Kategorie: Umwelt & Klima

Umwelt, Klima, Natur, Umwelt und Mensch, Naturverbundenheit, Klimaveränderung, Klimawandel, Umweltschutz, klimaerwärmung, klimalüge, Treibhausgase, abschmelzung, Naturkatastrophe, Nachhaltigkeit, Tiere, Menschen, Einklang, biologisch, Vergiftung, chemtrail, Wasserverschmutzung, Umweltverschmutzung, Gifte, wetterbeeinflussung, h.a.a.r.p., Atmosphäre, Ionosphäre, Luft, Meere, Sonne, Energie

  • Ex-Grüne: „Denke, das war ein grottenschlechter Fehler“ – Marc Friedrich


    Heute ein geballter Doppelpack im Interview. Gemeinsam mit den ehemaligen Grünen Politikern Antje Hermenau und Dr. Valerie Wilms kommt die große Abrechnung. Wieso haben sich die Grünen verändert und wohin ist dieser Trend gewandert? Warum haben sie es satt Politiker zu sein und was müsste in der Politik passieren, um wieder auf dem richtigen Pfad anzukommen?

    Alte Interviews:
    Hermenau – https://youtu.be/W5FsayxpokA?feature=shared
    Willms – https://youtu.be/yiRWnjbHH5w?feature=shared

    ►Spannende Aktien und Investments gibt es beim Friedrich Report:
    https://friedrich.report

    ► Mein neues Buch jetzt kaufen:
    https://amzn.to/3K5EOW2 (Buchfassung)
    https://amzn.to/48YXiS0 (Hörbuch)

    ► Mein Merch:
    https://shop.marc-friedrich.de/

    ► Friedrich & Partner Vermögenssicherung
    https://www.friedrich-partner.de/

    ► Social Media
    Twitter: http://www.twitter.com/marcfriedrich7
    Instagram: https://www.instagram.com/marcfriedrich7/
    Telegram: https://t.me/friedrichpartner
    Webseite: https://www.marc-friedrich.de/
    Newsletter: https://friedrich-partner.de/newsletter

    ► Timestamps:
    00:00 Intro & Vorstellung
    02:15 Thema: AKW-Files & Energieideologie
    17:16 Was gibt es für Lösungen? (Energiepolitisch)
    28:08 Thema: Bundestagswahl 2025
    30:20 Thema: AFD im Fadenkreuz?
    40:00 Thema: Bündnis BSW
    49:55 Thema: Kriegsgeilheit, Kriegsrhetorik
    57:51 Tipp an die Zuschauer, was ihr tun könnt?

    ► Wo seriös Edelmetalle kaufen:
    Goldsilbershop.de: https://bit.ly/3rJbFXl
    Gold.de: https://bit.ly/3rELp0l

    ► Zollfreilager
    https://www.goldsilbershop.de/wertelager-mf.html

    ► Bitcoin
    Wo seriös BITCOIN kaufen und lagern? Alles Wichtige findest du hier:
    https://www.friedrich-partner.de/bitcoin-handbuch
    Seedor: https://www.seedor.io/marc

    ► Das Privacy-Handbuch gibt’s auch zum Download:
    https://www.friedrich-partner.de/privacy

    ► Sachwertfonds
    Deutschlands erster physisch hinterlegter Sachwertfonds mit Minenaktien, Bitcoin und Edelmetallen: Solit Wertefonds – https://bit.ly/3bG51KH. (WKN: A2AQ95)

    ► Spenden
    Ihr wollt uns unterstützen und unsere Arbeit honorieren? Wir sagen danke!
    Paypal: paypal@marc-friedrich.de

    Hinweis: Bei manchen Links in der Videobeschreibung kann es sich um Affiliate-Links handeln.

    Haftungsausschluss: Der Inhalt der Videos dient nur zur Information und ist kein finanzieller Rat oder Empfehlung. Ein jeder muss sich selbständig informieren und sollte professionelle Hilfe für Investmententscheidungen heranziehen. Die geäußerte Meinung stellt keinerlei Aufforderung zum Handeln dar. Sie ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Sachwerten oder Wertpapieren.
    — Weiterlesen m.youtube.com/watch

  • Update: Weiterer X-Class Solar Flare – Dieter Broers


    Sehr spannende Sondersendung. Danke Dieter. 🙏 Rock’n’Roll & Namaste. Herzliche Grüße ciao Harley

    Zirbeldrüse Aktivieren – Das neue Seminar – https://zirbeldruese-aktivieren.com
    OCTAVIA – Entdecke die neue Dimension der inneren Ruhe https://octavia-experience.com
    Ab jetzt gibt es auch einen Telegram Kanal: https://t.me/dieterbroers

    Liebe Freunde,

    anbei ein Update zu den aktuellen X-Class Solar Flares.

    Me Agape,
    Euer
    Dieter Broers

    Die Links aus dem Video:

    Сонограмма КНЧ шумов (UTC + 7 часов)



    https://sonnen-sturm.info/echtzeit-weltraumwetter
    https://www.ptb.de/cms/

    https://www.schumann-frequenz-resonanz.de/sonnenaktivitaet

    Alle Informationen zur Dieter Broers Community: https://community.dieterbroers.com/

    Werde bewusster Akteur! Gemeinsam erschaffen wir eine neue Wirklichkeit. Verstehen, was gespielt wird und Tools für Krisenstabilität erhalten. Gedanken von manipulativen Einflüssen befreien und komplexe Zusammenhänge begreifen: https://shift.dieterbroers.com

    ZEIT DER ENTSCHEIDUNGEN bedeutet auch, dass der Wandlungsprozess bis zu seinem Ende mit vielen Scheidungen einhergeht, die es uns ermöglichen, uns von all dem zu VERABSCHIEDEN, was uns nicht mehr dient: https://entscheidungen.dieterbroers.com/

    Meine Homepages: https://dieterbroers.com/ und https://dieter-broers-science.com/ sowie

    Der Shop mit neuen Büchern/CDs von und mit Dieter Broers https://shop.dieterbroers.com/

    Das aktuelle Buch: https://dieterbroers.com/verschlusssache-zirbeldruese/
    — Weiterlesen m.youtube.com/watch

  • Marc Friedrich: Meine Anlagestrategie – so stelle ich mich jetzt auf / Bitcoin, Aktien, Rohstoffe


    Wow, so viele Informationen zum aktuellen Weltgeschehen, extrem spannend und wissenswert. Danke Marc. 🙏 Rock’n’Roll & Namaste. Herzliche Grüße ciao Harley

    Kriege, Krisen und Konflikte – wir leben in turbulenten Zeiten. Was ist da die richtige Anlagestrategie – und welche Rolle könnte der Bitcoin spielen? Darüber habe ich mit Marc Friedrich gesprochen.

    🚀 Ich verlose fünf Exemplare des neuen Buchs von Marc Friedrich „Die größte Revolution aller Zeiten“. Abonniere hier bis zum 4.2.24 meinen Newsletter, um dabei zu sein: https://www.focus.de/188308073?UTM=youtubeBuchMF Der Newsletter erscheint einmal wöchentlich mit Analysen und Einordnungen rund um Börse und Wirtschaft. Die Gewinner der Bücher werden ausgelost und informiert.

    Wichtige Stellen
    00:00 Warum jetzt der falsche Zeitpunkt zum Einstieg beim Bitcoin ist
    01:55 Wie Marc Friedrich den Bitcoin-ETF beurteilt
    03:04 Was Marc Friedrich zu anderen Kryptowährungen und Ethereum sagt
    05:17 Die Warnungen vor einer Blase hat Bitcoin widerlegt
    08;40 Bitcoin ist Geld und Wertspeicher und gegen Bitcoin ist alles Hyperinflation
    09:32 Immobilien werden nicht teurer, sondern das Geld weniger wert
    09:49 Uns wird Kaufkraft gestohlen, jeder sollte in Bitcoin und Gold investieren
    10:25 Mit dem Bitcoin entsteht eine neue Geld-Elite
    12:26 Die Welt wird multipolar, die Unsicherheit steigt und die Konflikte nehmen zu
    13:31 Die grüne Transformation ist gescheitert, wir bezahlen mit unserem Wohlstand
    15:20 Es droht eine Weimarisierung der Politik
    15:46 „Fix so money, fix the world“ – aber wie soll das gehen?
    18:55 Enttäuschung für Marc Friedrich? Javier Milei will für Argentinien den Dollar, nicht den Bitcoin
    20:46 So sieht die Anlagestrategie von Marc Friedrich aus
    23:57 Schlägt jetzt de Stunde der Schwellenländer? Marc Friedrich sieht Brasilien und Indien im Kommen
    27:29 „Dann wandere ich aus“…
    29:18 … „Und diese Länder gefallen mir“
    30:16 Gewinne das neue Buch von Marc Friedrich

    #bitcoin #aktien #investieren
    — Weiterlesen m.youtube.com/watch

  • Warum die dunkle Seite kopflos ist (tiefes Gespräch mit Peter Denk)


    Das macht Hoffnung und es wird Zeit. Danke, lieber Matthias und lieber Peter 🙏 Rock’n’Roll & Namaste. Herzliche Grüße ciao Harley

    youtu.be/9Sh8NwvX_-E

  • Du wurdest von Anfang an belogen!? 🤔 Geld aus heißer Luft


    ein Schelm, der hier was Böses denkt 😉

    🙏 Rock’n’Roll & Namaste. Herzliche Grüße ciao Harley

    youtu.be/sgsKieF6dVI

  • Chemiefrei Leben Onlinekurs 2.0

    Chemiefrei Leben Onlinekurs 2.0


    Hallo Freunde und Interessenten,

    heute möchte ich dir einen genialen und bisher einmaligen Onlinekurs meiner Kollegin Dr. Karin Bender-Gonser vorstellen. Sie ist Holistische Zahnärztin und verhilft Menschen zu ganzheitlicher Gesundheit, nicht nur Zahngesundheit.

