Ein gutes Selbstwertgefühl stärkt Herz und Immunsystem


Liebe Freunde, hier ein guter Artikel von Frau Beate Rossbach:

„denken Sie auch manchmal in Ihrem Inneren „Ich bin einfach nicht gut genug“, und fühlen Sie sich anderen gegenüber häufig minderwertig? Dann werden sich diese tief verwurzelten Selbstzweifel nicht nur in Ihren Beziehungen zu anderen Menschen negativ bemerkbar machen, sie wirken sich sogar direkt auf Ihre Gesundheit aus, schwächen Ihr Herz und Ihre Immunabwehr. Lesen Sie heute hier, wie Sie mit einer Änderung Ihrer inneren Einstellung Ihr Selbstwertgefühl und damit auch Ihr Herz und Ihre Abwehrkräfte stärken können.

Niemand wird mit dem Gefühl geboren, weniger wert zu sein als andere. Bereits in der frühesten Kindheit prägen sich aber das so genannte Urvertrauen und die Gewissheit, liebenswert zu sein, aus – oder eben das Gegenteil davon. Wer ständig von Eltern und Lehrern Sätze hört, die die eigene Persönlichkeit abwerten, ist irgendwann zutiefst davon überzeugt, tatsächlich wertlos zu sein. Diese Sätze schwächen den eigenen Wert:

– „Das schaffst Du nicht.“

– „Du stellst Dich aber auch immer dumm an.“

– „Andere Kinder können das schon längst.“

– „Immer gibt es deinetwegen Ärger.“

– „Das geht aber wirklich besser.“

– „Sei doch nicht immer so langsam.“

Vielleicht erinnern Sie diese – wahrscheinlich gut gemeinten -Aussprüche an Ihre eigene Kindheit. Durch Sätze wie diese, schlechte Zeugnisnoten und ablehnendes Verhalten von Anderen prägt sich über Jahre hinweg die Überzeugung, nicht liebenswert zu sein. Wie Sie die so entstandenen negativen Prägungen löschen, durch positive ersetzen und zu einem gesunden Selbstwertgefühl finden, erfahren Sie weiter unten.

Psychologen der Universität Canterbury in Christchurch/Neuseeland konnten erstmals Zusammenhänge zwischen der eigenen Wertschätzung und dem vegetativen Nervensystem nachweisen. Sie hatten in einer Studie 184 Probanden verschiedenen Tests unterzogen, in denen diese falsch negative Rückmeldungen über ihre Intelligenz oder ihre Persönlichkeit erhielten, um die eigene Wertschätzung gezielt zu verringern. Gleichzeitig maßen die Wissenschaftler während der zwei Wochen dauernden Testreihe die Aktivität des Vagus-Nervs am Herzen, der für eine Beruhigung und Verlangsamung des Herzschlags sorgt. Die Studie zeigte klar, dass ein höheres Selbstwertgefühl direkt an eine Erhöhung der Vagus-Aktivität gekoppelt war. Je geringer die eigene Wertschätzung wurde, umso mehr Übergewicht erlangte der Gegenspieler des Vagus-Nerven (Sympatikus), der den Organismus auf Flucht programmiert und den Herzschlag beschleunigt. Dadurch gerät das Herz unter Dauerstress, ein Herzinfarkt oder Schlaganfall kann dann die Folge sein. Die Forscher sehen aufgrund ihrer Ergebnisse noch weitere negative gesundheitliche Auswirkungen eines mangelhaften Selbstwertgefühls. Die erhöhte Aktivität des Sympatikus führe zu Stressreaktionen im Organismus, die das Immunsystem schwächen und eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit nach sich ziehen.

Wenn Sie Ihr Selbstwertgefühl stärken möchten, besteht der erste Schritt darin, dass Sie sich selbst annehmen, so wie Sie sind. Versuchen Sie nicht, anderen nachzueifern, sondern sehen Sie in aller Objektivität Ihre eigenen Stärken und Schwachstellen. Stehen Sie bewusst zu Ihren Schwächen und versuchen Sie nicht, sie vor Anderen krampfhaft zu verbergen. Verzeihen Sie sich auch Fehler, denn niemand ist perfekt. Gerade Ihre persönliche Mischung aus Stärken und Schwächen macht Sie einzigartig und liebenswert.

Und denken Sie daran: Wenn Sie sich selbst nicht lieben können, warum sollte es dann irgendjemand anders tun? Beginnen Sie noch heute damit, sich selbst wertzuschätzen. Dafür werden Sie mit einer stabilen Gesundheit und liebevollen Beziehungen zu anderen Menschen belohnt.

7 bewährte Strategien: So steigern Sie Ihr Selbstwertgefühl:

1. Betreiben Sie Ursachenforschung. Finden Sie heraus, wodurch Ihre Einstellung, nicht liebenswert zu sein, entstanden ist. Überprüfen Sie im Anschluss, ob die früher gehörten Sätze heute noch Gültigkeit haben.

2. Besinnen Sie sich auf Ihre Stärken. Machen Sie eine Liste mit all Ihren Vorzügen. Sie werden erstaunt sein, wie viel Positives Sie an sich selbst entdecken werden.

3. Hören Sie auf, mit sich zu hadern. Stoppen Sie Gedanken wie „ich bin zu dick“, „ich mache immer alles falsch“, etc. Ersetzen Sie diese Sätze durch positive wie „ein bisschen mollig ist weiblich“ bzw. „Nächstes Mal gelingt es mir besser“.

4. Sehen Sie in Kritik das Positive. Deuten Sie kritische Anmerkungen nicht als Abwertung Ihrer Person. Versuchen Sie lieber, etwas Konstruktives und eine Chance, sich zu verbessern, darin zu sehen. Quittieren Sie unberechtigte Kritik einfach mit einem Lächeln.

5. Finden Sie das Einzigartige an Ihnen heraus. Jeder Mensch hat etwas ganz besonders Schönes an sich. Sind es Ihre Augen? Oder vielleicht Ihre Herzenswärme? Freuen Sie sich über Ihre ganz persönliche äußere oder innere Schönheit, und strahlen Sie diese Freude auch aus.

6. Arbeiten Sie an Ihrer Körperhaltung. Hängende Schultern, ein gesenkter Blick und schüchtern verschränkte Arme zeigen deutlich Ihre Unsicherheit. Machen Sie sich gerade, schauen Sie andere Menschen offen an und denken Sie nicht an eventuell ablehnende Reaktionen.

7. Vergleichen Sie sich nicht mit Anderen. Es wird immer jemanden geben, der reicher, schöner oder intelligenter ist als Sie. Macht nichts. Zufriedenheit mit sich selbst und dem Erreichten verleihen Ihnen eine positive Ausstrahlung.“

Bleibt fit und gesund. Stay hungry, stay foolish. Gruss Harley

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