Alpentour 2014 mit den Harleys


Eine herrliche Tour! Viele unvergessliche Erlebnisse, traumhafte Eindrücke, köstlich amüsiert, irre gefeiert, kulinarische Geschmacksexplosionen, fahrtechnische Herausforderungen, Herzlichkeit, Freundschaft und Teamgeist zwischen unseren sibs in spirit. Nur geil! Danke an alle!

Die Details:
Presi Jens formulierte während der Tour das, was jeder von uns schon dachte. Eine Harmonie und Achtsamkeit, die jeder einzelne Teilnehmer ausstrahlte, die uns alle mitriss und die Truppe herrliche 7 Tage erleben ließ. Das Schöne daran, wir sind uns sicher, dies hätte mit jedem weiteren Member genauso funktioniert. Wir sind eine tolle Einheit im Jahr 2014!

1. Tag

Harley Davidson und Alpenpässe sind kein unüberwindbarer Gegensatz. Am 1.9.14 machten sich 18 123er auf den Weg Richtung Oberbayern. Ab Trockau folgten wir den langgezogenen Kurven bis Gössweinstein, wo uns der Gasthof Krone mit fränkischen Spezialitäten erwartete. Die Fahrt ging bei trockenem Wetter weiter über Nürnberg und Donauwörth bis nach Landsberg am Lech ins Hotel Goggl. Mit einer echten Hexe besuchten wir das Bayertor und die Altstadt von Landsberg. Leider hat die Hexe einen unserer Member verhext, der unvermittelt sich den Fuß in einem Loch im Rasen verstauchte. Sogar ein Hexenviertel gab es zu sehen. Nach der Führung luden uns die Hexen auf ein Flaschenbier ein und verabschiedeten sich mit einem freundlichen und versöhnlichen Hexenlächeln von uns. Bayrische Schmankerl gab’s auch noch und am nächsten Morgen die wahre Geschichte über einen gruseligen Mord, der vor vielen Jahren in diesem Hotel geschah. Gut, dass die Nacht schon vorbei war und wir das unheimliche, aber romantische Landsberg in Richtung Füssen verlassen konnten.

2. Tag

Die Wies Kirche, erbaut von Dominikus Zimmermann, wurde am nächsten Tag angesteuert und ein Gottesdienst besucht. Weiter ging es nach Hohenschwangau, wo wir das Schloß Neuschwanstein mit der Pferdekutsche anfuhren. Nach der Schloßführung durften wir Richtung Fernpass die erste Spitzkehre erfolgreich nehmen. Weitere 1500 km folgten in den Alpen. Es sollten noch einige Überraschungen auf uns warten. Der Reschenpass konnte nach der Piller Höhe in Angriff genommen werden. Kurz vor dem Reschenpass blieben wir für einen Moment an einem Parkplatz stehen. Beim Absteigen gab es einen Sturz vom Mopped – tausendfach studierte Bewegung, dieses Mal irgendwie blöd hängengeblieben und gestürzt. Wir mussten einen Arzt in Reschen aufsuchen. Der mit Hilfe von Albrecht untersuchte Armbruch wurde fachmännisch eingegipst. Die Reise konnte ohne Teilnehmerverlust fortgesetzt werden.

3. Tag

Am nächsten Tag starteten wir Richtung Stilfser Joch und Gaviapass. Beide stellten uns vor schwierige Aufgaben, die nicht nur unsere Bikerlady Antje souverän bewältigte. Nach dem Absolvieren der schwierigen Pässe kamen alle unfallfrei und pünktlich in Rovereto an. Mit einem Shuttlebus ging es abends in ein typisches italienisches Restaurant. Hier wurden wir gleich mit Prosecco begrüßt und haben einen sehr lustigen Abend verbracht.

Am 4. Tag war entweder eine Gardaseerundfahrt oder ein Alternativprogramm am Gardasee möglich. Die größere Gruppe entschied sich für die Rundfahrt, die uns bis nach Cles in eine Pizzeria führte. Auf dem Pass wurde es etwas feucht, doch auf dem Boot im Gardasee wurden die Daheimgebliebenen von Bugwellen deutlich stärker vom kalten Nass getroffen.

Das Abendessen erfolgte diesmal an einer Anhöhe. Von dort konnte man die Lichter Roveretos bewundern. Für das Ambiente gab es offenen Applaus bei Ankunft vor dem Restaurant. Das Essen selbst war vorzüglich und wir lachten und amüsierten uns bis spät in den Abend hinein. Der Brüller war das Erläutern des Kalorienverbrauchs bei moderater sexueller Aktivität. Das gefiel allen…

5. Tag

Rovereto war ein unfallfreier Abschnitt unserer Reise gewesen. Jetzt ging es in Richtung Seiser Alm. Dort angekommen fuhren wir zusammen mit der Seilbahn auf den Gipfel. Der Bus und ein weiterer Lift folgten und schon waren wir nach einer Stunde auf der Alm bei leckerer Südtiroler Küche. Der Wirt servierte derart pünktlich, schnell und appetitlich, dass wir ohne Zeitverzögerung den beschwerlichen Rückweg antreten konnten. Er ist selbst Harleyfahrer und fuhr unsere Fußkranken zum Lift mit seinem PKW. Eine liebe Geste. Die Anderen schnauften nicht schlecht. Der Nachmittag gehörte den Pässen. Leider verließ uns das Glück am Passo Rolle. Der letzte Pass des Tages führte leider in der 92 Kurve auf der Ss50 zum Unfall. Mit der Soziafußraste hängen geblieben, hebelte es die V-Rod aus der Kurve. Schlüsselbeinbruch beendete abrupt das Fahrvergnügen. Wir waren alle zur Stelle und die Sicherung und Versorgung des Verletzten klappte vorzüglich. Nur auf den Abschlepper warteten Frank und Mario mehrere Stunden. Valdobbiadene erreichten wir alle viel zu spät, so mußte das geplante Abendessen mitten im Weinberg abgesagt werden.