    Dabei legt sie einen großen Fokus auf einen gesunden Lebensstil. Dazu gehört nicht nur eine vitalstoffreiche Ernährung, sondern auch die Reduktion an Umweltbelastungen. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wieviel Chemie in unserem täglichen Leben auf uns einwirkt. Über die Kosmetikprodukte, Putzmittel und Medikamente.

    Mit ihrem sehr umfangreichen Kurs hat Karin es geschafft, jeden dort abzuholen, wo er steht. Selbst den Neuling auf diesem Gebiet holt sie mit ins Boot und vermittelt auf leicht verständliche Weise (was nicht selbstverständlich für eine Ärztin ist ;-)) die Kursinhalte und Videoanleitungen. Ich möchte es dir wärmstens empfehlen.

    Chemiefrei Leben-Onlinekurs 2.0!

    Du willst
    – dein Leben geniessen und glücklich sein?
    – einen gesunden Körper und klaren Geist haben?
    – frei und unabhängig leben?
    – in einer intakten Natur leben?
    – dass deine Kinder und Kindeskinder in einer gesunden Umwelt leben?
    – fit bis ins hohe Alter bleiben?
    – dein Leben eigenverantwortlich gestalten?

    Es ist so einfach, gesund und schön zu leben

    Was dich erwartet
    „Als holistische Zahnärztin habe ich mich seit vielen Jahren mit dem CHEMIEFREIEN LEBEN beschäftigt und lebe es jeden Tag mit meiner Familie. Alle Informationen und Empfehlungen sind durch mich als Privatperson Karin, aber auch als Ärztin erprobt.

    Die Kraft der Natur begleitet mich nunmehr seit mehr als 50 Jahren und aus diesem Fundus schöpfe ich Wissen und alte Weisheiten. Traditionell Chinesische Medizin, Homöopathie, Kräuterkunde, Hydrotherapie und alte Herstellungsverfahren, wie Tinkturen, Mazerate, Hydrolate, Salben und Vieles mehr (z.B. Meditationen und Nahrungsmittelkunde) stecken in diesem gigantischen Kurs.

    In Schritt-für-Schritt-Videoanleitungen, Grundlageninformationen, Rezepten und weiterführenden Informationen lernst du dich in Haushalt, Kosmetik und Hausapotheke selbst zu versorgen und unabhängig zu machen.

    Nutze die Kraft der Natur und hole das Beste aus dir und deinem Körper heraus

    Nicht nur deine strahlende Gesundheit und Schönheit, dein zufriedener Geist und deine glückliche Seele profitieren durch diesen einzigartigen Kurs, sondern auch dein Geldbeutel. Denn alle Zutaten sind nicht nur gesund, sondern auch preiswert.

    In mehr als 25 Stunden Videomaterial und zahlreichen PDF-Dateien, das E-Book „Die Top 5 für den chemiefreien Haushalt“ sowie Links und Rezeptideen bekommst du in 3 Modulen (Kosmetik, Haushalt, Hausapotheke) das geballte Wissen, um zum Lenker deines Lebens zu werden.

    Ausserdem ist ein 50% Rabattgutschein für das E-Book „Zauberhafte Rezepte für gesunde Zähne“ und für das E-Book „Ganzheitlich gesunde Zähne“ enthalten.“ (Quelle: Dr Karin Bender-Gonser)

    Hier findest du weitere Informationen… (hier klicken)

    Alles Liebe euer Harley

  • Warum die einzige lohnenswerte Zukunft jeden einzelnen einschließt

    Warum die einzige lohnenswerte Zukunft jeden einzelnen einschließt


    Seine Heiligkeit Papst Franziskus, direkt aus dem Vatikan

    Es reicht ein einzelnes Individuum, damit es Hoffnung gibt,
    und dieses Individuum kannst DU sein.
    Dann gibt es ein weiteres DU und ein weiteres DU,
    und es wird zu einem WIR.
    Hoffnung beginnt mit einem DU.
    Und wenn es zu einem WIR wird, beginnt eine Revolution.

    Dies sind einige kompakte Sätze aus dem wirklich sehr sehenswerten TED-Talk, den Papst Franziskus als Überraschungsgast im April 2017 aus dem Vatikan an 1.500 Entscheider*innen aus dem IT-Bereich nach Vancouver ausstrahlte.

    Sein Beitrag wurde in 30 Sprachen übersetzt, die als Text zur Verfügung stehen. Hier die Reden von ihm in deutsch:

    „Guten Abend — oder, guten Morgen, ich bin nicht sicher, wie viel Uhr es bei Ihnen ist. Aber unabhängig davon freue ich mich, an dieser Konferenz teilzunehmen. Ich mag den Titel sehr — „The Future You“ –, denn das Betrachten der Zukunft lädt heute zum Dialog ein, um die Zukunft durch ein „Du“ zu betrachten. „The Future You“: Die Zukunft besteht aus „Dus“, aus Begegnungen, denn das Leben fließt durch die Beziehungen mit anderen. Etliche Jahren des Lebens haben meine Überzeugung bestärkt, dass die Präsenz jedes einzelnen eng mit der von anderen verbunden ist: Das Leben zieht nicht nur vorbei, im Leben geht es um Begegnungen.

     

    01:28
    Als ich Menschen traf oder zuhörte, die unter einer Krankheit litten, Migranten, die unsagbares Elend erleben, auf der Suche nach einer besseren Zukunft, Gefangene, die unglaublichen Schmerz in ihren Herzen tragen, und jene, viele von ihnen jung, die keine Arbeit finden können, fragte ich mich oft selbst: „Warum sie und nicht ich?“ Ich selbst wurde in eine Familie von Migranten geboren: Mein Vater, meine Großeltern hatten sich, wie viele andere Italiener, nach Argentinien aufgemacht und begegneten dem Schicksal derer, die nichts hatten. Ich hätte leicht bei den heutigen „ausrangierten“ Menschen enden können. Daher frage ich mich tief in meinem Herzen immer: „Warum sie und nicht ich?“

     

    02:36
    Vor allem würde ich mir wünschen, dieses Treffen könnte uns daran erinnern, dass wir alle einander brauchen. Keiner von uns ist eine Insel, ein autonomes und unabhängiges „Ich“, getrennt vom anderen. Wir können nur eine Zukunft erschaffen, wenn ausnahmslos alle zusammenstehen. Wir denken selten darüber nach, aber alles ist miteinander verbunden, und wir müssen unsere gesunden Verbindungen wiederherstellen. Sogar das strenge Urteil, das ich in meinem Herzen über meinen Bruder oder meine Schwester fälle, die offene Wunde, die nie heilte, die nicht vergebene Beleidigung, der Groll, der nur mich verletzen wird, sind alles Fälle eines Krieges, den ich in mir trage, eine Fackel tief in meinem Herzen, die ausgelöscht werden muss, bevor sie in Flammen aufgeht und nur Asche hinterlässt.

     

    03:39
    Heutzutage glaube viele von uns, dass eine glückliche Zukunft unerreichbar ist. Während solche Bedenken ernst genommen werden müssen, sind sie nicht unbesiegbar. Sie können überwunden werden, wenn wir uns nicht vor der Außenwelt verschließen. Glück kann nur entdeckt werden, als ein Geschenk der Harmonie zwischen dem Ganzen und jedem einzelnen Teil. Sogar die Wissenschaft — und Sie wissen das besser als ich — zielt auf das Verstehen von Wirklichkeit ab, als ein Ort, wo jedes Element mit allem anderen verbunden ist.

     

    04:28
    Das bringt mich zu meiner zweiten Botschaft. Wie wunderbar wäre es, wenn das Wachstum der Wissenschaft und technologische Innovation mit mehr Gleichheit und sozialer Integration einhergehen würden. Wie wunderbar wäre es, während wir weit entfernte Planeten entdecken, die Bedürfnisse unserer Brüder und Schwestern um uns herum wiederzuentdecken. Wie wunderbar wäre es, wenn Brüderlichkeit, dieses schöne und manchmal unbequeme Wort, nicht nur auf Sozialarbeit begrenzt wäre, sondern stattdessen zur Standardhaltung in Politik, Wirtschaft und bei wissenschaftlichen Entscheidungen, genauso wie in Beziehungen zwischen Menschen und Ländern werden würde. Nur indem wir Menschen wahre Brüderlichkeit vermitteln, echte Solidarität, werden wir die „Kultur der Verschwendung“ überwinden können. Was nicht nur Nahrung und Güter betrifft, sondern vor allem die Menschen, die von unserem techno-ökonomischen System beiseite geschoben werden, das, ohne es überhaupt zu merken, Produkte statt Menschen ins Zentrum stellt.

