Blog

  • Warum die USA die Welt nie führen dürfen

    Warum die USA die Welt nie führen dürfen


    USA

    Ohne ein ethisch-moralisches Grundgerüst ist jeglicher Führungsanspruch ungerechtfertigt. Ein Blick auf die US-Außenpolitik – wie zum Beispiel derzeit bei den Atomverhandlungen mit dem Iran – zeigt uns, dass dieses den Amerikanern eindeutig fehlt. Umso wichtiger ist es, diesen Anspruch tagtäglich mit aller Vehemenz in Frage zu stellen.

    Von Henry Paul

    Führungsanspruch erklärt sich aus herausragenden Führungsfähigkeiten gepaart mit moralisch akzeptierten Führungsqualitäten und effektiven, nachvollziehbaren, werthaltigen  Führungshandlungen. Neben den Führungsqualitäten muss eine Führungsnation auch Management-Qualitäten aufweisen, die die anstehenden Aufgaben so organisiert, dass die Aufgaben effektiv – nicht effizient – erledigt und zur Zufriedenstellung gelöst werden. Diese beiden Säulen werden ergänzt durch eine weitere Eigenschaft, die manchmal in Vergessenheit gerät: Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit. Diese drei Säulen manifestieren einen denkbaren Anspruch auf solch überragende Eigenschaften, die in Zusammenhang mit festgestellten Taten von aller Welt als einmalig  und stilbildend angenommen werden können. Wenn wir diese Kriterien am politischen und tatsächlichen Wirken der USA anlegen, kommen wir zwangsläufig zum Ergebnis, dass die USA nie und unter gar keinen Umständen Führungsnation sein darf.

    Eine Beurteilung würde erkennbar schlecht ausfallen. Die USA haben keine Führungsfähigkeit. Was sie in überaus großem Maße besitzen ist psychopathischer Zwang, andere Länder zu unterwerfen und zu unterdrücken. Also nicht zu führen, sondern sich totalitär über sie zu erheben und diktatorisch die Luft zu nehmen. Die USA haben keine Führungsqualität, weil sie alles unter Druck und Vorrang abhandeln wollen, obwohl gerade bei Führung, Hinwendung, Empathie und Zeit eine große Rolle spielen. Noch dramatischer wird es, wenn wir die Führungshandlungen untersuchen. Handlungen setzen wohl überlegte Pläne und Übereinstimmung mit den Handelnden und Betroffenen sowie Beteiligten voraus. Das Militär und das Außenministerium zeigen überall auf der Welt, dass sie das nicht können, sondern als Getriebene zum Obsiegen bei der geringsten Schwierigkeit sofort mit Pressionen und Erpressungen reagieren, den zu überzeugenden Partner also missachten, unter Druck setzen und rigide überrollen. Und wenn das nicht funktioniert, ihn mit Sanktionen, mit false-flag-actions und finanziellen Nötigungen zum Akzeptieren zwingen.

    Dem voraus gegangen sind offensichtlich gravierende Managementfehler, denn seit 1946 kann die USA ihre Okkupationen, ihre Basen, ihre Geheimdienste, ihre Außenminister und ihre Präsidenten nicht managen, allzu oft gerät das notwendige Orchester in Missstimmung, spielen die einen den Marsch, wo es eigentlich zum Rondo aufzuspielen galt. Zur Unzeit die falschen Maßnahmen mit Kraft und Unwillen orchestriert hat noch keine Mannschaft zum Sieg geführt. So erlitten die USA in allen globalen Aktionen Schiffbruch, hinterließen Zerstörung, frozen-conflicts und unmessbare Tötungs-Massaker. Wenn das der Plan war – denn normalerweise managed man etwas, um es besser zu hinterlassen als vorgefunden – dann muss man den USA erst recht absprechen, Führung übernehmen zu dürfen. Dann ist sie nur Verbrecherstaat!

    Nehmen wir als exemplarischen Fall die Interessen-Wahrnehmung der USA gegenüber dem Iran. Der Iran liegt erkennbar auf einem anderen Kontinent als die USA. Sie sind also keine Nachbarn, haben also normalerweise keine nachbarlichen Friktionen oder Auskommen miteinander. Dennoch bezeichnen die USA den Iran als weltgrößten Feind, der in die Knie zu zwingen ist. Gründe gibt es keine nachvollziehbaren. Außer, dass der Iran ein souveräner Staat ist, der sein Land und seine Leute so managed wie er das will. Das ist nun mal so, wenn man von souveränen Staaten spricht. Dem Iran gefallen die Regierungsgeschäfte der USA auch nicht so richtig. Das ist aber kein Grund, dass daraus unerbittliche Feindschaft wird. Es müssen also andere Gründe vorliegen. Die USA hatten vor x-Jahren zusammen mit der Sowjetunion den Iran besetzt und den damaligen Herrscher vom Thron gestoßen. Sein Sohn Reza Pahlevi wurde sein Nachfolger. Schon damals ging es ums Öl und die Vorherrschaft im Iran. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es fast zwangsläufig zum Bruch mit den britischen Öl-Besitzern, weil sie die immensen Gewinne alleine einstecken wollten. Der Iran verstaatlichte daraufhin seine Quellen. Divergierende interne, politische Interessen führten dann wenig später zum Staatsputsch unter US-Hilfe und der Schah musste fliehen. Die neue Führung behagte den USA auch wieder nicht, so dass sie kurz darauf den Schah Reza Pahlevi wieder installierten. Die Ölquellen kamen unter neue Leitung und das Ausland, allen voran die USA und Großbritannien konnten wieder am Ölreichtum partizipieren. Im Zuge dieser wirtschaftlich ertragreichen Situation stabilisierte sich der Iran zu einem fortschrittlichen, eher westlich ausgerichteten modernen Staat. Bis 1979 dauerte diese für den Iran sehr erfolgreiche Zeit an. Innerstaatliche Revolutionskräfte und das Nachlassen westlicher Fürsprecher führten dazu, dass der autokratische Schah sein Land nicht mehr regieren konnte und erneut das Land – diesmal für immer – verlassen musste und der Umbruch wurde durch einen stark religiös geprägten Führer (Chomeni) beendet.

    Eine tiefe Rückwärtswendung und die Ausschaltung aller modernen Errungenschaften kennzeichneten den Iran ab da bis 1997. Der Iran kommt unter den sich nicht einigenden religiösen Führern nicht zur Ruhe. Die beste Voraussetzung für die USA und die UN, Druck auf Iran aus zu üben. Die USA benötigt mehr Öl. Die vorgeschobene Lüge, Iran sei jetzt dabei, proaktive Atombombenpolitik gegen die Welt und vor allem gegen Israel durchzusetzen, verschärft die Lage zusehends. Die internationale Atomenergiebehörde untersucht aber findet nichts Greifbares. Die USA bleiben bei ihrer Lüge.

    In den vergangenen 20 Jahren der US-Öl-Absenz im Iran, entwickelt sich die USA zum angeblichen Weltführer, immer größer werdenden international raumgreifenden Militärstaat, der einen immensen Verbrauch an Öl hat. Die UN agiert seit 2000 ausschließlich im politischen Fahrwasser der USA. Von da an wird der Iran zum „gefährlichen Atomstaat“ durch die USA hochstilisiert. 2005 mit der Regierung Ahmadinedschad gerät der Iran zusehends unter internationalen Druck, weil die internen und externen Äußerungen der Regierungsmannschaft nicht zu mehr Vertrauen, sondern zu mehr moralischem Widerstand führt. Der Iran beginnt sich wieder international zu emanzipieren. 2006 verhängen die UN eine Sanktion wegen der Weigerung des Iran, sich nach Völkerrecht am Atomsperrvertrag zu beteiligen – schon damals ein politisch sehr zweifelhafter Versuch, einen Staat zu erpressen, einem freiwilligen Vertrag zuzustimmen. 2010 und 2011 werden weitere Sanktionen aufgrund des Drucks der USA und den gefolgsamen UN verhängt. Der Iran wird wegen seines Atomprogramms wirtschaftlich total isoliert. Insbesondere die Sanktionen gegen alles, was mit Öl und Technik zu tun hat, wird in eine unendlich lange Sanktionsliste eingetragen.

    Der Geheimdienst CIA weiß, dass der Iran keine Atomwaffen herstellt oder besitzt. Das Druckmittel „Atomstaat“ dient nur der Lüge, um weitere Ächtungen und Isolierungen durch die USA und die UN voranzutreiben – so lange bis der Iran aufgibt. Das Druckmittel Sanktionen verstößt eindeutig gegen das Völkerrecht, weil ein Kriegsgrund vorliegen muss, was nicht sichtbar wird. Die USA betreiben aus internem Bedarfsdruck am Öl, dass mit Totalblockaden und totalen Wirtschaftssanktionen, unliebsame, nicht US-gefügige Staaten ins Verderben gestürzt werden können. Israel heizt den Konflikt an, um die Welt darüber zu täuschen, dass sie selbst schon lange Atommacht mit funktionierenden Atomwaffen sind. Und sie lassen sich weder kontrollieren, noch sind sie am Atomwaffensperrvertrag interessiert. Man sieht: was Mosche darf, darf Ahmad noch lange nicht. Wenn US-Politiker wie der Unterstaatssekretär Bolton öffentlich in der New York Times schreiben kann: „To stop Iran’s Bomb, Bomb Iran“, dann erkennt jeder Laie, dass es hier um rigide Macht geht, um sonst nichts.

    Die mehrfach angestoßenen US-Verhandlungen zur Aufgabe iranisch-aggressiver Atompolitik verlaufen immer wieder im Sand. Der Grund ist einfach: Der Iran wird bei diesen Verhandlungen immer aufgefordert, ihr ziviles Programm aufzulassen. Im Gegenzug versprechen die USA jedes mal, dass die Sanktionen erst dann gelockert werden, wenn der Iran folgsam ist und über Jahrzehnte die Bedürfnisse der USA befriedigt. So bis heute. Jede Verhandlung mit dem Iran fährt in dieselbe Rinne wie alle zuvor: Hier politischer Offenbarungseid gegen Nichts. So funktionieren Verhandlungen nicht, aber die USA wollen ihren Machtanspruch unbedingt durchsetzen: wenn die USA befehlen, müssen alle folgen. Diese Politik der Unterwerfung, der Unterdrückung und des Kriegs ist nicht normal!. Die USA kapieren nicht, dass ein souveräner Staat einem anderen souveränen Staat nicht folgsam sein muss. In den jetzigen sogenannten „Durchbruch-Verhandlungen“ geht es wieder um die Aufgabe der iranischen Politik, um vielleicht in eine paar Jahren eine Lockerung zu erfahren. Die UN sind USA-folgsam, die IAEA ebenso. Egal, wie viele internationalen Organisationen durch die USA korrumpiert sind, souveräne Staaten müssen sich dem Kartell der Verbrecher nicht beugen.

