Meine Meinung: das ist krank und muss ein Ende haben. Keine Kriege mehr! Schluss mit dieser internationalen und aggressiven Einmischung. Es bringt nur Leid und Tote und Gewalt die zurück kommt. Leider geht es nur um Geld, Macht und Rohstoffe. Schluss damit!
Hier nun der Bericht:
Wie das Bundesverteidigungsministerium berichtet, kostete der 13-jährige Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr insgesamt 8,8 Milliarden Euro. Ganze 54 der über 4.700 eingesetzten Soldaten verloren dabei ihr Leben.
Von Marco Maier
Billig war der Bundeswehr-Einsatz im Rahmen der ISAF-Mission in Afghanistan nicht. Wie die „Tagesschau“ unter Berufung auf das Bundesverteidigungsministerium berichtet, kostete der Einsatz insgesamt 8,8 Milliarden Euro. Zum Ende des Einsatzes wurde Material im Wert von 28 Millionen Euro entweder verkauft, verschrottet oder an die Streitkräfte, Behörden oder Hilfsorganisationen verschenkt. Ausrüstungsgegenstände im Wert von vier Millionen Euro wurden aus „Sicherheitsgründen“ zerstört.
Den afghanischen Behörden seien jedoch keine Waffen aus den dort verwendeten Bundeswehrbeständen überlassen worden. Aus Angst, Fahrzeuge könnten etwa für Selbstmordattentate genutzt werden, hat die Bundeswehr sogar etliche Fahrzeuge zerstört – darunter sogar 200 Geländewagen vom Typ „Wolf“. Dabei handelt es sich um eine Militärversion der Mercedes G-Klasse.
Um die 1.161 Fahrzeuge und 2.465 Container wieder nach Deutschland zu verschiffen, gab die Bundeswehr insgesamt 66 Millionen Euro aus. Spezielle Waffensysteme wurden demnach bei insgesamt 66 Direktflügen transportiert, da der NATO-Partner Türkei keine scharfen deutschen Waffen auf dem eigenen Territorium wollte.
Das wird wohl auch in Deutschland nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Die Entscheidung des französischen Verfassungsrats steht fest: Kinder müssen gegen Tetanus, Diphterie und Kinderlähmung geimpft werden. Erziehungsberechtigte die das nicht tun, müssen mit Bußgeldern und gar Haftstrafen rechnen.
Von Marco Maier
Das Gesetz zur Impfpflicht ist nach der Entscheidung des französischen Verfassungsrats (Conseil Constitutionnel) mit der Verfassung des Landes vereinbar. Damit sind die Erziehungsberechtigten in Frankreich weiterhin verpflichtet, ihre Kinder gegen Tetanus, Diphterie und Kinderlähmung impfen zu lassen.
Wer gegen die Impfpflicht verstößt, dessen Kindern kann der Besuch von Kindergärten und Schulen verweigert werden. Zudem drohen den Erziehungsberechtigten Geldstrafen in Höhe von bis zu 30.000 Euro, sowie Haftstrafen von bis zu zwei Jahren. Frankreich ist damit eines von sehr wenigen Ländern, in denen Impfverweigerer mit harten Strafen zu rechnen haben.
Ein Ehepaar aus Auxerre hatte den französischen Verfassungsrat am 15. Januar mit einer „vorrangigen Frage zur Verfassungsmäßigkeit“ befasst. Marc und Samia Larère argumentierten dabei, der Impfzwang verstoße gegen das in der Verfassungspräambel verbürgte „Recht auf Gesundheit“. Sie haben sich geweigert, ihre Tochter im Alter von drei Jahren impfen zu lassen, weil sie schädliche Nebenwirkungen des Impfstoffs befürchten. Auch ihr zwei Jahre alter Sohn wurde nicht geimpft.
Aus diesem Grund hatte die Behörde zum „Mutter- und Kinderschutz“ (PMI) im Oktober 2014 Strafanzeige erstattet. Allerdings setzte das Strafgericht in Auxerre das Verfahren aus um es dem Verfassungsrat vorzulegen, welcher sich dann damit befassen musste. Da dieser nun die Impfpflicht bestätigte, werden sich die beiden Eltern nun wieder vor dem Strafgericht verantworten müssen.
