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  • So gesund ist mediterranes Gemüse

    So gesund ist mediterranes Gemüse


    So gesund ist mediterranes Gemüse

    Liebe Leser, liebe Freunde,

    die Wissenschaft hat es längst bestätigt: Mittelmeerkost schützt das Herz-Kreislauf-System, kann Krebs vorbeugen und sogar lebensverlängernd wirken. Gerade in den Sommermonaten sollten Sie daher die Vielfalt der mediterranen Gemüse auf Ihren Speiseplan setzen, da sie jetzt auch bei uns reifen.

    Was Sie bei der Zubereitung beachten sollten und welche leckeren Gerichte Sie aus den verschiedenen Sorten zaubern können, erfahren Sie hier.

    So gesund ist mediterranes Gemüse

    Die typische Mittelmeerkost ist deshalb so gesund, weil Gemüse und Obst die Hauptrolle spielen, während sie bei uns eher eine Beilage sind. So verzehrt z. B. im Schnitt jeder Grieche täglich 815 Gramm Gemüse – jeder Deutsche jedoch nur 258 Gramm. Lernen wir also von den Südländern, und denken wir um: Statt Fleisch mit Gemüse lieber Gemüse mit manchmal etwas Fleisch oder Fisch! Denn die am Mittelmeer heimischen Gemüse sind reich an Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen, die gefäßschützend wirken und unsere Körperzellen vor dem Angriff aggressiver freier Radikale schützen. Diese Sorten bevorzugt die Küche aus dem Mittelmeerraum:

    – Tomaten

    – Zucchini

    – Auberginen

    – Paprika

    – Oliven

    – Knoblauch

    – Zwiebeln

    Oliven und Knoblauch gelten als wahrer Jungbrunnen für unsere Blutgefäße. Die einfach ungesättigten Fettsäuren der Olive halten das schädliche Cholesterin ebenso in Schach wie die Alliine des Knoblauchs. Eine Knoblauchzehe und ein paar in Scheiben geschnittene Oliven sind daher eine bereichernde Ergänzung Ihrer Gemüsegerichte.

    In der Mittelmeerküche wird Gemüse nicht gekocht. Sie können es entweder kalt z. B. zu dem spanischen Gemüsesuppen-Klassiker Gaspacho (sie Kasten weiter unten) verarbeiten oder auch dünsten, braten bzw. grillen. Der unverzichtbare Partner ist dabei Olivenöl. Sein hoher Anteil an der einfach ungesättigten Fettsäure Ölsäure beugt gefährlichen Ablagerungen (Plaques) an den Gefäßwänden vor und schützt Sie dadurch vor Arteriosklerose.

    Kaltgepresstes Olivenöl sollten Sie nicht über 180C erhitzen. Achten Sie beim Dünsten und Braten Ihres Gemüses auf den so genannten Rauchpunkt. Wenn Sie beim Erhitzen des Öls eine Rauchbildung sehen, sollten Sie unbedingt die Temperatur drosseln, da sonst gesundheitsschädliche Stoffe entstehen könnten.

    Gesund und lecker: Mediterrane Sommergerichte

    Mittelmeergemüse aus dem Ofen

    Sie benötigen für 2 Portionen:

    – 1 rote Paprika

    – gelbe Paprika

    – 2 Tomaten

    – 5 entsteinte schwarze Oliven

    – 1 Zucchini

    – 2 Kartoffeln

    – 1 Zwiebel

    – 1 Knoblauchzehe

    – 2 EL Olivenöl

    – Pfeffer, Thymian, Rosmarin

    So wird’s gemacht: Schneiden Sie die gewaschenen Paprika, Kartoffeln, die Zucchini und die geschälte Zwiebel in nicht zu kleine Spalten. Hacken Sie den Knoblauch sehr fein. Pinseln Sie eine flache Auflaufform mit etwas Olivenöl aus, verteilen Sie die Kartoffeln, Zwiebeln und den Knoblauch darin und schieben Sie die Form bei 180C in den Ofen. Fügen Sie nach etwa 20 Minuten die geviertelten Tomaten, die in Scheiben geschnittenen Oliven und das restliche Gemüse hinzu, träufeln Sie das restliche Öl darüber, würzen Sie mit dem Pfeffer, und backen Sie alles weitere 20 Minuten lang. Legen Sie kurz ehe Sie die Form aus dem Ofen nehmen ein paar frische Rosmarin- und Thymianzweige auf das Gemüse. Wenn Sie mögen, können Sie mir etwas Meersalz nachwürzen.

    Erfrischende Gaspacho

    Sie benötigen für 2 Portionen:

    – Salatgurke

    – rote Paprika

    – grüne Paprika

    – 1 große Zwiebel

    – 250 ml passierte Tomaten

    – 100 ml kalte Gemüsebrühe

    – 1 Knoblauchzehe

    – 2 EL Olivenöl

    – 2 EL weißen Balsamico-Essig

    – 3 Basilikumblätter

    – Pfeffer, Meersalz

    So wird’s gemacht:Waschen und entkernen Sie die Paprika, und schneiden Sie sie zusammen mit der geschälten Zwiebel und der Gurke in sehr feine Würfel. Geben Sie alles in eine Schüssel und verrühren Sie es mit der Brühe, den Tomaten, dem Essig und dem Öl. Fügen Sie den zerdrückten Knoblauch und die kleingezupften Basilikumblätter hinzu, und würzen Sie nach Belieben mit Pfeffer und Salz. Servieren Sie die Suppe eisgekühlt.

    In diesem Sinne wünsche ich allen eine erfrischende Sommerzeit. Bleibt alles schön fit und gesund. Gruss euer Harley

  • So gesund sind Beeren

    So gesund sind Beeren


    Einheimische Beeren im sommer

    Liebe Leser,

    jetzt ist die Zeit, in der bei uns die Beeren reif sind, und die leckeren kleinen Früchtchen sind ein willkommener Genuss bei hochsommerlichen Temperaturen. Doch wie die Wissenschaft herausgefunden hat, können sie viel mehr: Sie sind wahre Vitalstoffbomben und bieten gesundheitlichen Schutz vor vielen Erkrankungen wie z. B. Bluthochdruck und der Parkinson-Krankheit. Warum Sie mit den einheimischen Beeren sogar Krebserkrankungen und Demenz vorbeugen können und warum sie genauso gesund sind wie ihre exotischen Artgenossen, lesen Sie in diesem Beitrag.

    So gesund sind Beeren

    Ihre Farbe erhalten Beeren durch sekundäre Pflanzenstoffe, die zur Gruppe der Polyphenole gehören. Den größten gesundheitlichen Nutzen haben dabei die Anthocyane, die für die blaue oder rote Farbe u. a. in Heidelbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren verantwortlich sind. Diese Stoffe wirken u. a. als Radikalfänger (Antioxidantien) und können dadurch die Körperzellen vor der Zerstörung durch die aggressiven Sauerstoffmoleküle schützen. Anthocyane schützen Sie vor diesen Erkrankungen:

    – Demenz (z. B. Alzheimer-Krankheit)

    – Krebs (v. a. Darmkrebs, Speiseröhrenkrebs)

    – Parkinson-Krankheit

    – Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Arteriosklerose, Bluthochdruck, Schlaganfall)

    Darüber hinaus wirken sie entzündungshemmend, verbessern die Fließeigenschaften des Bluts und wirken auf den Gesamtcholesterin-Spiegel leicht senkend.

    Exotische Beeren sind nicht besser als unsere einheimischen

    In letzter Zeit berichten die Medien auch verstärkt über neue Sorten und ihre gesundheitlichen Vorteile. So sollen z.B. Aronia-Beeren positive Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben und Goji-Beeren das Immunsystem ebenso stärken wie Schisandra. Zwar haben diese Beeren aufgrund der klimatischen Verhältnisse in ihrer Heimat tatsächlich eine andere Vitalstoff-Zusammensetzung als unsere heimischen Sorten, einen generell größeren gesundheitlichen Nutzen bieten sie jedoch nicht.

    Positiv zu bewerten sind bei den neuen Beeren jedoch die Cranberries, die sich nachweislich lindernd bei Blasenentzündungen bewährt haben.

    Fazit: Die „gesündeste Beere“ gibt es nicht. Wenn Sie abwechselnd oder auch in Kombination die unterschiedlichen Sorten frisch zu sich nehmen, hat Ihre Gesundheit sicher den größten Nutzen davon. Unsere einheimischen Sorten stehen dabei den Exoten in nichts nach. Auf teure Nahrungsergänzungsmittel aus exotischen Beeren können Sie daher getrost verzichten und lieber die Vielfalt des saisonalen Angebots nutzen.

    Also bleibt alle schön fit und gesund. Liebe Grüße euer Harley

    Forscher der Universität Harvard in Boston/USA fanden im Jahr 2011 heraus, dass die Polyphenole in Beeren das Risiko für Parkinson deutlich senken können. Sie hatten mittels Fragebögen die Ernährungsgewohnheiten von rund 150.000 Teilnehmern über einen Zeitraum von bis zu 22 Jahren ermittelt. Dabei stellten sie fest, dass das Parkinson-Risiko bei den Teilnehmern, die häufig Beeren aßen, um 40 % vermindert war. Dieses Ergebnis führen die Forscher auf den hohen Gehalt an Anthocyanen in Beeren zurück, da diese sekundären Pflanzenstoffe eine schützende Wirkung auf die Nerven haben.

  • Hört auf unsere Kinder krank zu machen! Was unsere Kinder chronisch krank macht

    Hört auf unsere Kinder krank zu machen! Was unsere Kinder chronisch krank macht


    gefaehrliche Monsanto Produkte

    ArteAllergien, ADHS, Autismus, Autoimmunerkrankungen: In Europa ist bereits jedes dritte Kind chronisch krank. In den USA sind gesunde Kinder sogar schon in der Minderheit.