    Die 5+1 Verhandlungsführer bewegen sich nicht nur auf dünnem Eis, sondern sie haben auch nicht bedacht, dass im Frühling das dünne Eis dann geschmolzen sein wird. Bis zum Signatur-Datum im Juni ändert sich alles. Dem Iran ist bis dahin klar, dass sie sich wieder einmal bedingungslos beugen müssten. Die UN müssen sich bewegen und die USA müssen sich bewegen, nicht der Iran. Die Sanktionen sind widerrechtlich, sie sind staatszerstörend, sie sind eine politische Bankrotterklärung der ölkonsumierenden westlichen Welt. Die Sanktionen gegen den Iran sind ungerechtfertigt, sie sind übervorteilend, sie sind ausschließlich zur Machtgewinnung und Machtdemonstration eines völlig kaputten Staates USA, um der Welt ihren psychotischen Willen auf zu zwingen. Der Iran ist keine Bedrohung für die Welt und keine Bedrohung für Israel. Umgekehrt schon. Die Spirale der gegenseitigen Vorwürfe ist dysfunktional, unpolitisch und führt nur zur Verschärfung. Israel muss sich vorhalten lassen, dass ihre anhaltenden Handlungen im Palästina-Konflikt und in Vorderasien beweisen, dass sie Verbrecher und Zerstörer sind statt Friedensstifter. Wie der Vergewaltiger, der dem Opfer ein Messer an die Kehle hält.

    Wenn gleichzeitig zu den Iran-Verhandlungen in den USA ausgiebig über Bunkersprengende Waffen debattiert sowie veröffentlicht wird, kann man erkennen, wie sehr die USA ihren Verhandlungspfad der Pressionen und des Drucks weiter betreiben. Der Fall Iran wird die Öffentlichkeit noch eine Weile in Bann ziehen; ich vermute aber, dass nichts wirklich Neues dabei herauskommen wird, denn das Versagen der politische Erpressung findet immer dann ihren Meister, wenn eine Vertragspartei wesentlich mehr Intelligenz besitzt als die andere. Das ist hier deutlich zu beobachten. Iran ist nicht nur selbstbewusst, sie sind definitiv intelligenter als die USA. Dieses Beispiel für US-politisches Versagen durch falsches Management, durch schlechte Führung und schlechte Verhandlungspolitik verdeutlicht den misfit der USA als Führungsnation.

    Gleichgelagerte Beispiele sind Kuba, Russland, Libyen, Venezuela, Argentinien, Thailand. An all diesen Fällen kann man ablesen, dass die USA nur zwei Instrumente des Managements haben: Massen-Bombardierung durch die Luftwaffe oder Geheimdienst-Revolten. Dass die USA nur ein einziges Führungsinstrument haben: Erpressung. Wer dergestalt Weltpolitik machen und gleichzeitig moralisch an der Spitze stehen will, decouvriert sich selbst als mock-off!

    Das Abziehbild USA als Führungsnation hat schon lange ausgedient. Was jetzt noch passieren muss, ist die Wiederherstellung der gebeugten Nationen, die bisher dem Willen der USA folgten und eine großen Teil Mitschuld an den Weltkriegen diversester Art haben. Auch diese Vasallen haben sich überlebt. Sie sind in die Falle der billigen Verheißungen getappt, weil sie sich aus Faulheit, aus Dummheit, aus Angepasstheit, aus Anbiederung und aus niederen Korruptionsmotiven heraus den USA gefügig gemacht hatten. Der Frieden durch die USA wird nicht gebraucht; deren Demokratie ebenso wenig. Der wirtschaftliche Erfolg wird aufgrund der US-Hilfe nie eintreten. Die Versprechen und Verheißungen der USA sind Glitter und grüne Tinktur: Überbleibsel der Cowboy-Jahrmärkte vergangener Zeiten; freche Lügen, geplante kriminelle Handlungen zum widerrechtlichen Erreichen von Vorteilen. Im normalen Leben würde man von Betrug, Vorteilsnahme und Abschaum sprechen. Die Führungsnation USA steht nackt da. Jeder kann es jetzt erkennen. Schamvoller Rückzug und Insichgehen ist gefragt. Neuorientierung und Lernen, wie man sich in der Welt anständig verhält.

    viaWarum die USA die Welt nie führen dürfen | Contra Magazin.

  • IWF: Leichen pflastern seinen Weg

    IWF: Leichen pflastern seinen Weg


    Marc Moschettini

    Die mächtigste Finanzinstitution der Welt zieht seit Jahrzehnten eine breite Schneise der Verwüstung hinter sich her, wie Ernst Wolff in seinem kürzlich erschienenen Buch Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs detailliert aufzeigt. Seiner absolutistischen Machtbefugnisse könnte der IWF jedoch bald verlustig gehen, denn ein neuer, schwergewichtiger Gegenspieler betritt das Spielfeld.

    image

    Beim 1944 gegründeten Internationalen Währungsfonds (IWF) blättert immer mehr der Lack ab. Während man der Finanzorganisation in ihren Anfängen aus mangelnder Erfahrung noch gute Absicht unterstellen konnte, sprechen die nackten Fakten und Ergebnisse einer zutiefst degenerierten und schamlosen Finanzpolitik eine klare Sprache.

    Vorbei die Zeiten, zu denen die mächtigste Finanzorganisation der Welt sich mit einem Anstrich humanitärer Ideale camouflieren konnte und so ihren originären Zweck medial wirksam verschleierte: »Tatsächlich handelt es sich beim IWF um eine von den USA ins Leben gerufene, von ihnen beherrschte und allein auf ihre Interessen zugeschnittene Einrichtung, mit der die Supermacht sich neben der militärischen auch die wirtschaftliche Weltherrschaft sichern wollte«, konstatiert Autor Ernst Wolff treffend in seinem Werk Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs.

    Dies wird von offizieller Seite vehement dementiert, die den IWF gerne als unabhängige, neutrale und supranationale Einrichtung verkauft, welche im gemeinschaftlichen Dialog mit seinen Mitgliedsländern die Weltwirtschaft am Laufen hält, zur Stabilisierung des Finanzsystems beiträgt und ganz lapidar auch gerne als »Kreditgeber letzter Instanz« bezeichnet wird – der weiße Retter, hoch zu Ross, hat aber alles andere als Geschenke im Gepäck.

    Die Zeche zahlt der kleine Mann

    Spätestens mit Änderung seiner Statuten im Jahre 1978 und den »Strukturanpassungsprogrammen« 1979 hätten aufmerksame Zeitgenossen erkennen können, dass ein hehres Selbstverständnis der Institution IWF nicht wirklich griff. Mit »finanzielle Unterstützung«, »technischer Beistand« und »Überwachung« wurden drei neue Positionen ins Regelwerk aufgenommen, welche dem IWF nunmehr erlaubten, offiziell und grundsätzlich in die Souveränität von Schuldnerstaaten einzugreifen – mit all den negativen Konsequenzen für die betroffene Bevölkerung.

    Wobei dies differenziert betrachtet werden muss, denn nicht jede Bevölkerungsschicht traf es gleichermaßen. Während die arbeitende Bevölkerung und die Armen überproportional von aufgezwängten Sparmaßnahmen, Ausgabenstreichungen und Lohnkürzungen betroffen waren, profitierten Oberschicht, internationale Großbanken oder auch institutionelle Anleger und konnten satte Gewinne einstreichen. Im Zuge von Privatisierungen von Staatsbetrieben und Staatseigentum sowie durch Beseitigung von Restriktionen für ausländische Investoren kam es in vielen Fällen zudem zu einem Ausverkauf der vom IWF »unterstützten« Länder.

    Institutionalisierte Erpressung

    Dass sich souveräne Staaten trotzdem unter den Knüppel des IWF begeben und eine Mitgliedschaft anstreben, erscheint zunächst paradox, liegt aber in den Spielregeln des globalen Kreditmarkts begründet. Schließlich gelten bei den weltweit operierenden Geschäftsbanken nur solche Länder als kreditwürdig, die dem IWF beigetreten sind. Will man dementsprechend am internationalen Finanzgeschehen teilhaben und nicht ein wirtschaftlich isoliertes Dasein fristen, kommt man um den IWF, mit all seinen knebelnden Konditionen, nicht herum. »Friss oder stirb« wäre eine Auslegung, vielleicht trifft ein »Friss und stirb« es aber besser, wie der Blick auf einige Länder, in denen der IWF »durchregiert« hat, vermittelt.

    Da wäre zum einen Chile im Jahre 1973 zu nennen. Der mit freundlicher Unterstützung der CIA an die Macht geputschte Diktator Augusto Pinochet fand im IWF einen geradezu willfährigen Verbündeten. Während das Land von Menschenrechtsverletzungen und dem härtesten Austeritätsprogramm heimgesucht wurde, das je in einem lateinamerikanischen Land durchgeführt worden war, verdoppelte der IWF seine Kredite an Chile zunächst, um sie in den folgenden zwei Jahren zu vervierfachen und darauf sogar zu verfünffachen. Humanitäre wie auch menschenrechtliche Überlegungen sind nicht Teil der IWF-Denkweise, wie man auch an seinem Engagement in Südafrika zu Zeiten der Apartheid verfolgen kann.

    Obwohl das Rassistenregime 1976 in Soweto Hunderte Jugendliche und Kinder auf offener Straße erschießen ließ, gewährte der IWF in den Folgejahren Kredite über mehr als zwei Milliarden US-Dollar. Erst als die eigenen Pfründe und Kredite durch ein weiteres Erstarken der Opposition in Südafrika in Gefahr gerieten, berief man sich im Schulterschluss mit den USA auf die Rassengleichheit und stoppte die Zahlungen – wobei der Begriff »Schulterschluss« eine eigene Willenserklärung vorgaukeln könnte.