Das Gremium argumentierte in seiner Begründung, das „Recht auf Gesundheit“ beinhalte den Schutz der Bürger vor schweren und ansteckenden Krankheiten wie Diphterie, Tetanus und Kinderlähmung. Damit sei es dem Gesetzgeber überlassen, die beste Art und Weise festzulegen, diesen Schutz zu gewährleisten. Die allgemeine Impfpflicht, die im Einzelfall bei medizinischen Bedenken aufgehoben werden könne, verstoße somit nicht gegen die Verfassung.
Gleiches Spiel, anderer Kontinent: Venezuela wehrt sich und bietet Washington die Stirn. Nicolás Maduro, seines Zeichens Präsident Venezuelas, hat einen Brief an das US-amerikanische Volk verfasst. Dieser wurde am Dienstag in der New York Times veröffentlicht. In dem Brief betont Maduro, die langjährige, historische Freundschaft mit der Bevölkerung der USA und kritisiert vehement die Einmischung der USA in die inneren Angelegenheiten Venezuelas durch US-Sanktionen sowie den Präsidentenerlass von Obama, der Venezuela zu einer Bedrohung der nationalen Sicherheit erklärt (Executive Order, 09-15-2015).
Wir sind das Volk Simón Bolívars und glauben an den Frieden und an den Respekt gegenüber allen Nationen der Welt.
Freiheit und Unabhängigkeit
Vor mehr als zwei Jahrhunderten gründeten unsere Väter eine Republik auf der Basis, dass alle Personen frei und gleich vor dem Gesetz seien.
Unsere Nation hat die größten Opfer gebracht, um den Südmerikanern ihr Recht zu sichern, ihre Regierenden zu wählen und heute ihre eigenen Gesetze anzuwenden.
Deshalb erinnern wir immer an das historische Erbe unseres Vaters: Simón Bolívar; ein Mann, der sein Leben gab, damit wir ein Vaterland der Gerechtigkeit und Gleichheit erben.
Wir glauben an den Frieden, die nationale Souveränität und das internationale Recht
Wir sind ein friedliebendes Volk. In zwei Jahrhunderten Unabhängigkeit haben wir nie eine andere Nation angegriffen. Wir sind ein Volk, das in einer Region des Friedens lebt, frei von Massenvernichtungswaffen und mit Religionsfreiheit. Wir verteidigen den Respekt vor dem internationalen Recht und vor der Souveränität aller Völker der Welt.
Wir sind eine offene Gesellschaft
Wir sind ein arbeitendes Volk, wir kümmern uns um unsere Familie und praktizieren die Religionsfreiheit. Unter uns leben Einwanderer aus der ganzen Welt, die in ihrer Verschiedenheit respektiert werden. Unsere Presse ist frei, und wir sind begeisterte Nutzer der sozialen Netzwerke im Internet.
Wir sind Freunde des Volkes der Vereinigten Staaten von Amerika
Die Geschichte unserer Völker war von Beginn an verbunden durch unsere Kämpfe zur Erringung der Freiheit. Francisco de Miranda, ein venezolanischer Held, teilte mit George Washington und Thomas Jefferson in den ersten Jahren der Entstehung der US-amerikanischen Nation die Ideale der Gerechtigkeit und Freiheit, die grundlegende Konzepte in unseren Unabhängigkeitskämpfen waren. Wir teilen die Idee, dass die Freiheit und Unabhängigkeit fundamentale Elemente für die Entwicklung unserer Nationen sind.
Die Beziehungen zwischen unserer Völkern waren immer von Frieden und Respekt geprägt. Historisch haben wir Handelsbeziehungen in strategischen Bereichen. Venezuela ist ein verantwortungsvoller und zuverlässiger Lieferant von Energie für das nordamerikanische Volk. Seit 2005 hat Venezuela über unser Unternehmen CITGO Heizöl zur Unterstützung armer Gemeinden in den USA verteilt. Dieser Beitrag hat Zehntausenden US-Bürgern geholfen, unter schwierigen Bedingungen zu überleben, gab ihnen eine sehr wichtige Erleichterung und die Hilfe in Notzeiten und hat gezeigt, wie die Solidarität starke Bündnisse über Grenzen hinweg schaffen kann.