     

    06:09
    Solidarität ist ein Begriff, den viele gern aus den Wörterbüchern streichen würden. Solidarität ist kein automatischer Mechanismus; sie kann nicht programmiert oder gesteuert werden. Es ist eine freiwillige Reaktion, die im Herzen jedes einzelnen entsteht. Ja, eine freiwillige Reaktion! Wenn man erkennt, dass das Leben, sogar inmitten so vieler Widersprüche, ein Geschenk ist, dass Liebe die Quelle und die Bedeutung von Leben ist, wie können Sie dann den Drang zurückhalten, einem Mitmenschen etwas Gutes zu tun?

     

    06:51
    Um Gutes zu tun, brauchen wir Erinnerung, Mut und Kreativität, und ich weiß, dass TED viele kreative Köpfe versammelt. Ja, Liebe braucht eine kreative, konkrete und erfinderische Haltung. Gute Absichten und gängige Formeln, so oft zur Beruhigung unseres Gewissens genutzt, reichen nicht aus. Helfen wir uns alle gemeinsam dabei, uns zu erinnern, das der Andere keine Statistik oder Nummer ist. Der Andere hat ein Gesicht. Das „Du“ ist immer eine echte Präsenz, eine Person, um die man sich kümmern sollte.

     

    07:53
    Jesus erzählte ein Gleichnis, das uns den Unterschied zwischen denen verständlich macht, die nicht behelligt werden wollen, und denen, die sich kümmern. Sicher haben Sie es schon gehört. Es ist das Gleichnis des guten Samariters. Als Jesus gefragt wurde: „Wer ist mein Nächster?“ — also eigentlich: „Um wen sollte ich mich kümmern?“ — erzählte er die Geschichte eines Mannes, der angegriffen, überfallen, geschlagen und auf dem Feldweg zurückgelassen worden war. Ein Priester und ein Levit, damals sehr einflussreiche Personen, gingen einfach vorbei, ohne ihm zu helfen. Etwas später kam ein Samariter vorbei, eine damals sehr verachtete Ethnie. Als er den Verletzten am Boden liegen sah, ignorierte er ihn nicht, so als wäre er gar nicht anwesend. Stattdessen hatte er Mitleid mit diesem Mann, was ihn dazu brachte, ganz konkret zu handeln. Er träufelte Öl und Wein auf die Wunden des hilflosen Mannes, brachte ihn zu einer Herberge und bezahlte selbst dafür, damit ihm geholfen wurde.

     

    09:27
    Die Geschichte vom guten Samariter ist die der heutigen Menschheit. Die Wege der Menschen sind mit Wunden versehen, da sich alles um Geld und Dinge dreht, statt um Menschen. Häufig gibt es die Angewohnheit, von selbsternannten „respektablen“ Leuten, sich nicht um andere zu kümmern, wodurch sie tausende Menschen oder ganze Völker am Straßenrand zurücklassen. Glücklicherweise gibt es auch jene, die eine neue Welt erschaffen, indem sie sich um andere kümmern und selbst dafür zahlen. Mutter Teresa sagte sogar: „Man kann nicht lieben, bevor es nicht auf eigene Kosten geht.“

     

    10:27
    Es gibt so viel zu tun und wir müssen es gemeinsam tun. Aber wie können wir das, bei all dem Übel, das wir täglich einatmen? Gott sei Dank kann kein System unseren Wunsch beseitigen, uns dem Guten, dem Mitgefühl, und unserer Fähigkeit, das Böse zu bekämpfen, zu öffnen. All das kommt tief aus unseren Herzen. Sie können mir jetzt sagen: „Sicher, das sind alles schöne Worte, aber ich bin weder der gute Samariter noch Mutter Theresa aus Kalkutta.“ Vielmehr ist jeder einzelne von uns wertvoll. Jeder von uns ist in den Augen Gottes unersetzlich. In der Finsternis der aktuellen Konflikte kann jeder von uns eine leuchtende Kerze werden, eine Mahnung, dass Licht die Finsternis überwinden wird, und niemals andersherum.

     

    11:28
    Für uns Christen hat die Zukunft einen Namen, und dieser Name ist Hoffnung. Hoffnungsvoll zu sein, meint nicht, naiv-optimistisch zu sein und die Tragik zu ignorieren, der die Menschheit gegenüber steht. Hoffnung ist die Tugend eines Herzens, das sich nicht selbst in Finsternis verschließt und in der Vergangenheit lebt, das in der Gegenwart nicht einfach klarkommt, sondern die Zukunft sehen kann. Hoffnung ist die Tür, die sich zur Zukunft öffnet. Hoffnung ist ein demütig, verborgener Samen des Lebens, der sich mit der Zeit in einen großen Baum verwandeln wird. Er ist wie unsichtbare Hefe, die den Teig zum Wachsen bringt, die allen Lebensbereichen Geschmack verleiht. Sie kann so viel erreichen, denn ein winziger Lichtschimmer, der sich von Hoffnung ernährt, ist genug, um das Schutzschild der Finsternis zu durchbrechen. Es reicht ein einzelnes Individuum, damit es Hoffnung gibt, und dieses Individuum kannst „du“ sein. Dann gibt es ein weiteres „Du“ und ein weiteres „Du“, und es wird zu einem „Wir“. Beginnt Hoffnung also, wenn es ein „Wir“ gibt? Nein. Hoffnung beginnt mit einem „Du“. Wenn es ein „Wir“ gibt, beginnt eine Revolution.

     

    13:16
    Die dritte Botschaft, die ich heute mit Ihnen teilen möchte, handelt von einer Revolution: der Revolution der Zärtlichkeit. Was ist Zärtlichkeit? Das ist greifbare und konkrete Liebe. Es ist eine Bewegung, die in unseren Herzen beginnt und die Augen, die Ohren und die Hände erreicht. Zärtlichkeit meint, die Augen zu nutzen, um den anderen zu sehen, unsere Ohren, um den anderen zu hören, den Kindern, den Armen zuzuhören, jenen, die Angst vor der Zukunft haben — und auch die stummen Schreie unseres gemeinsamen Zuhauses zu hören, unserer kranken und verschmutzten Erde. Zärtlichkeit meint, unsere Hände und unser Herz zu nutzen, um den Anderen zu trösten, um uns um die Bedürftigen zu kümmern.

     

    14:14
    Zärtlichkeit ist die Sprache kleiner Kinder und derjenigen, die den anderen brauchen. Die Liebe eines Kindes für Mutter und Vater wächst durch Berührung, Blick, Stimme und Zärtlichkeit. Ich mag es, wenn ich Eltern mit ihren Babys sprechen höre, wie sie sich dem Kleinkind anpassen, um die gleiche Gesprächsebene zu finden. Das ist Zärtlichkeit: mit dem anderen auf einer Ebene zu sein. Gott selbst stieg als Jesus herab, um auf unserer Ebene zu sein. Den gleichen Weg nahm der gute Samariter. Diesen Weg nahm Jesus selbst. Er erniedrigte sich, er durchlebte seine gesamte menschliche Existenz mit der konkreten Sprache der Liebe.

     

    15:23
    Ja, Zärtlichkeit ist der Pfad der Wahl für die mächtigsten, mutigsten Männer und Frauen. Zärtlichkeit ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Es ist der Pfad der Solidarität, der Pfad der Demut. Erlauben Sie mir, es laut und deutlich zu sagen: Je mächtiger man ist, desto mehr werden sich die eigenen Handlungen auf andere auswirken, desto mehr ist man verpflichtet, demütig zu handeln. Ansonsten wird Ihre Macht Sie und andere ruinieren. Es gibt ein Sprichwort in Argentinien: Macht ist wie Gin auf leeren Magen zu trinken. Man fühlt sich schwindlig, betrinkt sich, verliert seine Balance und schadet schließlich sich selbst und allen um einen herum, wenn man seine Macht nicht mit Demut und Zärtlichkeit verbindet. Durch Demut und konkrete Liebe hingegen wird Macht — die höchste und stärkste Form — ein Dienst, die Kraft des Guten.

     

    16:53
    Die Zukunft der Menschheit liegt nicht allein in der Hand von Politikern, großen Anführern, großer Unternehmen. Ja, sie haben enorme Verantwortung. Aber die Zukunft liegt vor allem in den Händen der Menschen, die den anderen als „Du“ und sich selbst als Teil eines „Wir“ erkennen. Wir alle brauchen einander. Daher denken Sie auch mit Zärtlichkeit an mich, damit ich die mir übertragene Aufgabe erfüllen kann, zum Wohl des anderen, jedes einzelnen, zu unser aller Wohl.

    Vielen Dank.“

    Sehr berührende und bemerkenswerte Worte. Er bringt es auf den Punkt, was von vielen noch übersehen und unterschätzt wird. Was für eine aufmunternde Rede. Was für eine Chance. Danke an Papst Franziskus 🙏

    Wacht auf. Hört in euch hinein. Hört auf euer Herz.