    Wir haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass schädliche Chemikalien Kindern das Leben ganz schön madig machen können. Das neue bunte T-Shirt verursacht Hautausschlag und selbst die warme Milch aus der Babyflasche kann ein Gesundheitsrisiko darstellen. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, ihr Körper reagiert empfindlicher auf Schadstoffe. Bei Chemikalien ist das Vorsichtsdenken plötzlich vergessen – Kinder bekommen die volle Giftdosis.

    Zu viel Zucker, Fettschadstoffe und Reste von Reinigungsmitteln, würden Sie das in einem Babybrei vermuten?

    Was unsere Kinder chronisch krank macht

    Die fünfjährige Klara leidet – wie 30.000 deutsche Kinder – an der autoaggressiven Form von Diabetes. Jason hat Asthma und ADHS, Jonah eine lebensbedrohliche Nuss-Allergie: In Europa ist bereits jedes dritte Kind chronisch krank. In den USA sind gesunde Kinder sogar schon in der Minderheit. Die gemeinsame Ursache dieser Krankheiten liegt in einem Immunsystem, das aggressiv und unberechenbar reagiert. Was hat unser Immunsystem derart aus der Bahn geworfen?

    Filmemacher Bert Ehgartner begibt sich auf Spurensuche nach den Auslösern dieses verheerenden Trends und porträtiert Kinder mit chronischen Leiden wie Asthma, Diabetes, Neurodermitis, Hyperaktivität oder Autismus. Er trifft Wissenschaftler wie Maria Yazdanbakhsh, die im indonesischen Dschungel untersucht, welche Rolle Würmer und Bakterien für unser Immunsystem spielen. Er befragt Herbert Renz Polster zum Einfluss der Kaiserschnitt-Geburten und den Mediziner Klaus Hartmann zum Zusammenhang zwischen Mehrfach-Impfungen und dem Anstieg chronischer Krankheiten.

    Plädoyer für schmutzige Kindheit

    Bert Ehgartners Film ist keine Reportage, die den Medikamentenkauf ankurbeln wird. Offenbar zunehmende chronische Erkrankungen von Kindern in Industrieländern sind zwar Ausgangspunkt der Dokumentation; sie schlägt in ihrem Alarmismus aber ganz unerwartete Wege ein – und wird zum Plädoyer für eine schmutzige Kindheit.

    Denn Keime helfen von Geburt an, das Immunsystem aufzubauen; heutige Hygienevorschriften, sterile Lebensräume und maximal entkeimte Nahrung eher weniger. Man nennt es den „Stalleffekt“, da Bauernkinder anscheinend nie an Asthma erkranken. Quelle 

    „Wir haben immer auf die bösen Bakterien geachtet“, sagt der Mikrobiologe Willem de Vos von der Universität Wageningen in den Niederlanden. „Dabei sollte der Mensch mehr auf seine guten Keime aufpassen.“ Wenn diese durch übertriebene Hygiene, falsche Ernährung oder wahllos eingenommene Antibiotika absterben, können Krankheiten die Folge sein. Mit einem gestörten Keim-Gleichgewicht bringen Wissenschaftler inzwischen Allergien, Asthma, Übergewicht, Herzkreislaufleiden, Depressionen und sogar Krebs in Zusammenhang.

    Hört auf unsere Kinder krank zu machen

    Bereits im September 2013 haben wir, die Netzfrauen, gefordert, dass die Kinder besser geschützt werden müssen. In unserem Beitrag: Babybrei auch gentechnisch verseucht – Vorsicht “Chemie-Cocktail” schon von Kindesbeinen an recherchierten wir bereits zu dem Thema Babybrei, hier schwerpunktmäßig zu dem Bereich Pestizide. Immer mehr Wissenschaftler sind der Meinung, dass zwischen den frühen Schadstoffeinwirkungen und der zunehmenden Anzahl von Krankheiten bei Kindern ein Zusammenhang besteht. Die Anzahl von Chemikalien, die die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen können, nimmt zu. Lesen Sie auch Wie kommen GVOs und giftige Zusatzstoffe in Babynahrung- Why is this Organic Food Stuffed With Toxic Solvents?

    Ich selber habe eine an Allergie erkrankte Tochter. Sie ist gegen alles was „kreucht und fleucht “ allergisch. Ob Gräser, Hausstaub oder Tierhaar, bereits der Frühling mit den Haselnusssträuchern wird zu einer Herausforderung und so geht es dann weiter, bis in den späten Herbst. Die Kinderärztin wurde schnell zu einer der wichtigsten Personen für das Kind und die richtige Nahrung wurde lebensnotwendig. Stillen ist auch nur begrenzt möglich, also folgt die Folgenahrung. Damals standen noch nicht – wie heute üblich – in den Regalen jede Menge Produkte.

    Heute gibt es Getreidebreie im Glas, mit Obst oder Schokoflocken, oft mit Zucker und Aromastoffen. Auch Unmengen von Breien zum Anrühren sind im Angebot – mal mit Milch oder nur mit Wasser anzurühren. Außerdem gibt es von Grieß bis Mehrkornmischungen scheinbar alle Getreidesorten, die man sich vorstellen kann.

    Dieses reichhaltige Angebot gab es vor 30 Jahren nicht. Es gab Schmelzflocken mit echter Kuhmilch zubereitet, so wie es früher schon meine Mutter machte. Bis dann die Kinderärztin feststellte, nein, Kuhmilch besitzt zuviel Fett, daher alternativ H-Milch, oder einfach mit Wasser zubereiten. Allein schon darüber könnte ich einen Beitrag schreiben, denn aus der Not heraus wird man zu einer Expertin.

    Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind, und was tun wir nicht alles, damit das Kind nicht leiden muss. Wir haben es geschafft, dank einer tollen Kinderärztin, der Willenskraft meiner Tochter und besonders durch die richtige Nahrung. Heute geht es meiner Tochter auch ohne Medikamente gesundheitlich gut. Ob Hyposensibilisierung oder Desensibilisierung, es gibt nichts, was wir nicht versucht hätten. Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst ging es nach Wangerooge, um dem Kind eine Auszeit von der Krankheit zu ermöglichen, sofern dieses überhaupt möglich war. Manchmal gibt es noch Anzeichen von Allergien, aber die sind erträglich. Allergien waren auch damals schon ein Thema, allerdings nicht in dem heutigen Umfang, wo die Allergologen wie Pilze aus den Boden schiessen.

    Die Gesundheitsbranche hat diesen Bereich für sich entdeckt, und heute leiden 20 bis 30 Prozent der EU-Bürger an allergischem Schnupfen, 5 bis 15 Prozent an allergischem Asthma, 3 bis 5 Prozent an Neurodermitis (Atopische Dermatitis) und 5 bis 10 Prozent an einem allergischen Handekzem. Allergien verursachen in der Europäischen Union Kosten von schätzungsweise 100 Milliarden Euro pro Jahr. Allein in Deutschland sterben jährlich mehr als 1400 Menschen an Asthma. Vor 30 Jahren noch eine seltene Krankheit, fast nicht erforscht. 2010 berichtete das Robert-Koch-Institut, dass allein in Deutschland etwa jedes zehnte Kind und jeder fünfte Erwachsene unter Heuschnupfen leidet und etwa sieben Prozent der Kleinen erkranken an Neurodermitis. Allergien gibt es vermutlich, seit es Menschen gibt. Doch in ihrer Häufung sind sie inzwischen eine Zivilisationskrankheit.

    Doch gerade für unsere Kleinen ist eine gesunde Nahrung besonders lebensnotwendig und es sollte nicht in der Verantwortung unserer Kinder liegen, Jahrzehnte später ungewollt den Beweis dafür zu erbringen, dass zu viel Zucker, Fettschadstoffe, Reste von Reinigunsgsmitteln und auch Pestizide, die sie als Kind konsumieren mussten, entscheidend zu den gesundheitlichen Problemen ihrer Generation beigetragen haben. Doch was können wir unseren Kindern und Enkelkindern wirklich noch als Nahrung zumuten, ohne dass sie einen gesundheitlichen Schaden erleiden? Wir sprechen hier nicht von der Muttermilch, sondern in diesem Fall von der Folge-Nahrung.

    Zu viel Zucker, Fettschadstoffe und sogar Reste von Reinigungsmitteln! Das alles wurde im Baby-Getreidebrei in der Packung gefunden. Ökotest hat zwölf Milch-Getreide-Breie zum Anrühren getestet. Das Ergebnis ist verheerend: Kein Produkt schneidet besser als „ausreichend“ ab. Nicht einmal die Bioprodukte. Ökotest rät, den Brei am besten selbst zu kochen.

    baby1Getestet wurden die Biobreie Alnatura Dinkel Milchbrei, Babylove Bio Milchbrei Grieß, Hipp Bio-Milchbrei Kindergrieß, Babydream Bio Milchbrei Grieß und Holle Bio-Milchbrei Hirse. Die Produkte von Alnatura, Hipp und Babylove bekamen das Ergebnis „mangelhaft“, die anderen beiden „ungenügend“. Bis auf Alnatura und Holle war der Zuckergehalt laut Test in allen Bioprodukten zu hoch.

    Zucker in Breien? Ich erinnere mich noch an die Kindertees, die bereits vor 30 Jahren auf dem Markt waren. Bereits damals haben wir Mütter auf die Folgeschäden hingewiesen. Ich sehe noch die Bilder vor mir, wo bereits Milchzähne von Karies befallen waren. Ja, ich gehöre auch zu diesen Müttern, die Kindertees verweigerten und lieber selber Fencheltee kochten. Süßigkeiten, wie die Kinderschokolade, die von Gästen gern mitgebracht wurden, mochten meine Kinder zum Glück nicht, sie aßen lieber ein Stück Brot oder knabberten genüßlich an Möhren und Äpfel. Für Allergiker sind übrigens die alten Apfelsorten verträglich. Und Kindertee, gespickt mit 2,5 Stück Würfelzucker pro Tasse? Das Lebensmittelunternehmen Hipp hat den Verkauf seiner umstrittenen Instant-Tees erst 2012 eingestellt. Die Lobbygruppe Foodwatch hatte das Produkt zur „dreistesten Werbelüge“ des Jahres gekürt.

