht: Ghee Sana)
    Massageöl –> Ghee findet oft Einsatz in ayurvedischen Anwendungen

    Ich verwende Ghee vorwiegend zum Braten & Dünsten bei herzhaften Gerichten und zur Hautpflege.

    Positive Eigenschaften:
    Ghee ist ähnlich wie Butterschmalz (geklärte Butter) und kann deshalb Spuren von Milch enthalten. Es entsteht, wenn Eiweiß, Milchzucker und Wasser aus Butter entfernt werden (man kann es auch gut selbst herstellen) und ist somit frei von Milcheiweiß. Dadurch wird es auch haltbarer, was in den wärmeren Ländern von Vorteil ist. Außerdem kann man es so sehr hoch erhitzen und es eignet sich gut zum Braten und Dünsten (das Eiweiß in der Butter verbrennt hier oft). Nach Ayurveda hat es heilende Kraft und ist das beste Fett überhaupt – es findet daher meist in der indischen und ayurvedischen Küche Anwendung. Ghee ist sehr gut verdaulich und soll harmonisierende Eigenschaften haben.

    Ghee eignet sich sehr gut für die Hautpflege, da es dem menschlichen Hautfett sehr ähnlich ist. Es ist super geeignet für empfindliche Haut. Es wirkt entzündungshemmend und wundheilend. Da es sehr feuchtigkeitsspendend ist, wirkt es gut trockenen und rauen Hautstellen entgegen.

    Bezugsquellen:
    Ghee findest du im Bioladen oder online z.B. hier. Wenn du Ghee selber machen willst, findest du hier eine tolle Anleitung. Lakshmi bietet tolle ayurvedische Naturkosmetik in demeter-Qualität an und verwendet für viele Produkte Ghee. Sehr zu empfehlen!

    Hier kannst du noch mehr erfahren:
    Lebenswert Leben

    Warum du niemals Margarine verwenden solltest
    Margarine ist ein hoch industrialisiertes, also verarbeitetes Produkt. Es besteht zwar mitunter aus pflanzlichen Ölen, diesen werden aber noch viele andere Stoffe, wie Emulgatoren, Aromen, Säuerungsmittel, Salz, Betacarotin und Vitamine künstlich zugesetzt. Damit aus dieser Flüssigkeit ein streichfähiges Endprodukt wird, wird dies mittels eines chemischen Prozesses gehärtet. Es ist also alles andere als ein Naturprodukt. Bei der Härtung entstehen die sehr schädlichen Transfettsäuren, die das schädliche Cholesterin erhöhen und somit auch das Risiko an Herzkrankheiten, Schlaganfall, etc. zu erkranken.

    Fazit
    Das sind die Fette, die du in deiner Küche benötigst. Und wie du siehst gibt es jede Menge viel bessere und gesündere Alternativen zu Margarine, die kannst du also getrost verbannen. Oben genannte Öle sind reine Naturprodukte und werden oftmals auch in “rohköstlicher” Qualität angeboten – besser geht es nicht. Sie sind gesund und punkten auch in anderen Bereichen, wie z.B. bei der Körperpflege.

    Also: Ölwechsel für deinen Körper! 😉

    Welche Öle verwendest du hauptsächlich zur Hautpflege und in der Küche?

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    Greenas Low-Carb bzw. Ketose-Frühstücks-Shake


    Ketose-Frühstücks-Shake

    Passend für meine derzeitige kohlenhydrat- bzw. zuckerreduzierte “Low Carb High Fat-Ernährung” (auch LCHF abgekürzt), möchte ich dir das Rezept meines aktuellen Lieblings-Frühstücks-Shakes mit auf den Weg geben. Den kompletten Hintergrund zu Low Carb, Zucker, Paleo, Ketose, etc. findest du in folgendem Artikel:

    Du willst gesünder, schöner und glücklicher sein? Versuch’s mal mit Ketose!

    Um möglichst wenig Kohlenhydrate zu mir zu nehmen, mache ich mir zur Zeit einen Shake, der für diese Form der Ernährung bestens geeignet ist. Der grüne Smoothie enthält mir momentan zu viel Obst, also zu viele Kohlenhydrate, zu viel Zucker. Nach ein paar Tagen “Low Carb” war mir auch der Geschmack einfach zu süß.

    Den Shake mache ich mit Beeren, die – im Gegensatz zu anderen Früchten – vergleichsweise wenig Kohlenhydrate/Zucker enthalten. Er enthält viele gute Fette und insbesondere gesunde gesättigte Fettsäuren. Besonders das Kokosöl ist gut für den Fettstoffwechsel, weil es vom Körper direkt in Energie umgewandelt werden kann und verwertet wird.

    Rohkostqualität soll der Shake natürlich auch haben. Zudem ist er geeignet für die Paleoernährung und entspricht mit seinen Inhaltsstoffen auch einem Lubrikator (Shake für die Zellsättigung), den der Erfinder Christian Opitz für die Befreite Ernährung vorgesehen hat.

    Das Rezept meines Low-Carb-High-Fat-Shakes:

    1-2 Esslöffel Bio-Kokosöl nativ (z.B. in guter Qualität von Dr. Goerg

    1-2 Esslöffel Rohmilchbutter (gibt es z.B. hier: Feiner Käse Hemmen oder bei Schätze aus Österreich; alternativ geht aber auch normale Bio- oder demeter-Butter)

    1-2 rohe Bio- oder demeter-Eier (enthalten total viele Vitamine, wirken als Emulgator und verbinden die fettige und die wässrige Komponente). Wenn du keine Eier verwenden möchtest, kannst du auch 1 TL Chiasamen nehmen.