    Herzliche Grüße euer Harley

  • Richard David Precht – Tiere denken » veganmagazin

    Richard David Precht – Tiere denken » veganmagazin


    IMG_2195

    Richard David Precht – Tiere denken

     
    Richard David PrechtRichard David Precht ist einer der bekanntesten Philosophen Deutschlands. Der Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik wurde durch seine populärwissenschaftliche Bücher bekannt. Sein erfolgreichstes Buch »Wer bin ich und wenn ja, wie viele?« belegte lange Platz eins der Spiegel-Bestsellerliste und wurde in 32 Sprachen übersetzt. Richard David Precht setzt sich in seinen Büchern mit aktuellen philosophischen Fragen auseinander und macht diese Themen, mit seinem unkonventionellen Stil und einer lebhaften und einfachen Sprache, für eine breite Öffentlichkeit zugänglich.

    Nun veröffentlichte Precht ein neues Buch, in dem er sich mit Fragen des Mensch-Tier-Verhältnisses und der gesellschaftlichen Debatte um Tierrechte beschäftigt. »Tiere denken« ist eine überarbeitete Neuauflage seines 1997 erscheinenden Buches »Noahs Erbe« und zeichnet ein Bild der aktuellen Kontroverse um den Umgang mit sogenannten »Nutztieren«.

    Richard David Precht, der selbst kein konsequenter Vegetarier ist, stellt in seinem Buch tierethisch relevante Fragen, analysiert die verschiedenen Tierrechtstheorien und versucht einen eigenen praktikablen moralischen Ansatz zu finden. Obwohl kein Verfechter einer radikalen Tierethik zugunsten der Tiere, befeuert sein Buch aufs Neue die in unserer heutigen Zeit immer wichtigere Frage nach der Behandlung unserer Mitlebewesen und bringt das Thema in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit. Schon deshalb hat das Buch höchste gesellschaftliche Relevanz.

    Interviwew mit Richard David Precht

    Fernab von TV-Auftritten und Talk-Runden wollten wir wissen, was Richard David Precht wirklich zum Thema vegan denkt und haben ihn auf der Frankfurter Buchmesse interviewt.

    Herr Precht, sie kennen das Zitat von Albert Schweitzer. Er hat gesagt: »Wie die Hausfrau, die die Stube gescheuert hat, Sorge trägt, dass die Türe zu ist, damit ja der Hund nicht hereinkomme und das getane Werk durch die Spuren seiner Pfoten entstelle, also wachen die europäischen Denker darüber, dass ihnen keine Tiere in der Ethik herumlaufen.« Sie haben die Tür geöffnet und ein Buch über Tierrechte geschrieben. Warum?

    Das Mensch-Tier-Thema ist, mehr als jedes andere, mein Lebensthema. Die Tierfrage ist für mich elementar und rein wissenschaftlich interessiert mich auch alles, was in der Schnittmenge zwischen Philosophie und Biologie liegt. Auch deswegen habe ich vor 20 Jahren schon mal ein Buch geschrieben namens »Noas Erbe«, welches ich jetzt Revue passieren lasse. Natürlich ist einiges dazugekommen, einiges hat sich auch geändert.

    IMG_2196

    Sie plädieren in ihrem Buch »Tiere denken« für eine praktikable Tierethik, die nicht auf Gerechtigkeit, Freiheit und andere Werte setzt, weil Menschen kaum empfänglich für moralische Werte sind. Die praktikable Ethik fragt sich hingegen, welche Rolle Tiere innerhalb eines »Miteinander-Klarkommens« realistisch spielen können. Welche Rolle würden Sie den Tieren denn in einer praktikablen Tierethik zuschreiben?

    Das ist eine gute Frage. Das Grundgefühl, welches mich im Umgang mit Tieren antreibt, ist die Faszination dafür, dass es in einer Welt in der alles nur noch von Menschen gemacht ist, irgendetwas gibt, was nicht vom Menschen gemacht ist und was ich bewundere, für den eigenen Weg in der Evolution. Faszination – das ist meine Haltung, die ich gegenüber Tieren habe. Ich würde mir wünschen, dass die Grundachtung vor dem Tier als anderes Lebewesen tief verankert wäre, was auch immer der Einzelne für praktische Konsequenzen daraus zieht.

    Der für mich wichtigste Teil im Buch ist der, in dem ich mich Schritt für Schritt mit den Tierrechtsphilosophien wie der von Peter Singer und Tom Regan auseinandersetze und zu dem Schluss komme, dass deren Sichtweisen nicht stringent sind. Was nicht heißt, dass ich nicht mit vielen in diesen Tierrechtsphilosophien sympathisiere. Für Peter Singer ist zum Beispiel die Leidensfähigkeit entscheidend in der Frage nach einem Lebensrecht für Tiere. Dazu ein Beispiel: Man könnte Hühner gentechnisch so manipulieren, dass sie kein Leiden mehr empfinden. Dann könnte man als Vertreter von Singers Tierethik kein Argument mehr gegen Legebatterien vorbringen. Ich bin aber total sicher, dass Singer auch dann gegen Legebatterien wäre. Das heißt aber, dass so wie seine Ethik aufgebaut ist, sie offensichtlich von ihm gar nicht geführt ist. Das gleiche Argument gilt auch bei Tom Regan. In seiner Tierrechtsphilosophie geht es nicht primär um Leidensfähigkeit, sondern um Bewusstseinsfähigkeit und den inhärenten Wert, den jedes Tier mit Bewusstseinsfähigkeit hat.
    »Nach Regans Theorie sind die Interessen aller Lebewesen mit inhärentem Wert prinzipiell gleich zu achten.« Und da bringe ich das Beispiel mit dem Versuchskaninchen, welches in einer philosophischen Überlegung, das gleiche Lebensrecht hat wie Hunderttausende an einer Seuche erkrankter Menschen. Würde Regan selbst Hunderttausende Menschen sterben lassen, weil das Leben eines Kaninchens genauso viel wert ist? Was ich damit nur zeigen wollte, war, dass diese sehr sympathischen Tierrechtstheorien, so wie sie normiert sind, nicht funktionieren. Obwohl ich den Impuls der beiden teile.

    IMG_2197

    Sie sprechen sich in ihrem Buch für eine Ethik des Nichtwissens aus. Können Sie kurz erklären, was sie damit meinen.

    Der Mensch glaubt, mit holzhackerischer Sicherheit über alles Mögliche urteilen zu können. Es ist ja für mich schon ausgeschlossen, über ihr Bewusstsein zu urteilen. Ich muss mir aus Indizien heraus ein Bild davon machen. Beim Elefantenrüsselfisch oder beim Kraken ist es nahezu unmöglich. Nachdem wir aus Indizien Bewusstseinsfähigkeit, Leidensfähigkeit und all diese Dinge erkennen können, sollten wir ganz vorsichtig sein darüber zu urteilen, uns überlegen zu fühlen und zu meinen, dass wir alles mit Tieren machen können. Mir geht es um einen Sensibilisierungsprozess, und zwar pädagogisch und strategisch. Das ist der Grund, warum ich jetzt nicht sage: »Leute ihr dürft kein Fleisch mehr essen.« Dafür gibt es genug Bücher, die das machen. Und das ist auch alles korrekt. Aber ich will die Leute da abholen, wo sie stehen und die Klientel erreichen, die ich mit den Hardcore-Argumenten nicht kriege.

    Das heißt, wir müssen die Sensibilisierung fördern, sodass sie sich auf die Tiere ausweitet?

    Ja. Das hat sie ja schon. Tatsächlich ist ja die Sensibilität gegenüber Tieren viel höher als zu anderen Epochen. Und wenn die Sensibilität immer weiter steigt, wiegt das Verdrängte immer schwerer und dann passiert irgendwann was.

    Aber auch sie argumentieren im Buch mit Vernunft. Appellieren sie an die Vernunft oder an die Sensibilität?

    An die Sensibilität. Aller ethischer Fortschritt ist keine Vernunftfrage, sondern eine ethische Sensibilisierungsfrage. Ich muss diese Angelegenheit als etwas erkennen, was mich in meinem Inneren betrifft. Das ist auch eine Erziehungs- und eine Umfeldfrage. Wenn heute in einer Schulklasse zwei Veganer sind, dann fängt man an, sich mit der Frage auseinanderzusetzen. Man fängt an über Leute, die man mag, die Frage mit zu sich rüberzuziehen. Das ist der Prozess, wie ethischer Fortschritt entsteht. Er entsteht nicht dadurch, dass ich eine große Rechnung aufmache und ganz genau erkläre, was wir nicht tun dürfen. Je mehr man an die Vernunft appelliert, desto eher wird man als Spinner gesehen.

    Gleichzeitig hat der Mensch nur eine gewisse Kapazität für Sensibilisierung. Wenn ich alles Elend dieser Welt zu meiner Angelegenheit mache, kann ich keine Nacht mehr schlafen. Deswegen haben wir auch diesen gesunden Verdränungsmechanismus. Es ist nicht falsch, dass Menschen verdrängen können.

    IMG_2198

    Eine amerikanische Journalistin, die in Schlachthäusern recherchiert hat, hat einmal im Gespräch mit einem Schlachthausmitarbeiter gesagt: »Ich hasse nicht dich, sondern das, was du machst.« Das war ihre Lösung.