    Und trotz allem, auch diese Branche boomt. Allein Hipp als Marktführer hat 2012 einen Umsatz von 330 Millionen Euro.

    Öktotest – Ausgabe April 2014: Der Fertig-Milchbrei ist süß, das Ergebnis dafür ziemlich bitter. Denn kein einziges Milchbrei-Produkt kann empfohlen werden.

    Die Fertig-Milchbreie sind süß und das Ergebnis ziemlich bitter. Denn kein einziges getestetes Milchbrei-Produkt kann laut Ökotest empfohlen werden.

    Kinderärzte und Ernährungsexperten fordern seit Jahren, auf Zuckerzusätze in Babynahrung zu verzichten, da stark gesüßte Speisen die Gefahr einer frühen Prägung auf die Geschmackspräferenz „süß“ bergen. Kinder könnten somit auch künftig Süßes bevorzugen, was die Entstehung von Übergewicht und Karies fördert. Zu viel Süße ist auch deshalb ungünstig, weil Kinder dann kaum Chancen haben, den unverfälschten, natürlichen Geschmack von Getreide und Milch kennenzulernen, ergänzt Dr. Annett Hilbig vom Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in dem aktuellen Ökotest. Seit 30 Jahren kämpfen wir gegen Zucker in Kindertees und Kinderbreien, und was ist bis dato passiert? Noch heute werden zuckerhaltige Speisen an Kinder verabreicht.

    Und wozu müssen Vanille, Zimt oder andere Aromen im Brei enthalten sein? Wie Ökotest feststellte, enthält fast jeder Brei entweder Vanilleextrakt, Zimt oder Aromen dieser Geschmacksrichtungen. Zur Geschmacksabrundung, sagen die Hersteller. Aus Sicht des FKE sind Gewürze und Aromastoffe wie Vanillin in Babynahrung aber überflüssig. Es ist in der Tat nicht akzeptabel, dass Kinder schon so früh an die typischen Aromen industriell hergestellter Süßwaren gewöhnt werden sollen. Berechnung? Die Kinder sind schließlich die Kunden von morgen.

    Rückstände von Desinfektions- und Reinigungsmitteln? In unserem Beitrag Babybrei auch gentechnisch verseucht – Vorsicht “Chemie-Cocktail” schon von Kindesbeinen an waren wir der Meinung, dass wir mit der Bio-Babynahrung auf der sicheren Seite liegen, denn diese wird wesentlich strenger kontrolliert als konventionelle Produkte. Leider müssen wir feststellen, dass dem nicht so ist. Wir sind entsetzt, da wir feststellen mussten, dass die Produkte der getesteten Bio-Anbieter durchgängig mit Rückständen von Desinfektions- und Reinigungsmitteln belastet sind, während die konventionellen Breie frei davon sind.

    Die Stoffe, um die es geht, heißen kurz DDAC und BAC und zählen zu den quartären Ammoniumverbindungen (QAV). Sie kamen 2012 erstmals ins Gerede. Schnell wurde klar, dass QAV-haltige Reinigungsmittel ein Teil des Problems sind. Solche Reiniger wurden unter anderem in der Milchgewinnung und -verarbeitung eingesetzt. Etliche Betriebe stellten um, wobei ausgerechnet die Bio-Branche hinterherhinkt, wie der Test zeigt.

    DDAC ist eine quartäre Ammoniumverbindung mit oberflächenaktiver Wirkung und gehört zur Gruppe der kationischen Tenside. Die Substanz wird in Desinfektions- und Reinigungsmitteln eingesetzt. Ferner ist DDAC in einem Pflanzenstärkungsmittel enthalten, das zur professionellen Anwendung als Frischhaltemittel an Schnittblumen gelistet ist. DDAC ist sowohl ein Biozid als auch ein Pflanzenschutzmittelwirkstoff. Diese Stoffe haben wahrlich nichts in Kinderbreien zu suchen, und nicht nur da, sondern überhaupt nichts in Lebensmitteln.

    Und hätten Sie vermutet, dass die Breie von Alnatura und Holle Fettschadstoffe enthalten? Erhöhte Mengen dieser als „möglicherweise krebserregend für den Menschen“ eingestuften Verbindungen traten vor Jahren noch gehäuft auf. In diesem Test sind nur die Milchbreie von Alnatura und Holle betroffen. Auch hier trifft es Bio-Anbieter. Es ist bekannt, dass hier noch häufiger Palmfett eingesetzt wird, das stärker mit den schädlichen 3-MCPD-Fettsäureestern belastet ist, so Ökotest.

    Und irreführend ist insbesondere der Hinweis „ungesüßt“ auf dem Produkt von Holle, da Maltodextrin enthalten ist. Eltern könnten dadurch den Eindruck gewinnen, der Brei sei auch zahnschonend, was so nicht stimmt. Humana liegt mit dem Hinweis „weniger Zucker“ zwar nicht ganz falsch, aber auch irreführend, denn wie schon beschrieben, gehört Zucker erstens gar nicht in einen Brei und zweitens der Hinweis schon gar nicht auf einen mit Zucker gesüßten Brei. Zum Testergebnis: Ökotest

    Nach Hipp sind Danone und Nestlé Marktführer für Babynahrung. Danone ist außerdem Marktführer für Nahrungsmittel für Menschen mit Allergien. Die Sparte Medical Nutrition von Danone könnte aber bald den Besitzer wechseln, z.B. zu Nestlé.

    Dem können Sie entnehmen: Es wird hin und her verkauft, so dass kein Verbraucher mehr durchsteigt. Denn Nestlé hat ja auch die Babynahrungssparte von Pfizer gekauft. Und Pfizer geht aus Monsanto hervor. Zu den Großaktionären von Monsanto gehört die Bill & Melinda Gates Foundation, die wiederum hat eine Zusammenarbeit mit Novartis und mit Sanofi Pasteur gestartet. Und fast alle Konzerne haben eines gemeinsam: Sollten Sie eine Unverträglichkeit verspüren, können Sie nun gleich die dafür produzierten Medikamente bekommen: Mit Doppelt- und Dreifach-Effekt. Siehe: Weltherrschaft weniger Konzerne – wer mit wem?

    Und auch bei Bio können wir uns nicht mehr sicher sein, wie der aktuelle Ökotest zeigt, daher lieber Babybrei selber kochen. Wie bereits im vorherigen Beitrag berichtet,  wurde ausgerechnet bei Hipp und Demeter in Bio-Babynahrung gentechnisch verändertes Gemüse verarbeitet. Dies war das Ergebnis einer Stichprobe des ZDF-Verbrauchermagazins “WISO“. Dabei haben gerade diese Hersteller sich auf die Fahne geschrieben, dass Gentechnik im Babybrei nichts verloren habe. So versteht sich beispielsweise Demeter als “Garant für Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau” und die Firma Hipp wirbt mit dem Slogan “Das Beste aus der Natur”. 

    Auch ein wichtiges Thema, welches wir bereits in unserem vorherigen Artikel erläutert haben, sind in Babynahrung gefährlichste Substanzen, wie beispielsweise giftige Pestizide, enthalten. Die EFSA veröffentlichte 2010 ihren zweiten Jahresbericht über Pestizidrückstände in Lebensmitteln. Von 2062 Proben Säuglingsnahrung enthielten 76 Spuren von Pestiziden und der festgelegte Höchstgehalt wurde in 4 Proben (0,2 %) überschritten. Die europäischen Rechtsvorschriften erlauben für jedes einzelne Pestizid höchstens Rückstände von 0,01 mg/kg, selbst das ist unserer Meinung nach schon zu viel!

    Wir fordern eine Studie, natürlich eine neutrale, um auf ausreichende Art und Weise die Auswirkungen der Pestizidbelastungen auf die menschliche Gesundheit zu dokumentieren. Letztendlich müssten die Auswirkungen der Pestizide sogar auch bei den Kindern und Kindeskindern überprüft werden. Lesen Sie dazu unsere ausführlichen Recherchen in dem Beitrag  Babybrei auch gentechnisch verseucht – Vorsicht “Chemie-Cocktail” schon von Kindesbeinen an.

    Es sollte nicht in der Verantwortung unserer Kinder liegen, Jahrzehnte später ungewollt den Beweis dafür zu erbringen, dass jene Pestizide und andere Schadstoffe, die sie als Kind konsumieren mussten, entscheidend zu den gesundheitlichen Problemen ihrer Generation beigetragen haben.

    Hört auf unsere Kinder krank zu machen!

    Wir fordern Hersteller und Händler auf, endlich Konsequenzen zu ziehen, schließlich geht es um die Gesundheit unserer Kinder und Enkelkinder. Und wir wollen es nicht weiter hinnehmen, dass nur noch der Profit zählt .

    Es ist  an der Zeit, denen zu zeigen, nicht mit uns !

    Netzfrau Doro Schreier

    via Hört auf unsere Kinder krank zu machen! Was unsere Kinder chronisch krank macht – netzfrauen– netzfrauen.

    weiterfürende Informationen zum Thema Monsanto finden Sie hier: https://deine-gesundheit.net/gefaehrliche-monsanto-produkte/ 

  • Warum willst Du den Euro retten und den Grexit verhindern, Sahra Wagenknecht?


    Avatar von juergenelsaesserElsässers Blog

    2014-09-11_-_Sahra_Wagenknecht_MdB_-_8301Offener Brief an die Linkspolitikerin auf dem Höhepunkt der Griechenland-Krise.

