Oktoberfest 2014


Hi Leute, das war ein irres Fest…

Oktoberfest war wieder angesagt – klar, dass der Wiesn-Besuch mit dem Bike erfolgte! Und unsere Freunde aus München waren auch gleich noch dabei. Ein tolles Wochenende in weiß-blauem bayrischem Flair konnte beginnen…

Der Herbstanfang versöhnte uns zunächst mit trockenem, in den folgenden Tagen sogar mit sonnigem Wetter. Am Treffpunkt in der Nähe von Weißenfels waren die Ersten bereits vor Ort, als plötzlich bemerkt wurde, es handelt sich doch um die falsche Aral- Tankstelle. So erreichten nicht alle Member den richtigen Treffpunkt um 9 Uhr. Mit einer kleinen Verspätung ging es Richtung Zeitz, Gera zu unserem ersten Stopp in Hof. Ein Original Wärschtlamo empfing uns direkt am Rathaus und berichtete voller Stolz von der Geschichte dieser mittelalterlichen Stadt. Das Umland und die Stadt laden sicherlich zu einer eigenen Tour ein. Leider nur auf der Durchreise, lösten wir unsere Wärschtle Gutscheine ein und waren überrascht, wie lecker die schmeckten. Mit viel Senft ( die Hofer sprechen hier tatsächlich ein hartes t) holten sich einige von uns sogar einen Nachschlag.

Weiter ging es mit Getöse in Richtung Waldsassen. Die Strecke wurde jetzt immer interessanter und abwechslungsreicher. Kaum gerade Straßen und weniger Verkehr waren der Lohn für eine individuelle Streckenplanung. In Waldsassen besuchten wir das Haupthaus von Lebkuchen Rosner. Probierteller mit den feinen Produkten standen bereits auf dem Tisch und die Vorweihnachtszeit konnten wir förmlich riechen und schmecken. Gestärkt ging es zum Hotel Hecht und der “Weiberwirtschaft” rund um Roding in der Oberpfalz. Die Wirtsleute freuten sich über unseren neuerlichen Besuch und spendierten uns gleich einen ganzen Kasten Bier. Der Shuttlebus war wieder überdimensioniert und wir flirteten schon auf der Hinfahrt mit der Busfahrerin um die Wette. Gegen 22 Uhr ging es in das Hotel zurück. Schließlich stand am nächsten Tag der Wies’n Besuch an und Kräfte mussten gespart werden.

Pünktlich um 8:15 Uhr starteten wir nach Ismaning. Alles lief perfekt. Bereits um 11:18 Uhr waren wir im Zug. Umgezogen, die meisten in Tracht, erreichten wir das Augustiner Festzelt. Ralf, Andy und Gerhard (unsere Münchner Harley Freunde) erwarteten uns bereits am reservierten Tisch und so ging es gleich los mit einer Maß und no einer Maß und….. Naja der Rest dürfte bekannt sein. Wir lachten viel und gingen zusammen noch über die Wies’n, wo von den Fahrgeschäften reger Gebrauch gemacht wurde. “Leider geil” war das Motto und so genossen wir die Cocktails, Weiber und das Essen. Am Steckerlfischstand bei der Fischer Vroni und dem neuen Marstall Zelt ging unser Wies’n Besuch leider zu Ende. Im Hotel angekommen, gab es noch für einige Biker ein zünftiges Abendessen. Bier macht eben hungrig.

Am Samstag gab es eine böse Überraschung. Unser eigentlicher Tourguide fiel aus “gesundheitlichen” Gründen aus. Ersatz war aber schnell gefunden. Schließlich hatte Bodo die Ausfahrt mit geplant. Trotzdem war es eine Herausforderung, weil ihm die lückenlose Aufzeichnung fehlte. Bei Eschenlohe kam es dann auch zum plötzlichen Stopp, weil der Kesselberg am Wochenende gesperrt wird und die Umfahrung für Bike’s auch nicht an dieser Stelle möglich war. So entschlossen wir uns, am Brückenwirt eine Pause einzulegen. Danach ging es über Mittenwald und Seefeld zur Biker Kneipe Oilers69. Die war allerdings sehenswert. Viele kuriose Details zum Beispiel von Deckenlampen in Form von Kolbenstangen belustigten uns beim Schlendern durch die Kneipe.

Anschließend konnten wir bei strahlend blauem Himmel den Ort “Haller” passieren und mit dem Hahntennjoch und dem Oberjochpass noch zwei Pässe befahren. Wir waren an die Alpentour auf das Angenehmste erinnert. Gegen 17 Uhr erreichten wir über dörfliche und ländliche Streckenverläufe den Ort Sulzberg im Allgäu. Mit Weissbier wurden wir vom Hoteleigner empfangen. Ein Biker Hotel, dass die besonderen Wünsche ihrer Gäste kennt. Im Gasthof Hirsch klang der Tag harmonisch aus.