    Aber noch einmal zurück zur Moral. Sie hatten im Jahr 2012 ein Gespräch mit dem Philosophen Robert Spaemann in einer Sendung im ZDF. Ihm zufolge sei es verwerflich und unmoralisch Tieren leiden zuzufügen, weil es das Tier um das betrügt, was es an Positiven hat. Für ihn war es aber gleichzeitig völlig legitim ein Tier zu töten und zu essen, solange man ihm kein Leid zufügt. Schauen wir uns die Fleischproduktion an; dabei ist es egal ob konventionell, Bio oder vom Bauern um die Ecke; dann müssen wir sagen, dass alle Tiere erheblich in der Fleisch-, Eier- und Milchindustrie leiden. Müsste man dann nicht auch sagen Fleischessen ist unmoralisch?

    Ja, Fleischessen ist unmoralisch. Aber ich plakatiere das nicht. Es ist eine strategische Frage. Ich finde die Idee des Meliorismus von Jean-Claude Wolf super. »Melio« heißt besser, also die Ethik nicht in gut und böse zu teilen, sondern in gut, besser und am besten. Laut dessen also gut, wenn man Flexitarier ist, besser Vegetarier und am besten aber Veganer. Fangen wir mit gut an, nicht mit am besten.

    Wir sagen immer, jeder Schritt in die richtige Richtung ist unterstützenswert und das Beste ist natürlich, wenn man es schafft, vegan zu werden und dann konsequent ist. Jetzt müssen wir es noch schaffen die wirtschaftlichen Bereiche zu transformieren.

    Das klappt ja im Augenblick Schritt für Schritt alles ganz gut, nur dass man an das Massentierhaltungs-Kerngeschäft nicht rankommt. Wir brauchen einen zusätzlichen Markt neben den Bestehenden, der wächst und irgendwann so groß wird, wie der andere. Da kommen wir dann zum Thema Laborfleisch. Das mit dem Laborfleisch hat leider nur einen Haken. Zellteilung ist relativ langsam. Wenn man das beschleunigen könnte, wäre das Hauptproblem gelöst. Die Frage ist also, wie beschleunigen wir diese Zelteilung, sodass das Laborfleisch günstiger wird als das Massentierhaltungsfleisch.

    IMG_2199

    Die Zukunftsversion wäre also, dass durch die Weiterentwicklung dieser in-vitro Technik dieses Fleisch viel wirtschaftlicher und rentabler wird und dadurch die Fleischindustrie abgelöst wird?

    Ja, so ist das. Und die Leute, die dahinter stecken, erkennen, dass das wirklich die Lösung eines globalen Menschheitsproblems ist. Wenn 80% des Wassers in den Entwicklungsländern von Tieren weggesoffen werden und 50% der Getreideproduktion an Tiere verfüttert wird und der Regenwald abgeholzt wird für die Felder, ist es nicht möglich die wachsende Menschheit mit Fleisch zu versorgen, ohne den Planeten zu zerstören.

    Das heißt doch aber auch, dass eine vegane Welt nicht nur vernünftig, sondern auch absolut realistisch ist.

    Ja, ich glaube tatsächlich, dass Fleischessen irgendwann ausstirbt. Nicht ganz so schnell, aber ich würde sagen in der Generation meiner Enkel, also vielleicht in 15 – 20 Jahren, werden die Kinder selbstverständlich damit aufwachsen kein Fleisch zu essen. Die Leute, die das dann noch tun, werden sehr merkwürdig angeguckt werden. Und ich glaube, dass wir in 40 – 50 Jahren noch 3 Schlachthäuser haben als Gedenkstätten. Da gehen dann die Schulklassen durch, um sich zu erinnern was wir früher mit Tieren gemacht haben und werden sich gruseln und fragen »Opa, warum hast du das eigentlich mitgemacht?«

    IMG_2194
    Sollten wir nicht heute schon die Moralvorstellung Tiere nicht mehr zu töten als Maxime für unsere Gesellschaft übernehmen und uns dazu auch öffentlich bekennen?

    Das machen Sie ja auch. Da spricht nichts dagegen. Die Frage ist die Mehrheitsbeschaffungsfrage. Wie gewinne ich dafür eine Mehrheit? Auf zwei Arten: das was sie machen aber ich meine auch durch das, was ich mache. Ich darf niemanden ethisch überfordern, wie den notorischen Fleischesser, dem ich sage »du böser Mensch, du darfst das nicht tun«. Ein erwachsener Mensch, der das zwanzig Jahre lang gemacht hat, wird sagen, ihr habt mir nichts zu sagen. Ich versuche ihn da abzuholen, wo er steht, und versuche durch das Buch einen Denkprozess in Gang zu setzen. Das ist sozusagen die strategische Arbeit, die ich mache. Sie machen eine andere Arbeit. Sie bauen sozusagen eine vegane Zukunftskultur auf. Meine Aufgabe liegt eher darin, die Leute zum Nachdenken zu bringen.

    Sie kritisieren in ihrem Buch die Zielsetzung von Tierrechtlern, also die Befreiung aller Tiere, und skizzieren als Folge den »Totalverlust des Tieres« in unserer Gesellschaft und damit eine Entfremdung von den Tieren. Wir können uns doch aber trotzdem an Tieren sensibilisieren, wenn wir zum Beispiel in den Wald gehen und freie Tiere beobachten. Es gibt auch Konzepte wie Zoopolis, die das Zusammenleben mit Tieren zum Beispiel in Städten beschreiben.

    Da bin ich ja dafür, ich sehe aber trotzdem den Verlust. Ferien auf den Bauernhof sensibilisiert viele.

    Ferien auf dem Lebenshof.

    Ja aber die Frage ist relevant für die Zoofrage. Exotische Tiere würden verschwinden.

    Aber worin liegt der Wert, dass wir einen Löwen im Zoo sehen? Warum sollten wir das haben müssen?

    Wenn ich das früher nie gesehen hätte, hätte ich das Buch nie geschrieben. Meine Sensibilisierung für Tiere ist über die Zoos gegangen.

    Aber ist das jetzt nicht ein Fehlschluss, wenn sie sagen, weil es bei mir so war, sollten wir die Zoos erhalten?

    Ich würde sagen, weil es bei mir so war, sehe ich das Potential, das es auch bei vielen anderen so sein kann. Das glaube ich zumindest. Aber natürlich, ein Zoo, wo einem die Tiere leidtun, erfüllt die Funktion nicht. Aber ich könnte mir Zoos vorstellen, die diese Funktion erfüllen.

    Wenn unsere Leserinnen und Leser, die ja hauptsächlich schon vegan sind, jemanden in der Familie oder im Umfeld haben, der noch Fleisch kauft. Was würden Sie den Leuten empfehlen, wie man an dieses Problem herangeht?

    Ein gutes Buch schenken, zum Beispiel. Keine Werbung, das meine ich ernsthaft. Oder, wenn man ganz perfide ist und jemanden kennt, der jemanden kennt, dann eine Legebatterie besichtigen.

    Waren sie schon mal in einer Legebatterie?

    Ja das war in den 90ern. Also lange her.

    Würden Sie heute noch in eine Mastanlage gehen, wenn man es ihnen anbieten würde.

    Ja würde ich.

    Eine letzte Frage: Leben sie schon vegan, wenn nicht wann dann?

    Ich kenne mich selber nicht gut genug, um diese Frage beantworten zu können aber ich wünsche Ihnen und ihrer Bewegung alles Gute.

    http://veganmagazin.de/2016/richard-david-precht/

  • Christian Felber: Ethischer Welthandel ist möglich

    Christian Felber: Ethischer Welthandel ist möglich


     

    Warum ethischer Welthandel möglich ist – Ein Plädoyer.

    Nach den Protesten gegen CETA und TTIP und Trumps Kurswechsel ist die internationale Handelspolitik in der Krise. Diese könnte als Chance zur Schaffung eines ethischen Handelssystems genutzt werden.

    Hand aufs Herz: Wenn du die Entscheidung treffen könntest, würdest du systemrelevante Banken zulassen oder ihnen eine Größengrenze vorgeben? Würdest du den Kapitalverkehr in Steueroasen freimachen oder an die Bedingung der Steuerkooperation knüpfen? Würdest du den Welthandel in der UNO regeln, abgestimmt mit den Menschenrechten, Arbeitsrechten, Umwelt- und Klimaschutz und Verteilungsgerechtigkeit – oder außerhalb in der Welthandelsorganisation WTO, in der die Beachtung der Menschenrechte, der Klimaschutzes und des sozialen Zusammenhalts keine Rolle spielen? Würdest du transnationalen Konzernen – im Unterschied zu den Menschen, die von ihren Geschäften betroffen sind – Sonderrechte in die Hand geben, damit sie auf „indirekte Enteignung“ und „unfaire Behandlung“ klagen können?

    Ein klares NEIN gegen TTIP und CETA

    Die traurige Nachricht ist, dass unsere Regierungen und Parlamente all dies so entschieden haben, in Parlamentsbeschlüssen, in EU-Richtlinien, in WTO-Abkommen und in bilateralen Freihandels- und Investitionssschutzabkommen wie TTIP und CETA. Ganz ohne Trump.