    Da die Beschlüsse im IWF mit einer Mehrheit von 85 Prozent getroffen werden müssen, genießen die USA mit 17,69 Prozent der Stimmanteile eine Sperrminorität, welche die vermeintliche Neutralität des IWF ins Land der Ammenmärchen verbannt. Im Vergleich dazu: Selbst wenn die Länder Deutschland (5,81 Prozent), Frankreich (4,29 Prozent) und Großbritannien (ebenfalls 4,29 Prozent) gemeinsam ein Veto gegen eine geplante Maßnahme einlegen würden, kämen sie nicht auf die geforderte 15-Prozent Sperrminorität. Echtes Mitspracherecht, das nicht an einen verlängerten Wurmfortsatz erinnert, sieht anders aus!

    Wer sich lieber mit Schicksalen der jüngeren Geschichte auseinandersetzt, der findet im ehemaligen Jugoslawien, in Irland, Island oder Griechenland, dem Paradebeispiel der gegenwärtigen Diskussion, reichlich Anschauungsmaterial für die Wirkweise des IWF. In allen Ländern ist eine breite Spur wirtschaftlicher und sozialer Zerstörung zu beobachten, welche die Kluft zwischen Arm und Reich verstärkt und zu sozialen Unruhen beigetragen hat. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass der IWF nicht Ursache dieser Entwicklung ist, sondern als Brandbeschleuniger fungiert, der aufgrund seiner weltweiten Verbreitung genau das unterminiert, was er per definitionem schützen soll – die Stabilität des globalen Finanzsystems.

    Die AIIB tritt auf den Plan

    Doch vielleicht naht die Götterdämmerung für die vielverhasste Institution (und ihre Schwesterinstitution: die Weltbank) in Gestalt der Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB), die in den letzten Wochen verstärkt von sich reden macht. Die AIIB, die auf Initiative von China und Russland ins Leben gerufen wurde, erhält Rückendeckung von Deutschland, Frankreich und Italien, die sich laut Medienberichten an ihr beteiligen wollen.

    Das Prekäre für die USA: Im so genannten Währungskorb der AIBB würde der US-Dollar nicht nur seine Funktion als Weltleitwährung verlieren, sondern gar keine Rolle spielen, da die USA nicht als Teilhaber der AIIB fungieren und damit nicht partizipieren.

    Sollte das Beispiel Schule machen, birgt der Erfolg des AIIB-Modells währungspolitischen Sprengstoff für die Vereinigten Staaten von Amerika. Sollten Sie auf jemanden treffen, der glaubt, dass die USA diesem Treiben tatenlos zusehen werden, dann bitte folgenden Ratschlag beherzigen: Auf KEINEN Fall wecken!

    viaIWF: Leichen pflastern seinen Weg – Kopp Online.

  • Schwermetallentgiftung: Einige Tipps, wie Sie den Geist schärfen, das Krebsrisiko mindern und elektromagnetische Empfindlichkeit loswerden

    Schwermetallentgiftung: Einige Tipps, wie Sie den Geist schärfen, das Krebsrisiko mindern und elektromagnetische Empfindlichkeit loswerden


    Carolanne Wright

    Sie leiden an Denkstörungen, Reizbarkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Depression? Wenn ja, so kämpfen Sie vermutlich mit einer Schwermetallvergiftung. Schwermetalle finden sich in kontaminierten Lebensmitteln, Industrie- und Medizinabfällen, Kosmetikprodukten und Umweltgiften, sie sind Teil unseres täglichen Lebens und bringen Geist und Gesundheit aus dem Tritt.

    image

    Mehr als ein Dutzend Schwermetalle können gesundheitliche Beschwerden auslösen, die wichtigsten sind Arsen, Blei, Cadmium, Quecksilber und Aluminium. Anhand der folgenden Liste können Sie feststellen, ob bei Ihnen ein Problem vorliegt:

    Häufig wiederkehrende Infektionen – Schwermetalle vertreiben wichtige Vitamine und Mineralstoffe – vor allem Zink – aus dem Körper. Das Immunsystem wird geschwächt und damit Infektionen, Krebs und chronischen Erkrankungen der Boden bereitet.

    Neurologische Störungen – Der Grund für Alzheimer, ADHS, Autismus, Aggression, Epilepsie, Gedächtnisverlust, Entwicklungsverzögerungen, Depression, Ängstlichkeit, bipolare Störung, Schlaflosigkeit und Migräne kann eine Schwermetallvergiftung sein.

    Arrhythmie, erhöhter Blutdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankung – Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass hohe Bleiwerte im Blut zu Plaque beitragen, die Arterien verstopfen und zu erhöhtem Blutdruck und Herzerkrankungen führen können; Quecksilberpartikel in der Luft können eine Arrhythmie auslösen.

    Elektromagnetische Empfindlichkeit (EHS) – Brian Clement, Naturheiler mit einem Doktortitel in Ernährungswissenschaft, erklärt: »Wenn Ihre Zellen Metall enthalten, ziehen sie elektrische Frequenzen wie ein Blitzableiter an und verstärken sie, deshalb steigt die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung von EHS-Symptomen. Kurz gesagt: Je mehr Schwermetalle Ihr Körper enthält, desto eher haben Sie gesundheitliche Probleme mit elektromagnetischen Feldern.

    Weitere Anzeichen einer Vergiftung sind unter anderem Migräne und Kopfschmerzen, dunkle Ringe unter den Augen, Muskelzittern, empfindliche Zähne, Probleme beim Abnehmen, Akne, Parasiten, niedrige Körpertemperatur, metallischer Geschmack im Mund und chemische Empfindlichkeit gegenüber Gerüchen wie Rauch, Farbe und Parfüms.

    Wenn Sie solche Symptome an sich selbst wahrgenommen haben, kann eine einfache Haaranalyse oder ein Urintest Vorhandensein und Ausmaß von Schwermetallen im Körper bestätigen.

    Entgiftung

    Es gibt nützliche Techniken, die Schwermetalllast zu mindern. Das Trinken von sehr viel gereinigtem Wasser, ausreichend Ruhe und eine Trockenbürstenmassage sind wichtig, um Schwermetalle aus dem Körper auszuleiten, ebenso Bäder mit Bentonit-Heilerde und ein Besuch der Infrarotsauna. Als nützlich haben sich auch die folgenden Mittel erwiesen:

    Chlorella und Spirulina – Sie binden Quecksilber, Arsen, Cadmium und Blei, sind also hervorragende Mittel zur Entfernung von Schwermetallen. Darüber hinaus zieht Chlorella schädliche Metalle nicht nur an, sondern kapselt sie auch ein und verhindert damit eine Reabsorption im Verdauungstrakt.

    Zeolith – Dank seiner außergewöhnlichen magnetischen Merkmale zählt Zeolith zu den besten Methoden zur Ausleitung störender Metalle. Bei einer Studie an der University of California in Los Angeles erhielten elf gesunde Teilnehmer 30 Tage lang Zeolith. Am Ende der Studie beobachteten die Forscher einen deutlichen Rückgang der Schwermetallkonzentrationen ohne negative Auswirkung auf lebenswichtige Elektrolyte.

    Koriander – Laut Dr. Yoshiaki Omura, Direktor der medizinischen Forschung bei der Heart Disease Research Foundation, bewirkt leicht gekochter Koriander, dass Quecksilber über den Urin aus dem Organismus ausgeschieden wird. Außerdem bindet Koriander Aluminium und Blei.

     

    viaSchwermetallentgiftung: Einige Tipps, wie Sie den Geist schärfen, das Krebsrisiko mindern und elektromagnetische Empfindlichkeit loswerden – Kopp Online.

  • Ein Höhepunkt 2015 – Biker Patch Party – Leipzig Chapter

    Ein Höhepunkt 2015 – Biker Patch Party – Leipzig Chapter


    Hallo liebe Freunde der Biker und Rockerszene,

    nun ist es endlich soweit und wir können voller Stolz unser neues Patch des Leipzig Chapters gemeinsam mit euch feiern. Yes!

    Wir uns freuen, wenn wir euch auf unserer Patchparty am 15. Mai (Beginn ab 19:00 Uhr) im Hellraiser Leipzig (http://hellraiser-leipzig.de) begrüßen könnten.

    Ort: Werkstättenstraße 4, 04319 Leipzig/Engelsdorf.

    Ein paar von Euch kennt die Location vielleicht schon. Dort gibt’s regelmäßig Metall und Rockkonzerte auf die Ohren. Der „Austragungsort“ passt also wie der Arsch uff’n Eimer.

    Für geile Livemucke, lecker Fresschen und das ein oder andere Getränk ist gesorgt, lasst euch überraschen.

    Auf unserer Homepage werden die genauen Daten immer aktuell online gestellt, aber das wisst ihr ja. Bitte gebt uns kurz eine Rückmeldung ob ihr vorbeikommt, damit wir a bissi besser planen können, ok?

    Biker & Friends welcome. Wir freuen uns auf euch!
    Also, nich lang snaggen, Kopp in Naggen 😉

    ✌️ Gruss euer Harley

    Harley Dirk Bieder
    Secretary of Leipzig-Chapter-Germany.de

    1a-HD.de Unternehmergesellschaft
    Geschäftsführer: Dirk Bieder
    Handwerksmeister (HWK), Handelsfachwirt (IHK), Bachelor of Art (FH)
    Bruederstrasse 4
    06108 Halle (Saale)
    Mobil +49 175 2766616
    http://www.DirkBieder.me

    image

  • Der russische Volkscharakter – Seit Jahrhunderten verblüffend und unverstanden aus Sicht des Westens

    Der russische Volkscharakter – Seit Jahrhunderten verblüffend und unverstanden aus Sicht des Westens


    Zimnik

    Zimnik, der uralte slawische Gott: ein gedrungener alter Mann, langes Haar mit der Farbe von Schnee, trägt einen weißen Mantel, immer barfuß. Trägt einen eisernen Stab, der mit einem einzigen Schwung alles sofort festfrieren lässt. Kann Schneestürme, Eisstürme und Blizzards heraufbeschwören. Geht um und nimmt sich was immer er möchte, insbesondere unartige Kinder.