    1 Esslöffel Bio-Hanfsamen geschält (enthält gute Omega-Fettsäuren)

    100-200 g Bio-Himbeeren/-Heidelbeeren oder andere Beeren, evtl. tiefgefroren

    100-200 ml frisches, klares, evtl. gefiltertes Wasser

    Zum Verfeinern und “Verbessern” kannst du folgendes hinzugeben:

    evtl. eine halbe Bio-Banane (für etwas mehr Süße. Hat jedoch viele Kohlenhydrate!)

    eine halbe Bio-Avocado (für noch mehr gute Fette!)

    1 TL Acai-Pulver in Rohkostqualität (z.B. von Keimling) oder von Naturya

    etwas Kurkuma

    eine Prise Himalaya-Salz (zum Abrunden)

    Gersten- oder Weizengraspulver (für’s Chlorophyll. Gibt’s inzwischen auch im gut sortierten Bioladen)

    Dann alles zusammen in den Mixer geben und schön cremig mixen. Der Shake schmeckt super lecker, creamy, nicht zu süß und er sättigt aufgrund des Fettes langanhaltend!

    Ich trinke meinen Shake nicht gleich morgens nach dem Aufstehen. Es ist gut, wenn man erst isst, wenn wirklich Hunger einsetzt. Erst dann macht Nahrungsaufnahme Sinn, ist der Körper darauf vorbereitet und zeigt, dass er gerne etwas in den Magen hätte. 🙂

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  • Eiermilch – die leckere Alternative zu Kuhmilch

    Eiermilch – die leckere Alternative zu Kuhmilch


    Eiermilch

    Eiermilch ist ein wunderbarer Ersatz für Kuhmilch und übertrifft meines Erachtens auch Milchersatzprodukte wie Mandelmilch, Hafermilch, Dinkelmilch, Sojamilch, Reismilch, etc.

    Eiermilch schmeckt sehr neutral und unaufdringlich. Sie ist – und ich verstehe, wenn du das erst einmal bezweifelst – einfach richtig lecker!

    Also: unbedingt ausprobieren! Und dafür möchte ich dir mein Rezept an die Hand geben.

    Vorteile von Eiermilch:

    sie ist laktosefrei und bereitet Personen mit Laktose-Unverträglichkeit keine Probleme

    sie enthält kein Milcheiweiß    – ” –

    sie enthält keine Kohlenhydrate und verfeinert somit – als Alternative zum Bulletproof-Kaffee – z.B. gut den morgendlichen Kaffee beim intermettierenden Fasten

    sie enthält – durch Eier, Butter und Kokosöl – wichtige gesättigte Fette (weshalb gesättigte Fette und insbesondere Rohmilchbutter gesund sind, kannst du z.B. hier nachlesen)

    man kann die Inhaltsstoffe bewusst auswählen und somit die Qualität beeinflussen

    meine Eiermilch wird im Gegensatz zu Milch oder Milchersatzprodukten im Supermarkt nicht erhitzt (pasteurisiert), so bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten

    Um die tollen Inhaltsstoffe der Eier, Butter und des Kokosöls zu erhalten, bereite ich meine Eiermilch kalt bzw. “roh” zu, es handelt sich also – sofern man Rohmilchbutter verwendet – um Rohkost. Erhitzt wird sie dann ja sowieso meist, wenn man seinen heißen Kaffee, Tee, etc. damit verfeinert.

    Man kann sie aber auch gut kalt verwenden bzw. trinken oder daraus tolle Shakes zaubern. Bestimmt könnte man daraus auch einen wunderbaren Eierlikör machen. 😉

    Bezüglich Salmonellen: ich halte die Hysterie um Salmonellen für sehr übertrieben. Salmonellen dürften kein Problem sein, wenn man frische Eier guter Qualität verwendet. Ich habe schon etliche rohe Eier gegessen und nie Probleme gehabt. Sie waren aber auch nie älter als 10 Tage. Außerdem glaube ich, dass ein gesund ernährter Mensch mit Bakterien und Viren allgemein besser fertig wird und vielleicht mancherlei bakterielle Infektion gar nicht mitbekommt.

    Zutaten für die Eiermilch:

    1-2 Eier (oder nur das Eigelb) in Bio- oder demeter-Qualität, aus Weide- bzw. Freilandhaltung

    50 g Rohmilchbutter (z.B. von Feiner Käse Hemmen oder Schätze aus Österreich) oder Weide-, Bio- oder demeter Butter (aus Kuhmilch oder – was auch toll ist – Ziegenbutter)

    30 g Kokosöl nativ in Bio-Qualität (z.B. von Dr. Goerg)

    1 Messerspitze Vanillepulver (je nach Belieben kann die Eiermilch auch mit anderen Gewürzen verfeinert werden)

    frisches, am besten gefiltertes Wasser

    Optional:
    Gewürze (Zimt, Kardamom, Kurkuma, Lavendelblüten, Kakao, …)
    etwas Himalaya Salz
    Süße (Honig, Ahornsirup, Apfeldicksaft, Datteln, Rosinen, Kokosblütenzucker, …)
    (Rohkost-)Kakaobutter statt Kokosöl, für eine zarte Kakaonote

    Dann gibst du alle Zutaten in den Mixer (ich empfehle einen Hochleistungsmixer) und füllst ihn bis zur 500 ml-Marke mit Wasser auf. Ich denke, die Zubereitung müsste auch mit einem Pürierstab klappen.