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  • Wird Ihr Bauchfett durch verborgene Chemikalien in Lebensmittelkonserven und Wasserflaschen vermehrt?

    Wird Ihr Bauchfett durch verborgene Chemikalien in Lebensmittelkonserven und Wasserflaschen vermehrt?


    und 8 Tipps, wie Sie sich diesen schädlichen Chemikalien möglichst wenig aussetzen

    von Mike Geary – Diplomierter Ernährungsberater, Diplomierter Personal Trainer (CPT),
    Autor – Die Wahrheit über Bauchmuskeln und die Top 101 Lebensmittel, die das Altern bekämpfen


    Vielleicht haben Sie schon in den Nachrichten von einigen der verborgenen Chemikaliengehört, die möglicherweise in Ihren Lebensmittelkonserven oder in Trinkwasser und anderen Getränken in Flaschen lauern. Manche davon sind als Xenoöstrogene bekannt und besitzen das Potenzial, im Lauf der Zeit ernsthafte Gesundheitsprobleme zu verursachen sowie aufgrund des östrogenen Effekts das Bauchfett zu vermehren.

    Heute möchte ich Ihnen von einigen wichtigen Einzelheiten einer der PROBLEMATISCHSTEN Chemikalien berichten, der Sie besonders durch Lebensmittelkonserven und Getränke in Flaschen usw. ausgesetzt sind…

    Sie heißt Bisphenol A (BPA).

    BPA kommt als Bestandteil verschiedener Arten von Plastikflaschen sowie in der Innenbeschichtung von Konservendosen vor.

    Da BPA ein bekanntes „Xenoöstrogen“ ist, wurde es in Tierversuchen (mit überraschend geringen Dosen) mit verschiedenen Gesundheitsproblemen aller Art in Verbindung gebracht, darunter Krebs, Stoffwechselstörungen, Herzerkrankungen, Diabetes und auch Fruchtbarkeitsprobleme, Geburtsfehler oder Fehlgeburten… und natürlich kann jedes Xenoöstrogen in ausreichend großer Menge Ihren Körper dazu bringen, an Bauchfett festzuhalten (dem sogenannten hartnäckigen Bauchfett).

    Die größten Übeltäter sind hier Polycarbonatflaschen (manche Kunststoffgegenstände mit dem Symbol #7 auf dem Boden enthalten Polycarbonat, aber nicht alle) und auch Konservendosen, da die Beschichtung in den meisten Konservendosen BPA enthält, das in die Nahrung gelangen kann. Je länger eine Konservendose schon im Regal gestanden hat und je höher die Temperatur ist, desto mehr BPA kann in Ihre Nahrung gelangen. Das Gleiche lässt sich auch für Polycarbonatflaschen sagen, die Lebensmittel oder Getränke enthalten.

    Laut der Umweltschutzorganisation Environmental Working Group (EWG) wurde BPA in einer CDC-Studie im Körper von 95 % der Amerikaner gefunden (es handelt sich hier aber um ein weltweites Problem, das nicht nur auf die USA begrenzt ist). Das sollte man nicht einfach so hinnehmen… sehen Sie sich einmal dieses beängstigende Ergebnis an…

    Die Environmental Working Group berichtet: „Die Analyse unserer Tests hat bei einer von fünf der getesteten Konserven und bei einem Drittel aller Gemüse- und Nudeldosen (Ravioli und Nudeln mit Tomatensoße) ergeben, dass die Menge BPA, der eine schwangere Frau bereits durch eine einzelne Portion ausgesetzt würde, bis zu einem Fünffachen der Dosen entspricht, die mit Geburtsfehlern in Verbindung gebracht werden — etwa einer dauerhaften Schädigung der Entwicklung männlicher Fortpflanzungsorgane„.

    Falls das noch nicht Ihre Aufmerksamkeit geweckt hat, was sagen Sie zu Folgendem…

    Die EWG berichtet weiter von… „einer Untersuchung, die gezeigt hat, dass geringe Dosen BPA sowohl die Bildung als auch das Wachstum von Fettzellen anregen – das sind die zwei Faktoren, die Fettleibigkeit beim Menschen fördern (Masumo et al. 2002).„

    Das überrascht nicht weiter, denn wie ich schon zu Beginn dieses Artikels erwähnt habe, ist BPA ein bekanntes Xenoöstrogen und jedes Xenoöstrogen kann zum sogenannten „hartnäckigen Bauchfett“ sowie zu Krebs und anderen gesundheitlichen Problemen beitragen.

    Es ist ebenfalls wichtig, festzuhalten, dass alle Tomatenprodukte in Dosen (Ravioli, Pasta, Tomatenmark, Tomatensoßen usw.)zu den größten Übeltätern mit den höchsten BPA-Konzentrationen gehören, da aufgrund der Säure der Tomaten mehr BPA in das jeweilige Lebensmittel übergehen kann.

    Welche Schritte können Sie also unternehmen, um sich BPA möglichst wenig auszusetzen und seine negativen Auswirkungen auf Körperfett und andere Gesundheitsrisiken zu minimieren?

    1. Versuchen Sie stets, Konserven so weit wie möglich zu vermeiden und stattdessen tiefgefrorene oder frische Lebensmittel zu wählen. Kaufen Sie die nötigen Zutaten selbst ein und bereiten Sie Ihre Mahlzeit ganz traditionell zu, statt auf Konserven zurückzugreifen. Produkte in Gläsern sind ebenfalls eine bessere Alternative zu Lebensmittelkonserven.

    2. Wenn Sie statt auf frische Lebensmittel dennoch auf Konserven zurückgreifen, suchen Sie nach Etiketten mit dem Vermerk, dass die Dosen frei von BPA sind.

    3. Kaufen Sie Tomatensoßen, Tomatenmark usw. nicht in Dosen, sondern wählen Sie Produkte in Gläsern (wenn auf der Dose nicht ausdrücklich vermerkt ist, dass sie kein BPA enthält). Oder bereiten Sie Ihre Tomatengerichte einfach gleich aus frischen Tomaten zu.

    4. Wenn Sie Frischhaltefolie, Gefrierbeutel (z. B. Ziploc®), Plastikdosen für die Aufbewahrung von Lebensmitteln usw. benutzen, achten Sie darauf, ob das Produkt laut Etikett BPA-frei ist oder nicht. Verschiedene Hersteller von Verpackungsmaterial geben es auf dem Etikett an, wenn ihre Produkte frei von BPA sind.

    5. Sollten Sie Ihr Essen in der Mikrowelle zubereiten (es gibt übrigens Anzeichen dafür, dass in der Mikrowelle zubereitetes Essen negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat), dann erhitzen Sie es auf keinen Fall in Plastikbehältern, denn dadurch können noch mehr Chemikalien – einschließlich BPA – in Ihr Essen gelangen.

    6. Falls Sie Wasser in Flaschen oder Wasser aus wiederverwendbaren Plastikflaschen trinken, vergewissern Sie sich, dass die Flasche kein Polycarbonat enthält oder dass sie laut Etikett BPA-frei ist. Kunststoffbehälter mit dem Symbol #7 auf dem Boden enthalten manchmal BPA, aber nicht immer. Wenn auf dem Boden der Flasche „PC“ steht, wurde sie aus Polycarbonat hergestellt und enthält damit auch BPA. Außerdem besitzen auch Aluminiumflaschen manchmal eine BPA-haltige Schicht, Sie sollten also auch diese vermeiden.

    7. Kaufen Sie keine Limonadendosen, denn die Analyse der EWG hat gezeigt, dass 42 % der Limonadendosen BPA enthalten. Allerdings werden Sie sicherlich ohnehin niemals Limonade trinken, wenn Ihnen Ihre Gesundheit und Ihr Körper wichtig sind — sie ist für Ihren Körper das reine Gift… und ja, das gilt auch für die ungesunden Diät-Limonaden mit ihren gefährlichen künstlichen Süßstoffen.

    8. Verwenden Sie niemals Plastikbecher oder -tassen für Heißgetränke wie Tee oder Kaffee, denn diese können – je nach der Art des Kunststoffs – das Eindringen von BPA und anderen Chemikalien in das jeweilige Getränk beschleunigen.

    Wenn Sie sich an die meisten dieser Richtlinien halten, können Sie dazu beitragen, sich selbst und Ihre Familie vor den Gesundheitsgefahren durch Bisphenol A (BPA) zu schützen. Und Sie können auch dazu beitragen, sich selbst vor dem Problem „hartnäckiges Bauchfett“ zu schützen, das durch die xenoöstrogene Wirkung von BPA ebenfalls verursacht werden kann… und ich bin sicher, dass Sie diese Wirkung lieber vermeiden wollen!

     

    viaWird Ihr Bauchfett durch verborgene Chemikalien in Lebensmittelkonserven und Wasserflaschen vermehrt?.

  • Der Machtkampf ist eröffnet: Frankreich will Allianz gegen Deutschland

    Der Machtkampf ist eröffnet: Frankreich will Allianz gegen Deutschland


     

    Zwischen Deutschland und Frankreich zeichnet sich ein grundsätzlicher Konflikt über die Zukunft der Euro-Zone ab: Präsident Francois Hollande fordert ein Euro-Parlament. Die Idee dahinter: Die Südstaaten wolle die brutale Euro-Gruppe nicht mehr, sondern Mehrheiten gegen Deutschland organisieren. Außerdem will Hollande die politische Kontrolle über den Wechselkurs des Euro. Diese neue EU ist der Gegenentwurf zu dem, was Wolfgang Schäuble will. Der Kampf der Systeme ist eröffnet.