    3,5 Millionen EU-BürgerInnen haben gegen TTIP und CETA unterschrieben, nachdem die Kommission, die von niemandem von uns für diese Aufgabe gewählt wurde, ein formales BürgerInnenbegehren zum Stopp der Verhandlungen für unzulässig erklärt hatte. Mit den europäischen Eliten ist derzeit keine feine Globalisierung zu machen!

    Die gute Nachricht: zivilgesellschaftliche Organisationen haben konkrete und überzeugende Ideen für einen gerechteres und nachhaltiges Welthandelssystem:

    Die Spielregeln sollten besser in der UNO in Abstimmung mit den Menschenrechten, Arbeitsrechten, Umwelt- und Klimaschutz, Steuerkooperation und Fusionskontrolle gemacht werden. Wer sich beteiligt, handelt frei; wer nicht kooperiert, zahlt Zölle.
    Ärmeren Länder dürfen sich länger und stärker schützen als reichere, bis sich die Wohlstandskluft geschlossen hat.
    Demokratischer Spielraum muss erhalten bleiben: Ein ethisches Handelsabkommen muss sich tragen wie ein „Tanzkleid“ statt wie eine „Zwangsjacke“ (Thomas Friedman).
    Fokus auf lokale und regionale Wirtschaftskreisläufe: Der Weltmarkt sollte das Salz in der Suppe sein, nicht die Suppe selbst. Die Suppe muss ohne völkerrechtliche Verbote lokal gekocht werden dürfen.
    Damit der demokratische Spielraum nicht zu Lasten der Handelspartner geht, verpflichten sich alle Teilnehmer-Staaten an einem Ethischen Welthandelssystem zu ausgeglichenen Handelsbilanzen. Dann können sich Ungleichgewichte weder in die eine Richtung (Griechenland, USA) noch in die andere (Deutschland, China) aufbauen und die Stabilität der Weltwirtschaft gefährden. Seit 1944 liegt ein brillianter und detaillierter Vorschlag dazu von John Maynard Keynes vor: die „International Clearing Union“. Jetzt wäre ein idealer Zeitpunkt für ihre Umsetzung!
    Die Macht der Weltkonzerne muss begrenzt werden. Wer Zugang zum Weltmarkt wünscht, darf eine bestimmte Größenschwelle nicht überschreiten (z. B. 10 Milliarden Euro Umsatz), nicht mehr als einen maximalen Anteil am Weltmarkt halten (z. B. 0,5%) und muss eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen. Fällt das Ergebnis der Gemeinwohl-Bilanz unter eine Mindestschwelle, erlischt die „Lizenz zum Handeln“: So bleibt die Verbindung zwischen (Wirtschafts-)Freiheit und (sozialer) Verantwortung intakt. Und dem Dumping in allen Disziplinen wird ein effektiver Riegel vorgeschoben.

    Ethischer Welthandel – WIR können den Unterschied machen

    IMG_2165

    Ethischer WelthandelDie Frage ist, wer so ein alternatives ethisches Handelssystem entscheiden könnte. Eine mögliche Antwort lautet: Wenn nicht unsere Vertretung in Regierungen und Parlamenten, dann wir – der demokratische Souverän – selbst. Die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung hat den Prototypen eines „demokratischen Handelskonvents“ konzipiert, der in jeder Familie, Firma, Organisation oder Kommune durchgeführt werden kann. Ein solcher Konvent behandelt die 20 Schlüsselfragen der Handelspolitik, zu denen kein spezifisches Fachwissen nötig ist, sondern ein offener Geist und ein offenes Herz.

    Die Methode des „systemischen Konsensierens“, bei der mehrere Alternativen zur Wahl stehen und diejenige, welche den geringsten Widerstand hervorruft, gewinnt, siebt polarisierende Vorschläge verlässlich aus. Es gewinnt der „empathischste“ Lösung, welche die umfassendsten Rücksichten nimmt – darunter selbstverständlich die Freiheitsbedürfnisse aller. Genau darum geht es letztendlich: Die Freiheit von uns allen zusammen genommen so gering wie möglich einzuschränken – und dadurch zu maximieren. Das Ergebnis einer solchen Gesamtsicht, darauf deuten erste „Laborversuche“ an der Wirtschaftsuniversität Wien hin, weder Freihandel noch Protektionismus, sondern: Ethischer Welthandel.

    Die Wirtschaftsfreiheiten bleiben erhalten, sie werden aber durch intelligente Leitplanken „eingespannt“ für die höheren Werte: Menschenrechte, Verteilungsgerechtigkeit, Klimaschutz, sozialer Zusammenhalt, kulturelle Vielfalt und regionale Resilienz. Das scheinen aber unsere VertreterInnen in Regierungen und Parlamenten gegenwärtig nicht zu wollen. Als freie und souveräne StaatsbürgerInnen könnten wir es Ihnen vorzeigen – in selbstorganisierten „Kommunalen Handelskonventen“.

    Euer Christian Felber

    Hier geht es zur Homepage von Christian

    Hier findest du sein neues Buch

    Und dieses Porträt über Christian ist auch heute im Compassioner erschienen:

    compassioner.com/allgemein/wirtschaft-wuerde-portraet-christian-felber/

    http://compassioner.com/allgemein/kolumne-christian-felber-ethischer-welthandel/?action=like

  • Revolution am Automarkt – Reifen erzeugt Strom

    Revolution am Automarkt – Reifen erzeugt Strom


     

    goodyear

    Der US-amerikanische Reifenhersteller Goodyear Tire & Rubber zählte auf dem Genfer Autosalon wohl zu den beeindruckendsten Ausstellern. Goodyear präsentierte hier eine neue Reifengeneration, die aus Druck und Wärme Strom erzeugt. Speziell konzipiert für Elektroautos trägt somit der Reifen für die Energieversorgung des Fahrzeugs bei, indem der piezoelektrische und thermoelektrische Effekt genutzt wird. Der auf den Namen BH03 getaufte Reifen verfügt über das Potential, während der Fahrt aktiv an der Stromversorgung beteiligt zu sein.

    Für die Entwicklung des stromerzeugenden Reifens nutzen die Forscher von Goodyear die Tatsache, dass sich der Reifen während der Fahrt minimal verformt, zum Beispiel beim Kurvenfahren oder Beschleunigen. Aus dieser Eigenschaft heraus lässt sich Energie erzeugen, die mit den genannten Effekten gesteigert werden kann. Wenn sich diese Technologie durchsetzt, ist Goodyear ein wahrer Durchbruch am Reifenmarkt gelungen. Denn mit dem Konzeptreifen kann nicht nur Energie gespart, sondern auch die Umwelt nachhaltig geschont werden. Auch wenn der BH03 noch nicht serienreif ist und auch nicht feststeht, ob und wann er auf dem Markt erhältlich sein wird, so liefert er bereits wertvolle Erkenntnisse, die für die weitere Entwicklung von stromerzeugenden Reifen von großer Bedeutung sind.

    Der sinnvolle Nutzen des BH03 für Elektroautos liegt auch darin, die Reichweitenprobleme von Elektrofahrzeugen in den Griff zu bekommen. Im Gegensatz zu alternativen Antriebsarten ist die Reichweite von Elektrofahrzeugen begrenzt. Mit den stromerzeugenden Reifen und einer ständigen Verbesserung und Entwicklung von neuen Technologien wie zum Beispiel leistungsstärkere Akkus für Elektroaus ist es absehbar, dass die Straßen in der Zukunft womöglich bald den Elektrofahrzeugen gehören.

     

    viaRevolution am Automarkt – Reifen erzeugt Strom | Ecosetter.

  • Hört auf unsere Kinder krank zu machen! Was unsere Kinder chronisch krank macht

    Hört auf unsere Kinder krank zu machen! Was unsere Kinder chronisch krank macht


    gefaehrliche Monsanto Produkte

    ArteAllergien, ADHS, Autismus, Autoimmunerkrankungen: In Europa ist bereits jedes dritte Kind chronisch krank. In den USA sind gesunde Kinder sogar schon in der Minderheit.

    Wir haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass schädliche Chemikalien Kindern das Leben ganz schön madig machen können. Das neue bunte T-Shirt verursacht Hautausschlag und selbst die warme Milch aus der Babyflasche kann ein Gesundheitsrisiko darstellen. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, ihr Körper reagiert empfindlicher auf Schadstoffe. Bei Chemikalien ist das Vorsichtsdenken plötzlich vergessen – Kinder bekommen die volle Giftdosis.

    Zu viel Zucker, Fettschadstoffe und Reste von Reinigungsmitteln, würden Sie das in einem Babybrei vermuten?

    Was unsere Kinder chronisch krank macht

    Die fünfjährige Klara leidet – wie 30.000 deutsche Kinder – an der autoaggressiven Form von Diabetes. Jason hat Asthma und ADHS, Jonah eine lebensbedrohliche Nuss-Allergie: In Europa ist bereits jedes dritte Kind chronisch krank. In den USA sind gesunde Kinder sogar schon in der Minderheit. Die gemeinsame Ursache dieser Krankheiten liegt in einem Immunsystem, das aggressiv und unberechenbar reagiert. Was hat unser Immunsystem derart aus der Bahn geworfen?