    Das alles gut durchmixen, sodass es emulgiert und sich die Phasen nicht mehr trennen. Achtung: es bildet sich viel Schaum und bei einem Hochleistungsmixer erwärmt sich die Eiermilch durch die hohe Reibung leicht. Wer mag, kann seine Eiermilch so sogar zum Kochen bringen.

    Dann alles in eine Glasflasche geben (hier eignen sich übrigens gut die leeren und gespülten Glasflaschen von Schlagsahne oder Tomatenpassata aus dem Supermarkt).

    Im Kühlschrank ist die Rohkost-Eiermilch 1-2 Tage haltbar.

    Ich habe mein Rezept entsprechend optimiert, sodass die Eiermilch sehr ausgewogen und cremig schmeckt. Wer es reichhaltiger oder sahniger möchte, kann den Fettanteil hochschrauben. Oder andersrum.

    Wer weniger Eiermilch machen möchte, halbiert die Zutaten einfach. Mein Vitamix tut sich halt leichter mit größeren Mengen. 🙂

    Wer keine rohen Eier verwenden mag, kann heißes, nicht mehr kochendes Wasser für die Zubereitung nehmen. Dazu die Zutaten ohne Wasser im Standmixer oder mit dem Pürierstab gut mixen und das heiße Wasser langsam in den laufenden Mixer einfließen lassen.

    Die fertige Eiermilch ebenfalls am besten in Glasflaschen abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. Sie ist etwas länger haltbar als die Rohkost-Eiermilch und hält im Kühlschrank etwa 3-4 Tage, evtl. sogar länger. Hier kannst du dich ruhig auf deinen Geruchs- und Geschmackssinn verlassen.

    Enjoy it! 😉

    Wie schmeckt dir Eiermilch? Hast du noch einen Tipp?

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  • Intermittierendes Fasten: Essenspausen sind gut und gesund!

    Intermittierendes Fasten: Essenspausen sind gut und gesund!


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    Wir leben im Überfluss. Wir müssen wenig dafür tun, um an Nahrung zu kommen. Denn die Wege sind zu kurz, die Möglichkeiten zu groß. Das macht uns faul und verwöhnt uns und meist trägt die Qualität der angebotenen Nahrungsmittel ihr Übriges dazu bei.

    Dieser Überfluss, stark verarbeitete, zuckerhaltige und nährstoffarme Nahrungsmittel, Unzufriedenheit, Stress und andere seelische Probleme lassen bei vielen Menschen oft großes Verlangen, fast schon Sucht nach Essen und Konsum entstehen. Alles dreht sich darum, wann und wo man als nächstes wieder etwas Essbares findet – als ob es nichts Wichtigeres gibt.

    Die Folgen davon sind – neben dem Verlust von Genuss und Wertschätzung guter Lebensmittel – viele körperliche Beschwerden, Krankheiten, Fettleibigkeit und somit eine stark verkürzte Lebenserwartung.

    Es ist erschreckend, dass es in einigen Teilen dieser Welt inzwischen Generationen gibt, die ihre Kinder überleben werden.

    Sollten wir uns deshalb nicht umso mehr ein Vorbild am Lebensstil unserer Vorfahren nehmen?

    An unseren Vorfahren orientieren

    Denn noch vor wenigen Jahrhunderten und Jahrtausenden sah das Ganze komplett anders aus. Es gab kein Geld, keine Lebensmittelindustrie, keine Infrastuktur, keine Supermärkte und auch keine Kühlschränke oder prall gefüllten Speisekammern. Somit waren auch die Mägen oder Hemden weniger prall gefüllt.

    Hunger dient seit jeher als Aufruf des Körpers, aktiv zu werden und auf Nahrungssuche zu gehen. Menschen in der Steinzeit mussten ihre Nahrung erst suchen, sammeln oder jagen und haben dafür nicht selten große körperliche Strapazen und Anstrengungen auf sich genommen.

    Oft hat es viel Zeit beansprucht, bis es etwas zu essen gab. Es war Ziel und Aufgabe des Tages, Nahrung zu beschaffen.

    Und die Ausbeute war gesund, “artgerecht”, sicher nie besonders üppig und musste – vor allem – (ein)geteilt werden.

    Hungerphasen waren an der Tagesordnung und normal. Oft gab es tagelang keine feste Nahrung.

    Wir können heute also davon ausgehen, dass ein ketogener Zustand des Körpers (auch Fett- oder Hungerstoffwechsel genannt) seit jeher normal ist. Die Natur hat ihn für uns vorgesehen.

    Über tausende von Jahren hinweg, lebten die Menschen in Ketose. Und wir denken, eine stetige Nahrungs- bzw. Zuckerzufuhr ist wichtig…

    Hungerphasen nachahmen und in den Tagesablauf einbauen

    Die oft stunden- oder tagelang andauernden Hungerphasen in der Steinzeit (und auch in späteren Epochen) kann man heute gut mit dem intermittierenden Fasten nachahmen (intermittieren = aussetzen / unterbrechen). Deshalb kann man diese Fastenart gut bei der Paleo-Ernährung einordnen und damit kombinieren.