    Jüngste Ereignisse wie der Sturz der Regierung in der Ukraine, die Abspaltung der Krim und ihre Entscheidung, sich der Russischen Föderation anzuschließen, die darauf folgende Militärkampagne gegen Zivilisten in der Ostukraine, westliche Sanktionen gegen Russland und der erst kürzliche Angriff auf den Rubel lösten einen spezifischen Phasenübergang innerhalb der russischen Gesellschaft aus, der, wie ich glaube, im Westen äußerst unzureichend verstanden wird – wenn er überhaupt verstanden wird. Dieser Mangel an Verständnis benachteiligt Europa beträchtlich dabei, eine Beendigung dieser Krise aushandeln zu können.

    Während die Russen vor diesen Ereignissen recht zufrieden damit waren, sich selbst als „nur ein weiteres europäisches Land“ zu betrachten, haben sie sich nun darauf besonnen, dass sie eine eigene Zivilisation mit anderen kulturellen Wurzeln sind (vielmehr byzantinisch als römisch) – eine Ziviliation, die Gegenstand gezielter westlicher Anstrengungen gewesen ist, sie ein- oder zweimal pro Jahrhundert zu zerstören, sei es durch Schweden, Polen, Frankreich, Deutschland oder irgendeine Kombination davon. Das hat den russischen Charakter in einer spezifischen Form geprägt, die möglicherweise zu einem Desaster für Europa und die Welt führen kann, wenn sie nicht adäquat verstanden wird.

    Denken Sie nicht, dass Byzanz nur irgendeinen minimalen kulturellen Einfluss auf Russland darstellt. In der Tat ist er ziemlich entscheidend. Byzantinische Kultureinflüsse, die mit dem orthodoxen Christentum einhergingen – erst über die Krim (dem Geburtsort des Christentums in Russland), dann über die russische Hauptstadt Kiew (dasselbe Kiew, das heute die Hauptstadt der Ukraine ist) – gestatteten es Russland, etwa ein Jahrtausend an kultureller Entwicklung zu überspringen. Solche Einflüsse schließen die undurchsichtige und behäbige bürokratische Natur der russischen Staatsführung mit ein, die die Westler, welche Transparenz lieben (wenn auch nur bei anderen), neben anderen Dingen so entnervend finden. Russen pflegen Moskau manchmal gern das „Dritte Rom“ zu nennen – an dritter Stelle nach Rom selbst und Konstantinopel – und das ist keine völlig leere Behauptung. Aber das bedeutet nicht, dass die russische Kultur sekundär ist. Ja, sie hat es geschafft, das gesamte klassische Erbe, durch eine ausgeprägt östliche Linse gesehen, zu absorbieren. Ihre ausgedehnte nördliche Lebenswelt hat dieses Erbe jedoch in etwas grundlegend Anderes transformiert.

    Da dieses Thema von überwältigender Komplexität ist, beschränke ich mich auf lediglich vier Faktoren, die ich als essentiell für das Verständnis jener Transformation erachte, die wir gegenwärtig miterleben.

    1. Gekränktsein

    Westliche Völker haben sich in einer Umgebung von begrenzten Ressourcen und einem gnadenlosen Bevölkerungsdruck entwickelt, und dies hat in hohem Maße die Art und Weise bestimmt, in der sie reagieren, wenn sie beleidigt werden. Während die Zentralgewalt für ziemlich lange Zeit geschwächt war, wurden Streitigkeiten durch blutige Auseinandersetzungen beigelegt, und selbst eine geringfügige Brüskierung konnte frühere Freunde zu unmittelbaren Widersachern machen und ihre Schwerter gegeneinander ziehen lassen. Denn es handelte sich um ein Milieu, in welchem Selbstbehauptung der Schlüssel zum Überleben war.

    Im Gegensatz dazu entwickelte sich Russland als Nation in einer Umwelt mit beinahe endlosen, wenngleich zumeist ziemlich verstreuten, Ressourcen. Es zehrte außerdem von der Großzügigkeit der Handelssroute, die von den Wikingern zu den Griechen führte, und derart belebt war, dass arabische Geographen glaubten, es gäbe eine Salzmeer – Straße, welche das Schwarze Meer mit der Baltischen See verbinde. Diese Route bestand aus Flüssen mit einer beträchtlichen Menge an Transportbeförderung. In dieser Umwelt war es entscheidend, Konflikte zu vermeiden, und Menschen, die bei einem einzigen falschen Wort ihr Schwert zogen, kamen damit wohl kaum weiter.

    Somit ist eine ganz andere Strategie der Konfliktlösung entstanden, die bis zum heutigen Tage überlebt hat. Wenn Sie einen Russen beleidigen, ihn ungerecht behandeln oder ihm anderweitig Schaden zufügen, wird es vermutlich kaum zu einem Kampf kommen (es sei denn es handelt sich um eine demonstrative Schlägerei, die in einer öffentlichen Umgebung abgehalten wird, oder um die arrangierte Begleichung einer Rechnung durch Gewalt). Stattdessen wird der Russe Ihnen höchstwahrscheinlich einfach sagen, dass Sie sich zur Hölle scheren mögen und sich daraufhin weigern, weiterhin irgendetwas mit Ihnen zu tun zu haben. Wenn physische Nähe dies erschwert, wird der Russe darüber nachdenken sich abzusetzen und in jede Richtung zu ziehen, die weit von Ihnen entfernt ist. Diese Redewendung ist in der Praxis so geläufig, dass sie zu einem einsilbigen Ausspruch verkürzt worden ist: „Пшёл!“ („Pshol!“), auf dass sich einfach im Sinne von „послать“ (wörtlich, „zu senden“) bezogen werden kann. In einer Umgebung, in der es eine fast unendliche Menge an freiem Land zum Niederlassen gibt, macht solch eine Strategie vollkommen Sinn. Russen leben wie sesshafte Menschen, doch wenn sie wegziehen müssen, dann ziehen sie wie Nomaden, deren Hauptmethode zur Konfliktlösung im freiwilligen Umsiedeln besteht.

    Diese Reaktion auf Missstand als etwas Dauerhaftes ist ein wesentliches Merkmal der russischen Kultur, und Westler, die das nicht verstehen, werden im Umgang mit ihnen wahrscheinlich kein Ergebnis nach ihrem Geschmack erreichen, oder es gar begreifen. Für einen Westler kann eine Kränkung behoben werden, indem man so etwas sagt wie „Es tut mir leid!“. Für einen Russen ist das kaum mehr als bloßer Lärm, vor allem wenn er von jemandem ausgestoßen wird, dem bereits gesagt wurde, er solle zur Hölle fahren. Eine mündliche Entschuldigung, die nicht durch etwas Greifbares untermauert wird, gehört zu jenen Regeln der Höflichkeit, welche für die Russen so etwas wie Luxus sind. Bis vor einigen Jahrzehnten lautete die russische Standardentschuldigung „извиняюсь“ („izviniáius’“), was wörtlich mit „Ich entschuldige mich“ übersetzt werden kann. Mittlerweile ist Russland ein sehr viel höflicheres Land, doch das grundlegende kulturelle Muster bleibt bestehen.

    Obgleich rein verbale Entschuldigungen wertlos sind, sind Entschädigungen das nicht. Das Richtigstellen von Dingen kann die Trennung von einem wertvollen Besitzgegenstand umfassen, oder das Ablegen eines bedeutungsvollen Versprechens, oder die Ankündigung einer entscheidenden Richtungsänderung. Der springende Punkt ist, dass sie allesamt die Ergreifung ausschlaggebender Handlungen erfordern, und nicht bloß Worte. Denn ab einem gewissen Punkt können Worte die Situation nur verschlimmern, was vom Zustand des „Fahren Sie zur Hölle!“ zu dem sogar noch unschöneren „Lassen Sie mich Ihnen den Weg zeigen!“ führen kann.

    2. Umgang mit Eindringlingen

    Russland hat eine lange Geschichte von Einmärschen aus allen Richtungen, insbesondere jedoch aus dem Westen, und die russische Kultur hat eine bestimmte Mentalität entwickelt, die für Außenstehende schwer zu erfassen ist. Zuallererst ist es wichtig zu erkennen, dass die Russen, wenn sie eine Invasion abwehren (und die politische Führung der Ukraine durch die CIA und das Außenministerium der USA mit der Hilfe ukrainischer Nazis erfüllt den Tatbestand einer Invasion) nicht um Gebiet kämpfen, zumindest nicht direkt. Vielmehr kämpfen sie für Russland als Konzept. Und das Konzept besagt, dass Russland viele Male überfallen worden ist, jedoch niemals erfolgreich. Nach russischer Geisteshaltung bedeutet eine erfolgreiche Invasion Russlands, dass nahezu jeder Russe getötet wird, und, wie sie gerne sagen: „Sie können uns nicht alle töten.“ („Нас всех не убьёшь.“). Die Bevölkerung kann mit der Zeit wieder erstarken (gegen Ende des Zweiten Weltkrieges war sie auf 22 Millionen gesunken), doch wäre das Konzept einmal verloren, dann wäre es das für immer. Es mag sich für einen Westler sinnlos anhören, wenn Russen ihr Land „ein Land der Prinzen, Poeten und Heiligen“ nennen, doch genau das ist es – ein Staat des Geistes. Russland hat keine Geschichte – es ist seine eigene Geschichte.

    Da die Russen eher für die Idee Russlands kämpfen als für irgendein Stück an russischem Gebiet, sind sie immer recht gewillt, sich zurückzuziehen – anfangs. Als Napoleon mit dem festen Plan in Russland einmarschierte, sich seinen Weg durch das Land zu plündern, fand er die gesamte Landschaft von den zurückweichenden Russen abgefackelt vor. Als er letztendlich Moskau besetzte, ging es ebenfalls in Flammen auf. Napoleon lagerte eine Weile außerhalb, doch irgendwann, als er erkannte, dass es nichts weiter zu tun gab (Sibirien angreifen?) und dass seine Armee hungern und aufgrund ihrer offenen Positionierung sterben würde, wenn sie bliebe, trat er einen übereilten und beschämenden Rückzug an, bei dem er seine Männer schließlich ihrem Schicksal überließ. Als sie zurückwichen, trat eine weitere Facette des russischen kulturellen Erbes hervor: jeder Bauer aus jedem Dorf, das abgefackelt worden war, als die Russen sich zurückgezogen hatten, befand sich in vorderster Reihe als die Russen vorrückten, wobei sie auf eine Chance brannten, einem französischen Soldaten aufs Geratewohl einen Schuss zu verpassen.