Am nächsten Tag lag schwerer Nebel über der hügeligen Landschaft. Die Kraft der Sonne konnten wir schon erahnen und tatsächlich, pünktlich nach dem Frühstück, lichtete sich der Dunst und die Sonne strahlte mit unseren Gesichtern um die Wette. Der letzte Tag startete bei angenehmen Temperaturen und verlief über Landsberg am Lech, Donauwörth bis Burgthann. In der blauen Traube gab es wieder leckere fränkische Küche. Anschließend fuhren wir auf die Autobahn, um rechtzeitig unsere Heimat zu erreichen. Dabei mussten wir die Erfahrung machen, jede Sekunde auf der Hut zu sein. Ob es sich um Busse, die einfach unvermittelt die Spur wechseln, oder um Übermüdung bei uns selbst handelt. Wir vertrauen uns gegenseitig unser Leben an. Dies wurde uns plötzlich wieder klar. Wir müssen uns immer gegenseitig an unsere Grundprinzipien erinnern und wachhalten!

Eine sehr angenehme und abwechslungsreiche Tour wieder. Erneuten Dank an die Organisatoren Karin und Bodo!

weiter Infos unter http://www.leipzig-chapter-germany.de/blog/?p=3429

Über Harley D. Bieder

Ich (Rufname: Harley) stehe mit Feuer und Flamme für Harley Davidson, es ist mein Leben, ich könnte am allerliebsten den ganzen Tag – und das jeden Tag im Jahr – auf meiner Ultra durch die Weltgeschichte ballern, das ist so geil! Es fallen einfach alle Sorgen von mir ab, es macht frei, ist aufregend und entspannend zugleich. Der frische Wind um die Nase, die vielen Düfte, herrliche Eindrücke der Natur und unvergessliche Erlebnisse mit Freunden. Seit ich 16 bin, fahre ich Motorrad. Angefangen hat alles, wie zu DDR-Zeiten üblich, mit S50, dann S51 Enduro, (ständig war der Auspuff geklaut), 150er MZ, 250er ETZ (Mann war ich stolz), na und so zwischendurch auch mal einen SR2. Mit Kumpels ständig an den Karren rumgefummelt, egal ob Simson, MZ, AWO oder Jawa, es ging ja mit ein bissi Geschick alles selber zu machen. Und der Rest ging dann mit Beziehungen ;) Nach der Wende war mein erstes West-Mopped eine 14hunderter Intruder, von der ich mich aber recht bald wieder trennte, da ich endlich mein Traum-Mopped entdeckte: die Ultra von Harley! Schon als Stift hatte ich 2 Modelle in meinem Zimmer stehen, die mir meine Oma aus dem Westen mitgebracht hatte, vielleicht habe ich mich dort schon unterbewusst in dies dicke “Boot” verliebt? Naja so kam ich also zu meiner ersten Ultra Classic Electra Glide in schwarz, gesehen – Liebe auf den ersten Blick – gekauft! Und zwar noch in der alten Niederlassung beim alten Steuernagel. Ein cooler Typ – Gott hab ihn seelig. Seit dem fahre ich Ultra und werde es wohl immer tun, das ist mein Typ Bike, wie drauf geboren, das passt wie Arsch uffn Eimer. Meine 2. “Dicke” war das Sondermodell zum 100jährigen Jubiläum von Harley in schwarz silber. So und meine 3. Ultra ist die aktuelle “Dicke” natürlich in schwarz. Eine Harley kann bei mir halt jede Farbe haben, Hauptsache sie ist schwarz. grins Kilometerleistung im Durchschnitt so zwischen 10.000 und 12.000 km, man muss auch mal zwischendurch was anderes tun. Leider! Ich fahre sehr gern mit meiner Eike einfach nur mal so zu zweit, unserem Chapter und unseren Freunden durch die ganze Welt. So war ich schon in fremden Ländern wie USA, Mallorca, Luxemburg, Belgien, Österreich, Tschechien und in vielen Ecken unseres sehr schönen Deutschlandes. Es ist einfach herrlich und macht enorm viel Freude mit unserer duften Truppe im Chapter unterwegs zu sein. Wir haben jedes Jahr viele gemeinsame Ausfahrten zu spannenden Zielen, treffen befreundete Chapter, lernen immer wieder interessante Menschen, haben coole Partys und leben unser Ziel: Freude am Fahren. Freude bereitet mir auch neben meinen Aufgaben als Secretary, ganz besonders das Absichern und Blocken bei unseren Ausfahrten. Ich freue mich auf die kommenden Mopped-Saisons, die vielen gemeinsamen Erlebnisse mit unseren Freunden, befreundeten Chaptern und die spannende Abenteuer, das Neue, das Unentdeckte und Unbekannte. In diesem Sinne: Harleyluja!
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