    Heute ist erwiesen: wer weniger isst, lebt gesünder und länger. Unserem Körper tut eine tägliche Phase der Regeneration oder Entlastung einfach gut. Völlerei ist eine große Last für unseren Körper und übersäuert ihn. Das büßen wir mit Müdigkeit, Übelkeit, Unwohlsein und langfristig mit Gewichtszunahme und körperlichen Beschwerden.

    Seit einiger Zeit ist intermittierendes Fasten (auch Kurzzeitfasten genannt) ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben. Ich brauche diese Hungerphasen geradezu. Diese Essenspause am Tag bringt meinen Körper in’s Gleichgewicht.

    Bedeutung des intermittierenden Fastens
    Bei dieser Fastenform geht es darum, mehrere Stunden nichts zu essen, während in der darauf folgenden kleineren Zeitspanne dann die Phase des Essens erfolgt.

    Die meisten wenden das 16/8-Prinzip an. Das bedeutet: 16 Stunden fasten und 8 Stunden normale Ernährung. Nach dieser Zeitspanne beginnt wieder die Hungerphase, mit dem Zweck, in dieser Zeit in den ketogenen Zustand zu kommen bzw. seinem Körper einfach eine Ruhepause zu gönnen.

    Die Zeitspanne des Fastens kann natürlich jeder individuell auf sich anpassen. Manche betreiben auch ein 18/6-Fasten-Prinzip (18 Stunden fasten, 6 Stunden normale Ernährung). Oder sie fasten z.B. einmal pro Woche einen kompletten Tag (24 Stunden).

    Wie du deine Hungerphase legst, ist dabei egal. Manche verzichten auf das Frühstück, manche auf das Abendessen.

    Ich persönlich lasse das Frühstück ausfallen. Morgens gönne ich mir (neben Wasser) einen entkoffeinierten Kaffee mit meiner Eiermilch. Dann gibt es erst wieder mittags und abends etwas zu essen.

    Disziplin ist gut und wichtig, Ausnahmen sollten aber nie ein Problem sein. Allerdings ist unser Körper schon ganz schön tricky und gewöhnt sich schnell wieder an alte Muster. 🙂 Deshalb lieber nicht zu viele Ausnahmen machen.

    Positive Wirkungen des intermittierenden Fastens

    Körperliche Vorteile
    Entlastung der Verdauung: keine Nahrung – keine Verdauungsarbeit; Herz, Kreislauf, Leber, Nieren, Darm, etc. werden weniger belastet und haben eine Entspannungspause.
    Bessere Entgiftung: der Körper kann sich um die Verarbeitung bzw. Ausscheidung von Giftstoffen kümmern.
    Bessere Heilung: Der Körper kann seine ganze Energie in heilende Prozesse stecken und Reparaturmaßnahmen vornehmen (zu denen er sonst vielleicht nicht kommt).
    Regulierung: Kurzzeitfasten bringt den Körper nach Essenssünden wieder in’s Gleichgewicht.
    Höhere Lebenserwartung: durch die geringere “Abnutzung” wirkt intermittierendes Fasten verjüngend, die Lebenserwartung steigt. (Dies hat auch deutlich ein Versuch an Mäusen gezeigt)
    Höhere Leistungsfähigkeit: man hat mehr Energie zur Verfügung, da der Körper nicht “arbeiten” muss. Davon profitiert man auch beim Sport.
    Gefühl von Leichtigkeit: kein Essen, das den Körper belastet. Man fühlt sich leichter und agiler.
    Gewichtsabnahme: ein ketogener Zustand ist die Folge bzw. der Sinn des Fastens; der Körper geht in den Fettstoffwechsel über und die Fettverbrennung wird aktiviert. Zudem nimmt man automatisch weniger Kalorien bzw. Kohlenhydrate auf.
    Weniger Schadstoffe: wer weniger isst, belastet seinen Körper weniger mit schlechten Dingen oder Giftstoffen.
    Stabilerer Blutzucker: wer Hungerphasen einbaut, hat weniger Probleme mit Blutzuckerschwankungen.
    Besseres Immunsystem: die Nährstofflogistik funktioniert optimal, wovon das Immunsystem profitiert.
    Verbesserung des Blutdrucks: Fasten wirkt Blutdrucksenkend.

    Mentale, psychische Vorteile
    Klarer Denken: durch die Entlastung ist man klarer im Kopf, man wird kreativer und sensibler in Bezug auf Wahrnehmung.
    Gefühl von Freiheit: wer einmal erfahren hat, dass man nicht gleich aus den Latschen kippt, wenn man hungert, weiß, wie befreiend das ist. Man muss nicht mehr ständig an Essen und Versorgung denken, löst sich von Suchtgefühlen.
    Kennenlernen des eigenen Körpers: man lernt, die Kontrolle über den eigenen Körper zu haben und Hunger und Gelüste zu unterscheiden.
    Weniger Mahlzeiten: Fastenperioden bedeuten eine Mahlzeit weniger, um die du dir Gedanken machen musst.
    Glücksgefühle: intermittierendes Fasten lässt “Wohlfühlhormone” entstehen und macht somit happy! (Ich spreche aus Erfahrung :-))

    Sonstige Vorteile
    Weniger Kosten: wer weniger isst muss weniger kaufen und spart demnach Geld. 😉
    Verantwortung: man übernimmt Verantwortung für sich, seinen Körper, seine Gesundheit.