    In ähnlicher Weise konnte der deutsche Einmarsch während des Zweiten Weltkrieges anfangs große Fortschritte erzielen. Es wurde viel Gebiet eingenommen während die Russen sich ebenso geschwind zurückzogen und ihre Einwohner evakuierten, wobei sie ganze Fabriken und andere Einrichtungen nach Sibirien verlagerten und ihre Familien in das Landesinnere umsiedelten. Dann stoppte der deutsche Vormarsch, kehrte um und wurde letztlich zu einer Niederlage. Das übliche Muster wiederholte sich, indem die russische Armee den Willen des Angreifers brach während die meisten der Ortsansässigen, die sich unter der Besatzung befanden, die Kooperation verweigerten, sich als Partisanen organisierten und dem zurückweichenden Eindringling den größtmöglichen Schaden zufügten.

    image

    Murmansk, 68°58′45″, 300.000 Einwohner. Am 12. Januar geht die Sonne das erste Mal nach 40 Tagen auf, wobei der Tag nur 38 Minuten lang ist.

    Eine weitere russische Anpassung im Umgang mit Eindringlingen besteht darin, sich darauf zu verlassen, dass das russische Klima den Job schon erledigen wird. Eine übliche Methode, ein russisches Dorfhaus von Ungeziefer zu befreien besteht darin, es einfach nicht zu heizen; einige Tage bei 40 Grad minus oder darunter, und die Kakerlaken, Wanzen, Läuse, Nissen, Rüsselkäfer, Mäuse und Ratten sind alle tot. Das funktioniert auch mit Angreifern. Russland ist das nördlichste Land der Welt. Kanada liegt im Hohen Norden, doch der Großteil seiner Bevölkerung ist an dessen Südgrenze entlang verteilt, und es besitzt keine Großstädte oberhalb des Nordpolarkreises, während Russland zwei hat. Das Leben in Russland erinnert in gewisser Weise an das Leben im Weltraum oder auf dem offenen Ozean: unmöglich ohne lebenserhaltende Maßnahmen. Der russische Winter ist ohne die Kooperation der Ortsansässigen einfach nicht zu überstehen, und somit besteht alles, was sie tun müssen, um einen Eindringling auszumerzen, darin, ihre Mithilfe zu verweigern. Und sollten Sie denken, dass ein Angreifer sich die Kooperation sichern kann, indem er ein paar Einheimische erschießt, um dem Rest Angst einzujagen, dann lesen Sie oben nach unter „Gekränktsein“.

    3. Umgang mit ausländischen Mächten

    Russland verfügt über fast den gesamten nördlichen Anteil des eurasischen Kontinents, der etwa 1/6 der Landfläche der Erde ausmacht. Das ist nach Erdmaßstäben eine Menge Land. Das ist kein Irrtum oder ein Zufall der Geschichte: durch ihre gesamte Geschichte hindurch waren die Russen völlig angetrieben davon, für ihre kollektive Sicherheit zu sorgen, indem sie so viel Hoheitsgebiet wie möglich dazugewannen. Sollten Sie sich fragen, was sie zu einem solchen Bestreben bewegt hat, lesen Sie oben nach unter: „Umgang mit Eindringlingen“.

    Falls Sie denken, dass ausländische Mächte wiederholt versucht haben, Russland anzugreifen und zu erobern, um Zutritt zu seinen unermesslichen Rohstoffen zu erhalten, dann liegen Sie falsch: der Zugang stand immer zum Angebot. Die Russen sind nicht unbedingt dafür bekannt, den Verkauf ihrer Bodenschätze zu verweigern – selbst nicht gegenüber ihren potentiellen Gegnern. Nein, was Russlands Feinde wollten, war, sich die russischen Rohstoffe unentgeltlich zunutze machen zu können. Für sie war die Existenz Russlands eine Unannehmlichkeit, die sie durch Gewalt zu eliminieren suchten.

    Stattdessen zahlten sie einen höheren Preis für sich selbst, sobald ihr Invasionsversuch gescheitert war. Die Rechnung ist einfach: die Ausländer wollen Russlands Ressourcen; um sie zu verteidigen, benötigt Russland einen starken, zentralisierten Staat mit einem großen, schlagkräftigen Militär; ergo sollen die Ausländer dazu gebracht werden, zu zahlen, um den russischen Staat und sein Militär zu unterstützen. Demzufolge werden die meisten der finanziellen Bedürfnisse des russischen Staates durch die Verzollung von Exporten angegangen, für Öl und Erdgas insbesondere, anstatt durch die Besteuerung der russischen Bevölkerung. Denn schließlich wird die russische Bevölkerung schwer genug belastet, indem sie sich regelmäßig wiederkehrender Invasionen erwehren muss; weshalb sie noch mehr strapazieren? Somit ist der russische Staat ein Zollstaat: er nutzt Zollgebühren und -tarife, um aus den Feinden, die ihn zerstören würden, Kapital zu schlagen und diese Geldmittel zu nutzen, sich selbst zu verteidigen. Je feindseliger sich die Außenwelt gegenüber Russland verhält, desto eher wird sie letzten Endes für Russlands nationale Verteidigung zahlen, da es für russische Rohstoffe keinen Ersatz gibt.

    Man merke, dass sich diese Methode gegen ausländische Mächte richtet, nicht gegen im Ausland geborene Menschen. Über die Jahrhunderte hat Russland zahlreiche Einwanderer aufgenommen: aus Deutschland während des 30-jährigen Krieges; aus Frankreich nach der Französischen Revolution. Neuere Einströme kamen aus Vietnam, Korea, China und Zentralasien. Im vergangenen Jahr hat Russland mehr Zuwanderer als jedes andere Land aufgenommen – abgesehen von den Vereinigten Staaten, die mit einem Zulauf aus Ländern an ihrer südlichen Grenze fertig werden müssen, für deren Bevölkerungsverarmung die US-Politik viel getan hat. Überdies fangen die Russen jenen großen Zustrom auf, der fast eine Million Menschen aus der vom Krieg geschundenen Ukraine einschließt. Russland ist in stärkerem Maße eine Nation von Einwanderern als die meisten anderen und hat mehr von einem Schmelztiegel als die Vereinigten Staaten.

    4. Danke, doch wir haben unser eigenes

    Eine interessantere Eigenschaft russischer Kultur besteht darin, dass Russen sich immer dazu angetrieben gefühlt haben, sich in allen Sparten auszuzeichnen – von Ballett und Eiskunstlaufen über Hockey und Fußball bis zur Raumfahrt und der Herstellung von Mikrochips. Sie werden Champagner für ein Produkt französischer Marke halten, doch las ich zuletzt nach, dass „Советское шампанское“ („Sowjetischer Champagner“) sich um den Jahreswechsel noch immer rege verkaufte, und nicht nur in Russland, sondern auch in russischen Shops in den USA. Denn das französische Zeug mag ja nett sein, wie Sie wissen, aber es schmeckt nicht russisch genug. Sie können sich vorstellen, dass zu fast allem eine russische Version existiert, welche die Russen oft als besser empfinden, und über die sie zuweilen behaupten können, sie überhaupt erst erfunden zu haben (das Radio beispielsweise wurde von Popov anstatt von Marconi erfunden). Es gibt Ausnahmen (tropische Früchte sind ein Beispiel) und sie werden gestattet, sofern sie aus einer „Brudernation“ wie Kuba stammen. Das war das Modell zu Sowjetzeiten, und es scheint nun zu einem gewissen Grad zurückzukehren.

    Während der ausgehenden Breschnew/Andropow/Gorbatschow – Periode des „Stillstands“ stagnierten russische Innovationen durchaus, nebst allem anderen, und Russland verlor gegenüber dem Westen in technologischer (jedoch nicht in kultureller) Hinsicht an Boden.

    Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden die Russen erpicht auf westliche Importe, und das war ziemlich normal, wenn man bedenkt, dass Russland zu jener Zeit nicht sonderlich viel produzierte. Dann, während der 1990er, kam die Ära der westlichen Kolloborateure [western compradors], die importierte Produkte in Russland abluden, mit dem langfristigen Ziel, die inländische Industrie vollkommen auszulöschen und Russland zu einem reinen Rohstofflieferanten zu machen, an welchem Punkt es schutzlos gegen ein Embargo sein und leicht zum Aufgeben seiner Souveränität gezwungen werden könnte. Dies wäre eine Invasion mit nicht-militärischen Mitteln, gegenüber welcher Russland sich wehrlos fände.

    Dieser Prozess ging ziemlich weit, bis er auf mehrere größere Hindernisse traf. Erstens erholten sich die russische Produktion und der Export von Nicht-Kohlenwasserstoffen, wobei sie sich im Laufe eines Jahrzehnts mehrfach verdoppelten. Der plötzliche Anstieg schloss den Export von Getreide, Waffen und hoher Technologie mit ein. Zweitens fand Russland weltweit viele bessere, billigere und freundlichere Handelspartner. Dennoch ist Russlands Handel mit dem Westen, und mit der EU im Besonderen, beileibe nicht unbedeutend. Drittens konnte Russlands Verteidigungsindustrie ihre Standards aufrechterhalten, sowie ihre Unabhängigkeit von Importen. (Das hingegen kann über Verteidigungsunternehmen im Westen kaum gesagt werden, die auf russische Titan-Exporte angewiesen sind.)

    Und nun ist für die Kolloborateure das perfekte Unwetter heraufgezogen: der Rubel hat in Reaktion auf niedrigere Ölpreise, dem Verdrängen von Importen und der Hilfe für einheimische Produzenten zum Teil an Wert verloren; Sanktionen haben Russlands Vertrauen in die Verlässlichkeit des Westens als Zulieferer unterminiert; und der Konflikt um die Krim hat Russlands Glauben an seine eigenen Fähigkeiten verstärkt. Die russische Regierung ergreift diese Gelegenheit, sich für Unternehmen stark zu machen, die eine schnelle Einfuhrsubstitution für Importe aus dem Westen bewerkstelligen können. Russlands Zentralbank wurde damit beauftragt, sie zu Zinssätzen zu finanzieren, welche die Einfuhrsubstitution sogar noch attraktiver machen.

