Leipziger Biker umrundete sieben Mal die Welt – Jens Fuge


Ernesto Guevara (49) mit seiner Tochter.
Ernesto Guevara (49) mit seiner Tochter.

Von Alexander Bischoff

Leipzig – Er durchritt mit seiner Harley die Wüste Arizonas, knatterte durch Schneefelder am Nordkap, cruiste mit Revolutionärssohn Ernesto Guevara über Kuba und besuchte die Gründungsväter der amerikanischen Hells Angels: Jens Fuge (51) ist Sachsen härtester Biker.

Graues Wallehaar, zotteliger Kinnbart, breites Kreuz und tätowierte Arme – Jens Fuge entspricht dem klassischen Bild des „Born to be wild“-Bikers nahezu perfekt.

Und anders als die vielen Mode-Rocker heutzutage lebt er den Geist der wilden Freiheit auf zwei Rädern auch wirklich aus.

„300.000 Kilometer auf der Harley sind bei mir bestimmt zusammen gekommen“, sagt der Globetrotter. Beim Erdumfang von 40.000 Kilometern sind das mehr als sieben Weltumrundungen!
Jens (r.) mit Ernesto Guevara (m), dem Sohn des Revolutionärs Che Guevara auf Kuba.Jens (r.) mit Ernesto Guevara (m), dem Sohn des Revolutionärs Che Guevara auf Kuba.

Letztes Jahr waren Kuba und der Polarkreis dran. Auf der Sonneninsel erlebte der Leipziger das wohl größte Harley-Museum der Welt.

„Weil es wegen des Embargos kaum neue Maschinen gibt, halten die Harlistas dort noch 60 bis 70 Jahre alte Maschinen am laufen“, schwärmt Fuge.

Auf der Insel fuhr der Sachsen-Rocker auch ein paar Touren mit Ernesto Guevara (49), dem Sohn des legendären Revolutionärs Che Guevara.

Fuge: „Eigentlich ist er Rechtsanwalt, aber er arbeitet viel lieber als Harley-Schrauber.“

Nach der Karibik ging‘s zum Nordkap. „Mit 700 km Umweg über‘s russische Murmansk – weil da der Schnaps billiger ist als in Norwegen“, grinst Fuge.

Jens FugeDie Route 66 – der Inbegriff von Freiheit – auch diesen Weg hat Jens bereits beschritten.

Den Wodka brauchte Jens zum Aufwärmen. Denn er campiert noch in alter Rocker-Tradition – mit Zelt, Schlafsack und Lagerfeuer.

Treffen und Ausfahrten mit der lokalen Bikerszene sind Fuge das Wichtigste auf seinen Reisen, die ihn in Friedenszeiten sogar bis nach Syrien führten.

Selbst die ganz harten Typen nehmen sich Zeit für den Leipziger. Wie die Gründungsväter der amerikanischen Hells Angels, Sonny Barger und Johnny Angel (beide 76), die Fuge 2013 zu sich nach Hause einluden.

Seine Abenteuer beschreibt der Harley-Sachse detailliert in Reportagebüchern, die er im Eigenverlag herausgibt.

Fotos: privat

Über Harley D. Bieder

Ich (Rufname: Harley) stehe mit Feuer und Flamme für Harley Davidson, es ist mein Leben, ich könnte am allerliebsten den ganzen Tag – und das jeden Tag im Jahr – auf meiner Ultra durch die Weltgeschichte ballern, das ist so geil! Es fallen einfach alle Sorgen von mir ab, es macht frei, ist aufregend und entspannend zugleich. Der frische Wind um die Nase, die vielen Düfte, herrliche Eindrücke der Natur und unvergessliche Erlebnisse mit Freunden. Seit ich 16 bin, fahre ich Motorrad. Angefangen hat alles, wie zu DDR-Zeiten üblich, mit S50, dann S51 Enduro, (ständig war der Auspuff geklaut), 150er MZ, 250er ETZ (Mann war ich stolz), na und so zwischendurch auch mal einen SR2. Mit Kumpels ständig an den Karren rumgefummelt, egal ob Simson, MZ, AWO oder Jawa, es ging ja mit ein bissi Geschick alles selber zu machen. Und der Rest ging dann mit Beziehungen ;) Nach der Wende war mein erstes West-Mopped eine 14hunderter Intruder, von der ich mich aber recht bald wieder trennte, da ich endlich mein Traum-Mopped entdeckte: die Ultra von Harley! Schon als Stift hatte ich 2 Modelle in meinem Zimmer stehen, die mir meine Oma aus dem Westen mitgebracht hatte, vielleicht habe ich mich dort schon unterbewusst in dies dicke “Boot” verliebt? Naja so kam ich also zu meiner ersten Ultra Classic Electra Glide in schwarz, gesehen – Liebe auf den ersten Blick – gekauft! Und zwar noch in der alten Niederlassung beim alten Steuernagel. Ein cooler Typ – Gott hab ihn seelig. Seit dem fahre ich Ultra und werde es wohl immer tun, das ist mein Typ Bike, wie drauf geboren, das passt wie Arsch uffn Eimer. Meine 2. “Dicke” war das Sondermodell zum 100jährigen Jubiläum von Harley in schwarz silber. So und meine 3. Ultra ist die aktuelle “Dicke” natürlich in schwarz. Eine Harley kann bei mir halt jede Farbe haben, Hauptsache sie ist schwarz. grins Kilometerleistung im Durchschnitt so zwischen 10.000 und 12.000 km, man muss auch mal zwischendurch was anderes tun. Leider! Ich fahre sehr gern mit meiner Eike einfach nur mal so zu zweit, unserem Chapter und unseren Freunden durch die ganze Welt. So war ich schon in fremden Ländern wie USA, Mallorca, Luxemburg, Belgien, Österreich, Tschechien und in vielen Ecken unseres sehr schönen Deutschlandes. Es ist einfach herrlich und macht enorm viel Freude mit unserer duften Truppe im Chapter unterwegs zu sein. Wir haben jedes Jahr viele gemeinsame Ausfahrten zu spannenden Zielen, treffen befreundete Chapter, lernen immer wieder interessante Menschen, haben coole Partys und leben unser Ziel: Freude am Fahren. Freude bereitet mir auch neben meinen Aufgaben als Secretary, ganz besonders das Absichern und Blocken bei unseren Ausfahrten. Ich freue mich auf die kommenden Mopped-Saisons, die vielen gemeinsamen Erlebnisse mit unseren Freunden, befreundeten Chaptern und die spannende Abenteuer, das Neue, das Unentdeckte und Unbekannte. In diesem Sinne: Harleyluja!
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