    Trinken in der Essenspause
    Wichtig ist, dass du während der Fastenphase keine feste Nahrung zu dir nimmst.

    Trinken kannst du natürlich. Du solltest jedoch darauf achten, dass es keine Kohlenhydrate bzw. keinen Zucker und auch auch keine Faserstoffe (Smoothies) enthält, denn wir wollen mit dem intermettierenden Fasten unseren Körper entlasten und Blutzuckerschwankungen vermeiden.

    Folgendes kannst du problemlos während der Essenspause zu dir nehmen:

    Wasser (am besten still)
    Wasser mit frisch gepresster Zitrone
    lauwarmer oder kalter, ungesüßter Tee
    Brühe (am besten selbstgemacht)
    Kaffee (bzw. Getreide-, Dinkel-, entkoffeinierter Kaffee)
    Bulletproof Kaffee mit Butter und / oder nativem Kokosöl
    Kaffee mit Eiermilch
    Eiermilch
    Wasserkefir
    zuckerarme, frisch gepresste grüne oder Gemüse-Säfte
    Die gesättigten Fettsäuren im Bulletproof- oder Eiermilch-Kaffee sind gesund, sättigen und kurbeln zusätzlich die Fettverbrennung an. Sie geben dem Körper das Signal: nimm Fett als Energiequelle!

    Umstellung auf intermittierendes Fasten
    Die ersten Tage mögen schwierig sein. Aber ich sage dir, unser Körper gewöhnt sich schnell um.

    Eine Herausforderung wird das intermittierende Fasten, wenn du dich sehr kohlenhydratreich ernährst und wenn du noch nie richtige Hungerphasen zugelassen hast, du – nach Abfall des Blutzuckers – immer gleich nachgegeben hast und wieder etwas gegessen hast, um “Unterzuckerung” zu vermeiden. Dann sind Entzugserscheinungen und die typischen Symptome bei starkem Abfall des Blutzuckers (Schwäche, Zittern, Unwohlsein, Heißhunger, Aggressionen,…) verständlich und die Hungerphase ist schwerer zu bewältigen.

    Es wird einfacher, wenn du deinen Körper langsam umstellst. Reduziere die Kohlenhydrate (jegliche Getreideprodukte, Kartoffeln, Reis, Softdrinks, Fruchtsäfte und alle anderen zuckerhaltigen Nahrungsmittel) Stück für Stück, denn sie sind es, die deinen Blutzucker und das Insulin schnell in die Höhe treiben lassen und dir dann – nach starkem Abfall des Blutzuckers – Heißhunger bescheren können. Unpraktisch, um in die Essenspause zu starten.

    Irgendwann kannst du sie komplett für mehrere Stunden weglassen. Beginne dann mit einer kurzen Fastenphase und steigere dich langsam.

    Es ist wichtig, dass du weißt, dass dir nichts passieren kann. Unser Körper braucht keinen Zucker. Er kann und soll Fett in Energie umwandeln (das ist ja unser Ziel, wenn wir mit der Hungerphase in die Ketose kommen wollen). Dein Körper hält viel aus und vor allem – er arbeitet mit Tricks, denen man widerstehen muss. 🙂

    Nach der Überwindung dieser Phase wird alles besser sein und besser funktionieren. Du wirst erkennen, wie gut es tut. Und wenn dir etwas gut tut, fällt es dir gleich viel leichter weiterzumachen. Vielleicht bleibst du dann sogar dauerhaft dabei.

    Was falsch gemacht werden kann
    Sich in der “Essensphase” vollzustopfen – und dann eventuell noch mit allerlei ungesunden Sachen – nimmt dir den positiven Effekt des intermittierenden Fastens natürlich.

    Außerdem sollte man es vermeiden, zu viel Zucker bzw. zu kohlenhydratreiche Nahrung aufzunehmen. Denn dadurch kommt es zu einem schnellen Anstieg der Blutzucker- und Insulinwerte. Hunger ist die Folge, da der Blutzucker bald wieder übermäßig stark abfällt und der Körper den Wunsch nach Zuckernachschub signalisiert. So lässt sich das intermittierende Fasten schwer umsetzen.

    Und das mit der Gewichtsabnahme wird auch nichts.

    Zu viele Ausnahmen (z.B. Essen während der Hungerphasen oder Verkürzung dieser) solltest du auch nicht zulassen, denn dein Körper gewöhnt sich sehr schnell wieder an das alte Verhalten.

    Fazit
    Wie du siehst, bietet intermittierendes Fasten sehr viele gesundheitliche Vorteile und trägt zu einem größeren Wohlbefinden bei. Es lohnt sich, diese Fastenart in den Tagesablauf zu integrieren.

    Auch wenn du Abnehmen willst, bist du hier an der richtigen Stelle.

    Mir fällt jedoch auch auf, dass viele Sportler auf tägliche Essenspausen setzen und damit gute Erfahrungen machen.

    Perfekt für deine Gesundheit wäre hier eine Kombination mit Paleo-/Primal-/Low Carb- bzw. LCHF-Ernährung (LowCarbHighFat), da sich beides wunderbar ergänzt.

    Aber lass’ es ruhig langsam angehen, informier dich gut (und bei den richtigen Quellen :-), lerne dich kennen und mache Schritt für Schritt deine Erfahrungen.

    Viel Erfolg und alles Gute!

    Hast du diese Fastenform schon ausprobiert? Was sind deine Erfahrungen mit intermittierenden Fasten?