    Einige Leute haben Vergleiche angestellt zwischen der Zeit, in der wir uns jetzt befinden und dem letzten Mal, als die Ölpreise fielen – bis hinunter auf 10 Dollar pro Barrel – was in gewissem Maße den Zusammenbruch der Sowjetunion beschleunigte. Doch diese Analogie ist verkehrt. Zu jener Zeit lag die Sowjetunion wirtschaftlich darnieder und war abhängig von westlichen Krediten, um Getreideimporte sicherzustellen, ohne die sie nicht in der Lage gewesen wäre, ausreichend Nutzvieh zur Ernährung ihrer Bevölkerung heranzuzüchten. Sie wurde von dem untauglichen und formbaren Gorbatschow angeführt – ein Beschwichtiger, Kapitulierer und ein Weltklasse-Windbeutel, dessen Frau es liebte, in London shoppen zu gehen. Das russische Volk verabscheute ihn und nannte ihn „Mischka den Gemarkten“, dank seinem Geburtsmal. Und nun lebt Russland wieder auf, ist einer der weltgrößten Getreide-Exporteure, und wird von dem kühnen und unerbittlichen Präsident Putin angeführt, der sich einem Beliebtheitsgrad von über 80% erfreut. Wenn die Kommentatoren und Analysten also die UdSSR vor dem Zusammenbruch mit dem Russland von heute vergleichen, stellen sie einfach ihre Unwissenheit zur Schau.

    Fazit

    Dieser Teil schreibt sich fast wie von selbst. Es handelt sich um ein Rezept für eine Katastrophe, also werde ich es wie ein Rezept aufschreiben.

    1. Nehmen Sie eine Nation von Menschen herbei, die auf eine Beleidigung reagieren, indem sie Sie zur Hölle schicken und sich weigern, weiterhin irgendetwas mit Ihnen zu tun zu haben anstatt zu kämpfen. Stellen Sie sicher, dass es sich dabei um eine Nation handelt, deren Rohstoffe ausschlaggebend sind dafür, dass Ihre Lichter eingeschaltet und Ihre Häuser beheizt bleiben, für die Herstellung Ihrer Passier- und Kampfflugzeuge, sowie für zahlreiche andere Dinge. Behalten Sie im Kopf, dass ein Viertel der Glühbirnen in den USA nur dank russischem Nuklearbrennstoff aufleuchtet, wohingegen die Abschaltung russischen Gases für Europa eine Katastrophe ersten Grades wäre.

    2. Vermitteln Sie ihnen das Gefühl, dass sie angegriffen werden, indem Sie eine ihnen feindlich gesinnte Regierung in einem Gebiet platzieren, das sie als einen Teil ihres historischen Heimatlandes betrachten. Der einzige wirkliche nicht-russische Teil der Ukraine ist Galizien, der sich vor vielen Jahrhunderten abgelöst hat und den „können Sie mit sich in die Hölle nehmen“, wie die meisten Russen Ihnen sagen werden. Wenn Sie Ihre Neonazis mögen, können Sie Ihre Neonazis behalten. Denken Sie außerdem daran, wie die Russen mit Eindringlingen umgehen: sie frieren sie hinfort.

    3. Verhängen Sie wirtschaftliche und finanzielle Sanktionen über Russland. Sehen Sie mit Bestürzung zu, wie Ihre Exporteure Geld zu verlieren beginnen, wenn Russland in einem unmittelbaren Gegenschlag Ihre landwirtschaftlichen Exporte abblockt. Denken Sie daran, dass dies ein Land ist, das sich, dank seines Überstehens einer langen Abfolge von Invasionsversuchen, traditionell auf potentiell feindliche ausländische Staaten verlässt, um seine Verteidigung gegen sie zu finanzieren. Wenn sie daran scheitern, dann wird es sich anderer Wege bedienen, um sie abzuschrecken, wie das „Ausfrieren“ etwa. „Kein Gas für NATO – Mitglieder!“ erscheint wie ein eingängiger Slogan. Hoffen und beten Sie, dass er sich nicht in Moskau durchsetzt.

    4. Starten Sie einen Angriff auf ihre Nationalwährung, wodurch der Verlust von einem Teil ihres Wertes gleichsam mit einem niedrigeren Ölpreis herbeigeführt wird. Schauen Sie mit Entsetzen zu, wie überall russische Beamte bis hin zur Zentralbank auflachen, weil der geringere Rubel Staatseinnahmen dazu veranlasst hat, trotz niedrigerer Ölpreise unverändert zu bleiben, und so ein potentielles Budgetdefizit getilgt hat. Schauen Sie mit Entsetzen zu, wie Ihre Exporteure pleite gehen, da ihre Exporte vom russischen Markt verdrängt werden. Behalten Sie im Kopf, dass Russland keine nennenswerten Staatsschulden hat, sich auf ein unbedeutendes Budgetdefizit beläuft, und über reichlich Vorräte an ausländischen Währungen sowie üppige Goldreserven verfügt. Denken Sie auch daran, dass Ihre Banken Hunderte von Milliarden an Dollar an russische Unternehmen verliehen haben (welchen Sie gerade den Zugang zu Ihrem Bankensystem durch das Verhängen von Sanktionen entzogen haben). Hoffen und beten Sie, dass Russland die Schuldenrückzahlungen an westliche Banken nicht einfriert, bis die Sanktionen aufgehoben werden, weil das Ihre Banken in die Luft jagen würde.

    5. Sehen Sie mit Bestürzung zu, wie Russland große Handelsverträge zur Auslieferung von Erdgas mit jedem außer Ihnen unterschreibt. Wird noch genug Gas für Sie übrig sein, wenn sie fertig sind? Nun, es scheint, dass dies für die Russen nicht länger von Belang ist, weil Sie sie gekränkt haben und sie – da sie nun einmal sind wie sie sind – Ihnen gesagt haben, zur Hölle zu fahren (vergessen Sie nicht, Galizien mitzunehmen) und nun mit anderen, sympathischeren Ländern handeln werden.

    6. Schauen Sie weiterhin mit Entsetzen zu, wie Russland aktiv nach Wegen sucht, die meisten Handelsverbindungen mit Ihnen zu durchtrennen, Zulieferer aus anderen Teilen der Welt zu finden oder die Produktion auf Einfuhrsubstitution umzustellen.

    Doch nun kommt eine Überraschung – eine, über die gelinde gesagt zu wenig berichtet wurde. Russland hat der EU gerade einen Handel vorgeschlagen. Falls die EU sich weigert, dem Transatlantischen Freihandelsabkommen mit den USA beizutreten (was ihr, nebenbei gesagt, wirtschaftlich schaden würde), kann es der Zollunion mit Russland beitreten. Warum sich selbst ausfrieren, wenn wir alle stattdessen Washington ausfrieren können? Dies ist die Entschädigung, die Russland für das kränkende Gebaren der EU bezüglich der Ukraine und den Sanktionen akzeptieren würde. Da es von einem Zollstaat kommt, handelt es sich um ein äußerst großzügiges Angebot. Eine Menge floss dabei ein: die Erkenntnis, dass die EU keine militärische Bedrohung für Russland darstellt und auch nicht viel von einer wirtschaftlichen; die Tatsache, dass die europäischen Länder allesamt sehr putzig, winzig und liebenswert sind und leckeren Käse und Würste herstellen; die Einsicht, dass ihre gegenwärtige Ausbeute an Staatspolitikern untauglich und Washington verpflichtet ist, und dass sie einen großen Schubs brauchen, um zu erkennen, wo die wahren Interessen ihrer Nationen liegen… Wird die EU dieses Angebot akzeptieren oder wird sie Galicien als neuen Mitgliedsstaat aufnehmen und „ausfrieren“?

    benachteiligt Europa beträchtlich dabei, eine Beendigung dieser Krise aushandeln zu können.

    Während die Russen vor diesen Ereignissen recht zufrieden damit waren, sich selbst als „nur ein weiteres europäisches Land“ zu betrachten, haben sie sich nun darauf besonnen, dass sie eine eigene Zivilisation mit anderen kulturellen Wurzeln sind (vielmehr byzantinisch als römisch) – eine Ziviliation, die Gegenstand gezielter westlicher Anstrengungen gewesen ist, sie ein- oder zweimal pro Jahrhundert zu zerstören, sei es durch Schweden, Polen, Frankreich, Deutschland oder irgendeine Kombination davon. Das hat den russischen Charakter in einer spezifischen Form geprägt, die möglicherweise zu einem Desaster für Europa und die Welt führen kann, wenn sie nicht adäquat verstanden wird.

    viaDer russische Volkscharakter – Seit Jahrhunderten verblüffend und unverstanden aus Sicht des Westens — Puppenspieler — Sott.net.

  • Wer ist verrückt ? – Die Weisheit der “Indianer” u. a.

    Wer ist verrückt ? – Die Weisheit der “Indianer” u. a.


    Weisheit der Indianer

    Rede von Häuptling Seattle 1855

     

    … Das Ansinnen des weißen Mannes, unser Land zu kaufen, werden wir bedenken. Aber mein Volk fragt, was will denn der weiße Mann kaufen? Wie kann man den Himmel oder die Wärme der Erde kaufen – oder die Schnelligkeit der Antilope? Wie können wir euch diese Dinge verkaufen – und wie könnt ihr sie kaufen?

    Könnt ihr denn mit der Erde tun, was ihr wollt, nur weil der rote Mann ein Stück Papier unterzeichnet und es dem weißen Manne gibt? Wenn wir nicht die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers besitzen – wie könnt ihr sie von uns kaufen? Könnt ihr die Büffel zurückkaufen, wenn der letzte getötet ist? …

     

    Hier weiterlesen …

    image

    Rede von Häuptling Seattle 1855

    image

    Hensel´s Sonntagsmatinée: Wer ist verrückt?
    von H.- P. Schröder

    Wer besitzt das Recht, Ölbohrlizenzen in unseren Ozeanen zu verkaufen? Niemand hat das Recht, Ölbohrlizenzen zu verkaufen. Niemand besitzt dieses Recht.

