Amerikas Elite sieht das Ende der Weltmacht-Rolle der USA gekommen


In der amerikanischen Elite scheint ein Umdenken einzusetzen: Mit dem ehemaligen Finanzminister Lawrence Summers spricht erstmals ein hochrangiger Politiker und Finanz-Fachmann von Ende der amerikanischen Vorherrschaft in der Welt. Der Anlass ist der gescheiterte Versuch der US-Regierung, seine Verbündeten von der neuen chinesischen Entwicklungsbank AIIB fernzuhalten.

US Präsident Barack Obama könnte derjenige sein, unter dem Amerika seine Rolle als führende Weltmacht verliert. (Foto: dpa)
US Präsident Barack Obama könnte derjenige sein, unter dem Amerika seine Rolle als führende Weltmacht verliert. (Foto: dpa)

Der gescheiterte Versuch der US-Regierung, ihre Verbündeten daran zu hindern, sich an der neuen chinesischen Entwicklungsbank zu beteiligen, wird in Washington überraschend als eine grundsätzliche Wende in den geopolitischen Ambitionen der USA gesehen. Angeführt von Großbritannien, hatten sich in kurzer Folge alle wichtigen Verbündeten der USA einschließlich Deutschlands und Italiens sowie Australien an der Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) beteiligt. Auch Russland will bei der AIIB mitmachen.

Der ehemalige Finanzminister und Präsident der Harvard-Universität, Laurence Summers, analysiert in einem Artikel auf seiner Website die neue Rolle, die den Amerikanern in einer multipolaren Welt zukommt. Summers meint, dass es den Amerikanern nicht gelungen sei, „ein Dutzend seiner traditionellen Verbündeten, beginnend mit Großbritannien, zu überzeugen“, dem Werben Chinas zu widerstehen. Die Einrichtung einer neuen Entwicklungsbank (AIIB) sei auch deshalb auf so große Zustimmung bei den Verbündeten gestoßen, weil es den Amerikanern nicht gelungen sei, die bestehenden Institutionen wie den IWF den neuen weltpolitischen Gegebenheiten entsprechend zu strukturieren: „Chinas wirtschaftliche Größe und die Tatsache, dass die Schwellenländer bereits die Hälfte der industriellen Weltproduktion vorbringen, verlangen nach einer neuen globalen wirtschaftlichen Architektur.“

Summers sieht überraschenderweise auch die dominante Position des IWF gefährdet, weil der von den USA dominierte Währungsfonds bisher nicht in der Lage gewesen sei, sich eine moderne Struktur zu geben, die den veränderten globalen Rahmenbedingungen Rechnung trägt. Summers kennt die internationalen Finanzinstitutionen von innen: Er war viele Jahre Chefökonom der Weltbank gewesen. Die USA hatten bis zuletzt jegliche Reform des IWF blockiert und damit verhindert, dass aufstrebende Mächte wie etwa China eine größere Rolle im IWF spielen könnten.

Summers vergleicht die Entwicklung mit anderen, historischen Ereignissen, in denen die USA ihre Vormachtstellung in der Welt justieren mussten. Summers nennt das Ende des Goldstandards 1971 und sogar die Konferenz von Bretton Woods als vergleichbar wichtige Meilensteine. Amerika habe seine Rolle als Konsortialführer in der globalen Wirtschaft verloren. Zwar habe es schon immer Phasen der Frustration gegeben, doch die Ereignisse der vergangenen Monate haben für Summers mehr Gewicht.

Summers fordert ein Ende der hegemonialen Ambitionen. Die USA sollten sich weltweit nur noch auf Dinge konzentrieren, die tatsächlich im nationalen Interesse Amerikas liegen. Amerika sei nicht mehr der Lage, die globale Weltwirtschaft allein bestimmen zu können. Summers glaubt, dass „andere Staaten legitimiererweise frustriert sein, wenn sie von den USA offiziell aufgefordert werden, ihre Politik zu verändern. Summers kritisiert in diesem Zusammenhang die dominante Rolle amerikanische Institutionen wie der Regulation, der Ratingagenturen und vor allem der US Gerichte. Viele ausländische Unternehmen sehen große rechtliche Probleme, wenn die USA ihre eigenen Vorstellungen in der Welt durchsetzen möchten.

Summers sieht eine große Gefahr für die USA in den aktuellen Währungskriegen. Es sei nicht möglich, den Dollar als Weltwährung aufrechtzuerhalten, wenn die Währung gleichzeitig aggressiv dazu verwendet werde, partikulare Sicherheitsziele der vereinigten Staaten durchzusetzen.

Für Summers hängt der Verlust der dominanten Stellung der USA in der Welt auch mit dem ungerechten eigenen Wirtschaftssystem zusammen. Amerika müsse seine Mittelschicht stärken. Die USA könnten nicht weltweit gegen Armut und Hunger kämpfen, wenn gleichzeitig im eigenen Land die Armut wachse.