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    Bitte beachten: meine Ratschläge ersetzen keinesfalls die Untersuchung oder Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Bei Verdacht auf Erkrankungen bitte einen Arzt oder Heilpraktiker konsultieren.

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  • Gesünder, schöner, glücklicher mit kohlenhydratreduzierter Kost

    Gesünder, schöner, glücklicher mit kohlenhydratreduzierter Kost


    Zucker ist schädlich für unsere physische und psychische Gesundheit. Aber unter dem Begriff “Zucker” verbirgt sich nicht nur Süßes an sich, sondern auch kohlenhydrathaltige Lebensmittel, die heutzutage leider täglich in großen Mengen verzehrt werden. Diese werden im Körper ebenfalls zu Zucker umgewandelt und sind deshalb genauso ungesund, wie Süßigkeiten & Co. Deshalb rate ich jedem, es auch mal “Low Carb” zu probieren – so wie ich es seit 3 Wochen mache. Ich kann nur sagen: es lohnt sich! 🙂

    Aber warum?

    Warum eine Ernährung mit wenig Kohlenhydraten?

    Der Verzehr von getreide- und anderen stärkehaltigen Lebensmitteln begann erst mir der Landwirtschaft und ist daher relativ “neu” in der Ernährung des Menschen. Daraus kann man schließen, dass unser Körper darauf eigentlich nicht programmiert ist und es uns demnach nicht gut tut. Gemüse und Obst ist für uns als Grundnahrungsmittel vorgesehen.

    Obst enthält zwar auch viele Kohlenhydrate und sollte demnach nur in Maßen gegessen werden, es ist aber weniger problematisch, da Früchte jede Menge Nährstoffe, Vitalstoffe, Mineralien enthalten, die den darin enthaltenen Zucker für den Körper viel verträglicher machen.

    Zudem waren Früchte früher nicht so süß wie heute und sie hatten einen höheren Nährwert und enthielten mehr Bitterstoffe. Diesen Effekt hat man heute nur noch mit Bio-Ware. In den letzten Jahren wurden diese Eigenschaften durch Züchtung immer mehr dem allgemeinen Geschmack angepasst.

    Zur Zeit ernähre ich mich – nachdem ich nun ca. 1 Jahr glutenfrei lebe (hier findest du meinen Erfahrungsbericht dazu) und die letzten 3 Monate nach dem Prinzip des intermettierenden Fastens gelebt habe – vorübergehend nach der “Low Carb High Fat-Ernährung” (auch LCHF abgekürzt). Diese Ernährungsform ähnelt sehr der Paleo-Ernährung (“Steinzeit-Ernährung” ohne jegliches Getreide, Milchprodukte und Zucker), nur dass Kohlenhydrate noch stärker reduziert werden und auch auf stärkehaltiges Gemüse verzichtet wird. Vergleichen kann man es auch mit der Atkins-Diät und anderen ähnlichen Diät-Formen. Von einer “Diät” ist hier aber eigentlich nicht zu sprechen, eine ketogene Ernährungsweise dient zwar durchaus zum Abnehmen ist aber eher eine gesunde, dauerhafte Ernährungsform.

    Ich möchte einfach herausfinden, wie gut mir eine ketogene Ernährung, also eine Low-Carb-Ernährung mit sehr wenig Kohlenhydraten, tut. Die ersten Erfahrungen sprechen für sich. Und nach allem, was ich darüber gelesen habe, bin ich davon überzeugt, dass “Ketose” eine wichtige Rolle in Sachen Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden spielt und sich viele Krankheiten damit heilen lassen bzw. erst gar nicht entstehen.

    Nicht Fett, sondern Kohlenhydrate machen Fett!
    Kohlenhydrate befinden sich insbesondere in Kartoffeln, zuckerhaltigen Produkten, Softdrinks, süßen Früchten, Reis, Nudeln, Brot, Müsli und anderen Getreideprodukten. Konsumieren wir zu viel davon, entsteht im Körper ein Glucose-Überschuss. Diesen wandelt die Leber in Fett um und wir nehmen zu. Der Körper ist clever und sorgt für Hungerzeiten vor, indem er Fettdepots bildet. Auf diese Energiequelle in Form von Fett greift er dann in mageren Zeiten zurück. Fett ist also nicht der Übeltäter (sonst würde man Masttieren keinen Mais o.ä. geben, sondern Fett). Wir verhinden also durch den Verzicht auf Kohlenhydrate, dass Fettpolster entstehen und fordern den Körper heraus, Fett zu verbrennen, da er ja keine Energie in Form von Kohlenhydraten bzw. Glucose mehr bekommt. Wir kommen in einen ketogenen Zustand, die Ketose.

    Übrigens halte ich deshalb auch 5 oder mehr Mahlzeiten am Tag für falsch, denn so wird ständig Insulin ausgeschüttet, Fett gebildet… Der Körper wird wie ein verwöhntes Kind und lässt dich umso mehr spüren, wenn er dann einmal nichts bekommt.