    Das Match ist eröffnet: Die französische Führung mit dem mexikanischen Präsidentenpaar (ganz links) als Ehrengäste bei der Militärparade zum 14. Juli. (Foto: dpa)

    Nach dem desaströsen Wochenende beim Euro-Gipfel und einer notdürftig zusammengezimmerten „Lösung“ für Griechenland zeigt sich überraschend schnell die fundamentale Bruchlinie, die sich durch die Euro-Zone zeiht:Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will die aus seiner Sicht schwachen Performer aus dem Euro werfen. Mit Griechenland möchte Schäuble den Anfang machen. Danach kann es zu einer Integration kommen – möglichst ohne die Südstaaten, doch wenn möglich, mit Frankreich. Schäuble hat eine ganz klare Strategie: Er will den Euro als Verbund der Disziplin und der Starken. Diesen Kurs will er zum Ende seiner Amtszeit mit aller Macht durchsetzen, um nicht als der größte Geldvernichter unter allen deutschen Finanzministern in die Geschichte eingehen zu müssen. 

    Frankreich wittert diese Strategie und will Schäuble zuvorkommen. Der französische Präsident Francois Hollande legte am französischen Nationalfeiertag seine Vision vor, die vor allem darauf abzielt, die Südländer im Euro zu halten. Nur mit ihnen kann Frankreich ansatzweise ein Gleichgewicht zu Deutschland bieten. Daher sind die Forderungen Hollandes auf zwei Aspekte ausgerichtet: «Wir brauchen eine Wirtschaftsregierung», forderte der Staatschef am Dienstag im Interview mit den französischen TV-Sendern France 2 und TF1. «Die Eurozone ist eine Garantie, eine Sicherheit.» Hollande verwies darauf, dass es mit Bankenunion oder Haushaltsdisziplin bereits stärkere europäische Integration gebe.

    Unter einer Wirtschaftsregierung verstehen die Franzosen vor allem die politische Kontrolle über den Härtegrad des Euro. Der französische Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg hatte bereits im September 2014 vorgeschlagen, dass die Wechselkurs-Politik in Zukunft in die Zuständigkeit des Europäischen Rates und nicht mehr in die der Europäischen Zentralbank fallen soll. Die EZB solle dann für die Umsetzung eines politischen Mandats zuständig sein. Der damalige französische Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg sagte damals der Zeitung Les Echos: «Die Wechselkurspolitik fällt in die Zuständigkeit des Europäischen Rates (der EU Staats- und Regierungschefs). Die EZB ist dann für die Umsetzung eines politischen Mandats zuständig». Zugleich forderte er die Aufweichung der Maastricht-Kriterien und die Orientierung an der Geldpolitik der US-amerikanischen Fed.

    Frankreich kämpft an allen Fronten: Es kann die Maastricht-Defizitkriterien nicht einhalten und der Wechselkurs des Euro im Verhältnis zum Dollar ist für seine Exporte viel zu hoch. In dieser Hinsicht ist Frankreich – anders als in der Flüchtlingsfrage – ganz und gar solidarisch mit Italien und Griechenland. Frankreich will die Aufweichung und muss einen Plan B präsentieren.

    Um diesen Plan durchzusetzen, hat Frankreich erkannt, dass es die Euro-Gruppe ausschalten muss. Die Hinrichtung Griechenlands durch Deutschland und die Troika ist den Franzosen in die Knochen gefahren. Sie wissen nun, dass jedem Euro-Staat, der sich mit Deutschland anlegt, Ähnliches widerfahren wird.

    Daher fordert Hollande nun eine neue demokratische Basis, «zum Beispiel ein Parlament für die Eurozone». Über eine stärkere Präsenz der Abgeordneten könne mehr Platz für Demokratie geschaffen werden.

    Demokratie ist in Frankreich, ähnlich wie in Griechenland, aus der Sicht der Parteien immer eine Klientel-Politik gewesen. So denken die Franzosen auch im Hinblick auf die Euro-Zone. Sie träumen von einer links-links-grünen Mehrheit – weil dies für sie die vermutlich letzte Chance ist, den Machtwechsel zu Marine Le Pen und dem Front National zu verhindern. Mehrere Sozialdemokraten, unter ihnen Martin Schulz, arbeiten seit einiger Zeit hinter den Kulissen an einer Änderung der strengen Maastricht-Kritieren, die sie für «nicht mehr zeitgemäß» halten.

    Die Franzosen wollen so ein Parlament aber auch, um eine Achse gegen Deutschland aufzubauen: Ihre Sicht der Euro-Zone ist, dass die Fiskal- und Abwertungspolitik Italiens, Spaniens, Portugals und Griechenlands das einzig wirksame Gegengewicht zum deutschen Austeritäts-Wahn ist. Daher ist das Parlament, das Hollande will, ein völlig anderes als jenes von Schäuble.

    Auch Schäuble ist für eine Transferunion, aber nur zwischen Deutschland, Finnland, Österreich, den Niederlande und Luxemburg. Hinter den Franzosen steht aus deutscher Sicht ein großen Fragezeichen. Das ist durchaus über den Tag hinaus gedacht: Kann man sich in Deutschland allen Ernstes eine funktionierende Transfer-Union mit Marine Le Pen vorstellen? Schon der vergleichsweise harmlose Alexis Tsipras hat die Seele der Bild-Zeitung zum Überkochen gebracht.

    Hollande weiß, dass er auf einem sehr dünnen Seil balanciert und versprüht daher eine gehörige Portion Pathos: Eine Verständigung auf Ebene der Euro-Länder sei nur möglich gewesen, «weil Frankreich und Deutschland vereint waren». Beiden Länder führten nicht auf europäischer Ebene, «aber ohne Frankreich und Deutschland kommt Europa nicht voran».

    Griechenland kann dabei weiter mit Unterstützung aus Paris rechnen.«Das griechische Volk hat bereits viel gelitten», sagte Hollande. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit von Veränderungen: «Reformen zu fordern, ist legitim.» Solche Reformen müssten Wachstum fördern, sagte Hollande.

    Für die Eurozone habe er «eine ehrliche Solidarität» mit Griechenland verspürt, auch wenn er «bei einigen Partner eine Versuchung gespürt habe für einen Ausschluss». Hier nannte Hollande Deutschland wohlweislich nicht. Die Franzosen haben mittlerweile Angst vor Angela Merkel, auch wenn sie gar nicht physisch anwesend ist.

    Die Entscheidung in die eine oder andere Richtung wird die EU weiter dramatisch verändern. Es ist ein beinharter Machtkampf, bei dem auch die Bürgerrechte eingeschränkt werden müssen wie in einem echten Krieg.

    Wie weit wir auf diesem Weg schon sind, zeigte auch die traditionellen Militärparade auf der Pariser Avenue des Champs-Élysées im Gedenken an den Beginn der französischen Revolution am 14. Juli 1789. Die Parade wurde von Spezialeinheiten zur Terrorbekämpfung angeführt. Das Publikum applaudierte, weil es glaubt, dass die tausenden Soldaten, die seit Charlie Hebdo in Frankreich aktiv sind, nur „die andern“ überwachen. Der vorrevolutionäre Instinkt von 1789 ist in Frankreich noch nicht erwacht.

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  • Spanien wendet sich von Merkel ab und trägt EU-Deal nicht mehr mit

    Spanien wendet sich von Merkel ab und trägt EU-Deal nicht mehr mit


    Der Bruch durch Europa erhält eine neue Facette: Spaniens Premier Rajoy hat völlig überraschend angekündigt, den EU-Deal mit Griechenland im Parlament zur Abstimmung zu bringen. Der Grund: In Spanien ist die Stimmung gekippt, der Deal wird als deutsches Diktat gesehen. Mit Rajoy, der sich in erster Linie auf die anstehenden Wahlen konzentriert, könnte Angela Merkel einen wichtigen Verbündeten verlieren.

    Angst vor der Ansteckung: Spaniens Premier Mariano Rajoy am Mittwoch im Parlament in Madrid. (Foto: dpa)

    Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hat angekündigt, das spanische Parlament über das neue Griechenland-Programm abstimmen zu lassen, obwohl  dies in Spanien nicht erforderlich sei.

    Der Schritt kommt völlig überraschend, wie der Guardian analysiert: Rajoy hatte nach dem Deal noch gesagt, der Deal sei gut und werde Griechenland „Wachstum und Beschäftigung“ bringen. Doch als darauf eine gewaltiger Proteststurm ausbrach, der seinen Ursprung in der Initiative #thisisacoup in Barcelona hatte und wesentlich von Podemos-Leuten organisiert wurde, vollzieht Rajoy nun eine Kehrtwende: Zahlreiche Oppositionsparteien haben sich der Auffassung angeschlossen, dass der Deal ein deutscher Putsch gegen Athen und die Syriza-Regierung sei. Daher tritt Rajoy nun die Flucht nach vorne an und setzt sich an die Spitze der Bewegung. Rajoy muss demnächst zu Wahlen antreten. Die Podemos ist auf dem Vormarsch, daher richtet sich Rajoy nun nach der Stimmung im Land. Bisher war er einer der treuesten Verbündeten seiner Parteifreundin Angela Merkel. Spanien hatte bisher neben Deutschland am schärfsten gegen neue Kredite agitiert, weil man die Syriza um keinen Preis zu einem Erfolg kommen lassen wollte. Diese Strategie scheint gründlich nach hinten losgegangen zu sein. In Spanien ist es nicht mehr opportun, sich als Merkel-Fan zu outen.

    Heute Abend wird es in Barcelona eine Demonstration gegen die Troika geben:

    Es ist denkbar, dass anti-deutsche Ressentiments nun auch die spanische Regierung erreicht haben. Offenbar sieht Rajoy aber auch, dass Deutschland unter Merkel und Schäuble die Euro-Zone in der bekannten Form nicht fortsetzen wollen.

    Zuvor  war bereits Italien frontal auf Deutschland losgegangen.

    Frankreichs Präsident Hollande versucht ebenfalls, eine Koalition zu schmieden, die sich dem Austeritäts-Diktat Deutschlands entgegenstellen soll.

