Populärer Facebook-Protest: »Schluss mit der Zwangsabgabe«


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Wird Facebook zum ARD-ZDF-Gebührenkiller? Auf der sozialen Plattform sammelt eine Gruppe Unterschriften gegen den Rundfunkbeitrag. Zwei Millionen sollen es bis zum Stichtag 18. Juni werden. Genau 638 369 »Zusagen« wurden bis zum Freitag dieser Woche auf der Protest-Seite bereits angezeigt.

Auch auf die Straße wollen die Organisatoren gehen. Zuerst in Hannover, wie es heißt. Ganz oben auf der Webseite wird ein Gebührenformular von ARD und ZDF eingeblendet. »Schluss mit der Zwangsabgabe«, steht darunter. Die übrigen Ziele der Gruppe sind wenig konkret. »Wir wollen eine faire und gerechte Lösung für alle«, heißt es dort außerdem, und »wir wollen in Frieden demonstrieren«.

In dem bislang übersichtlichen Debattenforum sind die Meinungen darüber, wie eine faire und gerechte Gebührenlösung für alle aussehen könnte, geteilt.  Ein Teilnehmer fordert, das öffentlich-rechtliche Mediensystem »als Pay-TV zu gestalten«.

Ein anderer verlangt, alle Angebote zu privatisieren, »dann trennt sich die Spreu vom Weizen«. In der Bewertung der Inhalte des zwangsfinanzierten Rundfunks scheint man sich indes einig zu sein. Der Kommentar eines Seitenbesuchers, »zu wenig Qualität, zu viel Mist, und vor allem ein viel zu großer Verwaltungsapparat«, bleibt unwidersprochen.

Die Initiative zielt klar gegen die seit zwei Jahren geltende Pflicht jedes privaten Haushalts, den Rundfunkbeitrag zu zahlen, unabhängig davon, ob Rundfunkgeräte in der jeweiligen Wohnung stehen. Vor der Neuregelung waren mit der GEZ-Gebühr lediglich jene zur Kasse gebeten worden, die Rundfunkgeräte besaßen.

Die Protestaktion müsste trotz der bisher beachtlichen Stimmenzahl aber noch einen Tick zulegen, um das selbst gesteckte Ziel zu erreichen. Zwar konnten seit dem 22. Januar, als die Initiative gestartet wurde, über 620 000 Stimmen gesammelt werden.

Doch würde der Zustrom an Sympathisanten gegen die Zwangsabgabe so anhalten wie bisher, würde das Ziel trotz der verbleibenden drei Monate verfehlt. Man würde etwa eineinhalb Millionen »Zusagen« erreichen. Die Proteste gegen die Zwangsgebühren von ARD und ZDF sind breit gestreut. Sie kommen vor allem in zahlreichen Diskussionsforen zum Ausdruck.

Im vergangenen Jahr hat die Revolte des Publikums gegen die Leitmedien deutlich an Wucht gewonnen, weil wir als Leser und Zuschauer ständig Beispiele für Manipulation (Bild mit Staatschefs bei Charlie-Hebdo-Protest in Paris), einseitige Berichterstattung (Ukraine) und Schmutzkampagnen (gegen PEGIDA) geliefert bekommen.

viaPopulärer Facebook-Protest: »Schluss mit der Zwangsabgabe« – Kopp Online.

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