    Filmemacher Bert Ehgartner begibt sich auf Spurensuche nach den Auslösern dieses verheerenden Trends und porträtiert Kinder mit chronischen Leiden wie Asthma, Diabetes, Neurodermitis, Hyperaktivität oder Autismus. Er trifft Wissenschaftler wie Maria Yazdanbakhsh, die im indonesischen Dschungel untersucht, welche Rolle Würmer und Bakterien für unser Immunsystem spielen. Er befragt Herbert Renz Polster zum Einfluss der Kaiserschnitt-Geburten und den Mediziner Klaus Hartmann zum Zusammenhang zwischen Mehrfach-Impfungen und dem Anstieg chronischer Krankheiten.

    Plädoyer für schmutzige Kindheit

    Bert Ehgartners Film ist keine Reportage, die den Medikamentenkauf ankurbeln wird. Offenbar zunehmende chronische Erkrankungen von Kindern in Industrieländern sind zwar Ausgangspunkt der Dokumentation; sie schlägt in ihrem Alarmismus aber ganz unerwartete Wege ein – und wird zum Plädoyer für eine schmutzige Kindheit.

    Denn Keime helfen von Geburt an, das Immunsystem aufzubauen; heutige Hygienevorschriften, sterile Lebensräume und maximal entkeimte Nahrung eher weniger. Man nennt es den „Stalleffekt“, da Bauernkinder anscheinend nie an Asthma erkranken. Quelle 

    „Wir haben immer auf die bösen Bakterien geachtet“, sagt der Mikrobiologe Willem de Vos von der Universität Wageningen in den Niederlanden. „Dabei sollte der Mensch mehr auf seine guten Keime aufpassen.“ Wenn diese durch übertriebene Hygiene, falsche Ernährung oder wahllos eingenommene Antibiotika absterben, können Krankheiten die Folge sein. Mit einem gestörten Keim-Gleichgewicht bringen Wissenschaftler inzwischen Allergien, Asthma, Übergewicht, Herzkreislaufleiden, Depressionen und sogar Krebs in Zusammenhang.

    Hört auf unsere Kinder krank zu machen

    Bereits im September 2013 haben wir, die Netzfrauen, gefordert, dass die Kinder besser geschützt werden müssen. In unserem Beitrag: Babybrei auch gentechnisch verseucht – Vorsicht “Chemie-Cocktail” schon von Kindesbeinen an recherchierten wir bereits zu dem Thema Babybrei, hier schwerpunktmäßig zu dem Bereich Pestizide. Immer mehr Wissenschaftler sind der Meinung, dass zwischen den frühen Schadstoffeinwirkungen und der zunehmenden Anzahl von Krankheiten bei Kindern ein Zusammenhang besteht. Die Anzahl von Chemikalien, die die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen können, nimmt zu. Lesen Sie auch Wie kommen GVOs und giftige Zusatzstoffe in Babynahrung- Why is this Organic Food Stuffed With Toxic Solvents?

    Ich selber habe eine an Allergie erkrankte Tochter. Sie ist gegen alles was „kreucht und fleucht “ allergisch. Ob Gräser, Hausstaub oder Tierhaar, bereits der Frühling mit den Haselnusssträuchern wird zu einer Herausforderung und so geht es dann weiter, bis in den späten Herbst. Die Kinderärztin wurde schnell zu einer der wichtigsten Personen für das Kind und die richtige Nahrung wurde lebensnotwendig. Stillen ist auch nur begrenzt möglich, also folgt die Folgenahrung. Damals standen noch nicht – wie heute üblich – in den Regalen jede Menge Produkte.

    Heute gibt es Getreidebreie im Glas, mit Obst oder Schokoflocken, oft mit Zucker und Aromastoffen. Auch Unmengen von Breien zum Anrühren sind im Angebot – mal mit Milch oder nur mit Wasser anzurühren. Außerdem gibt es von Grieß bis Mehrkornmischungen scheinbar alle Getreidesorten, die man sich vorstellen kann.

    Dieses reichhaltige Angebot gab es vor 30 Jahren nicht. Es gab Schmelzflocken mit echter Kuhmilch zubereitet, so wie es früher schon meine Mutter machte. Bis dann die Kinderärztin feststellte, nein, Kuhmilch besitzt zuviel Fett, daher alternativ H-Milch, oder einfach mit Wasser zubereiten. Allein schon darüber könnte ich einen Beitrag schreiben, denn aus der Not heraus wird man zu einer Expertin.

    Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind, und was tun wir nicht alles, damit das Kind nicht leiden muss. Wir haben es geschafft, dank einer tollen Kinderärztin, der Willenskraft meiner Tochter und besonders durch die richtige Nahrung. Heute geht es meiner Tochter auch ohne Medikamente gesundheitlich gut. Ob Hyposensibilisierung oder Desensibilisierung, es gibt nichts, was wir nicht versucht hätten. Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst ging es nach Wangerooge, um dem Kind eine Auszeit von der Krankheit zu ermöglichen, sofern dieses überhaupt möglich war. Manchmal gibt es noch Anzeichen von Allergien, aber die sind erträglich. Allergien waren auch damals schon ein Thema, allerdings nicht in dem heutigen Umfang, wo die Allergologen wie Pilze aus den Boden schiessen.

    Die Gesundheitsbranche hat diesen Bereich für sich entdeckt, und heute leiden 20 bis 30 Prozent der EU-Bürger an allergischem Schnupfen, 5 bis 15 Prozent an allergischem Asthma, 3 bis 5 Prozent an Neurodermitis (Atopische Dermatitis) und 5 bis 10 Prozent an einem allergischen Handekzem. Allergien verursachen in der Europäischen Union Kosten von schätzungsweise 100 Milliarden Euro pro Jahr. Allein in Deutschland sterben jährlich mehr als 1400 Menschen an Asthma. Vor 30 Jahren noch eine seltene Krankheit, fast nicht erforscht. 2010 berichtete das Robert-Koch-Institut, dass allein in Deutschland etwa jedes zehnte Kind und jeder fünfte Erwachsene unter Heuschnupfen leidet und etwa sieben Prozent der Kleinen erkranken an Neurodermitis. Allergien gibt es vermutlich, seit es Menschen gibt. Doch in ihrer Häufung sind sie inzwischen eine Zivilisationskrankheit.

    Doch gerade für unsere Kleinen ist eine gesunde Nahrung besonders lebensnotwendig und es sollte nicht in der Verantwortung unserer Kinder liegen, Jahrzehnte später ungewollt den Beweis dafür zu erbringen, dass zu viel Zucker, Fettschadstoffe, Reste von Reinigunsgsmitteln und auch Pestizide, die sie als Kind konsumieren mussten, entscheidend zu den gesundheitlichen Problemen ihrer Generation beigetragen haben. Doch was können wir unseren Kindern und Enkelkindern wirklich noch als Nahrung zumuten, ohne dass sie einen gesundheitlichen Schaden erleiden? Wir sprechen hier nicht von der Muttermilch, sondern in diesem Fall von der Folge-Nahrung.

    Zu viel Zucker, Fettschadstoffe und sogar Reste von Reinigungsmitteln! Das alles wurde im Baby-Getreidebrei in der Packung gefunden. Ökotest hat zwölf Milch-Getreide-Breie zum Anrühren getestet. Das Ergebnis ist verheerend: Kein Produkt schneidet besser als „ausreichend“ ab. Nicht einmal die Bioprodukte. Ökotest rät, den Brei am besten selbst zu kochen.

    baby1Getestet wurden die Biobreie Alnatura Dinkel Milchbrei, Babylove Bio Milchbrei Grieß, Hipp Bio-Milchbrei Kindergrieß, Babydream Bio Milchbrei Grieß und Holle Bio-Milchbrei Hirse. Die Produkte von Alnatura, Hipp und Babylove bekamen das Ergebnis „mangelhaft“, die anderen beiden „ungenügend“. Bis auf Alnatura und Holle war der Zuckergehalt laut Test in allen Bioprodukten zu hoch.

    Zucker in Breien? Ich erinnere mich noch an die Kindertees, die bereits vor 30 Jahren auf dem Markt waren. Bereits damals haben wir Mütter auf die Folgeschäden hingewiesen. Ich sehe noch die Bilder vor mir, wo bereits Milchzähne von Karies befallen waren. Ja, ich gehöre auch zu diesen Müttern, die Kindertees verweigerten und lieber selber Fencheltee kochten. Süßigkeiten, wie die Kinderschokolade, die von Gästen gern mitgebracht wurden, mochten meine Kinder zum Glück nicht, sie aßen lieber ein Stück Brot oder knabberten genüßlich an Möhren und Äpfel. Für Allergiker sind übrigens die alten Apfelsorten verträglich. Und Kindertee, gespickt mit 2,5 Stück Würfelzucker pro Tasse? Das Lebensmittelunternehmen Hipp hat den Verkauf seiner umstrittenen Instant-Tees erst 2012 eingestellt. Die Lobbygruppe Foodwatch hatte das Produkt zur „dreistesten Werbelüge“ des Jahres gekürt.