    Tatsächlich haben Schäuble und Merkel mit ihrem brutalen Vorgehen in Brüssel dass Vertrauen ebenso zerstört wie die EZB mit ihrer kompletten Politisierung. Allerdings liegt die Ursache tiefer: Im Vertrag von Maastricht haben sich alle Staaten auf Schuldenobergrenzen verpflichtet. Doch in der Krise haben alle Staaten diese Regeln stillschweigend über Bord geworfen.

    Auf den Rechtsbruch aller folgt nun die Phase „Rette sich wer kann“, angesichts der nun erstmals realistischen Möglichkeit eines Auseinanderbrechens der Euro-Zone.

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  • EU will militärische Strukturen gegen die Bürger aufbauen

    EU will militärische Strukturen gegen die Bürger aufbauen


    Die frühere Grüne EU-Abgeordnete Patricia McKenna aus Irland warnt vor einer schleichenden Militarisierung der EU. Die Bürgerrechte werden systematisch ausgehöhlt, militärische Strukturen entstehen. Es sei Zeit für den massiven Widerstand. Sie ermuntert linke Euro-Skeptiker, sich für die Menschen- und Bürgerrechte mit äußerster Entschlossenheit einzusetzen.

    Noch spricht Angela Merkel nur mit der Bundeswehr. Doch die Vorbereitungen in der EU zielen auf eine umfassende Militarisierung Europas. (Foto: dpa)

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat vor einigen Jahren in einem Interview mit der New York Times gesagt, die politische Union in Europa könne nur durch eine Krise erzwungen warden. Glauben Sie, dass das immer noch der Plan ist?

    Patricia McKenna: Winston Churchill hat einmal gesagt: „Lassen Sie niemals eine gute Krise ungenutzt verstreichen.“ Es besteht kein Zweifel, dass Churchills Rat durch unsere EU-Politiker buchstabengetreu befolgt wurde, und ebenso von der bürokratischen Elite im Zuge der Schuldenkrise von 2008. Die Krise hat eindeutig den Plänen der EU genutzt.

    Im Mai 2010, nach dem Platz der Finanzblase, sagte Bundeskanzlerin Merkel: „Wir haben eine gemeinsame Währung, aber keine echte wirtschaftliche oder politische Union. Dies muss sich ändern. Würden wir dies erreichen, liegt darin die Chance der Krise… Und jenseits der Ökonomie, mit der gemeinsamen Währung, werden wir vielleicht weitere Schritte wagen, zum Beispiel den einer europäischen Armee.“ (Karls-Preis Rede, Mai 2010)

    Ein Jahr später sagte Präsident Sarkozy: „Bis Ende des Sommers werden Angela Merkel und ich gemeinsame Vorschläge hinsichtlich einer Wirtschaftsregierung im Euroraum machen. Wir werden Ihnen eine klarere Vision des Weges vorlegen, wie sich die Eurozone entwickeln wird. Unser Ziel ist es, die griechische Krise einzubeziehen, um einen Quantensprung für eine Eurozone-Regierung zu erreichen. … Dieses Wort war einmal Tabu. [Jetzt] gehört es zum europäischen Wortschatz”. (22. July 2011).

    Bundeskanzlerin Merkel hat gesagt: „Die Schuldenkrise ist ein entscheidender Moment, eine Chance, einen neuen Weg zu gehen. Es gibt nun Zeit und Gelegenheit für einen Durchbruch zu einem neuen Europa… Das wird mehr Europa bedeuten, nicht weniger Europa.” (11.09.2011).

    Es gibt keinen Zweifel, dass jene, die die Macht innehaben, die Krise nutzen, um voranzugehen mit dem, was sie wollen. Unabhängig davon, was die Völker Europas wollen.

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten:Aktuell werden die wichtigsten Entscheidungen in der Euro-Zone von der Euro-Gruppe getroffen. Diese Gruppe ist keinem einzigen Parlament gegenüber verantwortlich. Sie ist kein Organ im Sinn der EU-Verfassung. Zeigt diese Entwicklung nicht, dass wir uns bereits mitten in einer Transformation hin zu weniger Demokratie in der EU bewegen?

    Patricia McKenna: Ja, dem würde ich zustimmen. Im Anschluss an das, was ich gerade gesagt habe, gibt es keinen Zweifel, dass die Eurogruppe eine Schlüssel-Einrichtung ist, an der man die Veränderungen erkennt. Die jüngsten Vertrags-Vereinbarungen sind ein Beleg für diese Tatsache. Das Finanz-Stabilitäts-Gesetz wird von vielen Mitgliedern der Eurozone als ein „permanenter Sparmaßnahmen-Vertrag“ für jene angesehen, die sich das am wenigsten leisten können. Dieses Gesetz untersagt den Regierungen jede Art von Anti-Rezessions-Konjunkturprogrammen im keynesianischen Sinne. Dies beeinträchtigt die demokratisch gewählten Regierungen in Bezug auf ihre eigenen nationalen Haushalte ganz entscheidend.

    Dann haben wir den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM-Vertrag). Dieser Vertrag legt einen permanenten Rettungsaktion-Fonds für die Länder der Eurozone auf, bei welchem alle Eurozonen-Mitglieder „unwiderruflich und bedingungslos“ im Verhältnis zu ihrem Brutto-Inlandsprodukt beitragen müssen. Zugang zu diesem Fonds erhält man nur, wenn man sich vorher zu dem finanzpolitischen Stabilitätsvertrag bekennt, den ich gerade erwähnt habe.

    Der ESM-Vertrag sieht einen ESM-Fonds vor, aus dem Gelder direkt an die Regierungen der Eurozone verliehen werden können. Der Vertrag von Maastricht hatte Bail-outs für Euro-Länder verboten. Eine Anfechtungsklage zu diesem Vertrag wurde von den EuGH im Fall Pringle abgelehnt (2012).

    Patricia Mary McKenna, ehemalige EU-Parlamentariern der Grünen, kämpft gegen die Militarisierung der EU. (Foto: European Parliament)

    Die Entscheidung des Gerichts ist in diesem Fall eine widersprüchliche Entscheidung. Sie zeigt zum einen: Vertragsänderungen werden durch das Gericht sanktioniert, wenn sie zu dem Gericht aufgetragenen, integrativen Agenda passen. Das Gericht hat eine politische Agenda. Diese ist in den Verträgen selbst begründet. Die Präambel und der erste Artikel der Verträge, die „den Prozess der Schaffung einer immer engeren Union“ begründen, sind ein Mandat für das Gericht, eine immer weitere Integration zu fördern.

    Das Ergebnis im Fall Pringle weist auf eines der grundlegendsten demokratischen Probleme innerhalb der EU hin: Sollte ein nicht gewähltes und niemandem verantwortliches Gericht ein politisches Programm umsetzen – oder sollte das Gericht nicht viel eher ein unparteiischer und unbefangener Deuter und Interpret der Gesetzer nach Lage der Dinge sein? Ich vertrete die Auffassung: Wenn die Richter die Integration vorantreiben, brechen sie ihren Eid.

    Das Urteil des EuGH könnte als Sprungbrett für eine weitere Wirtschafts-, Finanzunion und möglicherweise zu politischen Verflechtungen zwischen den Mitgliedstaaten führen.

    Doch hat das Pringle-Urteil noch einen anderen Effekt: Es eröffnet den Euroländern die Möglichkeit der Zusammenarbeit außerhalb der Rechtsordnung der EU. Pringle öffnet den Weg für eine Arbeitsteilung zwischen den Euro- und den nicht Euro-Ländern. Es bietet eine weitere Integration mittels Vereinbarungen außerhalb der Rechtsordnung der Union.

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten:Wir haben den Eindruck, dass die Nato immer stärker zum treibenden Faktor der Weiterentwicklung der EU ist. Halten Sie das auch für denkbar?

    Patricia McKenna: Ich glaube, dass die NATO seit jeher ein wichtiger Akteur im EU-Integrationsprozess war. Am Anfang war sie weniger sichtbar, aber das hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Nicht nur sind die aufstrebenden, militärischen Strukturen in der EU „beeinflusst“ durch die NATO. Sie sind „gesetzlich verpflichtet, mit dem nuklearen NATO-Bündnis in Einklang“ zu sein.

    Die NATO-Partnerschaft für den Frieden (PfP – Partnership for Peace) wurde speziell konzipiert, um jene Nationen an Bord zu bringen, die zurückhaltend waren, der NATO beizutreten. W. Perry und A. Carter, die Köpfe hinter der PfP, sagen in ihrem Buch „Preventive Peace“: „Das Ziel einer erneuerten Partnerschaft für den Frieden sollte die Erfahrung sein, der Partnerschaft so nah wie möglich zu kommen, in der militärischen Praxis und in der Erfahrung der Mitgliedschaft in der NATO. Die Partnerschaft für den Frieden kombiniert Übungen und andere militärische Aktivitäten und sollte vom früheren Fokus auf Friedenssicherung und humanitäre Operation zu wahren Kampfhandlungen fortschreiten“. PfP ist ein wesentlicher Baustein in der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungsidentität geworden, was die „schnelle Eingreiftruppe“ der EU dies aktuell zeigt.

    Die Verträge enthalten eine gegenseitige Verteidigungs-Klausel, die für alle Mitgliedsstaaten verbindlich ist. Darüber hinaus heißt es, „die Mitgliedsstaaten sollen zivile und militärische Fähigkeiten zur Verfügung stellen, zur Umsetzung der gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Die Mitgliedsstaaten verpflichten sich schrittweise, ihre militärischen Fähigkeiten zu verbessern.“

    Die Europäische Verteidigung-Agency (EDA), eine Agentur, die nach zwei Jahrzehnten Lobbyarbeit von Europas militärischer Industrie etabliert worden ist, ist Bestandteil der Verträge. Diese Agentur, die ohne öffentliche Debatte etabliert wurde und die Waffenhersteller begünstigt, hat eine signifikante Vertrags-Macht. Sie „soll einsatzbereite Anforderungen ermitteln, befördert Maßnahmen, erfüllt diese Anforderungen und beteiligt sich bei der Festlegung der europäischen Fähigkeiten und der Rüstungspolitik“.