6. Tag

Die Rückreise quer durch die Alpen verlief ruhig und genussvoll. Wir ließen die Kurven, Täler und Berge an uns vorbei ziehen. Kleiner Stopp für einen italienischen Kaffee hier oder ein Tankstopp da verschafften uns die nötige Verschnaufpause. Ziel war zunächst Antholz und ein Mittagessen bei Familie Goller. Begeistert von unseren Bikes gab es ein gemeinsames Foto und anschließend leckere Südtiroler Schmankerl und danach eine Kugel Eis. Weiter ging es nach Bad Aibling über den Staller Sattel. Unser Hotel überraschte uns mit einem Bikergrillen mit dem Smoker. Danach gab es für jeden Biker und Bikerin eine Urkunde mit den befahrenen Pässen für sportliche Spitzenleistungen.

7. Tag

Die Heimreise startete pünktlich bei Sonnenschein Richtung Lauf bei Nürnberg. Dort angekommen besuchten wir die Gaststätte Altes Rathaus. Ein mittelalterliches Städtchen liebevoll gestaltet. Ein lohnender Stopp. Danach ging es Richtung Schlechtwetterfront nach Hause. Die letzten 20 km im Starkregen. Fast 2500 km später und glücklich erreichten wir alle die Heimat.

Zur Wiederholung empfohlen.

Ein Dank an die Wahnsinns-Vorbereitung und Durchführung an Karin und Bodo! Selten eine so schöne Fahrt erlebt

Hier der Link auf die Chapter Seite:

http://www.leipzig-chapter-germany.de/blog/?p=3178#more-3178

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Über Harley D. Bieder

Ich (Rufname: Harley) stehe mit Feuer und Flamme für Harley Davidson, es ist mein Leben, ich könnte am allerliebsten den ganzen Tag – und das jeden Tag im Jahr – auf meiner Ultra durch die Weltgeschichte ballern, das ist so geil! Es fallen einfach alle Sorgen von mir ab, es macht frei, ist aufregend und entspannend zugleich. Der frische Wind um die Nase, die vielen Düfte, herrliche Eindrücke der Natur und unvergessliche Erlebnisse mit Freunden. Seit ich 16 bin, fahre ich Motorrad. Angefangen hat alles, wie zu DDR-Zeiten üblich, mit S50, dann S51 Enduro, (ständig war der Auspuff geklaut), 150er MZ, 250er ETZ (Mann war ich stolz), na und so zwischendurch auch mal einen SR2. Mit Kumpels ständig an den Karren rumgefummelt, egal ob Simson, MZ, AWO oder Jawa, es ging ja mit ein bissi Geschick alles selber zu machen. Und der Rest ging dann mit Beziehungen ;) Nach der Wende war mein erstes West-Mopped eine 14hunderter Intruder, von der ich mich aber recht bald wieder trennte, da ich endlich mein Traum-Mopped entdeckte: die Ultra von Harley! Schon als Stift hatte ich 2 Modelle in meinem Zimmer stehen, die mir meine Oma aus dem Westen mitgebracht hatte, vielleicht habe ich mich dort schon unterbewusst in dies dicke “Boot” verliebt? Naja so kam ich also zu meiner ersten Ultra Classic Electra Glide in schwarz, gesehen – Liebe auf den ersten Blick – gekauft! Und zwar noch in der alten Niederlassung beim alten Steuernagel. Ein cooler Typ – Gott hab ihn seelig. Seit dem fahre ich Ultra und werde es wohl immer tun, das ist mein Typ Bike, wie drauf geboren, das passt wie Arsch uffn Eimer. Meine 2. “Dicke” war das Sondermodell zum 100jährigen Jubiläum von Harley in schwarz silber. So und meine 3. Ultra ist die aktuelle “Dicke” natürlich in schwarz. Eine Harley kann bei mir halt jede Farbe haben, Hauptsache sie ist schwarz. grins Kilometerleistung im Durchschnitt so zwischen 10.000 und 12.000 km, man muss auch mal zwischendurch was anderes tun. Leider! Ich fahre sehr gern mit meiner Eike einfach nur mal so zu zweit, unserem Chapter und unseren Freunden durch die ganze Welt. So war ich schon in fremden Ländern wie USA, Mallorca, Luxemburg, Belgien, Österreich, Tschechien und in vielen Ecken unseres sehr schönen Deutschlandes. Es ist einfach herrlich und macht enorm viel Freude mit unserer duften Truppe im Chapter unterwegs zu sein. Wir haben jedes Jahr viele gemeinsame Ausfahrten zu spannenden Zielen, treffen befreundete Chapter, lernen immer wieder interessante Menschen, haben coole Partys und leben unser Ziel: Freude am Fahren. Freude bereitet mir auch neben meinen Aufgaben als Secretary, ganz besonders das Absichern und Blocken bei unseren Ausfahrten. Ich freue mich auf die kommenden Mopped-Saisons, die vielen gemeinsamen Erlebnisse mit unseren Freunden, befreundeten Chaptern und die spannende Abenteuer, das Neue, das Unentdeckte und Unbekannte. In diesem Sinne: Harleyluja!
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Eine Antwort zu Alpentour 2014 mit den Harleys

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