Bis zu 30.000 Euro für einen einzigen Vortrag: So viel kassieren einige Bundestagsabgeordnete,
wenn sie auf Einladung von Unternehmen auftreten. Das Geld erhalten sie privat – für etwas, das zur Kernaufgabe ihrer Abgeordnetentätigkeit gehört. Schluss damit! [1]
von Martin Reyher
Steinbrück: Marcus Dewanger CC BY 2.0 | Fuchs: Werner Schüring CC BY-SA 3.0 DE
Der schwarz-rote Koalitionsvertrag war kaum unterschrieben, da machte Jens Spahn sich auf den Weg zum “GKV-Infotag”, dem Branchentreff für Kliniken und Krankenhäuser. 45 Minuten waren für den Gesundheitsexperten von CDU/CSU reserviert, um die Branchenvertreter über die Pläne der Großen Koalition ins Bild zu setzen – mit “Informationen aus erster Hand”, wie der Veranstalter Comline AG, ein privater Gesundheitsdienstleister, zuvor in einer Broschüre nicht ohne Stolz angekündigt hatte.
Für den Vortragsredner Jens Spahn hatte sich der Ausflug im Februar 2014 nach Dortmund vor allem in finanzieller Hinsicht gelohnt: Zwischen 3.500 und 7.000 Euro, so ist auf der Parlamentshomepage nachzulesen [1] , zahlte ihm die Comline AG dafür, dass er den anwesenden Vertretern u.a. von privaten Klinkkonzernen und Consultingfirmen die Regierungspolitik der kommenden Jahre erläuterte.
Unter den Honorarrednern im Deutschen Bundestag gehört Spahn damit ins mittlere Preissegment. Für Politiker wie Linken-Fraktionschef Gregor Gysi oder Ex-Finanzminister Norbert Röttgen (CDU) sind Unternehmen bereit, bis zu 15.000 Euro pro Vortrag zu zahlen. Noch teurer ist der frühere Finanzminister Peer Steinbrück: 25.000 Euro kann sein Gastspiel kosten, wie der SPD-Politiker vor einiger Zeit unter dem Druck der Öffentlichkeit offenbarte. [3] In einer Liga mit Steinbrück spielt, jedenfalls was die Honorarhöhe angeht, Unionsfraktionsvize Michael Fuchs, der zuletzt von dem fragwürdigen Privatnachrichtendienst Hakluyt & Company für einen Vortrag bis zu 30.000 Euro erhielt [4] (auf die Merkwürdigkeit, dass der regelmäßige Gastredner Fuchs von Hakluyt für den jeweils letzten Vortrag eines Jahres ein besonders hohes Honorar kassiert, hatten wir schon für die Jahre 2010, 2011 und 2012 hingewiesen.) [5]
13.300 € gibt’s vom Steuerzahler, um Politik zu erklären – und eine Bahncard 100 obendrauf
Die Frage ist, warum Abgeordnete überhaupt (privat) Geld dafür erhalten, dass sie Politik erklären?! Für die eigene Position zu werben, sich mit konträren Meinungen auseinanderzusetzen, politische Zusammenhänge zu veranschaulichen: dies gehört zu den Kernaufgaben eines Parlamentariers. Damit ein Abgeordneter dies tun kann, erhält er von den Bürgerinnen und Bürgern jeden Monat 9.082 Euro in Form von Diäten plus eine steuerfreie Kostenpauschale in Höhe von 4.267 Euro, also unter dem Strich gut 13.300 Euro. Obendrauf gibt es noch eine Bahncard 100, um auch in entlegenden Winkeln der Republik Politik erklären zu können.
Vor allem um Steuerhinterziehung zu vermeiden und illegale Geschäfte zu reduzieren, gilt in Italien bereits seit einigen Jahren eine Beschränkung bei Barzahlungen. Nun zieht ab September auch Frankreich nach, wie Finanzminister Sapin ankündigte.
Von Marco Maier
Der Kampf gegen das Bargeld geht weiter, bis irgendwann das Ziel der totalen monetären Kontrolle über die Menschen erreicht ist. Umso mehr wird verständlich, warum immer mehr Politiker Barzahlungen den Ruf des Verruchten anhängen wollen. Denn nur Verbrecher und Gauner würden bar zahlen. Barzahlungen ab 1.000 Euro sind deshalb ab September auch in Frankreich nicht mehr erlaubt. In Italien ist das schon seit Jahren der Fall.