    Sie macht Gewinne aus Kriegen und Kriegsvorbereitungen, und zu ihr gehören die einflussreichsten industriellen Interessen in Europa, der länderübergreifenden wirtschaftlichen Integration und der gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Der Vertrag anerkennt das NATO-Bündnis, zu dem 28 EU-Staaten gehören, und zwar als das wichtigste Forum zur kollektiven Verteidigung ihrer Mitglieder und sieht die EU-Militärpolitik als Ergänzung – aber getrennt von der NATO. Einige der 18 EU-Kampfeinheiten wurden bereits eingerichtet. Jede ist in der Lage, rasch 1.500 Mann aus verschiedenen Mitgliedsstaaten nach dem Rotationsprinzip bereitzustellen.
    Es gab bereits EU Militärinterventionen, mit dem Titel „friedensschaffend“ oder „friedenssichernd“ in Afrika, auf dem Balkan und im Nahen Osten. Diese Truppen tragen in diesen Missionen Uniformen der EU. Ihre Durchführung wird unterstützt von der Europäischen Verteidigungsagentur, dem Satellitenzentrum der EU und dem EU Military Committee (EUMC). Letztere befehligt ein 4-Sterne-General oder ein Chef-Admiral und überwacht den EU Militärstab (EUMS) in Brüssel.

    Insgesamt betrugen die Militärausgaben in den EU-Ländern 194 Milliarden Euro im Jahr 2010, das ist mehr als im Jahr 2001. Seit Jahrzehnten gibt Griechenland in der EU im Verhältnis zu seiner Größe und Einwohnerzahl das meiste aus für das Militär. Frankreich, Deutschland und Großbritannien sind die größten Waffenhersteller der EU. Während Deutschland und Frankreich auf die schärfsten Einschnitte im Sozialbudget Griechenlands bestehen, Portugal und Spanien dabei sind, ihre Schulden zurückzuzahlen, haben sie keinen Druck, die Militärausgaben zu senken. Die Rüstungsindustrie in diesen mediterranen Ländern würden das Nachsehen haben.

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten:Die EU versteht sich immer stärker als geopolitischer Faktor. Dazu benötigt sie immer mehr Zentralisierung und eindeutige, schnelle Kommandostrukturen. Wie können wir die Macht wieder den Bürgern zurückgeben?

    Patricia McKenna: Der EU und unsere Politiker haben sich zusammengeschlossen, um sicherzustellen, dass die Macht den Bürgern vorenthalten wird. Ein Beispiel hierfür ist die Tatsache, dass fast alle Vertragsänderungen ohne jegliche öffentliche Konsultationen durchgesetzt wurden. EU-Vertrags-Änderungen werden kaum mit Volksabstimmungen in den Mitgliedsstaaten durchgeführt. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass dies mit Absicht geschieht. Denn es gab einige Mitgliedsstaaten mit der Gelegenheit, abzustimmen und wo Vertragsänderungen abgelehnt wurden, wie z. B. Maastricht, Nizza, die EU-Verfassung und Lissabon.

    Die Menschen sind entweder gezwungen worden, wie es in Irland und Dänemark geschah, noch einmal abzustimmen, oder der Vertrag wurde zurückgezogen und ohne Änderung neu verpackt und durchgestimmt von der politischen Elite. So ist es in Frankreich und in den Niederlanden geschehen. Alle Vertragsänderungen haben die Rolle der Menschen und ihre demokratisch gewählten und rechenschaftspflichtigen Regierungen reduziert.

    Wir haben einen stetigen Rückgang der Bürgerrechte in der EU, während Lobbyisten die Ausarbeitung der Gesetze bestimmen. Wer sind die Alliierten für die Zivilgesellschaft, diese Entwicklung umzukehren?

    Es besteht kein Zweifel, dass die Bürgerrechte in der EU ernsthaft bedroht sind. Beispielsweise haben die Vertragsbestimmungen „Inneres“ zur Massen-Sammlung von E-mail-Nutzung, Handy Anrufen (einschließlich Ortung) und Internet-Nutzung bei 500 Millionen Einwohnern der EU geführt. Die EU-Vorratsdatenspeicherung verlangt vom Internet Service Provider, die Daten zu sammeln, damit sie für alle staatlichen Stellen in den 28 Mitgliedsstaaten verfügbar sind. Zugriff auf E-Mail- und Internet-Inhalte sollte von nationalen Justizbehörden erlaubt werden, obwohl die staatlichen Behörden das technologische Potenzial besitzen, die Inhalte jahrelang zu speichern. Die Informationen in diesen riesigen Daten-Banken werden regelmäßig gemeinsam mit den USA geteilt.

    Ich glaube, dass die Zivilgesellschaft eine kritischere Position zur EU einnehmen muss und nicht erschrecken darf vor den Begriffen wie „euroskeptisch“. Die EU-Propaganda-Maschine ist bis jetzt äußerst effektiv, um die wachsende Kritik aus der Mitte und von Mitte-links zu unterdrücken.

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten:In der Flüchtlingsfrage agiert die EU bereits wie eine militärische Macht. Wir halten die Behandlung der Flüchtlinge im Mittelmeer für einen großen Skandal. Flüchtlingsboote mit Waffen zu bekämpfen ist ein moralisches Desaster. Kann man daran erkennen, dass die EU nicht mehr zu ihren Gründungswerten steht?

    Patricia McKenna: Die Behandlung der Flüchtlinge im Mittelmeer ist meiner Meinung nach eine Verletzung des Völkerrechts. Allerdings zeigt sich die Festungs-Mentalität Europas seit vielen Jahren. Beispielsweise legt die Dublin-Verordnung die Regeln für die Entscheidung fest, welches Land zuständig ist für die Prüfung eines Asylantrags, so dass ein Antrag der Kläger auf Asyl in dem Mitgliedsstaat untersucht werden muss, in der Asylbewerber erstmals die EU betreten hat.

    Das Hauptziel dieser Verordnung ist es, sicherzustellen, dass Asylbewerber nicht in mehreren Mitgliedsstaaten einen Antrag stellen, und falls bei Antragstellung ihre Anwendung fehlschlägt, können sie ihr Glück nicht in einem anderen Mitgliedsstaat versuchen. Da der Mitgliedsstaat, in dem der Asylbewerber ankam, verantwortlich ist für den Umgang mit dem Menschen, ist es eine entscheidende Zielsetzung aller Mitgliedsstaaten zu vermeiden, dass sie das erste Land sind, wo der Asylantrag gestellt wird. Also versucht man, das zu umgehen bzw. dem zuvorzukommen und somit das Eindringen von Anfang an zu verhindern.

    Diese Regeln zwingen Asylbewerber zu Täuschungen. Sie bringen sich selbst in extreme Gefahr. So versuchen sie, ihren Weg zu verbergen, so dass das Land, in welchem sie zuerst ankamen, nicht identifiziert werden kann. Aber das Recht auf Asyl ist in dem Moment verletzt, wo militärische Mittel eingesetzt werden.

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten:In vielen Ländern sehen wir als Reaktion auf die Zentralisierung der EU das Entstehen von radikalen Parteien. Bewegen wir uns insgesamt auf eine radikalisierte Gesellschaft zu?

    Patricia McKenna: Die Entstehung neuer, radikalen Parteien ist ein direktes Resultat des Bemühens der EU in den vergangenen Jahrzehnten, zu vereiteln, dass Menschen kritisch sind und sich Gehör verschaffen wollen. Die EU-Institutionen haben Unsummen an Geld der EU-Steuerzahler verwendet, Propaganda-Kampagnen zu finanzieren, um jede Kritik zu untergraben. Wie ich bereits betonte, haben Menschen Angst, als Euroskeptiker benannt und den extremen Rechten zugeordnet zu werden. Sie müssen damit rechnen, einen mangelhaften Charakter angehängt zu bekommen. Diese Taktik war bis jetzt erfolgreich, weshalb Menschen, die sich politisch links oder Mitte-Links definieren, schwiegen – aus Angst vor Spott.

    Die Demokratie wurde in allen Mitgliedstaaten der EU untergraben und nun ist es an der Zeit, unsere Rechte und Freiheiten wieder zurückzuerhalten.

    Patricia McKenna ist heute Präsidentin der Europeans United for Democracy Die EUD veranstaltet am Samstag, den 27. Juni 2015, eine Diskussionsveranstaltung im Hotel Leonardo, Otto Braun Straße 90 am Alexanderplatz, in Berlin. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr. Patricia McKenna wird eine der Referentinnen sein.

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  • Die Banken-Mafia-EU zeigt die wahre Diktatur

    Die Banken-Mafia-EU zeigt die wahre Diktatur


    Das Griechenland Schauspiel ist zu Ende. Der Drei-Akter ist gespielt. Die Schauspieler treten aber nicht ab; sie bleiben auf der Bühne. Sie erläutern dem staunenden Publikum, dass ihre Beobachtungen ganz anders waren. Der Bösewicht, der die Erpressung initiiert hatte, war Griechenland selbst. Der Geheimpolizist aus dem Hintergrund war nicht Obama oder Lagarde, nein es war Varoufakis selbst. Und der Staatsanwalt und Richter war nicht Merkel oder Schäuble, nein das war Tsipras selbst. Das Publikum nimmt es staunend und verwundert zur Kenntnis. Eine Erpressung durch die illegitime und illegale, also eigentlich nicht existierende Euro-Gruppe unter der Oberaufsicht der Merkel und dem Exekutor Schäuble hat eigentlich nicht stattgefunden. Vielmehr haben die Griechen alles selbst initiiert, verursacht, durchgeführt und müssen deshalb auch die Lasten und die Beleidigungen ertragen.

