Achte auf diese 6 Punkte für eine sichere Saison 2015


Fahrsicherheit

Achte auf diese 6 Punkte für eine sichere Saison 2015

Endlich ist der Frühling da! Die Temperaturen steigen und selbst wenn es Abends teilweise noch empfindlich kalt ist, durften mittlerweile auch die 04er Saison-Kennzeichen aus der Garage. Damit die Saison 2015 unfallfrei verläuft, gibt fembike-Autorin Karin Intfeen sechs Tipps.

von Karin Intfeen

Die Straßen füllen sich merklich mit Motorrädern – und damit hat auch die statistische Uhr angefangen zu ticken. Wie viele Unfälle wird es 2015 im Vergleich zu den Vorjahren geben? Wie viele davon werden tödlich verlaufen? Wer war schuld? Wie hätte man einige davon verhindern können? Hinter jeder dieser Fragen steckt die Betrachtung eines Einzelschicksals und viele Fragen werden nie eine Antwort finden. Leider.

Jedem Biker und jeder Bikerin ist bewusst, dass unser Hobby deutlich gefährlicher ist als

 

Konzentration auf dem Mopped

Motorradfahren erfordert Konzentration, Foto: Moto Guzzi

Schachspielen oder Stricken. Daher habe ich auch nicht vor, heute als fleischgewordene Spaßbremse den mahnenden Zeigefinger zu erheben und Euch an all die Risiken zu erinnern. Jeder und jede, die nicht nur auf die Gashand, sondern auch auf den Verstand achten, wird vorausschauend fahren. Und so werden wir auch in 2015 wieder über die Ignoranz und Schlafmützigkeit so mancher Mitverkehrsteilnehmer nur den behelmten Kopf schütteln können. Trotzdem gibt es einige Sicherheitsfaktoren, die wir in der Hand haben und die möchte ich Euch heute ins Gedächtnis rufen.

1. Nie schneller als der Schutzengel fliegen kann

Jeder Biker hat seine eigene innere Höchstgeschwindigkeit. Die ist zum einen von der Erfahrung abhängig und zum anderen von der eigenen Persönlichkeit. Und so ist es für den einen Spaß pur um die Kurven zu sausen, während der andere lieber cruisend die Landschaft genießt. Das eine ist nicht besser oder schlechter als das andere, es ist einfach nur anders. Steh zu Deiner persönlichen Höchstgeschwindigkeit, egal was die anderen sagen.

2. Fahr nur mit Gleichgesinnten

Der Kurvenflitzer wird keinen Spaß daran haben, ständig auf den Cruiser zu warten. Und einem Cruiser wird das Gefühl, ständig gehetzt zu werden, auch schnell den Genuss an der

 

Cruisen

Cruisen heißt, dem eigenen Können angepasst zu fahren, Foto: Moto Guzzi

Landschaft vermiesen. Wenn mein Mann und ich zum Beinspiel mit Freunden unterwegs sind, düsen die Jungs zwischendurch immer mal kurz ab und warten dann an einem vereinbarten Treffpunkt auf uns Mädels. Und wir Mädels können in aller Ruhe unser Tempo fahren und freuen uns auf das breite zufriedene Grinsen unserer Männer. So kommt jeder auf seine Kosten und wir haben trotzdem gemeinsam Spaß.

Sich hingegen einem Fahrstil anzupassen, der eigentlich nicht dem eigenen entspricht, kann nur zu Stress und Anspannung führen. Und beides ist nicht gesund. Nicht für einen selbst und auch nicht für die Gruppe. Daher ist es für alle sicherer, ehrlich zu sich selbst zu sein.

3. Es geht um Spaß – aber nicht auf Kosten anderer

Ich denke, jeder kennt das: Von hinten rauscht im Tiefflug eine Gruppe Biker an, die überholen, als wenn sie von tausend Teufeln betrieben wären. Mir bleibt immer die Luft weg, wenn ich die im Rückspiegel sehe. Selbst auf meiner dicken GS fühle ich mich dann klein und dünn. Auch wenn es denen vielleicht oder sicherlich sogar jede Menge Spaß macht, mir macht das keinen Spaß, so an die Seite gedrängt zu werden. Hier gefährdet deren Spaß meine Sicherheit, und das ist nicht okay! Wer so heizen will, soll auf die Rennstrecke gehen oder nicht zur Prime-time fahren.

5. Pausen und viel Trinken nicht vergessen

Welcher Pausentyp bist Du? Sind für Dich Pausen notwendiges Übel oder gehören sie für Dich

 

Viele Pausen machen

Viele Pausen erhalten den Spaß, Foto: Moto Guzzi

zum Fahrgenuss mit dazu? Ich zum Beispiel brauche meine Pausen und wenn ich die nicht bekomme, werde ich nicht nur grummelig, ich werde auch unsicher und mache Fehler. Daher vereinbaren wir immer genau, wann die nächste Pause gemacht wird und ob es nur eine Ich-streck-mich-und-trink-kurz-was-Pause oder eine Wir-essen-gemütlich-zu-Mittag-Pause sein soll.

Denn egal wie erfahren und routiniert man als Biker ist: Motorradfahren ist anstrengend. Die ständige Konzentration und Spannung fordert Körper und Geist. Daher sind Pausen wichtig und nötig. Vor allem das Gehirn braucht zwischendurch seine Entspannung und viel Flüssigkeit.

6. Nur fit aufs Bike

Kaum jemand käme auf die Idee, sich mit einer dicken Erkältung aufs Bike zu setzen. Und vernünftige Biker halten sich an die Null-Promille-Grenze, auch am Morgen danach. Was aber viele unterschätzen, ist die Bedeutung der eigenen Tagesform. Ärger im Büro oder ein Streit mit dem Partner gehören ebenso wenig aufs Bike wie ein, zwei Bierchen. Wenn man sich in einer aufgewühlten Stimmung aufs Bike setzt, dann bitte nur mit dem Bewusstsein, dass man sich in einer aufgewühlten Stimmung aufs Bike setzt. Denn emotionaler Stress hat Einfluss auf die Reaktionsfähigkeit des Gehirns und das nicht nur, weil man mit den Gedanken gerade ganz woanders ist. Emotionaler Stress beeinflusst die Informationsverarbeitung im Gehirn und verlangsamt sie.

Zusammenfassen lässt sich all das zu: Sei ehrlich zu Dir und fahr so, dass Du Dich allzeit sicher und wohl fühlst, egal was die anderen sagen oder machen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine sichere und tolle Saison 2015!

viaAchte auf diese 6 Punkte für eine sichere Saison 2015 | fembike.

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