Für Michael Sapin ist klar, dass eine solche Beschränkung vor allem in Sachen Antiterrorkampf und gegen die Geldwäsche sinnvoll sei. Allerdings ist dies nur ein vorgeschobener Grund. Einerseits möchte man so natürlich versuchen, die Steuereinnahmen ordentlich zu erhöhen. Andererseits kann man so – siehe Kenneth Rogoff – hohe Negativzinsen zur Enteignung auf breiter Front durchsetzen.
Denn wenn die Zinsen negativ sind und das Geld auf der Bank damit immer weniger wird, ist der Griff zum Bargeld natürlich die bessere Alternative. Doch wenn es kein Bargeld mehr gibt, werden die Ersparnisse immer weniger, so dass die Leute ihr Geld lieber verkonsumieren. Das ist ebenfalls eine Möglichkeit, die Wirtschaft – via „Zwangsmaßnahme“ – wieder anzukurbeln.
Hinzu kommt der Umstand, dass man bei einem rein digitalisierten Geldsystem jede Transaktion nachvollziehen kann. Auch wenn man zum Beispiel nur indirekt (über die Daten der elektronischen Registrierkassen) nachvollziehen könnte, was eine Person in einem Geschäft gekauft hat, so ergibt sich daraus dennoch ein umfangreiches Profil. Es wäre der nächste Schritt zum gläsernen Menschen.
Nach dem Erfolg des ersten Buches „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“ setzt dieses Buch neue Akzente.
Unter anderem erhält der Leser Antworten auf folgende ungeheuerliche Fragen:
– Welcher Geheimplan steckt hinter der Umerziehung des deutschen Volkes?
– Warum musste Jörg Haider sterben?
– Geldschöpfung der Banken – Lizenz zum legalen Betrug?
– Wer steckt wirklich hinter den Anschlägen vom 11.09.2001?
– Steht ein Geheimorden hinter den amerikanischen Präsidenten?
– Arbeiten deutsche Medien im Interesse eines Geheimdienstes?
u.v.m.
Wie bereits beim ersten Buch verbindet der Autor auch wieder gekonnt komplexe politische mit spirituellen Themen.
Gleichzeitig befasst sich Heiko Schrang aber auch wieder mit folgenden Fragen und bietet praktische Tipps und Lösungen an, die Ihr Leben verändern können:
– Wie bestimmen Gedanken unser Leben?
– Was ist der Sinn des Lebens?
Das Hörbuch ist im hochwertigen 6-CD-Set und als MP3 Download erhältlich, Laufzeit: ca. 350 Min.
Mit einer bunten Menschenkette stehen wir am 25. April an der Kante von Europas größtem Tagebau – sei dabei!
Nun ist klar, wieviel wir am 25. April 2015 erreichen können: Wirtschaftsminister Gabriel legte Eckpunkte für ein Gesetz vor, wie er die klimaschädlichsten Kohlekraftwerke vom Netz nehmen will. Das durchzusetzen wird verdammt hart: Die Kohlelobby in der CDU geißelte Gabriels Pläne sofort als “unterirdisch”, das werde “sie so nicht mittragen.”
Um den Kohleausstieg auch gegen die Kohlelobby durchzusetzen, müssen wir am 25. April zu Tausenden am Grubenrand stehen.
Man kann sie mögen oder nicht, die Aussagen im Video sind richtig. Und ich bin weder ein Linker, noch Fan der Blockupy Bewegung. Aber ansehen lohnt.
Der Blockupy-Aktionstag am 18.03.15 in Frankfurt am Main bot neben den Krawallen auch zahlreiche kapitalismus-kritische Reden. Es sprachen die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der LINKEN Sahra Wagenknecht, die kanadischen Schriftstellerin und Globalisierungskritikerin Naomi Klein, der Podemos-Mitbegründer Miguel Urban, sowie der Kabarettist Urban Priol. Auch ein Vertreter der griechischen Syriza-Partei sprach bei der Kundgebung unweit vom neuen Prachtpalast der EZB.