    Von Henry Paul

    So mutieren kriminelle Politiker ohne Gewissen und ohne Scham zu Engeln und Rettern, die als Rettung die Versklavung, die totale Ausbeutung und die vollständige Zerstörung eines souveränen Staates, eines Volkes und einer Regierung betreiben und sich dafür auch noch loben. Der „american dream“ hat sich mittlerweile global zur „american exploitation“ gemausert. Initiiert von der US-Regierung, die ein Verbleiben der Griechen in der EU und der Euro-Gruppe diktatorisch verfügten. Durchgesetzt von den Vasallen-Verbrechern in der Eurogruppe, exekutiert und stringent durchgesetzt vom Goldmann Draghi und seinem Vertiefungshelfer Schäuble. Alle Werte der EU und alle Regeln des EUV / AEUV wurden auf den Kopf gestellt. Die EZB hat als politischer Akteur die Fed-Politik fortgesetzt. Die Kanzler-Mutti hat ihren Zerstörungswahn durch ihre unbeugsame Haltung ausgelebt und die Regierungs-Chefs der 18 anderen Euro-Gruppen-Mitglieder haben ganz einfach nachgebetet, was ihnen der Hintertreppen-Rollie vorgebetet hatte: Griechen zerstören, Griechen raus, Griechen Ex, Griechen totbeißen, Griechen bestrafen.

    Ja, liebe Leut: so ist die EU und der Euro. So geht Demokratie in beiden supranationalen, jedoch totalitären Gemeinschaften. Die Welt wird ganz einfach auf den Kopf gestellt – so wie die USA das seit geraumer Zeit schon global tun. Der Verbrecher ist der Retter, der Retter ist der Verbrecher. Keine Regel gilt mehr. Kein Gesetz kann diese Mafia-Bande stoppen. Kein Verstand bremst diese Kriminellen aus. Kein Parlament hat den Mumm, sich gegen diese Bande von Bankstern und Mafiosi zu stellen und dem Trauerspiel, das uns als Rettungs-Drei-Akter versprochen wurde, ein endgültiges Ende zu setzen.

    Europa, die EU, der Euro sind die Symbole der großkapitalistischen Mafia-Bande aus den USA. Eine skrupellose Zusammenballung der TSFC, die über Leichen gehen ohne Ende, die sich anmaßen, Millionen von Menschen ins Unglück laufen zu lassen, weil sie der Auffassung sind, dass Ihnen die Welt gehört, dass sie allein die Regeln setzen, dass sie die totale und totalitäre Verfügungsgewalt über alle Menschen haben. Diese Bande ist nicht nur kriminell, sondern sie ist auch tief krank, pathogen irre, gehört eingeliefert in die Geschlossene auf Ewig. Und ihre Helfer ebenso. Denn das sind keine Politiker mehr. Das sind keine Menschen mehr. Das sind keine ehrbaren Kreaturen mehr. Das sind Monster ungeahnten Wahns aus genetisch kranken Samen.

    Sie treten das griechische Volk in den Staub und nicht genug damit, sie treten auch noch nach und nehmen ihnen noch die Unterhosen weg. Sie befleißigen sich, der Welt zu erklären, dass sie das Recht dazu haben. Sie berühmen sich auch noch damit. Und sie haben keine Scham, sich im nächsten Augenblick mit den Latifundien und Ressourcen Griechenlands zu schmücken, weil sei es so gut wie kostenlos geraubt hatten. Das nennt man in deren Terminologie Rettung. Ich nenne das Feudal-Raubzug des Welt-Abschaums.

    viaDie Banken-Mafia-EU zeigt die wahre Diktatur | Contra Magazin.

  • »Die europäischen Nationen sind kaum noch souverän«

    »Die europäischen Nationen sind kaum noch souverän«


    Der Historiker Thierry Baudet gilt über die Niederlande hinaus als intellektuelles Wunderkind und als ein neuer Star der Konservativen. Mit seinem neuen Buch, »Der Angriff auf den Nationalstaat«, nötigt er selbst linken Politikern und Autoren Respekt ab. Baudet deckt in dem Werk schonungslos auf, wie Europas Elite die Nationalstaaten nach und nach zerstört. Markus Gärtner hat den Autor zu einigen der wichtigsten und aktuellsten Thesen in diesem Buch befragt:

    Herr Baudet, wie weit ist die organisierte Attacke auf die europäischen Nationalstaaten vorangeschritten?

    Ziemlich weit. Wenn Sie alle Übergriffe berücksichtigen, wie ich das in meinem Buch gemacht habe – darunter die Welthandelsorganisation, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, den Internationalen Strafgerichtshof, die Europäische Union – dann würde ich doch sagen: Die europäischen Nationen sind kaum noch souverän. Das bedeutet, dass deren Bürger praktisch keine demokratischen Rechte auf Selbstbestimmung mehr haben. Das bedeutet: Sie werden von einer post-nationalen Bürokratie regiert und nicht von gewählten Volksvertretern.

    Was hat Sie bewogen, dieses Buch zu schreiben?

    Ich wollte zwei grundlegende Konzepte politischer Organisation – die des Nationalstaats und die post-nationale, post-souveräne politische Ordnung, wie sie in den vergangenen Jahrzehnten entstanden ist – gegenüberstellen. Das war mein erstes Ziel.

    Ich will sehr klarmachen, dass wir es hier mit einer fundamental anderen Herangehensweise an das Regieren zu tun haben, die sich keineswegs nur auf die Europäische Union beschränkt (die im Gegensatz zu dem, was seit Jahrzehnten behauptet wird, keine eigene Gattung ist). Wir können das am Beispiel vieler supranationaler Institutionen sehen, die ganz im Widerspruch zu dem »westfälischen Staat« stehen, der sich gegen Ende des Mittelalters entwickelte.

    Mein zweites Ziel mit diesem Buch ist es deutlich zu machen, dass eine repräsentative Regierung und der demokratische Rechtsstaat nicht ohne ausreichenden sozialen Zusammenhalt und Souveränität funktionieren können – und dass die aktuellen Entwicklungen daher im Widerspruch zu den zwei wichtigsten Institutionen einer freien Gesellschaft stehen.

    Von wo geht die größte Bedrohung der Nationalstaaten aus?

    Ich denke, die zwei größten aktuellen Probleme sind der totale Verlust der Kontrolle über unsere öffentlichen Finanzen und unsere Grenzen. Beide gehen auf das Konto der Europäischen Union. Das erste Problem ist dem Euro zu verdanken. Das zweite verdanken wir den offenen Grenzen und der Einwanderung, die Brüssel seinen Mitgliedsstaaten aufzwingt.

    Warum bleiben Sie trotz allem zuversichtlich, was die Zukunft der Nationalstaaten angeht?

    Zum Ersten denke ich, dass Demokratie und das Prinzip des Rechtsstaates zwei sehr attraktive Institutionen sind. Meiner Ansicht nach empfindet die große Mehrheit der Menschen heutzutage so. Zweitens denke ich, dass man nationale Gefühle nicht so einfach vom Tisch wischen kann.

    Überall in Europa werden wir Zeugen eines wieder aufblühenden Patriotismus, der sich den Versuchen der post-nationalen Eliten, Grenzen abzuschaffen und nationale Identitäten aufzulösen, widersetzt. Es passiert immer wieder, dass sich Identitäten im Angesicht von Bedrohungen erneuern. Ich bin fest davon überzeugt, das ist genau das, was in Europa derzeit geschieht.

    Warum ist es für Europa vorteilhaft, seine nationalen Grenzen beizubehalten?

    Weil sie die Ausübung von Demokratie und des Rechtsstaats ermöglichen – die zwei wichtigsten Institutionen einer freien Gesellschaft.

    In Europa versuchen mehrere Landesteile, sich vom bestehenden Nationalstaat abzuspalten, Schottland und Katalonien zum Beispiel. Stärken solche Bestrebungen den Nationalstaat, oder schwächen sie ihn?

    Mein Buch stellt eine Verteidigung des Nationalstaates als ein Modell dar, es verteidigt nicht existierende politische Arrangements. Es gibt vom Prinzip her keine Einwände dagegen, dass sich bestehende Nationalstaaten in zwei oder mehr Teile aufspalten.

    Das Entscheidende ist, dass nationale Identität und Eigenstaatlichkeit Hand in Hand gehen. Aber niemand sagt, dass aktuell existierende Staaten unbedingt unverändert fortbestehen müssen, wenn sie vom Volk als unbefriedigend empfunden werden, so wie das derzeit zum Beispiel in Flandern und in der Wallonischen Region der Fall ist.

    Europa wird derzeit von einer Flüchtlingswelle überwältigt. Wie wird sich das auf die Nationalstaaten auswirken? Wird in den jeweiligen Staaten der kulturelle Kompass zerstört, oder wird es zuvor zu nationalistischen Aufwallungen kommen?

    Ich bin sehr besorgt über die massenhafte Einwanderung, die sich derzeit über Europa ergießt. Die Europäische Union verhindert eine Lösung, weil sie ihren Mitgliedsstaaten die Freiheit genommen hat, die Lösung selbst in die Hand zu nehmen, während Brüssel unfähig ist, angemessen auf den Zustrom zu reagieren.

    Wenn wir nicht schnell die Masseneinwanderung aus dem Norden Afrikas stoppen, werden die sozialen Spannungen, die wir schon heute sehen, rasant eskalieren. Und das könnte Konflikte von besorgniserregendem Ausmaß zur Folge haben.


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    via»Die europäischen Nationen sind kaum noch souverän« – Kopp Online.