    Niemand besitzt diesen Planeten. Oder? Wer verkauft das Recht, aus unseren Ozeanen Öl zu pumpen, Gold aus unseren Urwäldern zu schaufeln und hochgiftigen Müll auszuscheiden, um ihn dann in unserem Boden zu vergraben, wohl wissend, daß er Mutter Erde damit in das Gesicht schlägt und daß Profitmaximierung und der „menschliche“ Faktor automatisch die nächste Katastrophe, das nächste Massensterben, auslösen können, Katastrophen, deren Folgen nicht beherrschbar sind und die das Immunsystem des Planeten beschädigen werden?

    Wer ist verantwortlich für derart beispiellose Verbrechen, gegenüber deren Dimensionen Arzneimittelskandale, vergiftetete Nahrung, privatisiertes Wasser und die Überfälle auf den Irak, auf Afghanistan, Libyen, Somalia, Yemen, Syrien und Mali sich ausnehmen, wie bescheidene Prügeleien zwischen Vorstadtbanden?

    Wie muß jemand behandelt werden, der Dinge verkauft, die ihm nicht gehören?

    Wer hat das Recht, oder klarer ausgedrückt, welcher Gesetzlose nimmt sich das Recht, weltweite Verschmutzungsrechte weltweit zu verkaufen? Wer ist dafür verantwortlich, daß mit der Erlaubnis unseren Planeten zu verschmutzen, Handel getrieben wird?

    Davon abgesehen, daß einen Planeten zu vergiften ein Verbrechen ist und daß das Verkaufen des Rechtes, einen Planeten zu vergiften, ein kosmisches Verbrechen an der gesamten Schöpfung, an der vergangenen, wie an der zukünftigen, darstellt – wer besitzt überhaupt das Recht, so eine Erlaubnis zu erteilen? Wer?

    Wer ist verrückt?
    Jemand, dem er nicht gehört, verkauft einen Berg. Der neue Besitzer, dem der Berg – juristisch gesehen – ebenfalls nicht gehört, errichtet ringsum Schilder mit der Aufschrift „Das ist mein Berg!“. Er schneidet den Berg in handliche Stücke und verkauft sie. An dich, denn du willst ein Haus bauen. Doch worauf? Du kaufst ein Grundstück, von jemandem, dem es nicht gehört und fängst an, mit den Steinen, die du jemandem abgekauft hast, dem sie nicht gehörten, ein Haus zu bauen.
    Zuvor sollst du jemanden bezahlen, der von jemandem, den dies nichts angeht und den du nicht kennst, die Lizenz erhalten hat, Pläne zu machen. Mit dem erkauften Plan gehst du zu jemanden, den dies ebenfalls nichts angeht und bittest ihn, dir, aufgrund des Planes, der von jemandem stammt, der von einem unbefugten Dritten dazu ermächtigt worden ist, mit Steinen, die du von jemandem gekauft hast, dem sie nicht gehörten, auf einer Parzelle, die demjenigen, der sie dir verkaufte, ebenfalls nicht gehörte, die Erlaubnis zum Bau eines Hauses zu erteilen, zu deren Erteilung der Erlaubnisverwalter gar kein Recht hat.

    Wer ist verrückt?

    Wer ist verrückter auf dem Planeten Erde? Scharlatane, die die Gewaltpraxis ihren Mitmenschen aufzwingen, oder diejenigen, die sich ihr fügen und mithelfen, sie weiter zu verbreiten?

    Quelle

    Vandana Shiva: Niemand sollte lebensnotwendige Ressourcen und Geschenke dieser Erde besitzen !

    Interview: “Eine andere Welt muss kommen”, Vandana Shiva

    Vandana Shiva ist Physikerin, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, Mitbegründerin des World Future Councils, Umweltschützerin, Feministin – kurz eine Ikone der internationalen Bewegung der Globalisierungskritiker. Das Interview fand im Rahmen des Sommerfestivals der Hamburger Kulturfabrik Kampnagel zum Thema “Gemeingüter” statt.

    Cree Indianer und die 10 Gebote

    viaWer ist verrückt ? – Die Weisheit der “Indianer” u. a. « h0rusfalke.

  • Tsipras’ Besuch bei Putin erzürnt EU-Politiker und medialen Mainstream

    Tsipras’ Besuch bei Putin erzürnt EU-Politiker und medialen Mainstream


    Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras (SYRIZA) reist für zwei Tage nach Moskau zum Antrittsbesuch bei Wladimir Putin. Ein regulärer diplomatischer Vorgang. Hochrangige EU-Politiker und Teile des deutschen medialen Mainstreams zeigen sich dennoch empört und wittern eine eurasische Verschwörung.

    image

    Seit dem 26. Januar 2015 ist Alexis Tsipras amtierender Ministerpräsident Griechenlands. Es gehört zu den üblichen Aufgaben seines Geschäftes im Zuge der Regierungsübernahme Amtskollegen und Präsidenten anderer Staaten zu besuchen. Derlei Antrittsbesuche sind ein wohl bekanntes Standardprozedere in der internationalen Beziehungen. Für hochrangige EU-Politiker, Teile der deutschen Regierung und einige Publikationen des medialen deutschen Mainstreams kommt der Besuch allerdings einem Affront gleich. “Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!”, so die kaum verhohlene Warnung, die aus einer Vielzahl von Wortmeldungen zu dem Treffen heraus gelesen werden kann. Die Front, die sich für die Verbreitung dieser Botschaft aufgebaut hat, kann sich sehen lassen. RT Deutsch zeichnet den Weg der Kampagne nach:

    Begonnen hat alles – wie üblich – mit einem reißerischen Beitrag auf bild.de, eine Minute nach Mitternacht. Der verschwörungstheoretisch angehauchte Artikel “Schmieden Putin und Tsipras den Anti-Merkel-Pakt?” des Boulevard- und Kampagnenblattes aus dem Hause Springer spart schon eingangs nicht an Hähme:

    “Alexis Tsipras (40) konnte es gar nicht erwarten. Gestern Abend schon landete der griechische Regierungschef in Moskau, checkte mit seinen Außen- und Energieministern im Hotel „Metropol“ ein – Zimmerpreis 270 Euro, die Suite für 1.200 Euro, Panorama-Blick Richtung Moskwa inklusive.

    Leicht durchschaubar, dass hier gleich zum Einstieg versucht wird Alexis Tsipras als unauthentischen Luxus-Linken darzustellen, eine Karte die auch gerne gegen Sahra Wagenknecht (DIE LINKE) gespielt wird – man erinnere sich nur an die “Hummer-Affäre”.

    Im weiteren Verlauf des Kampagnenartikels konzentrieren sich die BILD-Redakteure ganz in McCarthy-Ära-Manier darauf sowohl Putin als auch Tsipras als für die EU gefährliche (Ex-)Kommunisten darzustellen. Die nach Ansicht der BILD besonders verwerflichen Stationen im Lebenslauf der Staatsmänner sind dabei leicht eingängig fett gedruckt. So etwa aus der Jugend des Griechen:

    “Alexis TSIPRAS: ► Jugendsekretär der „Reformkommunisten““

    Als Grund für den an sich völlig gewöhnlichen Staatsbesuch wittert die BILD derweil nicht weniger als eine auf die EU zielende Großverschwörung zwischen Russland und Griechenland. So fragt das Blatt: “Schmieden die Ex-Kommunisten womöglich einen Pakt gegen die starke Frau der EU: Angela Merkel?” und scheint mit der dazugehörenden Artikelgrafik diese Frage auch gleich beantworten zu wollen. Natürlich, was auch sonst. Als Stichwortgeber für diese Interpretation des Treffens stellt sich Henning Otte, der verteidigungspolitische Sprecher der CDU, bereit. Dieser verkündet:

    „Tsipras sollte es nicht wagen, Russland einen Keil in die Nato treiben zu lassen.“

    Offen bleibt bei der direkten Drohung Ottes die Frage warum dieser bei seinem Einwurf von der NATO und nicht von der EU spricht, wie der Rest der medialen und politischen Campaigner.

    EU-Präsdident Martin Schulz (SPD) hält sich hingegen fehlerfrei an das Kampagnen-Protokoll und gibt der Droh-Geschichte diplomatisches Gewicht:

    “Ich kann Griechenland nur raten, die Einigkeit der Europäer nicht aufs Spiel zu setzen.”

    Weiter geht es in Springers zweitem Geschütz, der Welt. In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages veröffentlichte Andre Tauber dort den Artikel “Tsipras’ Besuch in Moskau ist eine Drohgebärde”, der die von BILD eingeschlagene Linie fest klopft. Die Überschrift des Beitrages ist ein direktes Zitat vom Chef des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament Elmar Brok (CDU). Brok gilt über sein parlamentarisches Engagement hinaus gehend auch als einflussreicher Lobbyist der Bertelsmann-Gruppe und dürfte das Seine dazu beitragen, dass der Druck auf Tsipras und Putin auch in den Programmen von RTL und Co. Widerhall findet.

    Nur wenige Stunden später titelt Zeit Online “EU-Politiker schicken Tsipras scharfe Warnungen” und fasst die Beiträge von bild.de und welt.de zusammen. Nun kommen EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) und Elmar Brok (CDU) übereinstimmend und gemeinsam zu Wort. Gleichzeitig sorgt Zeit Online mit diesem Artikel für eine ökonomisch-argumentative Unterfütterung der “offiziellen” Lesart. Faz.net, Spiegel Online steigen diesmal eher lustlos in die Kampagne ein, die Süddeutsche Zeitung scheint es vorzuziehen sich gänzlich herauszuhalten. An die Spitze der organisierten Empörung scheint sich Jan Gänger von n-tv setzen zu wollen. In seinem Kommentar “Tsipras zu Gast bei Putin. Was soll das?” merkt der Leiter des n-tv-Wirtschaftsressorts unter anderem an:

    “Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras besucht Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Damit bleibt sich der Gast aus Athen treu. Denn die Reise nach Moskau fügt seinen zahlreichen schlechten Ideen eine weitere hinzu.”

    Um einen neutralen Blick auf den Staatsbesuch bemüht sich die etablierte linke Presse, so etwa das Neue Deutschland in einem Ticker mit dem Titel: “Kritik an Moskau-Reise: Athen kritisiert Bevormundung”. Hier werden die Fakten des Staatsbesuches zusammengefasst, ebenfalls wird die oben nachgezeichnete Mainstream-Kampagne kritisiert.