Sahra Wagenknecht formulierte anlässlich des Umzugs der europäischen Zentralbank innerhalb der Main-Metropole einen Aufsatz, in welchem sie mit den Finanzoligarchen abrechnet:
Blockiert die neoliberale Festung Europas
von Sahra Wagenknecht
Am Mittwoch, dem 18. März, werden wieder tausende Menschen in Frankfurt gegen die unsoziale und undemokratische Totsparpolitik in Europa demonstrieren. Der Ort des Protestes könnte nicht besser gewählt sein: Die Europäische Zentralbank ist die mächtigste Institution der EU. Sie ist die Herrin über unser Geld, eine undemokratische Schattenregierung, die ihre Macht gnadenlos ausnutzt, um linke Politikansätze bereits im Keim zu ersticken. Das Programm der EZB lässt sich auf einen Begriff bringen: Es geht um den „shareholder value“, um die Interessen der Aktionäre, der reichen Oligarchen, der Hedgefonds und Zombiebanken, denen die EZB Billionensummen in den Rachen schmeißt, während die Spargroschen der Mittelschicht durch die Niedrigzinspolitik immer mehr zusammenschrumpfen und der einfachen Bevölkerung gnadenlose Lohn- und Sozialkürzungen diktiert werden.
Der Aufstieg der EZB zur „einzig funktionierenden europäischen Regierung“ (Handelsblatt) ist die Folge massiven Politikversagens in Deutschland und Europa. Wahrscheinlich wäre die Eurozone bereits auseinandergebrochen, wenn die EZB im September 2012 nicht angekündigt hätte, im Notfall unbegrenzt Staatsanleihen europäischer Krisenländer zu kaufen. Erst mit diesem Schritt konnte die massive Finanzspekulation gegen zahlreiche Euroländer eingedämmt und deren Kreditkosten wieder gesenkt werden. Doch für diese Art der Eurorettung musste die Bevölkerung teuer bezahlen, denn im Gegenzug mussten sich die Länder drastischen Sozialkürzungen und neoliberalen „Reformprogrammen“ unterwerfen. Vom Ideal einer unabhängigen und unparteiischen Institution hat sich die EZB im Zuge des Krisenmanagements immer weiter entfernt. Stattdessen mischt sie sich immer dreister in die Regierungspolitik einzelner Länder ein, obwohl ihr das nach europäischem Recht verboten ist. Zum Beispiel wurden Irland und Zypern massive Kredite aufgenötigt, mit denen private Gläubiger „gerettet“ und die Kosten dafür der einfachen Bevölkerung aufgebürdet wurden. Aber auch die spanische oder die italienische Regierung erhielten Drohbriefe von der EZB mit Forderungen nach Haushalts- und Rentenkürzungen sowie neoliberalen „Reformen“ der Arbeitsmärkte à la Hartz.
Wie die EZB ihre Macht missbraucht, um eine gewählte Regierung zu Fall zu bringen und unsoziale Reformen zu erpressen, sehen wir derzeit am Beispiel Griechenlands. Auf den Wahlsieg von Syriza reagierte die EZB mit einer Verschlechterung der Kreditkonditionen und droht der griechischen Linksregierung inzwischen ganz offen damit, den dortigen Banken den Geldhahn abzudrehen. Auch mit dem billionenschweren Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen, das in diesem Monat angelaufen ist, soll der griechischen Regierung das Wasser abgegraben werden. Denn bei diesem Programm geht es nicht nur um die Bekämpfung gefährlicher Deflationstendenzen. Gleichzeitig werden die Staaten der Eurozone vor den ökonomischen Folgen eines möglichen »Grexit« abgeschirmt, was die Verhandlungsposition der griechischen Regierung massiv schwächt. Gipfel des Irrsinns ist, dass mit Griechenland und Zypern ausgerechnet jene Länder vom Aufkaufprogramm der EZB ausgeschlossen sind, die es am dringendsten benötigen würden.
Die EZB könnte die griechische Krise von heute auf morgen beenden, wenn sie eine Umschuldung ermöglichen und mit langfristigen und zinsgünstigen Krediten unter die Arme greifen würde, statt ihre Macht für eine widerliche Erpressungspolitik zu missbrauchen. Die EZB könnte ganz Europa auf einen nachhaltigen Wachstumskurs bringen und die Deflation bekämpfen, ohne dass die Sparguthaben der Mittelschicht aufgezehrt, neue Spekulationsblasen produziert werden und darüber hinaus ein globaler Währungskrieg angeheizt wird.