Summers erwartet, dass die Zinsen nirgendwo auf der Welt bis 2020 deutlich über null liegen werden. Die ganze Last des globalen Finanzsystems läge derzeit auf den verschuldeten Staaten. Dadurch entstehe ein asymmetrisches System, welches auch jene Länder unter Druck bringe, die Handelsüberschüsse verzeichnen können.

Eine angemessene Rolle der USA in einem multipolaren Wirtschaftssystem könne nur erreicht werden, wenn sich auch die amerikanische Innenpolitik grundlegend ändere. Die gegenseitige Blockade zwischen Republikanern und Demokraten müsse beendet werden. Beide Parteien müssten gemeinsam Entscheidungen treffen, die dem Wohl der Bürger in Amerika dienen. Nur so könne die USA eine legitime Führungsrolle in der Welt wahrnehmen.

Vor Summers hatte bereits die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright die bisherige Rolle der USA in den internationalen Organisationen kritisiert. Vor allem der Mangel an Transparenz im IWF stört Albright, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Finanzminister Jacob Lew hat die harte Haltung der US-Regierung gegen China bereits aufgeweicht. Die US-Regierung begrüße die Initiative Chinas, sagte Lew, und deutet damit an, dass in das Umdenken bei den amerikanischen Eliten sogar schon bei der Regierung registriert worden ist.

Obama

Auch die Weltbank scheint sich bereits mit den Realitäten abzufinden: Deren Präsident Jim Yong Kim will sich in Washington mit dem chinesischen Finanzminister Lou Jiwei treffen, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten. Kim bezeichnete die AIIB am Dienstag in Washington als einen wichtigen neuen Player im internationalen Finanz-Gefüge.

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Über Harley D. Bieder

Ich (Rufname: Harley) stehe mit Feuer und Flamme für Harley Davidson, es ist mein Leben, ich könnte am allerliebsten den ganzen Tag – und das jeden Tag im Jahr – auf meiner Ultra durch die Weltgeschichte ballern, das ist so geil! Es fallen einfach alle Sorgen von mir ab, es macht frei, ist aufregend und entspannend zugleich. Der frische Wind um die Nase, die vielen Düfte, herrliche Eindrücke der Natur und unvergessliche Erlebnisse mit Freunden. Seit ich 16 bin, fahre ich Motorrad. Angefangen hat alles, wie zu DDR-Zeiten üblich, mit S50, dann S51 Enduro, (ständig war der Auspuff geklaut), 150er MZ, 250er ETZ (Mann war ich stolz), na und so zwischendurch auch mal einen SR2. Mit Kumpels ständig an den Karren rumgefummelt, egal ob Simson, MZ, AWO oder Jawa, es ging ja mit ein bissi Geschick alles selber zu machen. Und der Rest ging dann mit Beziehungen ;) Nach der Wende war mein erstes West-Mopped eine 14hunderter Intruder, von der ich mich aber recht bald wieder trennte, da ich endlich mein Traum-Mopped entdeckte: die Ultra von Harley! Schon als Stift hatte ich 2 Modelle in meinem Zimmer stehen, die mir meine Oma aus dem Westen mitgebracht hatte, vielleicht habe ich mich dort schon unterbewusst in dies dicke “Boot” verliebt? Naja so kam ich also zu meiner ersten Ultra Classic Electra Glide in schwarz, gesehen – Liebe auf den ersten Blick – gekauft! Und zwar noch in der alten Niederlassung beim alten Steuernagel. Ein cooler Typ – Gott hab ihn seelig. Seit dem fahre ich Ultra und werde es wohl immer tun, das ist mein Typ Bike, wie drauf geboren, das passt wie Arsch uffn Eimer. Meine 2. “Dicke” war das Sondermodell zum 100jährigen Jubiläum von Harley in schwarz silber. So und meine 3. Ultra ist die aktuelle “Dicke” natürlich in schwarz. Eine Harley kann bei mir halt jede Farbe haben, Hauptsache sie ist schwarz. grins Kilometerleistung im Durchschnitt so zwischen 10.000 und 12.000 km, man muss auch mal zwischendurch was anderes tun. Leider! Ich fahre sehr gern mit meiner Eike einfach nur mal so zu zweit, unserem Chapter und unseren Freunden durch die ganze Welt. So war ich schon in fremden Ländern wie USA, Mallorca, Luxemburg, Belgien, Österreich, Tschechien und in vielen Ecken unseres sehr schönen Deutschlandes. Es ist einfach herrlich und macht enorm viel Freude mit unserer duften Truppe im Chapter unterwegs zu sein. Wir haben jedes Jahr viele gemeinsame Ausfahrten zu spannenden Zielen, treffen befreundete Chapter, lernen immer wieder interessante Menschen, haben coole Partys und leben unser Ziel: Freude am Fahren. Freude bereitet mir auch neben meinen Aufgaben als Secretary, ganz besonders das Absichern und Blocken bei unseren Ausfahrten. Ich freue mich auf die kommenden Mopped-Saisons, die vielen gemeinsamen Erlebnisse mit unseren Freunden, befreundeten Chaptern und die spannende Abenteuer, das Neue, das Unentdeckte und Unbekannte. In diesem Sinne: Harleyluja!
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