    Und trotz allem, auch diese Branche boomt. Allein Hipp als Marktführer hat 2012 einen Umsatz von 330 Millionen Euro.

    Öktotest – Ausgabe April 2014: Der Fertig-Milchbrei ist süß, das Ergebnis dafür ziemlich bitter. Denn kein einziges Milchbrei-Produkt kann empfohlen werden.

    Die Fertig-Milchbreie sind süß und das Ergebnis ziemlich bitter. Denn kein einziges getestetes Milchbrei-Produkt kann laut Ökotest empfohlen werden.

    Kinderärzte und Ernährungsexperten fordern seit Jahren, auf Zuckerzusätze in Babynahrung zu verzichten, da stark gesüßte Speisen die Gefahr einer frühen Prägung auf die Geschmackspräferenz „süß“ bergen. Kinder könnten somit auch künftig Süßes bevorzugen, was die Entstehung von Übergewicht und Karies fördert. Zu viel Süße ist auch deshalb ungünstig, weil Kinder dann kaum Chancen haben, den unverfälschten, natürlichen Geschmack von Getreide und Milch kennenzulernen, ergänzt Dr. Annett Hilbig vom Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in dem aktuellen Ökotest. Seit 30 Jahren kämpfen wir gegen Zucker in Kindertees und Kinderbreien, und was ist bis dato passiert? Noch heute werden zuckerhaltige Speisen an Kinder verabreicht.

    Und wozu müssen Vanille, Zimt oder andere Aromen im Brei enthalten sein? Wie Ökotest feststellte, enthält fast jeder Brei entweder Vanilleextrakt, Zimt oder Aromen dieser Geschmacksrichtungen. Zur Geschmacksabrundung, sagen die Hersteller. Aus Sicht des FKE sind Gewürze und Aromastoffe wie Vanillin in Babynahrung aber überflüssig. Es ist in der Tat nicht akzeptabel, dass Kinder schon so früh an die typischen Aromen industriell hergestellter Süßwaren gewöhnt werden sollen. Berechnung? Die Kinder sind schließlich die Kunden von morgen.

    Rückstände von Desinfektions- und Reinigungsmitteln? In unserem Beitrag Babybrei auch gentechnisch verseucht – Vorsicht “Chemie-Cocktail” schon von Kindesbeinen an waren wir der Meinung, dass wir mit der Bio-Babynahrung auf der sicheren Seite liegen, denn diese wird wesentlich strenger kontrolliert als konventionelle Produkte. Leider müssen wir feststellen, dass dem nicht so ist. Wir sind entsetzt, da wir feststellen mussten, dass die Produkte der getesteten Bio-Anbieter durchgängig mit Rückständen von Desinfektions- und Reinigungsmitteln belastet sind, während die konventionellen Breie frei davon sind.

    Die Stoffe, um die es geht, heißen kurz DDAC und BAC und zählen zu den quartären Ammoniumverbindungen (QAV). Sie kamen 2012 erstmals ins Gerede. Schnell wurde klar, dass QAV-haltige Reinigungsmittel ein Teil des Problems sind. Solche Reiniger wurden unter anderem in der Milchgewinnung und -verarbeitung eingesetzt. Etliche Betriebe stellten um, wobei ausgerechnet die Bio-Branche hinterherhinkt, wie der Test zeigt.

    DDAC ist eine quartäre Ammoniumverbindung mit oberflächenaktiver Wirkung und gehört zur Gruppe der kationischen Tenside. Die Substanz wird in Desinfektions- und Reinigungsmitteln eingesetzt. Ferner ist DDAC in einem Pflanzenstärkungsmittel enthalten, das zur professionellen Anwendung als Frischhaltemittel an Schnittblumen gelistet ist. DDAC ist sowohl ein Biozid als auch ein Pflanzenschutzmittelwirkstoff. Diese Stoffe haben wahrlich nichts in Kinderbreien zu suchen, und nicht nur da, sondern überhaupt nichts in Lebensmitteln.

    Und hätten Sie vermutet, dass die Breie von Alnatura und Holle Fettschadstoffe enthalten? Erhöhte Mengen dieser als „möglicherweise krebserregend für den Menschen“ eingestuften Verbindungen traten vor Jahren noch gehäuft auf. In diesem Test sind nur die Milchbreie von Alnatura und Holle betroffen. Auch hier trifft es Bio-Anbieter. Es ist bekannt, dass hier noch häufiger Palmfett eingesetzt wird, das stärker mit den schädlichen 3-MCPD-Fettsäureestern belastet ist, so Ökotest.

    Und irreführend ist insbesondere der Hinweis „ungesüßt“ auf dem Produkt von Holle, da Maltodextrin enthalten ist. Eltern könnten dadurch den Eindruck gewinnen, der Brei sei auch zahnschonend, was so nicht stimmt. Humana liegt mit dem Hinweis „weniger Zucker“ zwar nicht ganz falsch, aber auch irreführend, denn wie schon beschrieben, gehört Zucker erstens gar nicht in einen Brei und zweitens der Hinweis schon gar nicht auf einen mit Zucker gesüßten Brei. Zum Testergebnis: Ökotest

    Nach Hipp sind Danone und Nestlé Marktführer für Babynahrung. Danone ist außerdem Marktführer für Nahrungsmittel für Menschen mit Allergien. Die Sparte Medical Nutrition von Danone könnte aber bald den Besitzer wechseln, z.B. zu Nestlé.

    Dem können Sie entnehmen: Es wird hin und her verkauft, so dass kein Verbraucher mehr durchsteigt. Denn Nestlé hat ja auch die Babynahrungssparte von Pfizer gekauft. Und Pfizer geht aus Monsanto hervor. Zu den Großaktionären von Monsanto gehört die Bill & Melinda Gates Foundation, die wiederum hat eine Zusammenarbeit mit Novartis und mit Sanofi Pasteur gestartet. Und fast alle Konzerne haben eines gemeinsam: Sollten Sie eine Unverträglichkeit verspüren, können Sie nun gleich die dafür produzierten Medikamente bekommen: Mit Doppelt- und Dreifach-Effekt. Siehe: Weltherrschaft weniger Konzerne – wer mit wem?

    Und auch bei Bio können wir uns nicht mehr sicher sein, wie der aktuelle Ökotest zeigt, daher lieber Babybrei selber kochen. Wie bereits im vorherigen Beitrag berichtet,  wurde ausgerechnet bei Hipp und Demeter in Bio-Babynahrung gentechnisch verändertes Gemüse verarbeitet. Dies war das Ergebnis einer Stichprobe des ZDF-Verbrauchermagazins “WISO“. Dabei haben gerade diese Hersteller sich auf die Fahne geschrieben, dass Gentechnik im Babybrei nichts verloren habe. So versteht sich beispielsweise Demeter als “Garant für Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau” und die Firma Hipp wirbt mit dem Slogan “Das Beste aus der Natur”. 

    Auch ein wichtiges Thema, welches wir bereits in unserem vorherigen Artikel erläutert haben, sind in Babynahrung gefährlichste Substanzen, wie beispielsweise giftige Pestizide, enthalten. Die EFSA veröffentlichte 2010 ihren zweiten Jahresbericht über Pestizidrückstände in Lebensmitteln. Von 2062 Proben Säuglingsnahrung enthielten 76 Spuren von Pestiziden und der festgelegte Höchstgehalt wurde in 4 Proben (0,2 %) überschritten. Die europäischen Rechtsvorschriften erlauben für jedes einzelne Pestizid höchstens Rückstände von 0,01 mg/kg, selbst das ist unserer Meinung nach schon zu viel!

    Wir fordern eine Studie, natürlich eine neutrale, um auf ausreichende Art und Weise die Auswirkungen der Pestizidbelastungen auf die menschliche Gesundheit zu dokumentieren. Letztendlich müssten die Auswirkungen der Pestizide sogar auch bei den Kindern und Kindeskindern überprüft werden. Lesen Sie dazu unsere ausführlichen Recherchen in dem Beitrag  Babybrei auch gentechnisch verseucht – Vorsicht “Chemie-Cocktail” schon von Kindesbeinen an.

    Es sollte nicht in der Verantwortung unserer Kinder liegen, Jahrzehnte später ungewollt den Beweis dafür zu erbringen, dass jene Pestizide und andere Schadstoffe, die sie als Kind konsumieren mussten, entscheidend zu den gesundheitlichen Problemen ihrer Generation beigetragen haben.

    Hört auf unsere Kinder krank zu machen!

    Wir fordern Hersteller und Händler auf, endlich Konsequenzen zu ziehen, schließlich geht es um die Gesundheit unserer Kinder und Enkelkinder. Und wir wollen es nicht weiter hinnehmen, dass nur noch der Profit zählt .

    Es ist  an der Zeit, denen zu zeigen, nicht mit uns !

    Netzfrau Doro Schreier

    via Hört auf unsere Kinder krank zu machen! Was unsere Kinder chronisch krank macht – netzfrauen– netzfrauen.

    weiterfürende Informationen zum Thema Monsanto finden Sie hier: https://deine-gesundheit.net/gefaehrliche-monsanto-produkte/