Die unsozialen Spardiktate der »Institutionen« EZB, IWF und EU-Kommission müssen endlich durch eine Investitionsoffensive ersetzt werden, die sinnvolle Arbeitsplätze schafft und den sozialökologischen Umbau vorantreibt. Die EZB kann und sollte die nötigen Mittel für ein solches Aufbauprogramm bereitstellen, statt eine Billion Euro in die Finanzmärkte zu pumpen und damit wieder nur die Reichsten zu mästen. Die Europäische Zentralbank ist die neoliberale Festung Europas, die von der Bevölkerung immer höhere Tribute verlangt. Diese Festung muss geschleift werden, damit der Weg für ein soziales und demokratisches Europa frei werden kann. In diesem Sinne: Blockieren wir gemeinsam die neoliberale Festung Europas, demonstrieren wir gemeinsam gegen die unsoziale europäische Kürzungs- und Privatisierungspolitik! [1]
Kranke Finanzwelt. Kranke US-Regierung. Nahezu alles wird künstlich und krampfhaft am Leben erhalten. Aber die Blase wird platzen. Das ist naturgemäß so. Und gut so. Kanns kaum erwarten. Gruss Harley
Am 9. März 2015 unterzeichnete Barrack Obama einen Exekutiv-Befehl, der Venezuela als “Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA” einstufte. Nach einer schier endlosen Geschichte von Einmischung, Ausplünderung und Unterdrückung der mittel- und südamerikanischen Staaten war das wohl der berühmte Tropfen, der das Faß überlaufen ließ. Wie ein Mann standen die Länder auf, von überall her prasselten Beschwerden herein, die sozialen Netzwerke glühen und der Widerstand formiert sich.
Die Begründung für diesen Schritt der US-Administration war, daß die Demokratie in Venezuela nicht der amerikanischen Vorstellung entsprechen würde und die Einschüchterung der Oppositionellen in Venezuela der USA “Sorgen bereite”. Bei diesen Oppositionellen handelt es sich aber hauptsächlich um Aktivisten und Betreiber der NGOs (wie z.B. “Open Democracy” oder “Transparency Now!” von George Soros), die von Soros und den USA finanziert werden, um die Regierung des Landes zu stürzen und US-gesteuerte Politiker einzusetzen.
Tatsächlich ist dieser Exekutiv-Befehl Obamas ja nicht nur eine unglaubliche Arroganz der selbsterklärten Weltregierung. Obama hatte vor der Kamera in nicht zu überbietender Selbstherrlichkeit konstatiert, die USA müßten eben bisweilen in anderen Ländern intervenieren, wenn die nicht das tun wollen, was die USA von ihnen verlangt.
In diesem Interview mit dem Sender “Fox” erklärt Barack Obama, die Tatsache, daß die USA die Weltmacht Nummer 1 sei, erfordere bisweilen (wörtlich) »den Ländern den Arm herumzudrehen, die nicht tun, was wir von ihnen verlangen« (Minute 2:15)
Die Erklärung Venezuelas zu einer “Bedrohung der nationalen Sicherheit” ist im Prinzip eine Kriegserklärung an das südamerikanische Land, weil es nicht unterwürfig genug ist. Das bedeutet nicht nur brutale Sanktionen und Not und Elend für das Volk. Es beinhaltet auch militärische Aktionen und massive Einmischungen bis zum gewaltsamen Sturz der Regierung, um willfährige Marionetten einzusetzen.
Das ist keine Vermutung, das ganze Programm ist schon lange im Gang. Während einer Rede zu Ehren des 198. Geburtstags den venezolanischen Generals und Volkshelden Ezequiel Zamora nannte der venezolanische Präsident Nicolas Maduro die Dinge beim Namen. Er beschuldigte Jo Biden, und Barrack Obma, in Venezuela einen blutigen Umsturz anzuzetteln und bereits umfangreiche Vorbereitungen dazu getroffen zu haben. Die entsprechenden Umsturz-Organisationen agieren schon einige Zeit sehr aktiv in Venezuela.