    Was ist Ketose?
    Bei der Ketose (auch Ketogenese genannt) kann der Körper nicht von der schnell verfügbaren Energie in Form von Glucose profitieren, die er durch Kohlenhydrate erhält. Verzichten wir explizit auf die o.g. Nahrungsmittel, erhält der Körper nur noch sehr wenig Kohlenhydrate, dafür aber Eiweiß (Proteine) und Fett. Die Glucose-Bildung nimmt demnach ab, denn der Körper kann aus Eiweiß und Fett und den wenigen Kohlenhydraten, die er durch Gemüse, etc. erhält, nur wenig Glucose herstellen. Der Körper muss, da ihm kaum Kohlenhydrate mehr zugeführt werden, zwangsweise auf den Fettstoffwechsel umstellen und aus Fett seine Energie ziehen. Wenn der Körper Fett verbrennt, entstehen sogenannte Ketonkörper und man befindet sich in Ketose.

    Man merkt, dass ihm diese Umstellung erst einmal schwer fällt, da der Körper entsprechende Enzyme für die Umwandlung von Fett in Energie bilden muss. Die ersten Tage hat man deshalb möglicherweise die sogenannte “Low Carb Flu” und ist evtl. energielos und schlapp, hat Kopfweh oder Konzentrationsprobleme. Hier ist es wichtig, weiter durchzuhalten. Es geht vorbei und irgendwann fühlt man sich wieder normal. Äh Nein, besser! 🙂

    Die gesündesten Völker dieser Welt, Babys, die sich von Muttermilch ernähren, die meisten Tiere dieser Erde, etc. leben in Ketose. Auch das Prinzip des Heilfastens oder intermittierenden Fastens basiert auf der Ketose, wenn auch nur temporär. Denn um die Vorteile der Ketose zu nutzen, muss man sich dieser nicht dauerhaft aussetzen. Es genügen ein oder zwei Fastentage pro Woche, eine kurze Fastenzeit oder das 14-Stunden-Fasten des intermittierenden Fastens, u.ä.

    Der Zucker-Sucht ein Ende setzen
    Es ist ein Trugschluss, dass man morgens etwas essen muss, damit der Stoffwechsel in Gang kommt. Sicher ist hier jeder Mensch unterschiedlich und man sollte immer tun, womit man sich wohl fühlt. Vieles bilden wir uns aber auch ein, haben wir einmal irgendwo negatives gelesen oder gehört.

    Erst bei einer längeren Fastenzeit können wir feststellen, dass unser Körper länger ohne Nahrung auskommt, als wir denken. Denn wenn man erstmal in einem ketogenen Zustand war, wird das Essen unwichtiger, man denkt weniger darüber nach, es nimmt einen nicht mehr so ein und bestimmt nicht mehr den Tagesablauf. Denn unser Verlangen, etwas zu essen, liegt vorwiegend an folgenden Dingen:

    Abhängigkeit / Sucht nach Kohlenhydraten bzw. Zucker
    Unser Körper ist bei “normaler” Ernährung Kohlenhydrate gewöhnt und verlangt regelmäßig danach. Man kann das durchaus mit einer Sucht vergleichen.

    Dies hat sich während der letzten Zeit mit Low-Carb-Ernährung bei mir stark gezeigt. Kohlenhydrate machen süchtig! Nach ein paar Tagen hat sich der Heißhunger auf Süßes gelegt. Habe ich mir dann ausnahmsweise ein Stückchen Schokolade gegönnt, wollte ich sofort mehr davon und war gedanklich vollkommen auf mehr Schokolade fixiert. Es war schwierig, da nicht nachzugeben.

    Und findest du nicht auch, dass Unterzuckerungserscheinungen wie z.B. Schlappheit und Zittern was von Drogenentzug haben?

    Unterzuckerung
    Durch die ständige Zufuhr von Kohlenhydraten wird ständig Insulin ausgeschüttet. Sackt dann der Blutzuckerspiegel ab, gibt uns das den Anreiz, wieder etwas zu essen. Dieses Gefühl macht uns oft matt, müde, schlapp, schwach, zitterig. Bei ketogener Ernährung gibt es keine Blutzuckerschwankungen mehr, der Heißhunger, die Schlappheit, das Zittern, das Verlangen, die Sucht bleiben weg – das tut gut und befreit.

    Gewohnheit
    Wir sind Gewohnheitstiere und brechen ungern aus unseren gewohnten Strukturen aus. Die meisten möchten ungern auf eine Mahlzeit oder auf Zucker verzichten. Aber es lohnt sich, mal aus der Routine auszubrechen.

    Was kann man essen?
    Eines haben alle Ernährungsformen gemeinsam: der Hauptbestandteil sollte immer Gemüse sein! Bei ketogener Ernährung kann man seinen Speiseplan um Früchte (zumindest anfangs sehr in Maßen, wegen des Fruchtzuckers), Salat, Fleisch, Eier, Milchprodukte (ebenfalls in Maßen) erweitern. Die Menge der Kohlenhydrate kann man bei etikettierten Produkten auch in der Nährwerttabelle erkennen.

    Ich plädiere natürlich immer dafür, so viel Rohkost wie möglich in den Speiseplan einzubauen, lebendige Nahrung zu essen.

    Wichtig ist, dass die Kohlenhydrate nicht durch übermäßigen Fleischverzehr ausgeglichen werden. Oder andersrum: so nachhaltig und gut der vegetarische/vegane Trend ist, ich finde, dass Vegetarier/Veganer oft nicht wirklich gesund wirken. Hier muss darauf aufgepasst werden, den Fleisch- und Milchprodukteverzicht nicht durch übermäßig viele Kohlenhydrate (insbesondere Getreideprodukte) auszugleichen. Gemüse muss immer die breite Basis sein!