    Recht leise erklingt da die gewohnt vernünftige Stimme von Georg Restle vom WDR-Magazin “Monitor”. In einem kurzen Facebook-Statusbeitrag verkündet dieser:

    “Athen trifft Moskau: Kein Grund zur Panik!”

    […]

    “Griechenlands Regierungschef besucht Moskau. Das ist sein gutes Recht. Wer befürchtet, Europa könne deshalb auseinander brechen, leidet an politischen Wahnvorstellungen. Aber die scheinen den griechisch-europäischen Diskurs ja schon seit längerem zu bestimmen.”

    Sollte Restle Recht behalten, ist die Sache gerade noch einmal gut gegangen: Doch keine eurasische Meta-Verschwörung. Einfach nur ein Staatsbesuch.

    via“Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!” – Tsipras’ Besuch bei Putin erzürnt EU-Politiker und medialen Mainstream | RT Deutsch.

  • Russlands Außenminister: USA üben Druck auf alle Länder ohne Ausnahme wegen Russland aus


    Avatar von UnbekanntTerraherz

    7 April 2015. Russischer Außenminister Sergei Lawrow über Druck der USA, die alle Länder der Welt erfahren, wenn sie in Kontakt mit Russland treten wollen. Quelle RT: https://www.youtube.com/watch?v=st8fd…

    Deutschland+Russland

    Ursprünglichen Post anzeigen

  • Schweizer spricht zum Deutschen Volk – BESATZER RAUS

    Schweizer spricht zum Deutschen Volk – BESATZER RAUS


    Veröffentlicht am 01.04.2015

    Meine Rede zum Thema der Besatzungszeit seit 70 Jahren.

    Hier der bisher wichtigste Kommentar zum Thema:

    Habe alle „Reichsbürger“ für Spinner gehalten, bis dann … ein Schock. Ich arbeite auch ehrenamtlich im Gemeinderat und habe nach einer offiziellen Anfrage (mehr aus „ Spaß“ und als erwartetes Gegenargument für meine weitere Demontage von den Spinnern) bei der für uns zuständigen Stadt erfahren dürfen, dass bereits 1990 (nach der „Wiedervereinigung“ mit Mitteldeutschland) alle Kommunen, Gemeinden und Städte über 40.000 Einwohner offiziell darüber informiert wurden, dass man sich nun als Verwaltungsorgan selbst privatrechtlich organisiertren und absichern muss, da sich die Rechtsstellung und Gerichtsbarkeit im Zuge der „Wiedervereinigung“ in der BRD existentiell und grundlegend im Status quo geändert hat. Ab dann lief das lange Zeit unverständliche „Privatisierungsprogramm“ auch in Deutschland auf Hochtouren. Amtswesen, Post, Bahn, Energieversorger usw. etc. pp. wurden sukzessive still und ohne großes Tam-Tam, fast heimlich „umgestellt“ auf Firmenrecht, Handelsrecht frei von jeglichem Staatswesen. Den wahren Grund hat man selbstverständlich gezielt unterschlagen. Der Grund war und ist schlicht und ergreifend, dass mit der „Wiedervereinigung“ von Teilen Deutschlands (quasi alle Gliedstaaten des 1. Deutschen Reiches, Länder wie Preußen, Bayern usw. – nebst allen Provinzen und Gemeinden – bis auf Berlin) per sofort wieder ihre volle Souveränität erlangt hatten, frei von jeglichem Besatzungsstatut waren! Ein Kulturschock für mich! Wie gesagt – bis auf Berlin! Das heißt, dass alle Länder in den Rechtsstand von vor 1918 und in den Grenzen und Gebieten von vor 1937 gestellt wurden. Mangels Information und Organisation der ursprünglichen Gemeinden sind wir nur noch lange nicht alle handlungsfähig. In 2013 war die Gemeinde Neuhaus die erste Gemeinde (Körperschaft), welche es nach Vorbereitungen in 2011 angegangen ist. Es folgten zunächst 2 weitere Gemeinden – und bis dato arbeiten bereits 550 Gemeinden (Zahl leider noch unbestätigt) an der Wiederherstellung ihrer Selbstverwaltung, kündigen alle Verträge mit der BRiD-Verwaltung. Wir haben am 14.04.2015 die nächste Gemeinderatssitzung zur substitutionellen Vorbereitung nach Legitimitätsprinzip als unabhängige Gemeindeverwaltung, als von Stadt, Provinz und Land oder Staat unabhängige selbstverwaltete Körperschaft. Warum wohl, können seit vielen Jahren sogar Polen und Russen (z.B. aus Königsberg) mit Nachweis ihrer Abstammung in Deutschland aus vor 1914 bei uns Harz 4 beantragen – und bekommen das Geld auch anstandslos? Einige sind gar so gut informiert, dass sie sich neuerdings sogar auf das alte gültige Recht berufen und bekommen die gültigen Sozialhilfesätze von über 1.100,00 Euro für den ersten Bedürftigen im Monat! Wenn das hier die Runde macht, dann gute Nacht! Doch recherchiere bitte selbst! Der BRiD NGO Verwaltung als Sub-Treuhänder der UN schwimmen täglich mehr Felle weg. Man flüchtet sich hektisch und kopflos in das EU-Firmen-Konstrukt um uns die wahren Möglichkeiten mehr und mehr zu verbauen. Ich denke es wird ein „sehr heißer Sommer“ in Deutschland werden. Ja, auch und vor allem der Friedensvertrag mit noch 53 Ländern aus dem Weltkrieg hängt vor allem an Deutschland, und bekommen wir den endlich zustande, dann kann die ganze Scheiße der Nato und ihren Erfüllungsgehilfen beendet werden, das Spiel wäre aus, oder zumindest in der Art nicht fortzuführen. Denn 70 Jahre Waffenstillstand hat nichts mit Frieden zutun! Und nein, wir werden auch dann weiter unseren Arsch bewegen müssen und uns an Regeln und Gesetze halten müssen, unsere Brötchen wie gehabt erarbeiten müssen. Nur dann in friedlicher Kooperation auf Augenhöhe mit realer Entlohnung – und nicht mehr als Sache, als Personal, Stimmvieh und Kapitalsklave und ansonsten nutzlose überzählige Esser ohne Anspruch auf Menschenrechte und Menschenwürde im Hamsterrad laufen müssen. Bitte sagt das möglichst vielen Menschen, vielen Dank. Gruß Noris
    Wir sind ein besetztes Land und die Besatzer haben
    hier das sagen. Ihre Einschränkung ist das Völkerrecht
    (HLKO) und das internationale deutsche Recht.
    Sie haben angeordnet das wir gemeldet sein müssen !

    BESATZER RAUS Schweizer spricht zum Deutschen Volk » Videos » fumano.com – Das deutschsprachige Soziale Netzwerk !.

  • 67 Tote – weil der Pilot sterben sollte? Wir erinnern an die Ramstein-Tragödie: „Das DIN-A-4-Blatt, das da an einem schönen Junimorgen 1991 im Briefkasten lag, trug den dicken Stempel „RISERVATISSIMO“, streng geheim, trug den Briefkopf des italienischen Verteidigungsministeriums – und enthielt, mit Stempel und Unterschrift, unter dem Datum des 25. Mai 1988, nichts Geringeres als einen Mordbefehl: der Pilot mit der Matrikelnummer 32053 solle bei der anstehenden Luftfahrtshow in Ramstein „den sicheren Tod“ finden.“


    Sehr interessanter Artikel. Unter solchen Informationen stehen die Ereignisse zur Flugzeugkatastrophe von Germanwings 4u9525 in einem erneut anderen Licht da. Zumindest Wache und kritisch Sehende denken intensiv darüber nach.

    Avatar von thinktankwanfriedttwthinktankwanfried

    Welt
    Ramstein-Tragödie: 67 Tote – weil der Pilot sterben sollte?

    27.08.2000 00:00 UhrVon Werner Raith

    Das DIN-A-4-Blatt, das da an einem schönen Junimorgen 1991 im Briefkasten lag, trug den dicken Stempel „RISERVATISSIMO“, streng geheim, trug den Briefkopf des italienischen Verteidigungsministeriums – und enthielt, mit Stempel und Unterschrift, unter dem Datum des 25. Mai 1988, nichts Geringeres als einen Mordbefehl: der Pilot mit der Matrikelnummer 32053 solle bei der anstehenden Luftfahrtshow in Ramstein „den sicheren Tod“ finden.

    Drei Monate später kam der Pilot tatsächlich um – in Ramstein: Ivo Nutarelli, Träger dieser Matrikelnummer, Solopilot der italienischen Kunstflugstaffel „Frecce tricolori“, riss zwei Kameraden und mindestens weitere 67 Menschen in den Tod, mehrere hundert Zuschauer wurden in dem Flammenmeer schwer verletzt.

    Dennoch ist das ministerielle Papier eine Fälschung, wie sich nach langen Recherchen herausstellte. Es war nicht der erste und auch nicht der letzte Versuch einer fachgerechten Spurenverwischung in einem Fall, der…

    Ursprünglichen Post anzeigen 803 weitere Wörter

  • Wider-Sprüche

    Wider-Sprüche


    Guter Ansatz, denn der Wandel beginnt in jedem von uns selbst

    Avatar von luckyhansbumi bahagia / Glückliche Erde

    „Lügen haben kurze Beine.“ —
    „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht.“ —

    Hm… wenn es so wäre:
    Warum hören wir dann jeden Tag erneut die „Nach-Richten“ in den Lügen-Medien, wenn wir uns schon viele Male davon überzeugen konnten, daß dort (im Gegensatz zum Alltag) mehr gelogen wird als wahre Fakten übermittelt werden?

    Wie kommt ein solch schreiender Widerspruch zustande?

    Das fragt sich und euch euer Luckyhans am 6.4.2015 – Ostermontag.
    ——————————-

    Oft wundern wir uns über das Verhalten der Menschen um uns herum und finden es nicht ehrlich, nicht passend, nicht nett, nicht konsequent, nicht sinnvoll etc.
    Obwohl wir dabei ganz bewußt an andere Menschen mit unserem eigenen Maßstab herangehen.

    Wundern wir uns auch über unser eigenes Verhalten?

    Ursprünglichen Post anzeigen 1.357 weitere Wörter