Mit der Heimholung des venezolanischen Staatsgoldes aus den Tresor-Gewölben der FED (Federal Reserve Bank) im letzten Jahr hat sich Venezuela beim von der FED gesteuerten US-Imperium keine Freunde gemacht. Das war damals noch unter Hugo Chavez geschehen, der noch vor seinem Krebstod äußerte, er habe den Verdacht, daß seine Krebserkrankung “durch äußere Einwirkung” hervorgerufen worden sei. Nicolás Maduro war von 2006 bis Januar 2013 Außenminister und ab Oktober 2012 Vizepräsident Venezuelas. Nach dem Tod von Hugo Chávez am 05. März 2013 übernahm er dessen Amt bis zu den Präsidentschaftswahlen am 14. April 2013, als er mit 50,66 Prozent der Stimmen zum neuen offiziellen Staatsoberhaupt Venezuelas gewählt wurde. Herhören “West-Demokratie”! 50,66 % = Das sind Ergebnisse, von denen ihr nur träumen könnt!
Während einer Rede am 16. März 2013 erklärte Maduro, dass Chávez der unsterbliche Kommandant des venezolanischen Volkes sei. Im Mai letzten Jahres sagte Präsident Nicolas Maduro während seiner TV-Sendung “En Contacto Con Maduro” (in Kontakt mit Maduro), daß sein Land zusammen mit China an einer multipolaren Welt arbeite, mit gleichberechtigten Beziehungen und fairen Gewinnbeteiligungen. Doch das können die USA und die Globalisierung-Extremisten nicht dulden. Die Konkurrenz der BRICS-Länder, denen Venezuela beigetreten ist, ist ein Gegenentwurf zum US-Unterdrückungssystem und eine ernste Gefahr für die USA.
Im Falle einer US-Invasion in Venezuela wird sich Bolivien auf die Seite Venezuelas stellen. Dies sagte Boliviens Präsident Morales während einer Dringlichkeitssitzung der ALBA und forderte andere Staatschefs Lateinamerikas dazu auf, “näher zusammenzurücken”.
“Evo morales 2 year bolivia Joel Alvarez“, Joel Alvarez (Joels86), Lizenz: CC BY 3.0 via Wikimedia Commons.
Boliviens Präsident Evo Morales warnte, dass die USA im Falle einer Aggression gegen Venezuela “einen hohen Preis bezahlen” müssten. Er forderte US-Präsident Barack Obama zudem dazu auf, sich für die kürzlich getroffenen Aussagen, Venezuela stelle eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA dar, zu entschuldigen. Zudem sagte er, sein Land sei bereit gegen die USA zu kämpfen, wie Sputnik meldet.
“Bolivien ist das geliebte Kind von Simon Bolivar und bereit für dieses Land zu kämpfen und jede Aggression gegen Venezuela durch die Vereinigten Staaten abzuwehren”, wurde Morales vom Nachrichtenportal Noticias24 zitiert. Die Aussage traf er offenbar während einer Dringlichkeitssitzung der “Bolivarianischen Allianz für die Völker unseres Amerika” (ALBA), einem Wirtschafts- und Politikbündnis von neun lateinamerikanischen Staaten.
“Angesichts einer solchen Bedrohung ist dies ein perfekter Moment für uns, noch näher zusammenzurücken”, sagte der Präsident. Er fügte hinzu, dass er die USA lieber als wahren Verteidiger des Friedens sehen würde, und nicht als ein Land, das seine globale Herrschaft mit Gewalt aufrecht erhält.
“Ich möchte Ihnen sagen, dass diese Einheit [ALBA] gestärkt werden sollte, denn ich glaube wirklich, dass die Vereinigten Staaten Angst haben vor dem Prozess einer demokratischen, friedlichen und wirtschaftlichen Befreiung Lateinamerikas und der Karibik”, so Morales weiter.
Boliviens Präsident steht Washington spätestens seit dem gescheiterten Putschversuch im Jahr 2008 extrem kritisch gegenüber. Morales hatte seinerzeit direkt die Bush-Regierung beschuldigt, den Staatsstreich in Auftrag gegeben zu haben.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.