    Welche Vorteile hat der ketogene Zustand?
    Ketose ist sehr gut geeignet für Menschen, deren Fettstoffwechsel – durch die ständige Gabe von Kohlenhydraten oder wenig sportlicher Betätigung – eingeschlafen ist. Der Körper wird sozusagen dazu gezwungen, Fett zu verbrennen. Ketose dient daher der Gewichtsabnahme bzw. der Regulierung des Gewichts. Hierzu gibt es zahlreiche positive Erfahrungsberichte. Zudem darf in Schweden Diabetes Typ 2 offiziell mit “Low Carb High Fat-Ernährung” behandelt werden.

    Vorteile sehe ich auch hinsichtlich Krebs, da sich Krebszellen von Zucker ernähren. Zucker soll auch für die meisten entzündlichen Prozesse im Körper verantwortlich sein. Oft wird berichtet, dass sich die Darmflora verbessert, da schädliche Bakterien, die Zucker lieben, natürlich weniger Nährboden haben. In der Ketose kann sich der Körper mehr auf Heilungsprozesse konzentrieren, weil er einfach weniger belastet wird.

    Wenn man mit einer Grippe im Bett liegt, hat man keinen Hunger. Man kann davon ausgehen, dass der Körper einem zeigen will, dass er mit der Abwehr der Krankheit Wichtigeres zu tun hat, als sich um Nahrungsaufnahme zu kümmern.

    Ich denke, dass der Gang zum Arzt bei einer kohlenhydratreduzierten Ernährung in vielen Fällen ausbleiben könnte. Das macht uns unabhängig und frei, auch von der Pharmaindustrie, und es erspart dir und der Gesellschaft hohe Krankenkosten.

    Meine persönlichen Erfahrungen mit Ketose
    Damit das ganze Thema nicht allzu theoretisch wird und du besser verstehst, warum ich so überzeugt von den positiven Wirkungen der Ketose bin, möchte ich dir meine in den letzten drei Wochen gemachten Erfahrungen auflisten.

    Psychische Veränderungen
    klar im Kopf
    besseres Gedächtnis
    gute Laune!
    weniger Ängste, mehr Lockerheit
    psychisch stabiler
    belastbarer
    entspannter
    weniger Müdigkeit
    besserer Schlaf, morgens schneller wach & fit!
    Gefühl von Freiheit, Unabhängigkeit
    keine Zucker-Sucht mehr
    überhaupt kein Blutzuckerabfall mehr

    Physische Veränderungen
    keinerlei Blähungen, keine Flatulenz mehr!
    trockene, rauhe Hautstellen sind verschwunden
    straffere Haut, etwas weniger Cellulite
    bessere Verdauung
    bessere Ausdauer
    Anstrengung fällt leichter, besseres Befinden danach!
    klarere Stimme beim Singen
    sehr stabile Nägel
    schönere Haare
    reine Gesichtshaut!
    klareres Sehen
    viel weniger Pollen-Allergie-Beschwerden und -Symptome!

    Sonstige Erkenntnisse
    es schmeckt alles intensiver –> mehr Genuss!
    leichte Gewichtsabnahme

    Du siehst, in Ketose leben tut mir gut und es lohnt sich, es mal auszuprobieren. Man erfährt, dass man nicht gleich aus den Latschen kippt, wenn man mal nichts isst. Dies zu wissen, hat mich persönlich sehr befreit (diese Erfahrung habe ich aber auch schon kurz nach Beginn meiner glutenfreien Ernährung im Juli letzten Jahres machen können, das war schon ein Quantensprung). Es ist, als würde man von einer Sucht loskommen.

    Früher habe ich mir bei Unternehmungen immer einen Müsliriegel oder Obst eingepackt um mich gegen mögliche Unterzuckerungserscheinungen zu wappnen. Heute weiß ich, das brauche ich überhaupt nicht. Es tut meinem Körper sogar gut. Hungerphasen sind gesund. Ist das nicht schön? Dein Körper kann viel mehr aushalten, als du denkst.

    Nachtrag:

    Low-Carb hat mir in vielerlei Hinsicht gut getan (s.o.). Allerdings ist No-Carb oder Low-Carb nicht für jeden bzw. nicht auf Dauer für jeden empfehlenswert. Auch für mich nicht.

    Insbesondere der weibliche Körper benötigt Kohlenhydrate um ausreichend (Schilddrüsen-) Hormone produzieren zu können. Denn mangelt es z.B. an Schilddrüsenhormonen, fährt der Körper den Stoffwechsel herunter. So konnte ich mich z.B. nicht optimal konzentrieren, meine Verdauung wurde träger, ich war lustloser als sonst und von Gewichtsabnahme keine Spur.

    Als ich dann wieder etwas mehr Obst, Honig, (gelegentlich) Reis oder Süßkartoffeln, etc. in meinen Speiseplan eingebaut habe, fühlte ich mich direkt fitter und spürte, dass der Stoffwechsel wieder besser funktioniert.

    Hier ist wichtig, dass jeder das richtige Maß findet, denn zu viel Zucker ist nicht gut, zu wenig für manche Personen aber auch nicht.

    Hast du schon einmal zuckerfrei gelebt? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar! 🙂

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    Intermittierendes Fasten – wie du gesundheitlich von täglichen Essenspausen profitieren kannst

    viaGesünder, schöner, glücklicher mit kohlenhydratreduzierter Kost › Greena Living.