Gold: Auch Österreich holt seine Schätze heim


Der Goldpreis hängt aktuell immer noch bei etwa 1200 Dollar/Unze fest beziehungsweise rutscht noch etwas darunter. Allen Krisenanzeichen zum Trotz reagiert der Markt auf die Schwindsucht des Wertes der Papierwährungen nicht. Dennoch mehren sich die Zeichen für einen anziehenden Goldpreis. »Heim nach Hause« heißt es − angeblich − für das Gold von immer mehr Zentralbanken.

Österreichs Nationalbank, vergleichbar mit der Bundesbank in Frankfurt, hat Angst um sein Gold. So jedenfalls lässt sich der Wunsch interpretieren, wonach das gelbe Edelmetall endlich heim nach Hause finden möge. 280 Tonnen Gold hat Österreich formal und möchte 110 Tonnen sicherstellen. 80 Prozent befinden sich in London, bei der Bank of England, die seit Jahrzehnten große Goldschätze bewahrt. Österreich möchte das Gold nach Hause holen.

Der Schatz ist aktuell knapp neun Milliarden Euro schwer. Österreich sitzt seit nunmehr 2007 auf seinen Beständen (vgl. etwa deraktionaer.de oder die Berichte des World Gold Council). Deutschland schließt sich an, wie wir wissen. Ein Großteil unseres Goldes liegt − hoffentlich − noch in den Tresoren der FED in New York. Die Niederländer haben bereits Gold nach Hause geholt. Russland und nach zahlreichen, anhaltenden Gerüchten auch China treten als Aufkäufer auf.

Natürlich stellt sich sofort die Frage nach dem Warum. Papiergeldskeptiker verweisen auf die anstehenden Europrobleme. Griechenland steht zumindest noch für längere Zeit vor dem Exodus und dem Austritt aus der Eurozone. Niemand weiß, wie die Märkte darauf reagieren würden. Zumindest weiß dies kein normaler Marktteilnehmer.

Großbanken dürften sich ein Bild davon machen können. Goldman Sachs etwa. Deren ehemaliger leitender Mitarbeiter Draghi entwertet zurzeit den Euro fleißig weiter und kauft munter Anleihen auf. Draghi gehörte Goldman Sachs zu einer Zeit an, als die Bank den Griechen massiv bei den »Bilanz«manipulationen half. Draghi dürfte ein feines Gespür für die Entwicklung in Griechenland haben. Die Kollegen aus den angeschlossenen Notenbanken ebenso?

Ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone und die fortwährende Gelddruckerei jedenfalls würden den Euro massiv unter Druck setzen. Möglicherweise sichern sich die Notenbanken bereits ab. Dazu passt, dass neben China und Russland weitere Staaten Gold importieren wollen.

Bekannt war dies für die Türkei, die zeitweise Zinsen für Gold bot. Indien hat jetzt seine Zollbeschränkungen für Gold ebenfalls gelockert. Damit kann das Land mehr Goldimporte erwarten, was wiederum für eine Goldverknappung am Markt sorgen würde.

Auch die Nummer eins der Goldkäufer ist ein Land beziehungsweise seine Zentralbank. Russland hatte im Jahr 2014 173 Tonnen Gold gekauft. Im April ist nach Angaben einer Nachrichtenagentur erneut ein Anteil von 300 000 Unzen Gold in Russland importiert worden. Insgesamt verfügt Russland demnach über 40,1 Millionen Unzen. Dies sind 13 Prozent der gesamten Reserven Russlands.

Unter dem Strich zeigt sich also, dass die Zentralbanken Gold schätzen. Private Investoren oder auch größere andere Institutionelle scheinen hingegen kurzfristig das Interesse zu verlieren. Der größte Goldfonds der Welt, der SPDR Gold Shares, hatte alleine am Mittwoch mehr als vier Tonnen Gold einbüßen müssen. Insgesamt verfügen die acht größten börsengehandelten Goldfonds über so wenig Gold wie nie zuvor in den vergangenen fünf Jahren. Dies drückt den Goldpreis zumindest kurzfristig sicher weiter.

Wer mit Gold nicht zocken möchte, sondern seine Vermögen absichern will, wird mit Gold jedoch langfristig sicher sein. So empfiehlt es sich weiterhin, in kleinen Einheiten Gold oder auch Silber zu kaufen. Noch können Sie dies in Form von Tafelgeschäften, also bei Händlern direkt vor Ort. Der Staat erfährt davon nichts.

Wie dies alles funktioniert, erfahren Sie von Christian Wolf. Kostengünstig, zielsicher und taktisch richtig. Das Verhalten der Notenbanken zeigt, dass es keine Alternative gibt.

viaGold: Auch Österreich holt seine Schätze heim – Kopp Online.

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